On the Road mit MANN – eine Gebrauchsanweisung in 10 Punkten

Damit der Roadtrip kein Reinfall wird: die 10 goldenen Regeln für einen gelungenen Urlaub mit Mann (selbsterprobt und mit Erfolgsgarantie)


Eins vorweg: Ich habe NATÜRLICH den perfekten Mann an meiner Seite (MamS)

Ich bestimme, wohin die Reise geht – der Mann an meiner Seite fährt mich hin. Natürlich nicht immer und überall (denn ich bin ja emanzipiert), aber im Prinzip ist dies die übliche Aufgabenteilung. Und so solls auch weiter bleiben.

Um den Mann bei seinen Chauffeur-Diensten auch weiterhin bei Laune zu halten, gibt’s allerdings ein paar Regeln zu beachten.


First of all: warum überhaupt mit Mann reisen?

  • weil es so üblich ist
  • weil man schief angeschaut wird wenn man IHN zuhause lässt (und das ist KEIN Witz!)
  • weil es eh meist ok ist mit Mann – es müssen eben nur ein paar Regeln beachtet werden
  • weil es seine Vorteile hat: den mitreisenden Mann kann man gut als Chauffeur, Kofferschlepper und Essensrestl-Verwerter einsetzen (und auch mein halbes Bier trinkt er dankbar aus)

Generell ist ja immer wieder faszinierend, wie Männer eine Reise erleben!

Zumindest ist das bei MEINEM so:

  • geschmacklich: wird der Urlaubsort nach der lokalen Brauerei und dem regionaltypischen Essen bewertet; und natürlich nach der Devise: je mehr am Teller, desto besser….
  • kulturell: wird die Strecke anhand der bedeutenden Orte klassifiziert, an denen wir vorbeikommen: dem Geburtsort des Skifahrers X, dem Wohnort des Skispringers Y (oder der Fußballer im Ausland); und wenns wo ein Stadion oder eine Sprungschanze gibt, muss man natürlich hin
  • nach SEINEN Indikatoren: ich lese den Reiseführer, er sieht sich die Autos vor Ort an – und erklärt mir anhand der Baujahre, wie die Region wirtschaftlich dasteht

Hier nun meine Tipps, damit der Urlaub auch mit Mann zum Erfolg wird.

Regel No 1: niemals die gleiche Strecke zweimal fahren

Das ist wirklich eine der wichtigsten Regeln. Wehe, der Mann müsste nochmals die gleiche Route nehmen (selbst wenn das Hotel am Anfangspunkt der Strecke steht). Nicht nur einmal habe ich einen fragenden Blick, gepaart mit einem „Kommen wir da wieder retour??“ geerntet.

Merke aber auch: Jeder Umweg ist böse und verdirbt die Laune! Denn jede verlorene Minute wird sich am Ende des Tages negativ auf die Bier-Konsumations-Zeit auswirken….

Von der Regel ausgenommen sind natürlich kurvenreiche Bergstraßerl…

Regel No 2: ebenfalls sehr wichtig: niemals nach dem Weg fragen!

Niemals! Denn das würde einen als erbärmlich unselbständigen Idioten enttarnen. Vor allem den Mann.

Besser man verfährt sich, bevor man sich die Schmach gibt, einen Einheimischen um Hilfe zu bitten. Merke aber: Hier kommt wieder Regel Nummer 1 zum Tragen: Jeder Umweg ist böse und verdirbt die Laune….

Regel No 3: für autofreie Straßen sorgen

Vor allem auf Bergstraßen – oder auf Straßen, auf denen „Mann“ cruisen möchte.

Grundsätzlich sind nämlich nur Vollkoffer unterwegs, die ihren Führerschein im Lotto gewonnen haben. Und so blöd vor einem unterwegs sind, dass das Fahren gar keinen Spaß mehr macht.

Regel No 4: andere Touristen entfernen

Nicht nur on the Road – auch überall sonst sind sie unterwegs: die anderen Reisenden. Daher sind touristische Hot Spots von vornherein zu vermeiden.

Doch leider lauert überall die Gefahr der „anderen Menschen“. Es bleibt also Aufgabe der mitgereisten Frau, eine ausgewogene Kombination aus „so-viel-Kultur-wie-möglich“ und „so-wenig-Touristen-wie-möglich“ zu ertüfteln.

Regel No 5: nicht zu viele kulturelle Stätten einplanen

Teppich von Bayeux? Wozu einen Teppich besichtigen?

Wie oft schon habe ich den MamS zu einem weiteren Programmpunkt überreden müssen. Und habe schlussendlich doch wieder recht gehabt. Weils eh schön war. Oder interessant. Und der Sonnenuntergang dann auch noch sehr nett war.

Mittlerweile wandern SEINE Einwände bei einem Ohr hinein, beim andern hinaus. Wir ziehen mein Programm durch – und gut ists!

Regel No 6: effizient sein

Einfach kein Weiterkommen mit Frau. Für die Geldbörse muss sie umständlich im Rucksack kramen. Wo man die doch in der Gesäßtasche jederzeit parat hat.

Es stimmt schon: Reisen mit Mann ist tatsächlich – unkompliziert! Die Morgentoilette ist Ruck-Zuck erledigt, die Klopausen unterwegs gehen flott. Hier kann sich Frau noch einiges abschauen.

Regel No 7: Wartezeiten minimieren

Nicht nur Frau hat es im Griff, ob die Reise zum Erfolg wird. Mitgereiste Kinder sollten bereits vorab instruiert werden, schnell, effizient und strukturiert zu agieren.

Wartezeiten im Restaurant und -schlangen vor dem Ticketschalter sollte die mitgereiste Frau ebenso schon vorab eliminiert haben. Von STAU gar nicht zu reden…..

Regel No 8: für die richtige Musik im Auto sorgen

Vor allem in Stauphasen oder sonstigen Stresssituationen hebt richtige Musik die Stimmung.

Bewährt haben sich Mike Krüger und die EAV. Aber auch Karl Moiks „Servus pfiat God und auf Wiedersehen“ hat schon seine Aufgabe erfüllt. In besonders schweren Fällen tuns auch die 10 Folgen der Heinz Prüllerschen „Best of“-Sprüchesammlung.

Regel No 9: das wichtigste Wort in der Landessprache lernen

Der Mann an meiner Seite ist wie gesagt ein ganz Braver.

Aber auch bei ihm ist es wichtig, darauf zu achten, das wichtigste Wort in der Landessprache nicht mit den üblichen Türöffnern „Guten Tag“, „Bitte“ und „Danke“ zu verwechseln. Denn auch bei ihm steht das Wörtchen BIER on top der lebensnotwendigen Fremdsprachenkenntnisse.

Was uns gleich zum nächsten Punkt führt.

Regel No 10: die WICHTIGEN Stops optimal vorrecherchieren

Und nicht nur das Wort sollte man kennen – sondern auch, wo in aller Schnelle das beste Bier des Landes zu bekommen ist. Und auch das meiste Fleisch. Dann klappts selbst nach einem anstrengenden Tag mit der Laune. Garantiert!

Wobei, wichtig: nicht auf Regel 1, 2 und 7 vergessen: auf dem Weg zum Bier keine Strecke doppelt fahren, sich nicht verfahren (aber auch NICHT nach dem Weg fragen), und natürlich auch die Bestell- und Lieferzeit bereits vorab optimieren.

Übrigens: Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, dass man diese Regel auch genauso gut auf eine Reise mit Kindern anwenden kann (dabei „Bier“ durch „Zuckergetränk“ und „Fleisch“ durch „Eis“ ersetzen).

Fazit:

ER passt eh wie er ist. Und fährt brav hin, wohin ich will. Meistens zumindest.

Und hats sicher nicht leicht mit Frau. Aber diese Gebrauchsanweisung soll er dann bitte selber schreiben.

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