Sehenswürdigkeiten an der AMALFIKÜSTE: Urlaub, wo die Zitronen blühen
Meine Tipps für einen Urlaub an der Amalfiküste: die schönsten Orte und ein paar Tipps für ruhigere Plätze, Aktivitäten im Hinterland und Ausflüge nach Capri, Neapel & Co.
Die Amalfiküste ist ein Sehnsuchtsort. Steile Felsen, pastellfarbene Häuser, tiefblaues Meer und der Duft von Zitronen in der Luft prägen das Bild. Kaum ein Fleck in Europa wirkt so postkartenreif. Kein Wunder, dass viele dort, wo die Zitronen blühen, ihren Traumurlaub verbringen möchten.
Meist tauchen dabei im Vorfeld einige Fragen auf: Wie kommt man hin? Wie bewegt man sich von einem schönen Ort zum nächsten? Welche Sehenswürdigkeiten an der Amalfiküste sind sehenswert? Welche kann man getrost auslassen? Und wo liegen die berühmten „Geheimtipps“? Oft wird man auch Ausflüge nach Capri, Neapel und Pompeji andenken.
Hier kommen meine ganz persönlichen Tipps für einen Urlaub an der Amalfiküste.
2. Aufgefädelt wie Perlen an einer Schnur: die schönsten Orte an der Amalfiküste
3. Nicht ganz die Hotspots: aber gennauso schöne Orte an der Amalfiküste
4. Schöne Aussichtspunkte: wo die Amalfiküste besonders verzaubert
5. Ruhige Orte an der Amalfiküste: Tipps für eine Wanderung hoch über der Küste
6. Unterwegs mit Boot und Bus: Ausflüge nach Capri, Neapel & Pompeji
Die Amalfiküste: wo sich ein schöner Ort an den nächsten reiht
Einmal an die Amalfiküste fahren: das steht bei vielen Italienliebhabern ganz oben auf der Liste. Ein Sehnsuchtsort, von dem man träumt, lange bevor man tatsächlich dort steht. Neben dem namensgebenden Ort Amalfi hat wohl jeder auch schon einmal von Positano gehört – den pastellfarbenen Häusern, die sich hier, eines über dem anderen, an den Felsen schmiegen.

Wo die Amalfiküste genau liegt? Am Tyrrhenischen Meer, im Golf von Salerno, auf der Südseite der Halbinsel von Sorrent.
Im Jahr 1997 wurde die Costa Amalfitana zum UNESCO-Welterbe erklärt. Wer einmal dort war, versteht sofort, warum. Sie zählt zu den beliebtesten Urlaubsregionen Italiens, und das nicht erst seit gestern.

Bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts zieht diese Region Reisende aus aller Welt an. Damals wie heute ist es vor allem die spektakuläre Küstenstraße, die begeistert. Die SS163, die berühmte „Amalfitana“, gilt als eine der schönsten Panoramastraßen Europas. Wer sie einmal gefahren ist, weiß, was „kurvenreich“ bedeutet. Noch dazu gibt es den Blick auf das türkisblaue Meer, die imposante Steilküste und die in den Hang gebauten Orte in der Form nur hier.



Wer das Hinterland, hoch über den berühmten Orten in den Monti Lattari, erkundet, entdeckt dafür eine andere, ruhigere Seite der Amalfiküste.
Und drumherum wartet Geschichte, Kultur und italienisches Lebensgefühl in Pompeji, Neapel und Capri. Kaum eine Region vereint so viel Vielfalt auf einem Raum.
1. Meine Tipps für den Urlaub an der Amalfiküste: wann fahren, wie hinkommen, wo übernachten
Gleich vorweg: Wer keine Kompletttour an die Amalfiküste gebucht hat, sondern individuell reist, sollte einiges beachten. Es fängt schon damit an, zu welcher Jahreszeit man hinfährt. Gerade in der Hochsaison ist es sehr voll.
Genauso wichtig ist die Frage, wie man überhaupt hinkommt und sich dann an der Küste fortbewegt. Entlang der Amalfiküste gibt es keinen Zug. Man erreicht die „Einstiesgorte“ in die Amalfiküste zwar per Bahn, doch von Sorrent oder Salerno geht es nur mit dem Bus, der Fähre oder einem Transfer weiter.

Mit dem Auto zu fahren, ist nicht unbedingt zu empfehlen. Die Straßen sind eng, kurvig und stark befahren, und in der Hochsaison gilt stellenweise sogar ein Fahrverbot.
Schließlich bleibt noch die Frage, wo man an der Amalfiküste am besten übernachtet. Auch das will gut überlegt sein.
Beste Reisezeit an der Amalfiküste
Die beste Reisezeit für die Amalfiküste liegt vor und nach dem Hochsommer: im Mai und Juni beziehungsweise im September. In diesen Monaten ist das Wetter meist angenehm warm und stabil.

Im Hochsommer hingegen zeigt sich die Amalfiküste von ihrer anstrengenderen Seite. Im Juli und August ist es nicht nur sehr heiß, sondern auch überfüllt. Die schmalen Straßen sind verstopft, die Orte gut besucht – und bei großer Hitze machen auch Besichtigungen weniger Freude.
Ein kleiner Tipp, um dem großen Ansturm möglichst zu entkommen, ist, ganz zu Beginn der Saison reisen. Ich war in den ersten Apriltagen unterwegs, als sich der der Besucherandrang noch in Grenzen hielt.

Wichtig ist das richtige Timing vor allem dann, wenn Ausflüge geplant sind. Die Fähren verkehren in der Regel ab 1. April, viele andere Verbindungen und Angebote starten jedoch erst später in die Saison. Das sollte man unbedingt berücksichtigen, insbesondere wenn Touren in die Umgebung geplant sind (mehr dazu unter Punkt Nr. 5).
Wie man hinkommt und wie man sich an der Amalfiküste bewegt
Für die Anreise an die Amalfiküste stehen zwei Anflughäfen zur Verfügung: der Flughafen in Neapel und der Flughafen in Salerno.
Vom Flughafen Neapel aus geht es mit dem Zug, vom Flughafen Salerno aus mit dem Bus bis nach Salerno. Von dort kommt man per Bus oder – theoretisch – mit dem Auto weiter entlang der Küste. Wobei ich ganz klar die Busfahrt empfehle.
Mit dem Auto an der Amalfiküste unterwegs zu sein, ist nicht wirklich ratsam. Die legendäre Küstenstraße SS163, die „Amalfitana“, ist spektakulär schön, aber schmal, kurvig und stark befahren. Parkplätze sind rar und teuer, und in der Saison gelten zusätzlich Fahrverbote bzw. Kennzeichenregelungen.

Wer stressfrei reisen möchte, setzt besser auf öffentliche Verkehrsmittel. Meine Tipps dazu habe ich in meinem Artikel zum Thema Busfahren an der Amalfiküste gesammelt.
Besonders schön ist es, die Orte vom Wasser aus zu verbinden. Die Fährverbindungen entlang der Küste sind nicht nur praktisch, sondern bieten auch die beeindruckendsten Ausblicke auf die steilen Felsen und bunten Häuser. Natürlich werden viele Ausflüge werden per Boot angeboten – dazu mehr unter Punkt 5.
Übernachtungs-Tipp an der Amalfiküste: günstig, gut – und möglichst ruhig
Wer an der Amalfiküste ein günstiges und zugleich schönes Hotel abseits der Massen sucht, steht vor einer gar nicht so einfachen Frage: Wo ist der beste Ort zum Übernachten? Das hängt stark von den eigenen Vorlieben ab.
Natürlich kann man in bekannten Urlaubsorten wie Amalfi oder Positano wohnen. Beide Orte sind traumhaft gelegen und definitiv einen Besuch wert. Aber möchte man wirklich dort übernachten, wo tagsüber Touristengruppen durch enge Gassen ziehen? Einmal durchflanieren genügt meist, zumal die Preise in den Hotspots oft entsprechend hoch sind.
Zum Glück gibt es entlang der Küste viele günstigere Alternativen, Ich habe bei meinem Urlaub hoch oben in Ravello übernachtet – einem netten Bergdorf mit atemberaubendem Blick über die Steilküste.


Allein der Ausblick aus dem B&B Giuliana’s View* war unbezahlbar. Am Abend auf der Terrasse zu sitzen und zuzusehen, wie die Sonne langsam hinter der Küste versinkt – das sind genau die Momente, für die man an die Amalfiküste kommt.
Noch dazu handelte es sich um eine kleine, familiäre Pension, die von der Hausherrin Claudia, von der ich viele Tipps erhalten habe, herzlich geführt wird. Angeschlossen ist eine Pizzeria (ebenfalls mit Terrasse und Meerblick).



Mein Fazit: ein Ort, an dem man sich sofort willkommen fühlt und der gemütlich, persönlich – und dabei leistbar ist. Tatsächlich handelte es sich um eine der günstigeren Unterkünfte an der Amalfiküste.
Jetzt gleich Preise checken: Giuliana’s View*
2. Aufgefädelt wie Perlen an einer Schnur: die schönsten Orte an der Amalfiküste
Wenn man von Salerno mit dem Zug anreist und dort in den Bus umsteigt – was ich eindeutig empfehle (siehe oben) – passiert man die wichtigsten Orte an der Amalfiküste in folgender Reihenfolge:

Zunächst erreicht man Vietri sul Mare und Cetara, zwei kleinere Orte mit viel lokalem Flair. Danach folgen Maiori und Minori, bevor man bei Atrani in das höher gelegene Ravello abzweigen kann.
Anschließend erreicht man Amalfi, das historische Herz der Küste. Weiter westlich liegen Praiano und schließlich Positano, der wohl bekannteste und meistfotografierte Ort entlang der gesamten Küste.
Im Folgenden sind die wichtigsten Orte allerdings nicht geografisch, sondern nach Bekanntheit und Beliebtheit geordnet. Beginnen wir mit dem namensgebenden Ort der Küste.
Amalfi
Gleich vorweg: Was ist schöner an der Amalfi-Küste – Positano oder Amalfi? Ganz ehrlich, einen direkten Vergleich kann ich nicht ziehen, denn ich habe „nur“ die Altstadt Amalfis zu Fuß erkundet. Und das hatte seinen guten Grund: Positano wirkte beim Vorbeifahren mit dem Bus schon so überlaufen, dass ich mir den Touristen-Overkill lieber ersparte.

In Amalfi war zumindest etwas Platz zum Durchschnaufen. Bei meinem Besuch Anfang April konnte man zu Randzeiten noch angenehm durchatmen.
Amalfi hat der ersten Seerepublik Italiens ihren Namen gegeben. Zwischen dem 9. und 12. Jahrhundert war die Stadt ein eigenständiger Machtfaktor mit eigener Flotte und Dogen – damals lebten hier zehnmal so viele Menschen wie heute. Die alten Wachtürme, die sich links und rechts der Küste erheben, stehen noch immer und zeugen von dieser glanzvollen Vergangenheit.

Wer mit dem Schiff anreist, bekommt die schönste Seite Amalfis gleich auf dem Silbertablett serviert, schmiegt sich die Stadt doch malerisch an die Felsen.

Wer die Spuren der Geschichte sucht, findet sie in der maurisch inspirierten Architektur, zum Beispiel am Campanile des Doms mit seinen leuchtenden Majolika-Fliesen.




Was tut man nun, in Amalfi angekommen? Einfach die schmalen Gassen der Altstadt hinaufschlendern, einen Blick in die zahlreichen Keramikläden werfen oder in einem der Cafés einen Cappuccino genießen.
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Positano
Postkartenmotiv Nummer eins ist Positano – atemberaubend schön mit seinen würfelförmigen Häusern, die sich an den steilen Hang schmiegen. Doch leider ist es auch sehr überfüllt und teuer. Und fast überall führen nur Treppenwege hinauf oder hinab.
Meine Erfahrung: Wer Amalfi schon gesehen hat, kann Positano getrost auslassen. Der Blick vom Schiff aus über die Spiaggia Grande reicht völlig aus. Vom Wasser aus kann man auch die drei vorgelagerten Inseln gut erkennen. Auf „Gallo Lungo“ lebte der Tänzer Nurejew bis zu seinem Tod. Die Insel ist auch heute noch Privatbesitz.


Wer dennoch die Treppenwege hinaufsteigen möchte, wird auch hier mit Keramikläden und kleinen Boutiquen belohnt.
Ravello
Ravello, eines der schönsten Dörfer an der Amalfiküste, liegt etwas ab vom Schuss. Bei meinem Besuch am späten Nachmittag waren vielerorts noch die Rollläden heruntergezogen, Anfang April herrschte eine herrlich ruhige Atmosphäre.

Warum sich der Weg nach Ravello lohnt? Vor allem wegen der berühmten Gärten: Bei den Villen Rufolo und Cimbrone handelt es sich um ganz besondere Sehenswürdigkeiten an der Amalfiküste (siehe Tipp Nr. 4). Kulturliebhaber kommen beim Ravello Festival im Sommer voll auf seine Kosten.




Abgesehen von den Highlights zeigt Ravello seinen Reiz als charmantes Bergdorf. Das hat nicht nur seinen Reiz, sondern auch den besten Blick hinunter aufs Meer – ein Panorama, das man so schnell nicht vergisst.
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3. Nicht ganz die Hotspots: aber genauso schöne Orte an der Amalfiküste
Wo findet man an der Amalfiküste noch Orte, an denen nicht der Bär steppt? Rund um Positano und Amalfi gibt es tatsächlich einige hübsche Küstenorte der „zweiten Liga“ – weniger berühmt, aber dafür umso entspannter und angenehm ruhig.
Atrani
An Atrani kommt man nicht vorbei, allein schon, weil es direkt an Amalfi anschließt. Der kleine Ort misst gerade einmal 0,2 Quadratkilometer. Doch die haben es in sich.



Atrani wirkt fast so, als wäre es rund um seine Kirche gebaut worden: Die Santa Maria Maddalena mit ihrer grünen Majolika-Kuppel und dem markanten Campanile prägt das Ortsbild und ist schon von weitem ein echter Blickfang. Dazu kommen enge Gassen und dicht gedrängte Häuser.
Wichtig ist nur, beim Spaziergang von Amalfi nach Atrani nicht direkt entlang der Straße laufen. Stattdessen sollte man den Fußgängertunnel nutzen, der einen sicher abseits des Verkehrs in den Nachbarort bringt.
Maioiri und Minori
Nur ein Stück weiter östlich geht es in Maiori und Minori ebenso deutlich entspannter zu als in Amalfi.
Maiori punktet mit einem überraschend langen Strand – fast schon ungewöhnlich für die Amalfiküste – und ist ein klassischer Urlaubsort, in dem man es sich einfach gutgehen lassen kann. Minori hingegen ist kleiner, fast ein wenig verträumt.

Besonders schön zeigt sich die Küstenlinie der zwei Orte von oben – etwa aus den Gärten der Villa Rufolo in Ravello (oder auch von meinem persönlichen Übernachtungstipp an der Amalfiküste).
Vietri sul Mare, Cetara und Praiano
Entlang der Amalfiküste fallen sie immer wieder ins Auge: malerische Kirchen mit ihren leuchtenden Majolika-Kuppeln. Die bunten Keramikfliesen prägen besonders in Vietri sul Mare, Cetara und Praiano das Ortsbild.
Am östlichen Ende der Amalfiküste liegt Vietri sul Mare, das seine Berühmtheit seiner Keramiktradition verdankt. Der Hingucker ist die Chiesa di San Giovanni Battista aus dem 17. Jahrhundert mit ihrer eleganten Kuppel aus schimmernden Majolika-Fliesen in kräftigen Gelb-, Grün- und Blautönen.

Cetara wirkt bodenständig und ursprünglich, fast ein wenig verschlafen. Über dem Ort wacht eindrucksvoll ein alter Turm, während im Zentrum die Chiesa di San Pietro Apostolo mit ihrer hübschen Majolika-Kuppel das Dorfbild bestimmt.


In Praiano ist die wohl bekannteste Kirche des Ortes die Chiesa di San Gennaro aus dem Jahr 1602. Ihre prächtig mit Majolika-Fliesen verzierte Kuppel ist ein weiterer markanter Farbtupfer über dem Meer.
Und Sorrent?
Die Frage taucht immer wieder auf: Gehört Sorrent zur Amalfiküste? Streng genommen nein, geografisch liegt die Stadt auf der gegenüberliegenden Seite der Halbinsel. Und doch wird Sorrent meist ganz selbstverständlich dazugerechnet, wenn von der Amalfiküste die Rede ist.
Nicht jeder plant einen Abstecher hierher ein, dabei zählt Sorrent für mich zu den schönsten Orten in dieser Region. Warum? Gibt es in meinem Artikel zu Sorrent nachzulesen.
4. Schöne Aussichtspunkte: wo die Amalfiküste besonders verzaubert
Die oben genannten schönen Orte an der Amalfiküste sind alle – mit Ausnahme von Sorrent –spektakulär an die Steilküste gebaut. Doch auch im Hinterland warten echte Entdeckungen.

Hinter der Küstenlinie ragen die Monte Lattari bis zu 1.400 Meter auf und bilden jene eindrucksvolle Kulisse, die man von unten so bewundert. Hier oben liegen stille Bergdörfer wie Tramonti oder Scala.

Nach Scala führen wilde Serpentinen hinauf, ganze 400 Höhenmeter müssen dabei von Atrani aus überwunden werden. Der Ort liegt am Gegenhang von Ravello und eröffnet herrliche Blicke hinüber – und ebenso reizvolle Gegenblicke zurück
Einer der schönsten Ausblicke Italiens: Ravello
Berühmt ist Ravello vor allem für seine Gärten. Es gibt hier zwei große Anlagen: die Villa Cimbrone mit der legendären „Terrazza dell’Infinito“, als Drehort für die Madeira-Szenen der Sisi-Trilogie bekannt, und die Villa Rufolo, die bei meinem Besuch auf dem Programm stand.
Die Ursprünge der hoch über der Küste gelegenen Villa Rufolo reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die verfallene Ruine wieder zum Leben erweckt und mit viel Liebe zum Detail restauriert.



Heute zeigen sich deutlich die maurischen Einflüsse, besonders im arabeskenverzierten Innenhof. Der Kreuzgang mit seinen filigranen Bögen wirkt fast wie aus einem andalusischen Märchen.



Ein besonderer Hingucker sind die Sale Superiori: acht prachtvolle Räume im Rokoko-Stil, wo kunstvolle Stuckarbeiten auf farbenfrohe Vietri-Keramikfliesen treffen. Durch die Fenster fällt der Blick weit hinaus über das Meer.




Unterhalb breiten sich die berühmten Gärten aus. Von der Terrasse hat man einen unglaublich schönen Blick auf die Küstenlinie von Maiori und Minori. Auch der historische Palazzo dell’Annunziata mit seinen zwei prächtigen Kuppeln ist von oben gut zu erkennen – ein Bild, das nicht nur sprichwörtlich, sondern tatsächlich ein berühmtes Postkartenmotiv der Amalfiküste ist.
Due Golfi: zwei wunderschöne Ausblicke auf das Meer auf einen Streich
Ganz anders, aber nicht weniger schön ist der Übergang zwischen Positano und Sorrent hoch oben in den Bergen. Hat man sich auf der kurvenreichen Straße den Berg hinaufgeschraubt, wartet mit Sant’Agata sui Due Golfi ein Ort, der nicht von Menschenmassen überrollt wird.


Auf der Straße geht es mal auf die eine, mal auf die andere Seite der Küste, insgesamt wechselt sie drei Mal hin und her. Hoch oben in den Bergen befindet man sich tatsächlich zwischen zwei Golfen: dem von Neapel auf der einen und dem von Salerno auf der anderen Seite.
Und es gibt sogar einen Aussichtspunkt, an dem man tatsächlich beide Golfe auf einmal sieht. Als wäre das nicht genug, legt sich dazu noch Capri wunderschön ins Bild. Unbedingt hinauffahren, wenn es irgendwo möglich ist!
5. Ruhige Orte an der Amalfiküste: Tipps für eine Wanderung hoch über der Küste
An der Amalfiküste sollte man nicht nur die bekannten Highlights abhaken, sondern sich ruhig einmal treiben lassen und zwischen den schönen Orten „verloren gehen“.

Ich selbst war auf den alten Wirtschaftswegen zwischen Ravello und Atrani unterwegs. In dieser Gegend verläuft auch der Sentiero dei Limoni – der „Zitronenweg“ – zwischen Minori und Maiori.




Auf dieser Höhe geht es weniger schroff zu als ganz oben in den Bergen, dafür kommt man an den (im April leider von Netzen überzogenen) Zitronenterrassen vorbei. Auch hier eröffnen sich immer wieder herrliche Ausblicke auf die Küste.



Die Terrassen mit ihren gelben Früchten prägen das Landschaftsbild an der Amalfiküste, aber auch am Teller und im Glas. Ein Limoncello oder eine Pasta mit Zitronensauce gehört hier einfach dazu.
Die Alternative zum Sentiero dei Limoni ist der berühmte „Götterweg“, der Sentiero degli Dei. Er verläuft oberhalb von Positano nach Bomerano, hat aber teils ausgesetzte Passagen. Je nach gewählter Route können dabei insgesamt bis zu 1.000 Höhenmeter zusammenkommen, teils geht es auf Treppenwegen durchgehend bergab. Die Höhenmeter-Angaben sollte man bei Wanderungen an der Amalfiküste generell im Hinterkopf haben, gerade aufgrund der eben erwähnten Treppenwege. Auch kurze Strecken können somit beschwerlich sein. Beste Zeit zum Wandern an der Amalfiküste sind die Monate Mai und Oktober.
6. Unterwegs mit Boot und Bus: Ausflüge nach Capri, Neapel & Pompeji
Nur an der Amalfiküste zu bleiben fällt schwer. Fast immer gehört zumindest ein Tagesausflug nach Capri dazu. Mit dem Schiff sind aber auch andere Orte an der Amalfiküste gut zu erreichen. Gerade in der Hochsaison ist das oft die schönste Art der Fortbewegung.
Die Amalfiküste mit dem Schiff entdecken: ab nach Capri!
Der Klassiker einer Schiffstour von der Amalfiküste ist ein Tagesausflug nach Capri, dabei starten die Boote meist von Amalfi oder Positano aus.

Schon die Anfahrt ist atemberaubend: Zunächst geht es noch an der Amalfiküste selbst entlang, wo sich ein schöner Ort an den nächsten reiht, bis das Ende der Halbinsel von Sorrent erreicht ist und die Amalfiküste zu einem Schattenspiel am Horizont wird.
Dann, ganz langsam, rücken die berühmten Faraglioni-Felsen ins Blickfeld. Spätestens jetzt ist klar; Capri ist bald erreicht. Wenn sich dann noch der Vesuv in der Ferne ins Bild schiebt, fragt man sich, wie es möglich sein kann, dass hier so viele Postkartenmotive auf nur einem Fleck zu finden sind.

Capri selbst ist ein Traum aus Steilküste, glasklarem Wasser, eleganten Villen und diesem besonderen Licht, das die Insel seit Jahrhunderten für so viele Künstler und Reisende attraktiv macht.




Ein Tagesausflug nach Capri sollte bei einem Urlaub an der Amalfiküste daher nicht fehlen. Wer die Möglichkeit hat, dabei auch einen Bootstrip rund um die Insel zu unternehmen, wird mit Eindrücken belohnt, die lange nachwirken. Die Insel zeigt sich vom Wasser aus nämlich von einer weiteren schönen Seite.
Ausflüge nach Neapel & Pompeji
Auch nach Neapel ist ein Ausflug mit dem Schiff problemlos möglich. Ich habe allerdings die Landroute eingeschlagen, zuerst mit dem Bus nach Sorrent und von dort weiter mit dem Zug nach Neapel, um die Region am Golf von Neapel zu erkunden.

Wie lange man dafür einplanen sollte und was in und rund um Neapel sehen kann, gibt es in meinen Reisetipps für Neapel nachzulesen.
Der Fährverkehr an der Amalfiküste findet regelmäßig zwischen Anfang April und Ende Oktober statt. Diese Fährstationen entlang der Amalfiküste werden über Travelmar angefahren: Salerno – Vietri sul Mare – Cetara – Maiori – Minori – Atrani – Amalfi – Praiano – Positano.
Bei meinem Besuch Anfang April waren die Ausflugsboote noch spärlich im Einsatz, aber vor allem im Sommer werden zusätzlich zu den regulären Fähren viele Touren angeboten. Anbieter wie Alilauro bieten Fahrten nach Capri, Ischia, Sorrent oder Neapel an.
Praktisch ist vor allem GetYourGuide: Die dort angebotenen Touren sind normalerweise bis zu 24 Stunden (oder sogar 1 Stunde, je nach Variante) vor Abfahrt problemlos stornierbar. Meist handelt es sich um Tagesausflüge an die Amalfiküste vom Golf von Neapel aus, z.B. die Schifffahrt an die Amalfiküste von Sorrent* oder Tagestour an die Amalfiküste ab Neapel samt Schifftour ab Salerno*. Meine Bootsfahrt rund um Capri* habe ich mehrere Wochen vor der Reise online gebucht.
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