Ein Tag in SORRENT: fast ein Muss beim Urlaub am Golf von Neapel

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Was man in Sorrent tun und sehen kann: ein Altstadt-Rundgang mit bestem Ausblick über den Golf von Neapel inkl. Tipps für einen Besuch von Capri und der Amalfiküste.


Zugegeben: Mein Besuch war kurz, ich hatte gerade mal einen Tag Zeit. Aber der Tagesausflug nach Sorrent war wunderschön und hat sich mehr als ausgezahlt. Wer im Golf von Neapel unterwegs ist, sollte sich einen Abstecher nach Sorrent auf keinen Fall entgehen lassen.

Zwar warten in Sorrent keine spektakulären Szenen wie in Neapel, keine weltberühmten Ausgrabungen wie in Pompeji und auch nicht die dramatischen Küstenpanoramen der Amalfiküste. Stattdessen überzeugt Sorrent mit Atmosphäre. Es ist ein Ort zum Flanieren und zum Genießen.

Im Gegensatz zur lebhaften, chaotischen Energie Neapels lässt sich in Sorrent die typische Italianità entspannt einfangen. Enge Gassen, kleine Geschäfte, der Duft von Zitronen und immer wieder Ausblicke auf das tiefblaue Meer – all das macht den besonderen Charme der Stadt aus.

Was es bei einem Rundgang durch die Altstadt von Sorrent zu entdecken gibt? Hier kommen die schönsten Stationen und meine persönlichen Tipps.

Ausgeflogen nach Sorrent: was es im beliebten Urlaubsort am Golf von Neapel zu sehen gibt
1. Start des Sorrent Rundgangs an der Piazza Tasso: plus Abstecher zu einem Lost Place
2. Flanieren durch die Fußgängerzone der Altstadt: Zitronen und Keramik auf Schritt und Tritt
3. Die Kathedrale von Sorrent:: und weitere Kirchen in der Altstadt Sorrents
4. Eine besondere Sehenswürdigkeit in Sorrent: der Ausblick von der Villa Comunale
5. Eine Oase der Ruhe: Tausendundeine Nacht im Chiostro di San Francesco
6. Der Strand in Sorrent: wo direkt an der Steilküste sonnengebadet wird
7. Die Marina Piccola in Sorrent: wo die Ausflüge nach Neapel und Capri starten
8. Zurück in die Altstadt: rund um die Basilika Sant’Antonino
9. Mit der Fähre nach Capri: und weitere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Sorrent

Übernachtungs-Tipp für Sorrent

Sorrent: italienischer Urlaubsort mit viel Geschichte

Sorrent liegt auf der gleichnamigen Halbinsel, die den Golf von Neapel vom Golf von Salerno trennt. Oder anders gesagt: mittendrin zwischen einigen der berühmtesten Orte Süditaliens. Auf der einen Seite Neapel, der Vesuv und Pompeji, auf der anderen Capri und die Amalfiküste. Sehenswürdigkeiten gibt es in dieser Region also mehr als genug, und trotzdem geht es in Sorrent selbst meist ein gutes Stück ruhiger zu.

Sorrent Sehenswürdigkeiten

Die Lage ist nicht nur strategisch ideal für Ausflüge, sondern auch landschaftlich beeindruckend. Sorrent thront rund 50 Meter hoch auf steilen Felsklippen über dem Meer. Von oben blickt man weit über den Golf von Neapel, mit dem Vesuv als markanter Kulisse – ein Panorama, das man so schnell nicht vergisst.

Schon in der Antike spielte dieser Küstenabschnitt eine Rolle in Geschichten und Mythen. Der Überlieferung nach sollen hier jene Felsen liegen, an denen die Sirenen Odysseus mit ihrem Gesang betören wollten. Damals trug die Stadt noch den Namen Surrentum.

Auch die Römer wussten die Schönheit dieses Ortes zu schätzen und nutzten ihn als Sommerfrische. Auch später, besonders im 18. und 19. Jahrhundert, wurde Sorrent wieder zu einem beliebten Urlaubsort. Künstler, Schriftsteller und Reisende aus ganz Europa kamen hierher, um das milde Klima und die spektakuläre Landschaft zu genießen.

Bis heute ist die Stadt ein idealer Ausgangspunkt für einen Urlaub in der Region. Viele Besucher quartieren sich hier ein und unternehmen von Sorrent aus Ausflüge nach Neapel, zum Vesuv und nach Pompeji, zur Insel Capri oder an die Amalfiküste.

Und was sollte man in Sorrent selbst gesehen haben? Die Stadt ist vor allem für zwei Dinge bekannt: Limoncello und Intarsienkunst. Beim Bummel durch die Altstadt begegnet man Zitronen in Form von Likör, Süßigkeiten, Seifen oder Servietten überall. Ebenso traditionell ist die Intarsienarbeit aus Holz, für die Sorrent seit Jahrhunderten bekannt ist. Selbst in einigen Kirchen kann man diese Handwerkskunst bewundern.

Vor allem aber ist Sorrent eine echte Flanierstadt. Die Altstadt besteht aus engen, lebendigen Gassen mit vielen kleinen Cafés, Bars und Geschäften, in denen sich wunderbar stöbern lässt. Gleichzeitig gibt es auch großzügige Plätze, auf denen sich das Leben der Stadt abspielt. Dadurch wirkt alles entspannter als an manchen Orten der Amalfiküste. Die Besucherströme verteilen sich besser, und die Atmosphäre bleibt angenehm gemütlich.

Eine besondere Sehenswürdigkeit in Sorrent ist die Aussichtsterrasse hoch über der Küste. Von hier schweift der Blick über den Golf von Neapel, während der Vesuv wie ein perfekter Rahmen am Horizont steht. Gleichzeitig schaut man hinunter auf die kleinen Badeanlagen an der steilen Küste.

Sorrent Ausblick Golf von Neapel und Vesuv

Strände gibt es in der Stadt nicht wirklich, doch die Menschen in Sorrent haben längst ihre eigene Lösung gefunden. Auf Plattformen, Stegen und kleinen Badeanlagen direkt an den Felsen genießen sie die Sonne und das Meer. Sonnenbaden an der Steilküste? In Sorrent funktioniert das erstaunlich gut.

 

Altstadt-Rundgang durch Sorrent: die Karte

Ich habe meinen Tagesausflug nach Sorrent vom Bahnhof aus gestartet und bin dort über die Piazza Tasso in Richtung Altstadt spaziert, habe mich dort am Dom und an einigen Kirchen vorbei durch die engen Gassen treiben lassen, bis ich an der Aussichtsterrasse rund um den Garten der Villa Comunale herauskam.

Dort ging es die Treppen hinunter zum Strand von Sorrent direkt an der Steilküste. Vom Hafen der Marina Piccola habe ich mich wieder in die Altstadt hinaufbewegt und meinen Sehenswürdigkeiten-Rundgang durch Sorrent bei der Piazza Sant’Antonino abgeschlossen.

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1. Start des Sorrent Rundgangs an der Piazza Tasso: plus Abstecher zu einem Lost Place

Die Altstadt von Sorrent ist leicht zu erreichen. Vom Bahnhof führt der Weg ganz unkompliziert über den Corso Italia Richtung Zentrum. Anfangs ist die Straße noch breit und geschäftig, bis man schließlich an einem großen Platz ankommt, wo der Corso in das Gewirr der Altstadtgassen übergeht und zur Fußgängerzone wird.

Piazza Tasso Altstadt Sorrent

Dieser Platz ist die Piazza Tasso, das Herz der Stadt. Im Gegensatz zu den engen Gassen der Altstadt ist er ungewöhnlich weitläufig und offen. Von den zwei Statuen am Platz erinnert eine an den berühmtesten Sohn der Stadt: den Dichter Torquato Tasso, der 1544 in Sorrent geboren wurde.

Bei meinem Besuch war die Piazza Tasso genau der richtige Ort für eine erste Pause. Direkt am Platz, vor dem Eingang der Santuario della Madonna del Carmine, habe ich mich in der kleinen Bar del Carmine niedergelassen. Ein Espresso an einem kleinen Tisch mit Blick auf den Platz – und schon ließ sich wunderbar beobachten, wie das Leben rund um die Piazza pulsiert.


Zweimal ein Blick tief nach unten

Bevor es weiter in die Altstadt geht, ein Tipp: In unmittelbarer Nähe zur Piazza Tasso kann man einen überraschenden Blick in eine tiefe Schlucht werfen, das sogenannte Vallone dei Mulini bzw. „Tal der Mühlen“.

Bis in die 1940er-Jahre wurde hier tatsächlich noch gearbeitet und Getreide gemahlen. Heute ist das Tal ein faszinierender Lost Place. Die Ruinen der Gebäude sind überwuchert von dichtem Grün. Bäume und seltene Farne, die sich in der abgeschlossenen Schlucht wohlfühlen, haben sich das Gelände zurückerobert. Von der Brücke über die Via Fuorimura kann man gut die letzten Reste der ehemaligen Sägemühle erkennen.

Ein kleines, fast schon charmantes Detail liegt am Weg dorthin: Wer an der Pizzeria Aurora vorbeiflaniert, erwischt vielleicht den Pizzabäcker, der gerade direkt am offenen Fenster den Teig knetet.

Und wer einen Blick auf die andere Straßenseite in Richtung Norden wirft, bemerkt schon mitten im Stadtzentrum, dass Sorrent tatsächlich auf einer Klippe errichtet wurde. Rund 50 Meter unterhalb des Aussichtspunkts verläuft eine langgezogene Straße, die sich in einer engen 360-Grad-Kurve in Richtung Küste windet – ein sehr faszinierender Anblick.

2. Flanieren durch die Fußgängerzone der Altstadt: Zitronen und Keramik auf Schritt und Tritt

Der Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten in Sorrent führt nun mitten hinein in die Altstadt. Ich folgte dem Corso Italia, der sich hier als angenehme Fußgängerzone zeigt, zunächst weiter. Immer den Glockenturm der Kathedrale im Blick, lässt es sich wunderbar durch die Straße flanieren. Links und rechts reihen sich Geschäfte, kleine Boutiquen, Bars und Cafés auf.

Corso Italia Altstadt Sorrent

Parallel zum Corso Italia verläuft die schmale Via San Cesareo – eine der lebendigsten Gassen der Altstadt. Hier begegnet man auch erstmals den typischen Souvenirs der Region: Regale voller Zitronenprodukte, Limoncello-Flaschen, bemalter Keramik und allerlei Mitbringsel, die sofort italienisches Urlaubsgefühl verbreiten.

Gerade das macht den Charme von Sorrent aus: Die Stadt lädt dazu ein, neugierig in die kleinen Gassen hineinzuschauen. Hinter jeder Ecke wartet ein anderes Geschäft, eine kleine Werkstatt oder eine Bar. Einfach perfekt, um sich treiben zu lassen und das entspannte Flair der Altstadt zu genießen.

Ungefähr auf Höhe der Kathedrale stößt man bei diesem Spaziergang auch auf ein besonderes historisches Gebäude: den Sedile Dominova. Diese offene Loggia stammt aus dem 15. Jahrhundert und war einst ein Treffpunkt des lokalen Adels. Der Bau wurde später erweitert. Besonders auffällig ist die Majolikakuppel aus dem 17. Jahrhundert, während im Inneren illusionistische Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert zu sehen sind.

3. Die Kathedrale von Sorrent: und weitere Kirchen in der Altstadt Sorrents

Der Glockenturm, den man beim Spaziergang durch die Altstadt von fast jeder Ecke aus sieht, gehört zur Cattedrale dei Santi Filippo e Giacomo, der Kathedrale von Sorrent. Interessant ist dabei: Der Campanile steht nicht direkt am Hauptbau der Kirche. Stattdessen erhebt er sich über einem Torbogen, durch den man zum Eingang der Kathedrale gelangt.

Erst hinter diesem Durchgang öffnet sich der Platz vor dem Dom. Dieser steht an einem geschichtsträchtigen Ort, befand sich hier in der Antike nämlich das Forum der Stadt. Der heutige Bau ist eine barocke Kirche, die auf den Resten eines älteren Gotteshauses errichtet wurde. Die Fassade dagegen wirkt vergleichsweise modern: Sie stammt aus dem 20. Jahrhundert.

Leider war das Gotteshaus bei meinem Besuch geschlossen. Besonders sehenswert sollen hier vor allem die Deckenfresken sein, genauso wie die kunstvollen Holzintarsien, für die Sorrent bekannt ist.

Kathedrale von Sorrent

Eine kleine Entdeckung gab es trotzdem: Direkt beim Eingang zum Dom muss man an einem ruhigen Innenhof vorbei. Während draußen auf dem Corso Italia das geschäftige Treiben der Stadt vorbeizieht, herrscht hier eine überraschende Stille – eine kleine Oase mitten im Zentrum.

Von der Kathedrale aus führte mein Spaziergang weiter durch das Gassengewirr der Altstadt. Immer wieder tauchten dabei kleine Kirchen auf, etwa die Chiesa dei Santi Felice e Baccolo.

Besonders neugierig machte mich allerdings die Chiesa di San Paolo. Von außen wirkt sie zunächst wenig spektakulär – fast ein wenig heruntergekommen, mit Pflanzen, die bereits aus der Fassade wachsen.

Doch der erste Eindruck täuscht: Innen überrascht die Kirche mit einer ganz eigenen Atmosphäre. Wie in mehreren Kirchen der Stadt sind auch in diesem Gotteshaus kunstvolle Intarsienarbeiten ausgestellt.

4. Eine besondere Sehenswürdigkeit in Sorrent: der Ausblick von der Villa Comunale

Bei einem Rundgang durch Sorrent erreicht man auch das Meer – allerdings nicht direkt am Wasser, sondern zunächst oben am Rand der steilen Klippen. Das bedeutet vor allem eines: einen großartigen Ausblick.

Von oben blickt man weit über den Golf von Neapel, wo sich der Vesuv markant am Horizont abbildet. Tief unten, rund 50 Meter unterhalb der Altstadt, liegen die Strandbäder der Stadt.

Sorrent Aussichtsterrasse Hotel Bellevue Syrene

Wer möchte, kann an dieser Stelle eine besonders schöne Pause einlegen. Unter der Pergola des eleganten Hotels Bellevue Syrene sitzt man im Gastgarten praktisch direkt über dem Meer. Ob Cappuccino am Vormittag oder Aperol Spritz am Nachmittag – viel italienischer geht es kaum.

  • Villa Comunale Aussichtsterrasse
  • Sorrent Ausblick Golf von Neapel und Vesuv
  • Villa Comunale Aussichtsterrasse
  • Sorrent Sehenswürdigkeiten

Oder man spaziert noch ein paar Schritte weiter in Richtung Osten. Dort liegt der kleine Stadtpark von Sorrent. Auch von der sogenannten Villa Comunale breitet sich ein wunderschönes Panorama aus. Besonders am Abend soll es hier sehr stimmungsvoll zugehen, wenn die Sonne langsam über dem Meer versinkt. Bevor es nun hinunter zu den Strandbädern geht, wartet nebenan noch eine weitere schöne Sehenswürdigkeit Sorrents.

5. Eine Oase der Ruhe: Tausendundeine Nacht im Chiostro di San Francesco

Gleich neben der Villa Comunale blitzt zwischen Palmen unvermutet ein Kirchturm hervor. Der heutige Stadtpark, aus dem man eben noch auf das Meer hinuntergeblickt hat, diente früher als Klostergarten des Chiostro di San Francesco. Die Anlage des Franziskanerklosters geht bis ins 13. Jahrhundert zurück, die Kirche wurde erst im 15. Jahrhundert ergänzt.

Besonders der Kreuzgang hat es vielen Besuchern angetan. Mit seinen maurisch anmutenden Bögen, den hellen Tuffsteinsäulen und dem üppigen Grün meint man fast, in einer Szene aus „Tausendundeiner Nacht“ gelandet zu sein.

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  • Kreuzgang Franziskanerkloster Sorrent
  • Kreuzgang Franziskanerkloster Sorrent
  • Kreuzgang Franziskanerkloster Sorrent
  • Kreuzgang Franziskanerkloster Sorrent

Dieser besondere Ort, der aufgrund der unterschiedlichen Baustile ganz besonders spannend wirkt, ist zwar kein Geheimtipp in Sorrent, aber doch eine kleine Oase der Ruhe.

6. Der Strand in Sorrent: wo direkt an der Steilküste sonnengebadet wird

Schon spektakulär, wie man in Sorrent Strandleben definiert – zumindest hier im Bereich der Altstadt. Denn: Von oben wirkt es fast ein wenig kurios. Direkt an die steilen Felsen unterhalb der Stadt wurden mehrere Holzstege und Badeplattformen gebaut, die sich wie kleine Terrassen an die Küste schmiegen.

Strand Sorrent

Auf ihnen reihen sich, dicht an dicht gedrängt, Strandliegen mit Sonnenschirmen auf, dazu kleine Holzhütten und Bars für eine Erfrischung zwischendurch. Von oben betrachtet wirkt das Ganze wie ein kleines schwimmendes Dorf am Fuß der Klippen.

Gerade das macht den besonderen Reiz aus. Während die Altstadt hoch oben auf den Felsen thront, spielt sich das Strandleben viele Meter tiefer direkt am Wasser ab. Wer von oben nach unten schaut, bekommt sofort Lust, sich selbst unten in eine der Liegen zu legen und den Tag genussvoll am Meer zu verbringen.

Hinunter kommt man auf zwei Arten: Entweder über eine Treppe, die rund 50 Meter entlang der Klippen nach unten führt – oder ganz bequem mit dem Lift, der Besucher direkt zu den Badeanlagen und zum Hafen von Marina Piccola bringt.

Der Klassiker unter den Strandclubs in Sorrent ist Leonelli´s Beach. Mehr Infos dazu gibt es hier. Wer eine richtig schöne Bucht zum Baden sucht, findet diese eher im Westen der Stadt bei den Bagni Regina Giovanna.

7. Die Marina Piccola in Sorrent: wo die Ausflüge nach Neapel und Capri starten

Einmal angekommen bei den Bagni, sollte man den Weg unten fortsetzen und in Richtung Marina Piccola einschlagen, von wo die Ausflugsschiffe und Fähren nach Neapel sowie zu den Inseln Capri, Ischia und Procida ablegen.

Strand Sorrent

Bei meinem Besuch erwischte ich genau den Moment, als die Ausflugsboote von ihren Tagesfahrten zurückkehrten. Nach und nach liefen sie im kleinen Hafen ein, was durch das lebhafte Kommen und Gehen perfekt zur mediterranen Atmosphäre passte.

Marina Piccola Sorrent

Die Lage des Hafens ist übrigens besonders schön. Die Marina liegt in einer kleinen Bucht direkt zwischen den Felsen, darüber kleben Häuser malerisch auf der Klippe, während die Berge im Hintergrund den Horizont formen.

Sorrent Sehenswürdigkeiten

Gleichzeitig lohnt sich auch der Blick auf die andere Seite in Richtung Altstadt. Von unten erkennt man erst richtig, wie spektakulär Sorrent gebaut ist. Hoch oben auf den Felsen stehen elegante Grandhotels aus dem 18. und 19. Jahrhundert, darunter das berühmte Excelsior Grand Hotel Vittoria, das seit Generationen zu den traditionsreichsten Häusern der Stadt gehört.

Marina Piccola Sorrent

Der Weg zurück nach oben führt über jene Straße, die sich in einer großen 360-Grad-Kurve fast um sich selbst windet – genau die Straße, die ich bereits von oben bestaunt hatte. Wer die Abkürzung über die Treppen nimmt, kommt oben der Altstadt an der Piazza Sant’Antonino heraus.

Auf der anderen Seite der Strandbäder, allerdings nicht über Stege verbunden, befindet sich die Marina Grande, eine weitere schöne Sehenswürdigkeit in Sorrent. Anders, als der Name vermuten lässt, geht es an diesem alten Fischerhafen mit seinen bunten Häusern und alten Booten richtig idyllisch zu.

8. Zurück in die Altstadt: rund um die Basilika Sant’Antonino

Nach dem Aufstieg aus der Marina betritt man die Altstadt, wie bereits erwähnt, an der Piazza Sant’Antonino. Der kleine Platz wird von einer weißen Statue dominiert, die den Stadtpatron von Sorrent, den heiligen Antoninus, würdigt.

Die Basilika am dortigen Platz gehört zu den wichtigsten religiösen Orten der Stadt, denn in der Krypta wird der Heilige für seine Wunder verehrt. Die Ursprünge der Basilica di Sant’Antonino reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Im Laufe der Zeit wurde sie mehrfach umgebaut, sodass heute eine interessante Mischung aus romanischen und barocken Elementen zu sehen ist.

An der Piazza liegt außerdem das Conservatorio di Santa Maria delle Grazie. Wer einen Blick durch das Tor wirft, entdeckt einen ruhigen Innenhof.

Ein kurzer Abstecher hinein lohnt sich schon allein wegen der stillen Atmosphäre. Für mich eine gute Gelegenheit, den Altstadt-Rundgang durch Sorrent würdig und stimmungsvoll abzuschließen.

9. Mit der Fähre nach Capri: und weitere Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Sorrent

Sorrent eignet sich perfekt als Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. Der Klassiker in Sorrent ist ein Tagesausflug nach Capri. Auch die Amalfiküste ist ein beliebtes Ausflugsziel ab Sorrent. Man kann allerdings auch direkt mit dem Bus an die Amalfiküste fahren. 

  • Capri Sehenswürdigkeit Leuchtturm von Punta Carena
  • Capri Tagesausflug
  • Amalfiküste Orte
  • Amalfiküste Straße
  • Neapel Städtetrip
  • Kraterrand

Von Neapel erreicht man Sorrent mit der berühmten Circiumvesuviana, der Vorortelinie von Neapel. An der Strecke liegen der Vesuv und die Ausgrabungen von Pompeji. Wer möchte, kann auch von Neapel aus mit dem Boot nach Sorrent fahren.

Ausflüge ab Sorrent können ganz praktisch über den Touranbieter GetyourGuide gebucht werden. Dabei können die Touren bis zu 24h oder einer Stunde (je nach Variante) storniert werden. Von Sorrent aus ist die Bootstour nach Capri mit optionaler Besichtigung der Blauen Grotte* zu empfehlen, aber auch eine Bootstour an die Amalfiküste*.

Gut zu wissen: Übernachtungs-Tipp für Sorrent

Die Antwort auf die Frage, wo man sich bei einem Urlaub am Golf von Neapel am besten einquartiert, ist Geschmackssache. Die einen suchen eine Unterkunft in Neapel, um von dort aus Ausflüge in alle Richtungen zu unternehmen, die anderen wählen Sorrent dafür aus. Wer lieber den Kult einer außergewöhnlich energiegeladenen Stadt sucht, sollte sich für Neapel entscheiden. Wer statt Menschenmassen und viel Action abends lieber in eine ruhige Urlaubsregion zurückkehrt, wählt dafür besser Sorrent.

Ich selbst war bei meinem Urlaub einerseits an der Amalfiküste*, andererseits in Pompeji* untergebracht.

Bei einem neuerlichen Besuch der Region würde ich eine Unterkunft in Sorrent* wählen und von dort meine Erkundungen in die Region starten. Warum? Sorrent ist per Zug und Schiff gut an Neapel, Pompeji und den Vesuv angebunden, aber auch per Bus und Schiff gut von der Amalfiküste aus erreichbar.

*Affiliate Link. Für eine Buchung über diesen Link (die Kosten bleiben natürlich gleich!) erhalte ich eine kleine Provision, die 1:1 in die Betreuung meines Blogs fließt. Danke für deine Unterstützung!

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