Traumhafte Badebuchten am KAP KAMENJAK: Istriens südlichste Spitze entdecken

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Welche schönen Plätze man auf Kap Kamenjak findet: meine Tipps für naturbelassene Buchten an der Südspitze Istriens.


Bei meinem Istrien-Urlaub bin ich bis tief in den Süden vorgestoßen, um das kroatische Ferienparadies dort zu erleben, wo es noch am ursprünglichsten ist: am Kap Kamenjak.

Der letzte Zipfel Istriens ist geschütztes Gebiet, nicht verbaut und wartet daher mit – mehr oder weniger – einsamen Badebuchten auf. Man kann zwar mit dem Auto zu einigen Stränden zufahren, am schönsten ist aber ein Rundgang zu Fuß bis zur Spitze des Kaps und zurück. Dabei bekommt man am Uferweg automatisch die schönsten Ausblicke auf die Küstenlinie serviert.

Welche schönen Orte es am Kap Kamenjak zu sehen gibt? Hier gibt’s meine Tipps.

Ausgeflogen nach Kap Kamenjak: einer der schönsten Orte Istriens
1. Tipps für den Besuch von Kap Kamenjak: meine Erfahrungen vor Ort
2. Anfahrt nach Kap Kamenjak: über Premantura zur südlichsten Spitze Istriens
3. Der Westen: beliebte Buchten und Strände auf Kap Kamenjak
4. Das Highlight auf Kap Kamenjak: Safari Bar und Klippenspringer
5. Der Aussichtspunkt an der Südspitze des Kaps: Blick auf Cres und Lošinj
6. Freie Sicht aufs Meer: Buchten und Strände an der Ostseite des Kaps
7. Am Rückweg nach Premantura: der Weg über die Inselmitte

Das Kap Kamenjak: ein Fixpunkt beim Istrien Urlaub – nicht nur geographisch

Bei einem Istrien-Urlaub taucht früher oder später die Frage auf: Was liegt eigentlich im Süden der Halbinsel?

Am Ende Istriens, nur etwa zehn Kilometer von Pula entfernt, erstreckt sich das Kap Kamenjak – der südlichste Punkt der Region. Über Jahrhunderte war Premantura ein kleines Fischerdorf, heute prägt zunehmend der Tourismus das Leben in den Buchten. Doch das Kap selbst hat sich viel von seiner Ursprünglichkeit bewahrt.

Kap Kamenjak Istrien

Das Kap Kamenjak ist ein einzigartiges Naturschutzgebiet, rund vier Kilometer lang und bis zu eineinhalb Kilometer breit, wobei sich ein Großteil des geschützten Areals im Meer befindet. Die wild zerklüftete Küstenlinie zieht sich über etwa 30 Kilometer. Türkisblaues Wasser trifft hier auf schroffe Felsen, kleine Buchten wechseln sich mit steilen Klippen ab.

Auch die Tier- und Pflanzenwelt macht diesen Ort besonders. Das Kap gilt als kleines Paradies für Schmetterlinge, mehr als 30 Orchideenarten blühen hier im Frühling, und mit etwas Glück lassen sich Eisvögel oder Bienenfresser beobachten. Im Meer tummeln sich rund 250 Große Tümmler, die gelegentlich Fischerboote begleiten. Zudem ist der Süden Istriens eine wichtige Station für Zugvögel, während sich auch Wanderfalken hier heimisch fühlen.

Zwischen all der Natur stößt man immer wieder auf Spuren der Vergangenheit – alte militärische Anlagen aus der österreichisch-ungarischen Monarchie, aber auch Spuren der Dinosaurier, die vor 100 Millionen Jahren das Kap bevölkerten.

Das Kap Kamenjak lässt sich wunderbar zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Wer möchte, kann auch mit dem Auto hineinfahren, doch gerade abseits der Wege zeigt sich die Natur von ihrer schönsten Seite. Viele kommen hierher, um von den Klippen ins Meer zu springen – und viele, um die Wagemutigen dabei zu bewundern.

Und dann sind da noch die kleinen Highlights zwischendurch: versteckte Buchten, ruhige Plätze fernab der Massen (zumindest außerhalb der Hochsaison), einige Sandstrände und die legendäre Safari Bar, die fast schon ein Pflichtstopp ist.

Kap Kamenjak versteckte Buchten

Bei meinem Besuch im Oktober zeigte sich das Kap von seiner stillen Seite, menschenleer und fast unberührt. Immer wieder habe ich Plätze gefunden, an denen sonst niemand zu sehen war. Ein traumhaftes Gefühl, fernab der Zivilisation am Ende Istriens angekommen zu sein.

1. Tipps für den Besuch von Kap Kamenjak: meine Erfahrungen vor Ort

Der Naturpark ist nur bis Sonnenuntergang geöffnet. Wer mit dem Auto, Motorrad, Camper oder Bus anreist, muss in der Hauptsaison (Juni bis September) Eintritt bezahlen. Außerhalb dieser Monate ist die Zufahrt in der Regel kostenlos.

Kap Kamenjak zu Fuß Route

Ein persönlicher Tipp: Das Auto am besten draußen stehen lassen und das Kap zu Fuß erkunden. Es gibt vor dem Haupteingang kostenlose Parkmöglichkeiten, und zu Fuß erlebt man die Landschaft einfach intensiver. Mehr zu meinen Erfahrungen und zu meiner Route siehe weiter unten.

Die Eintrittspreise für Autos, Motorräder, Camper und Busse sind hier einzusehen. Man kann online buchen oder direkt bei der Einfahrt am Ticketschalter bezahlen. Es gibt Ticketvarianten für 1 oder 3 Tage bzw. eine ganze Woche.


Mit dem Auto ans Kap Kamenjak

Es ist möglich, mit dem Auto zu einzelnen Buchten zu fahren, 13 Parkplätze stehen bei den beliebtesten Stränden zur Verfügung. Befahren darf man ausschließlich die ausgewiesenen Wege.

Allerdings handelt es sich größtenteils um Schotterpisten. Es staubt, und Schlaglöcher sind keine Seltenheit. Gerade bei Zufahrten zu Stränden sind gute Stoßdämpfer definitiv von Vorteil. Insgesamt gilt: Mit dem Auto kommt man zwar weit, aber man verpasst auch einiges.


Zu Fuß am Kap Kamenjak unterwegs: eine Küstenwanderung

Die wohl schönste Art, das Kap Kamenjak zu erkunden, ist zu Fuß. Theoretisch könnte man einfach der Hauptzufahrtsroute folgen, die auch die Autos nutzen – doch da wird man eingestaubt und bekommt auch nicht Spannendes zu Gesicht.

Viel schöner ist es, entlang der Küste zu wandern. Dort lässt sich das Kap Kamenjak einfach am intensivsten erleben: mit herrlichen Ausblicken über die kleinen Buchten, meist im angenehmen Schatten unter dem dichten Blätterdach (ganz im Gegensatz zum Hauptweg in der Inselmitte). Dazu begleiten Vogelgezwitscher und das sanfte Rauschen des Meeres jeden Schritt, während der Duft der Pinien in der warmen Luft liegt.

Vom Parkplatz bis zur bekannten Safari Bar dauert der Weg – theoretisch – eine Stunde. In der Praxis braucht man aber deutlich länger, weil man ständig stehen bleibt: für Fotos, für kurze Rastpausen oder weil sich wieder eine dieser sagenhaften Ausblicke auftut.

Auch mit dem Fahrrad lässt sich das Kap gut erkunden. Aufgrund der Schotterwege ist ein Gravelbike hier die beste Wahl.


Strände auf Kap Kamenjak: wo man hier gut baden kann

Das Kap bietet eine Vielzahl an Badeplätzen – von breiten Kiesstränden über felsige Liegeflächen bis zu kleinen versteckten Buchten, die oft nur zu Fuß erreichbar sind. Besonders bekannt ist die Bucht Mala Kolombarica, wo sich vor allem die Klippenspringer einfinden.

  • Mala Kolombarica Kap Kamenjak
  • Kap Kamenjak Pinižule
  • Strand Kap Kamenjak
  • Mala Kolumbarica Strand

Weitere schöne Badeplätze finden sich unter anderem bei Pinižula, Polje, Njive, Debeljak, Mali Portić, Školjić und Dražice. In der Hochsaison haben auch die Beach Bars an diesen Stränden geöffnet.

Kap Kamenjak Strandbars

In der Nebensaison zeigt sich das Kap von seiner entspannten Seite: Bei meinem Besuch im Oktober waren nur wenige Sonnenanbeter unterwegs, wodurch ich immer wieder einsame Buchten gefunden habe.


Sonstige Tipps für Kap Kamenjak

  • Für die Strandbars Bargeld mitnehmen (und vorher Öffnungszeiten checken).
  • Die Infrastruktur ist sehr einfach: die Strandbars sind meist nur kleine Holzhütten, richtige WCS sucht man vergeblich (dafür gibt es Dixie-Klos).
  • Camping ist nicht erlaubt, Grillen nur an ausgewiesenen Plätzen und nur dann, wenn es nicht zu trocken ist.
  • Pflanzen bitte nicht pflücken – das Gebiet ist streng geschützt!
  • Müll unbedingt wieder mitnehmen oder korrekt entsorgen.
  • Schatten ist nicht überall vorhanden, daher Sonnenschutz nicht vergessen.

    2. Anfahrt nach Kap Kamenjak: über Premantura zur südlichsten Spitze Istriens

    Bei der Anfahrt zum Kap zahlt sich noch vor Premantura ein erster kurzer Stopp in der Gomila Bucht aus. Im Gegensatz zu den felsigen Plätzen weiter unten am Kap, die durch ihre Wildheit und Unberührtheit bestechen, genießt man auf diesem hübschen Kiesstrand mit seinen fröhlichen Sonnenschirmchen noch die Vorzüge einer gepflegten Anlage.

    • Bucht Medulin
    • Bucht Medulin
    • Bucht Medulin
    • Bucht Medulin
    • Bucht Medulin

    Hier kann man den Blick auf Medulin am anderen Ende der Bucht schweifen lassen. Besonders die zwei Kirchtürme der Crkva Svete Agneze stechen ins Auge, der einzigen Kirche Istriens mit gleich zwei Glockentürmen.

    Premantura

    Der nächste Stopp ist dann schon Premantura, dessen Kirchturm ebenfalls eine markante Landmarke bildet – und der von der südlichsten Spitze des Kaps später gut zu erkennen sein wird.

    3. Der Westen: beliebte Buchten und Strände auf Kap Kamenjak

    Meinen Rundgang über die Halbinsel starte ich an der Westseite, wo sich beliebte Strände aneinanderreihen, aber sich auch immer wieder kleine, versteckte Buchten finden. Besonders schön ist der Weg direkt am Ufer: Der Blick schweift über die langgezogene Bucht, während das türkisblaue Wasser in wunderbarem Kontrast zu den satten Grüntönen von Wacholder und Kiefern steht.


    Die Pinižule-Bucht

    Vom Parkplatz beim Eintritt ist es gar nicht weit – und schon ist die erste Bucht erreicht. Der Weg vom Hauptweg zur Pinižule-Bucht führt zunächst durch den Wald und erinnert fast ein wenig an den Heidenreichsteiner Gemeindeteich im österreichischen Waldviertel.

    Kap Kamenjak Pinižule

    Ich komme bei einer kleinen Beachbar vorbei, einem Spielplatz und einem Fitnessparcours, bevor ich aus dem Wald heraustrete und das erste Mal das leuchtend türkise Meer durch die Blätter hindurchblitzen sehe.

    Unten angekommen wartet die Pinižule-Bucht – ein Kieselstrand, der von Felsen eingerahmt wird, auf denen ein paar Sonnenanbeter ihren Platz eingenommen haben. Das erste Mal an diesem Tag auf Kap Kamenjak staune ich über den Farbkontrast zwischen Felsen, hellgrünen Blättern und dem blitzblauen Meer.

    Durch die Pinižule Bucht führt auch der Dino-Lehrpfad, auf dem sich entlang des Weges insgesamt zwölf, fast 100 Millionen Jahren alte, Fußabdrücke von Sauriern entdecken lassen. Der größte von ihnen soll ein Sauropode gewesen sein, rund 11 Meter lang, etwa 3 Meter hoch und beeindruckende 13 Tonnen schwer.


    Die Polje-Bucht

    Der nächste Strand ist – genau wie die Pinižule Bucht – grundsätzlich bequem vom Hauptweg aus erreichbar. Ich bin allerdings am Uferweg unterwegs, von wo ich bereits kurz darauf die Polje-Bucht erreiche.

    • Polje-Bucht
    • Polje-Bucht
    • Polje-Bucht
    • Polje-Bucht
    • Polje-Bucht

    Zuerst staune ich über den kleinen, verträumten Hafen, der von einfachen Hütten eingerahmt wird und in dem ein paar Sportboote im Wasser schaukeln. Ein Stück weiter am Weg liegt eine kleine Bucht mit Kiesstrand.

    Polje-Strand

    Der Weg führt anschließend leicht oberhalb der Küste weiter. Immer wieder geben die Büsche den Blick nach unten frei, das Gelände öffnet sich, und zwischen Wacholdersträuchern lässt sich der ein oder andere versteckte Platz am Wasser entdecken.

    • Kap Kamenjak Buchten und Strände
    • Kap Kamenjak Buchten und Strände
    • Kap Kamenjak Buchten und Strände
    • Kap Kamenjak Buchten und Strände
    • Kap Kamenjak Buchten und Strände
    • Kap Kamenjak Buchten und Strände
    • Kap Kamenjak Buchten und Strände
    • Kap Kamenjak Buchten und Strände
    • Kap Kamenjak Buchten und Strände
    • Kap Kamenjak Buchten und Strände
    • Kap Kamenjak Buchten und Strände
    • Kap Kamenjak Buchten und Strände
    • Kap Kamenjak Buchten und Strände

    Nach der nächsten kleinen, stillen Bucht folgt schließlich der Strand Plovanije. Und von hier geht es weiter, wie zuvor immer der Küste entlang.


    Der Njive-Strand

    Am Njive-Strand, einem flachen Kieselstrand, sind zwei große Stühle der Hingucker, rundherum breiten sich Felsplateaus aus, die viel Platz zum Sonnen bieten. Unter schattenspendenden Bäumen liegt eine kleine Strandbar, die im Sommer geöffnet ist.

    Danach führt der Weg weiter, zieht sich etwas abseits der Uferlinie durch die Heide und kommt schließlich an einem Relikt aus der k.u.k-Monarchie vorbei, das daran erinnert, dass der  nahegelegene Hafen von Pula einst von der österreichischen Kriegsmarine genutzt wurde. An diesem Platz eröffnet sich ein besonders schöner Blick auf die geschwungene Küstenlinie.

    Die Strände in diesem Abschnitt sind oft versteckt und klein, manche sind nur über schmale Pfade oder ein kurzes Hinunterklettern über Felsen erreichbar – genau das macht ihren Reiz aus. Ein besonderer Tipp ist der Strand Radovica, der ein wenig versteckt liegt. Er ist ausschließlich zu Fuß erreichbar.


    Die Kršine-Bucht

    In der Kršine-Bucht angelangt, findet man sich auf einmal auf einem besonders schönem Aussichtsplatzerl wieder. Der Blick fällt hinüber zur Insel Fenoliga, auf der ganze 146 versteinerte Dinosaurierabdrücke entdeckt wurden.

    Daneben ragt der Leuchtturm Porer auf. Der etwa Meter hohe Turm wurde 1833 (und nach einem Brand im Jahr 1846 nochmals) errichtet. Besonders schön ist er auch von Mala Kolumbarica aus zu sehen – und genau dorthin führt mich der Weg als Nächstes.

    4. Das Highlight auf Kap Kamenjak: Safari Bar und Klippenspringer

    Wenn alle Beach Bars geschlossen haben – auf eine ist Verlass: die Safari Bar. Schon beim großen Parkplatz merkt man, dass man nun zum Einfallstor der ungezügelten Sommer-Party vorgestoßen ist.

    Safari Bar Kap Kamenjak

    Eine aus Bambus, Schilf und Stroh errichtete Hütte, die Fisch und Gegrilltes serviert, dazu entspannte Reggae-Musik – alles wirkt ein bisschen wie diverse Aussteigerhotspots in Südostasien. Ein Sundowner am Abend lässt einen hier sicherlich die Sorgen des Alltags vergessen.

    Mag sie nicht unbedingt der schönste Ort am Kap Kamenjak sein – sie ist definitiv ein Platz mit Atmosphäre. Hier tut sich was, hier genießen viele Menschen ungetrübtes Sommer-Sonne-Strand-Feeling.

    Nicht nur die Bar macht die Buchten von Velika Kolumbarica und Mala Kolumbarica so besonders: Die Klippen sind teils bis zu 15 Meter hoch, ein Grund, warum sich hier vor allem Klippenspringer tummeln, denen auch ich eine ganze Weile zusehe.

    Daneben verteilen sich Sonnenanbeter auf den Felsen, im Wasser wird geschnorchelt, im Hintergrund ankern Segelboote.

    Es ist viel los hier, aber durch die Weitläufigkeit findet sich trotzdem immer ein Platz. Zwar ein lebendiger Ort am Kap Kamenjak, aber auch etwas, was man einmal gesehen haben muss.

    Die Türen der Safari Bar stehen von Ostern bis Anfang Oktober offen. In der Hauptsaison im Juli und August ist sie von etwa 10h bis 22h geöffnet.

    5. Der Aussichtspunkt an der Südspitze des Kaps: Blick auf Cres und Lošinj

    Vom Kolumbarica-Strand ist es nun nicht mehr weit bis zur südlichsten Spitze des Kaps. Hier sollte man den Southern Viewpoint, einen leicht erhöhten Punkt, nicht verpassen, öffnet sich doch hier der Blick über die gesamte Küstenlinie.

    • Aussichtspunkt Kap Kapmenjak
    • Aussichtspunkt Kap Kapmenjak
    • Aussichtspunkt Kap Kapmenjak
    • Aussichtspunkt Kap Kapmenjak

    Schön legen sich hier Cres – die längste der 1.243 kroatischen Inseln – und Lošinj ins Bild. Am Horizon zeichnen sich die Berge des Velebit ab, der sich entlang der Adriaküste erstreckt, in Richtung Festland fällt der Blick hinüber nach Medulin.

    Aussichtspunkt Kap Kapmenjak

    Und auch das Kap selbst lässt sich von hier wunderbar überblicken. Die Straße, die sich mittig durch die Halbinsel bis nach Premantura zieht, wird von dichten Wacholderbüschen eingerahmt, die der Landschaft ihren ganz eigenen Charakter verleihen.

    6. Freie Sicht aufs Meer: Buchten und Strände an der Ostseite des Kaps

    Dann geht es hinüber in den Osten der Halbinsel. Anders als im Westen, wo sich die Abfolge der Buchten wie eine geschlungene Linie zeigt und die Aussicht oft begrenzt bleibt, öffnet sich hier der Blick in die Ferne. Auch hier sind wieder die vorgelagerten Inseln zu sehen – zusätzlich fällt die Insel Fenera ins Auge, deren Seezeichen, der „Obelisk“, einen markanten Akzent setzt.

    Im Gegensatz zu den lebhaften Abschnitten im Westen wirkt es hier deutlich ruhiger. In der Debeljak-Bucht tummeln sich zahlreiche Segelboote in der tiefen Bucht, die sich bis zum Škara-Strand entlangzieht, während ein einzelner Paddler über das Wasser gleitet. Die Felsen erscheinen hier fast weiß.

    • Debeljak-Bucht
    • Debeljak-Bucht
    • Debeljak-Bucht
    • Debeljak-Bucht
    • Debeljak-Bucht
    • Portic-Strand

    Als letzte Station meines Rundgangs auf Kap Kamenjak folgt nun die größte Bucht des Kaps. Den Portić-Strand sehe ich nur mehr von oben, denn die Sonne wirft schon lange Schatten und es ist Zeit für mich, den Rückweg nach Premantura anzutreten.

    7. Am Rückweg nach Premantura: der Weg über die Inselmitte

    Ein Stück weiter liegt noch der Školjić-Strand, den ich auf meinem Rundgang allerdings nicht mehr erreiche. Er gilt als beliebtes Ziel für Familien und Wassersportler.

    zu Fuß Kap Kamenjak

    Für mich geht es nun quer durch die Mitte der Halbinsel zurück. Unterwegs wird die zunehmende Verbuschung, von der das Kap Kamenjak betroffen ist, deutlich sichtbar.

    Einst als Weideland genutzt, prägen heute Buschwälder, Heiden und Wiesen das Landschaftsbild. Besonders empfindlich sind dabei die Orchideen, deren natürliche Lebensräume zunehmend bedroht sind. Initiativen wie die Boškarin-Farm wirken dem entgegen – ein traditioneller Betrieb, der sich der Aufzucht des autochthonen istrischen Rindes, des „Boškarin“, widmet.

    Zum Abschluss des Tages zeigt sich noch einmal ein besonders stimmungsvoller Anblick: Wacholder und Pinien leuchten im beginnenden Abendrot beinahe kitschig hellgrün, während der Glockenturm der Kirche von Premantura in sanften Pastelltönen schimmert – ein perfekter Ausklang eines wunderschönen Tages am Kap Kamenjak.

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