„Verborgene“ Ausflugsziele in Oberösterreich: Geheimtipp ENTDECKERVIERTEL

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Was man in der grenznahen Region alles erleben kann: Tipps für Ausflugsziele im Bezirk Braunau und über die Grenzen Oberösterreichs hinaus.


Auf der Suche nach einem Geheimtipp in Oberösterreich? Da gäbe es ein paar nette Ausflugsziele im Bezirk Braunau – sowohl „herenter“, als auch „drenter“ der Grenze.

Die Bezirksstadt Braunau ist ja jedem in Österreich ein Begriff. Doch wer kennt weitere Inn-Salzach-Perlen wie Mattighofen oder Burghausen? Wer hat neben Inn und Salzach schon einmal den schönen Plätzen an der Mattig einen Besuch abgestattet?

Wer kennt den Salzachdurchbruch, die Hagenauer Bucht – und wer ist schon einmal durch das Ibmer Moor gewandert? Oder hat sich im Sommer in den Naturbadeseen des Innviertels abgekühlt, bei denen es sich um richtige Insidertipps handelt?

Die weltlängste Burg direkt an der Grenze stand wohl auch noch nicht auf jedermanns Ausflugsliste. Dabei ist sie ein Highlight in der Region. Dazu kommen „richtige“ Geheimtipps in Oberösterreich wie die Wallfahrtskirche Marienberg oder die Doppelkirche Haigermoos. Und natürlich kommen viele weitere nette Plätze im Grenzland dazu. Von den „Einkehr“-Stationen bei Brot und Bier gar nicht zu sprechen.

(M)Ein Best of Ausflugstipps im Entdeckerviertel – einer ganz besonderen Region in Oberösterreich!

Ausgeflogen ins Entdeckerviertel: Ausflugstipps für die stille Grenzregion in Oberösterreich
1. Kleinstadt-Perlen, die man hier nicht vermuten würde: 5 Städte im Inn-Salzach-Stil
2. Schöne Naturplätze an Inn, Salzach und Mattig: und zum Drüberstreuen ein Moor
3. Naturseen mit schönen Badeplätzen: die auch in Oberösterreich als Geheimtipp gelten
4. Kunst, Kirchen und Kultur: rund um die längste Burg der Welt
5. Orte zum Einkehren und Jausnen: wo Brot & Bier im Entdeckerviertel zu Hause sind
6. Weitere schöne Plätze in diesem Teil Oberösterreichs: Geheimtipps am Wegesrand

Meine Tipps: Übernachten im Entdeckerviertel

Das Entdeckerviertel: tatsächlich ein „Geheimtipp“ zum Entdecken!

Grenzregionen erzählen immer spannende Geschichten – im Entdeckerviertel sogar mehrfach. Die Tourismusregion ist Teil des Innviertels, das erst 1779 zu Österreich gelangte. Der Rupertiwinkel wiederum wechselte im Jahr 1816 von Salzburg zu Bayern. Heute verbindet sich all das zu einer vielseitigen Ausflugsregion, die weit über den Bezirk Braunau hinausreicht.

Ausblick auf den Mattsee

Das Entdeckerviertel ist mehr als nur das Grenzland zwischen Österreich und Deutschland – es führt sogar ein Stück über die Grenzen Salzburgs hinaus. Es warten stille Orte, kleine Städte voller Geschichte und jede Menge schöne Naturplätze zum Erkunden.

Am schönsten lässt sich die Region auf zwei Rädern erkunden. Ich selbst war drei Tage lang auf der Entdecker-Radtour unterwegs. Was ich dabei erlebt habe (und wie man die Tour am besten plant), gibt es in meinem Erfahrungsbericht zur Entdecker Radtour nachzulesen.

Hier soll es aber rein um die Ausflugsziele im Entdeckerviertel gehen. Und davon gibt es ganz schön viele!

1. Kleinstadt-Perlen, die man hier nicht vermuten würde: 5 Städte im Inn-Salzach-Stil

Wer durch die Städte und Märkte entlang von Inn und Salzach schlendert, merkt schnell: Hier sieht es ein bisschen anders aus als anderswo. Die Inn-Salzach-Architektur verleiht den Orten ihren ganz besonderen Charme und prägt das Bild von gleich fünf Städten im Entdeckerviertel.


BRAUNAU: mehr als das sein historischer Stempel vermuten lässt

Braunau überrascht – mit einem der schönsten Stadtplätze Österreichs. Von hier lässt sich die Stadt wunderbar zu Fuß erkunden. Fast immer im Blick hat man dabei den Turm des „Braunauer Steffl“, der über der Altstadt thront.

Wer Lust auf einen kleinen Abstecher hat, spaziert einfach über die Innbrücke hinüber nach Bayern. Zum Abschluss lohnt ein Spaziergang ins Grüne: Die Braunauer Au liegt direkt vor den Toren der Stadt. Dieser Sehenswürdigkeiten-Rundgang durch Braunau entpuppt sich unerwartet ergiebig!

MATTIGHOFEN: Inn-Salzach-Stil im Herzen des oberen Innviertels

Inmitten des Oberinnviertels liegt Mattighofen, wirtschaftlich ein wichtiger Mittelpunkt der Region. Herzstück ist der rund 320 Meter lange Stadtplatz mit seinen für die Region typischen Blendfassaden und Erkern.

Mattighofen

Für Technik- und Designfans bietet die KTM Motohall auf drei Ebenen rund 2600 m² spannende Erlebnisse: Von der Geschichte des Motorrads über Videoinstallationen zu Heldengeschichten bis hin zu Innovationen und dem Designprozess von der Skizze bis zum fertigen Motorrad – ein Muss für alle, die Technik, Design und Geschwindigkeit lieben.

BURGHAUSEN: eindeutig mehr als „nur“ die Burg

Burghausen, erstmals 1015 erwähnt und somit heuer 1000 Jahre alt geworden, verdankt seinen Aufstieg vor allem dem Salzhandel. Seit über 7.000 Jahren wird Salz in der Region gewonnen, ab dem 14. Jahrhundert gelangte es aus den Salinen von Hallein, Reichenhall und Berchtesgaden per Zillen und Plätten über die Salzach nach Burghausen.

Die Altstadt beeindruckt mit Renaissance-, Barock- und Rokoko-Bauten, während die Handwerkermeile „In den Grüben“ heute als „Street of Fame“ für Jazzgrößen wie Dave Brubeck oder Chet Baker bekannt ist. Jährlich zieht die Internationale Jazzwoche Musikliebhaber aus aller Welt an. Von hier aus lohnt sich auch ein Aufstieg zur mächtigen Burg Burghausen, die die Stadt überragt (siehe dazu Punkt 4).

TITTMONING: Sitz einer weiteren Burg – die einst zu Salzburg gehörte

Am Hochufer der Salzach thront Tittmoning, das über tausend Jahre lang zu Salzburg gehörte und erst 1816 mit dem Rupertiwinkel bayerisch wurde. Auch hier prägt ein fast 200 Meter langer Stadtplatz mit pastellfarbenen Bürgerhäusern im Inn-Salzach-Stil das Bild der Altstadt.

Darüber wacht die Burg Tittmoning, eine mittelalterliche Befestigung der Salzburger Erzbischöfe. Heute lässt sich dort nicht nur ein schönes Aussichtsplatzerl über die Stadt entdecken, sondern im Burgmuseum auch Sammlungen zu Kunst und Kultur des Rupertiwinkels bestaunen.

SIMBACH: mit Braunau fast untrennbar verbunden

Simbach am Inn zeigt sich als charmante Eisenbahnerstadt mit einem Hauch von Jugendstil. Markant ist die Dampflok auf dem Vorplatz des Bahnhofs, die an bessere Zeiten erinnert, als sogar der Orient Express in Simbach Station machte.

Braunau und Simbach sind längst zusammengewachsen, nur von der Innbrücke getrennt. Dort reckt einem der Inngott Aenus frech seinen blanken Hintern entgegen. Die Skulptur, die ihn auf einem Huchen reitend zeigt, sorgt nicht nur für ein Schmunzeln, sondern setzt auch einen markanten Akzent direkt an der Grenze.

2. Schöne Naturplätze an Inn, Salzach und Mattig: und zum Drüberstreuen ein Moor

Salzach und Inn kennt man – aber die Mattig? Und wie sieht es in der „Mitte“ der Region aus? Hier dominiert das Ibmer Moor, ein Tipp für alle, die schon alle Ausflugsziele in Oberösterreich abgeklappert haben. Wer Natur, stille Wege und besondere Einblicke sucht, sollte sich diese Ecke nicht entgehen lassen.


Die SALZACH: besonders schön an ihren Engstellen

An der Salzach, Grenzfluss seit 1779, zeigen sich immer wieder schöne Flecken. Flussabschnitte wie bei Tittmoning sind heute renaturiert, hier darf sich die Natur wieder frei ausbreiten.

Besonders beeindruckend ist der Salzachdurchbruch bei Hochburg-Ach, wo sich der Fluss bis zu 70 Meter in den Steilhang eingeschnitten hat.  Einen guten Blick von oben gibt es zum Beispiel von der Burg Burghausen. 

Der INN(-spitz): ein besonderes Naturparadies

Ein weiteres schönes Plätzchen findet man dort, wo die Salzach in den Inn mündet. Der Innspitz bei Haiming ist Teil des Europareservats Unterer Inn. Ab hier hat der Fluss noch etwa 69 Kilometer vor sich, bis er bei Passau in die Donau mündet.

Vor allem beim Radeln schön anzusehen sind die Nebenarme, Inseln und Kiesbänke rund um die Inn-Salzach-Mündung. Die Innauen sind heute wieder renaturiert und bieten ein Paradies für viele Vogelarten, aber auch für viele Sonnenanbeter.

Die MATTIG: Dritte im Bunde, aber nicht zu unterschätzen

Die Mattig ist ein weiteres Naturjuwel in der Region und bildet die Grenze des Entdeckerviertels im Osten. Entlang des Flusses warten einige nette Naturbadeplätze.

Der Abschnitt direkt vor der Mündung in den Inn ist ebenfalls renaturiert. Besonders reizvoll ist auch das Plätzchen an der alten Mattigmündung – ein lauschiger Ort, der zu Recht als Geheimtipp in Oberösterreich gilt.

Die HAGENAUER BUCHT: vor allem abends ein Traum

Im vorigen Absatz ist von der Hagenauer Bucht die Rede, ein Stauraum des Inn, der von ausgedehnten Auwäldern umgeben ist. Besonders reizvoll, wenn am Abend das Licht um das Schloss spielt.

Das Plätzchen ist ebenfalls Teil des Europareservats Unterer Inn. Dieses erstreckt sich grenzüberschreitend 55 Flusskilometer von der Salzachmündung bei Haiming bis zur Mündung der Rott bei Neuhaus/Schärding. Die weitläufigen Wasserflächen, Schlickbänke, Inseln, Auwälder und Wiesen sind Lebensraum für eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten – und ein lohnenswertes Ausflugsziel.

Und jetzt das Highlight: das IBMER MOOR

Zusammen mit dem Weidmoos und dem Bürmooser Moor in Salzburg handelt es sich beim Ibmer Moor um die größte zusammenhängende Moorlandschaft Österreichs. Entstanden innerhalb von zehntausend Jahren auf dem einstigen Salzachgletscher, ist es heute ein geschütztes Naturschutzgebiet.

Bei einer Wanderung durch das Ibmer Moor kommt man zuerst durch den Pfeiferanger, ein Moor, das einst entwässert wurde und heute als wichtiges Vogelschutzgebiet gilt. Im Moor selbst gibt es einiges zu beobachten. Libellen schwirren in der Luft, Frösche hüpfen von einem zum nächsten Blatt. Und wer genau hinschaut, kann sogar fleischfressende Pflanzen zwischen den Gräsern entdecken. Einfach Natur pur.

3. Naturseen mit schönen Badeplätzen: die auch in Oberösterreich als Geheimtipp gelten

Ein echter Badesee-Tipp für Oberösterreich: Gerade bei sommerlichen Temperaturen sind die Naturbadeseen im Innviertel ein echtes Highlight! Klein und fein, aber voller Charme – perfekt für eine erfrischende Pause mitten in der Natur.


Der HOLZÖSTERSEE: nicht nur beim Radeln eine schattige Abkühlung

Der Holzöstersee in Franking ist ein echter Geheimtipp für warme Sommertage, gilt er doch als einer der wärmsten Badeseen Österreichs: Schon im Mai werden oft 23 Grad erreicht.

Holzöstersee

Im Westen grenzt ein Schwingrasen-Moor an den See und sorgt für eine besonders naturnahe Atmosphäre. Am Strandbad gibt es ein gemütliches Café, ideal für eine Pause nach dem Schwimmen oder Sonnenbaden.

Der IBMERSEE: noch ein Badesee-Tipp in Oberösterreich

Der Ibmersee, auch als Heratingersee bekannt, ist ein wahres Naturjuwel im Innviertel und zählt ebenfalls zu den wärmsten Seen Österreichs.

Auch dieser See ist gerade bei heißen Sommertagen eine erfrischende Abwechslung. Bei meiner Radtour habe ich im Buffet des Strandbads eine kleine Pause eingelegt.

Der HÖLLERER SEE: die Nummer Drei unter den Innviertler Naturbadeseen in der Region

Der Höllerer See, direkt an der Grenze zu Salzburg, ist von Wäldern umgeben und bekannt für seine reiche Fischwelt.

Höllerersee

Naturbelassen und definitiv nicht überlaufen: auch der Höllerer See ist ein kleiner Badesee-Geheimtipp in Oberösterreich.

Der WÖHRSEE: vor allem von oben ein farbenfroher Traum

Was für eine Farbe! Jeder, der einmal von der Burghausener Burg einen Blick nach unten geworfen hat, wird unweigerlich ins Staunen kommen: Legt sich einem hier doch ein smaragdgrünes Juwel zu Füßen.

Burg von Burghausen

Nicht nur die Aussicht begeistert, auch das Baden ist im Wöhrsee möglich: Ein idyllischer See mit Strandbad, der sowohl vom Ufer als auch von den Aussichtspunkten seinen besonderen Charme entfaltet.

4. Kunst, Kirchen und Kultur: rund um die längste Burg der Welt

Das Entdeckerviertel ist nicht nur landschaftlich ein Traum, auch für Kunst- und Kulturfreunde gibt es einiges zu entdecken. An erster Stelle steht die Burg Burghausen und ihre beeindruckende Geschichte: Ein echtes Highlight der Region, das dazu noch direkt an der Grenze liegt.

Doch das ist längst nicht alles. Wer sich Zeit nimmt, findet noch viele weitere Sehenswürdigkeiten und charmante Ecken in den Städten und Dörfern des Entdeckerviertels.


Die BURG VON BURGHAUSEN: unnachahmlicher Rekordhalter

Die Burg Burghausen beeindruckt schon von unten – und besonders vom österreichischen Gegenhang. Auf der Entdecker-Radtour lässt sich die Burg auch hautnah erleben: Über mehr als einen Kilometer rollt man von Burghof zu Burghof bis zur Hauptburg, und das alles hoch über der Stadt. Ein Erlebnis, das seinesgleichen sucht. Nicht umsonst gilt sie als weltlängste Burg.

Dass das Burggelände heute noch bewohnt wird, ist ebenso faszinierend. Wer möchte, kann auch die Burgbesichtigung ins Programm nehmen. Ein Ausflug auf die Burg ist im Entdeckerviertel fast ein Muss.

RAITENHASLACH: dieser Abstecher aus Burghausen gehört dazu

Nur etwa fünf Kilometer von Burghausen entfernt liegt das älteste Zisterzienserkloster Bayerns in Raitenhaslach malerisch in einer Salzachschleife. Heute bewundert man hier vor allem die barocke Basilika.

Kloster Raitenhaslach

Das Kloster ist zudem ein Akademiezentrum der Technischen Universität München. Das weitläufige Gelände ist ideal für Spaziergänge, und wer eine Pause braucht, kann es sich im Biergarten gemütlich machen.

MARIENBERG: nicht von ungefähr die „Perle des Salzachtals“ genannt

Die Marienberg-Kirche wurde 1760 neu errichtet. Schon der Aufstieg über rund 50 Stufen stimmt auf das stilvolle Erlebnis ein. Mit zwei Türmen zählt sie zu den schönsten Rokokokirchen Bayerns – ein echtes Juwel, dessen Erhalt Anfang des 19. Jahrhunderts sogar einmal in Frage stand.

Nicht nur die Kirche selbst, auch der Aussichtspunkt dahinter ist top: Vom Hochufer eröffnet sich ein beeindruckender Blick auf die Salzach und die umliegenden Auen.

Benediktinerstift MICHAELBEUERN: ein stiller Ort am Wegesrand

Das Benediktinerstift Michaelbeuern ist eine wahre Oase der Ruhe. Schon beim Betreten spürt man in der Klosterkirche und dem Kreuzgang die besondere Atmosphäre jahrhundertealter Klostermauern.

Benediktinerkloster Michaelbeuern

Ein schattiger Hof bietet gerade Radlern eine willkommene Gelegenheit für eine kurze Erholungspause. Definitiv ein willkommener Geheimtipp – nicht nur auf einer Radtour!

Doppelkirche HAIGERMOOS: einzigartig in ganz Österreich!

Der Kirchturm von Haigermoos ist schon von Weitem zu sehen. Dahinter verbirgt sich die Pfarrkirche Haigermoos, die als einzige Doppelkirche Österreichs gilt. Das spätgotische Bauwerk wurde 1466 errichtet und besteht aus zwei übereinander gebauten Kirchen.

Oben befindet sich die einschiffige Oberkirche, darunter die zweischiffige Unterkirche mit Sternrippengewölbe. Diese ungewöhnliche Bauweise macht das Gotteshaus zu einer Besonderheit,  und die kühle Unterkirche ist an heißen Tagen zudem ein angenehmer Rückzugsort.

NOCH MEHR KULT(UR) im Entdeckerviertel: auf den Spuren der Jahrhunderte

Wer im Entdeckerviertel noch mehr Kultur erleben möchte, findet hier auch spannende Museen zu alter und neuer Geschichte der Region. Im Riesenmuseum Lengau dreht sich alles um Franz Winkelmeier, geboren 1860, der als größter Europäer seiner Zeit in die Geschichte einging: Von kleinwüchsig nach Krankheit zu außergewöhnlicher Größe von 2,58 Metern gewachsen, trat er in Paris, Berlin und London auf und wurde sogar Königin Victoria vorgestellt. Leider starb er schon mit 27 Jahren.

Perwang am Grabensee

In Perwang am Grabensee lohnt sich ein Blick auf das Zollhaus, ein Holzhaus aus dem Jahr 1667, das früher als Zollstation zwischen Österreich und dem Erzstift Salzburg diente. Das Museum ist auf Anfrage zugänglich und vermittelt spannende Einblicke in die regionale Geschichte und den Handel vergangener Jahrhunderte.

5. Orte zum Einkehren und Jausnen: wo Brot & Bier im Entdeckerviertel zu Hause sind

So viel ist klar: Sowohl im Innviertel, als auch in Bayern, regiert Bier die Welt – das muss man nicht extra erklären. Doch die Region ist noch für eine andere kulinarische Spezialität bekannt: Brot.

Im Entdeckerviertel gibt es gleich einige Schmankerln zu finden: Von der ältesten Bäckerei Österreichs bis hin zu einem Betrieb, der den besten Bäckermeister Europas hervorgebracht hat. Ein echtes Paradies – nicht nur für Genussliebhaber.


Hier regiert das BIER: ein Einkehrtipp im Entdeckerviertel

Stellvertretend für die vielen Biergasthöfe und Brauereien im Entdeckerviertel soll an dieser Stelle das Stiegl-Gut Wildshut genannt werden. Nah an der Salzburger Grenze verbindet sich hier Braukunst mit eigener Bio-Landwirtschaft, die sogar Urgetreidesorten für das eigene Bier anbaut.

Stiegl-Gut Wildshut

Im großzügigen Gastgarten lässt sich bei einem Bier oder Radler wunderbar entspannen. Die ruhige Lage macht das Gut zu einer kleinen Oase der Entschleunigung. Ein kleiner Tipp, der stellvertretend für die vielen „bierigen“ Genüsse steht – „drenter“ und „herenter“ der Grenze.

BROTKULTUR in Oberösterreich: auch hier ist das Entdeckerviertel ganz vorne mit dabei

Wie sieht es beim Thema Brot aus? Nun, da gäbe es gleich einige Highlights in der Region. Im alten Wirtschaftsgebäude des Klosters Ranshofen wird in der ältesten Bäckerei Österreichs das traditionsreiche Klosterbrot gebacken – und das schon seit dem Jahr 1125.

Als Europameister der Bäcker ging wiederum im Jahr 2021 die Bäckerei Sailer (u.a. mit einem Standort in Mattighofen) hervor, ein weiterer Beweis dafür, dass Brot im Innviertel nicht nur Tradition, sondern auch höchste Qualität bedeutet.

Das darf man sogar hautnah erleben, wenn man im Bio-Erlebnishof Wastlbauer zu Gast ist. Altbäuerin Romana Filzmoser ist in der Region für ihr Brot aus Natursauerteig und alten Mehlsorten bekannt. Zum Frühstück gehören außerdem die typischen „Zeltl“, eine regionale Spezialität.

GEHEIMTIPP HOFLÄDEN: auch hier wird man kulinarisch verwöhnt

Im Entdeckerviertel gibt es zahlreiche Hofläden, die u.a. direkt an der Route der Entdecker Radtour liegen und regionale Produkte anbieten. Bei meiner Tour habe ich unterwegs einige Kostproben probiert, etwa Eiskaffee bei Biofrischmilch Feldbacher in Munderfing.

Auch der Wastlbauer in Palting bietet im Sommer neben dem Hofladen einen Buschenschank, und beim Biohof Göschl in St. Pantaleon habe ich mich mit frischem Obst eingedeckt. Eine kurze Pause habe ich auch bei den Wanderhühnern der Familie Hofmann in Oberseibersdorf eingelegt.

6. Weitere schöne Plätze in diesem Teil Oberösterreichs: Geheimtipps am Wegesrand

Bei meiner Radtour durchs Entdeckerviertel bin ich an einigen schönen Plätzen vorbeigekommen, die abseits der bekannten Wege liegen.

Trotzdem – oder gerade deswegen – erinnere ich mich noch heute gerne an diese besonderen Highlights: echte Geheimtipps in Oberösterreich und wahre kleine Schätze.


MUNDERFING: ein kleines Highlight am Wegesrand

Munderfing beeindruckt weniger mit klassischen Sehenswürdigkeiten, sondern durch sein authentisches Dorfleben. Beim Einfahren ins Dorf fallen die alten Höfe ins Auge, die teils noch als Erbhöfe erkennbar sind.

Besonders nett fand ich den Schwemmbach, der durch den Ort fließt und Munderfing eine besondere Atmosphäre verleiht. Für mich eindeutig der schönste Ort im Entdeckerviertel.

Die SIEBENSCHLÄFERKAPELLE: perfekt für eine Rast – in absoluter Ruhelage

Ein kleiner Geheimtipp, übrigens ebenso in Munderfing gelegen, ist die Siebenschläferkapelle, an der ich ebenfalls beim Radeln vorbeigekommen bin: Ein stiller Ort am Waldrand, der sich für eine kurze Pause anbietet.

Siebenschläferkapelle Geheimtipp Entdeckerviertel

Wie sie zu ihrem Namen gekommen ist? In dem kleinen Gotteshaus wurde einst für gesunden Schlaf gebetet.

AUSSICHTSPLATZ GEBERTSHAM: wo sich der Mattsee schön zu Füßen legt

Und noch so ein Highlight: Wer Aussichten liebt, muss dieses besondere Platzerl einfach besuchen. Der Ausblick über die saftigen Wiesen hinweg zum türkisgrün leuchtenden Wasser des Mattsees ist einfach sagenhaft.

Das kleine Kircherl von Gebertsham ergänzt die Idylle perfekt, und die Relaxliegen am Aussichtsplatz Gebertsham kommen wie gerufen. Schöner geht es kaum!

GSTETTENER KIESSEE: Badeplatz direkt am Innradweg

Nicht zuletzt lohnt sich auch ein Abstecher zum Gstettener Kiessee gleich nach der Inn-Salzach-Mündung. Wer hier am Inn vorbeiradelt, bekommt einen wunderschönen, unberührter Badeplatz mit weitläufigen Kiesflächen zu sehen.

Inndamm Radweg Badeplätze

Perfekt für eine kurze Abkühlung. Oder ein erfrischendes Bier beim Wirten daneben.

Meine Tipps: Übernachten im Entdeckerviertel

Meine Übernachtungen im Entdeckerviertel lagen direkt an der Route der Entdecker-Radtour – ein praktischer Vorteil beim Radeln. Besonders hervorheben möchte ich den Bioerlebnishof Wastlbauer*: Gemütlicher Landhausstil in einem alten Bauernhaus macht eine Übernachtung hier wirklich zum schönen Erlebnis.

Ein Tipp für Burghausen: Wer hier Station macht, übernachtet am besten auf der anderen Flussseite. Besten Blick auf die Burg hat man nämlich im – ja, genau – Hotel Burgblick* (hier im Bild). Nach Burghausen ist man von Hochburg-Ach über die Salzachbrücke dann schnell hinüberspaziert.

Altstadt Burghausen

Weitere Übernachtungstipps dazu habe ich in meinem Erfahrungsbericht zur Entdecker-Radtour zusammengefasst.

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Weitere schöne Ausflugsziele in Oberösterreich


https://www.ausgeflogen.at/

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