Schöne RADREISEN in Europa: Tipps für den nächsten Urlaub auf zwei Rädern
Fernradwege von Deutschland bis Frankreich, schöne Flussradwege und See-Umrundungen: meine Tipps für mehrtägige Radtouren in Europa.
Radeln boomt! Und somit auch Radreisen in ganz Europa, vom hohen Norden bis hinunter in den warmen Süden.
Einige der schönsten Fernradwege durfte ich bereits kennenlernen, darunter Flussradwege, die zu den Klassikern unter den europäischen Radwegen zählen. Aber auch Radwege, die abseits der bekannten Routen liegen, standen schon auf dem Programm.
Im Folgenden meine Tipps für schöne Radreisen in Europa, die ich jederzeit gerne wieder selber radeln würde – wenn da nicht schon viele weitere Routen auf meiner Bucketlist stehen würden.
2. Österreich: vom „Klassiker“ zur Entdecker-Tour
3. Frankreich: auf dem Loire Radweg bis zur Atlantikküste
4. Portugal: von Porto nach Lissabon auf dem EuroVelo1
5. Flandern: Radeln zwischen Backstein und ganz viel Wasser
Radreisen in Europa: Flussradwege, Küstentouren und mehr
Mit europäischen Radreisen habe ich bereits einige Erfahrungen gesammelt. Begonnen hat das Ganze in meiner Kindheit mit meiner ersten mehrtägigen Radtour auf dem Donauradweg, einem der bekanntesten Radwege im deutschsprachigen Raum. Jahre später habe ich die Strecke erneut unter in Angriff genommen – diesmal gemeinsam mit meiner Tochter.

So richtig auf den Geschmack gekommen bin ich allerdings erst etwas später. Den Auftakt meiner Flussradweg-Leidenschaft machte der Murradweg, einer der schönsten österreichischen Mehrtagesradwege, gefolgt von einer traumhaften Rundroute im Südburgenland.
Danach ging es weiter durch Deutschland: rund um den Bodensee, auf dem Fünf-Flüsse-Radweg und auf schönen Touren in Oberbayern rund um Chiemsee, Tegernsee, Starnberger See und Ammersee.

Und natürlich durfte auch der Rest Europas nicht fehlen. Ein besonderes Highlight in der Sammlung „meiner“ europäischen Radreisen war der Loire Radweg, auf dem ich vom „Herzen Frankreichs“ bis an die Atlantikküste radelte. Nach sechs Tagen im Sattel dort anzukommen: ein echtes Radreise-Glücksgefühl.
Ebenso traumhaft gestaltete sich die Tour auf dem EuroVelo 1 von Porto nach Lissabon, wieder fast eine Woche lang immer der Küste entlang. Beide Male nutzte ich den Komfort eines Radreise-Veranstalters (Stichwort Gepäckstransport).

Auch Flandern mit seinen „Flanders Finest“-Routen durfte ich bereits erkunden. Und die nächste Radreise steht schon vor der Tür: In Kürze geht es ins böhmische Bäderdreieck.
Radreisen in Europa? Für mich ganz klar: Das darf in den kommenden Jahren gerne zum jährlichen Fixpunkt werden! Also gerne immer wieder mal vorbeischauen und nachsehen, was sich auf meiner persönlichen Liste schöner Mehrtagestouren in Europa noch so alles tut.
1. Deutschland: schöne Flussradwege und Seeumrundungen
Meine Radtouren durch Deutschland haben sich bisher vor allem auf den Süden des Landes beschränkt. Dazu zählen der Bodensee-Radweg, der Fünf-Flüsse-Radweg in Bayern sowie verschiedene Radtouren im oberbayerischen Alpenvorland.
Der BODENSEE-RADWEG: einmal um das „Schwäbische Meer“ geradelt
Der Bodensee-Radweg gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Fernradwegen Europas. Rund 260 Kilometer sind bei der klassischen Umrundung des Bodensees zu radeln, wobei sich die Strecke je nach gewählter Variante und Abstechern auch individuell verkürzen oder verlängern lässt.

Landschaftlich hat der Bodensee-Radweg einiges zu bieten: Immer wieder führt die Strecke direkt am Wasser entlang, dazwischen geht es durch Obstplantagen, Weinberge, Naturschutzgebiete und kleine Ortschaften. Dazu kommen die zahlreichen Ausblicke über den See bis zu den Alpen.
So entsteht beim Radeln schnell richtiges Urlaubsgefühl. Strandbäder, kleine Buchten und Uferpromenaden laden unterwegs zu Pausen ein, während hübsche Altstädte wie Lindau, Konstanz, Überlingen oder Meersburg für kulturelle Abwechslung sorgen.
Besonders reizvoll ist dabei, dass sich Kultur und Natur auf dem Bodensee-Radweg ständig abwechseln. Auf einen Altstadtbummel folgt wieder ein ruhiger Abschnitt am Wasser, eine Passage durch Obstplantagen oder ein Naturschutzgebiet.
Ein besonderes Naturhighlight ist das Rheindelta zwischen Rohrspitz und Rheinspitz. Das Naturschutzgebiet gehört zu den schönsten Abschnitten der Strecke und zeigt, dass der Bodensee-Radweg weit mehr ist als eine reine See-Umrundung.

Auch die Inseln des Bodensees lassen sich gut in die Radtour integrieren. Die Insel Reichenau bietet sich für einen Abstecher an, während die Blumeninsel Mainau vor allem für einen längeren Aufenthalt interessant ist.
Auch beim Streckenprofil zeigt sich der Bodensee-Radweg von seiner genussvollen Seite. Die meiste Zeit geht es flach dahin, größere Steigungen gibt es nur an wenigen Stellen. Eine Ausnahme bildet der Bodanrück, wo die Route das unmittelbare Seeufer verlässt und einige Höhenmeter bewältigt werden müssen. Insgesamt bleibt der Bodensee-Radweg aber eine leicht zu fahrende Radtour, die sich hervorragend für Genussradler eignet.



Ein weiterer Vorteil ist die große Flexibilität bei der Streckenplanung. Neben der klassischen Umrundung des gesamten Bodensees können auch einzelne Teilstrecken gefahren werden. Besonders beliebt sind beispielsweise die Runden um den Überlinger See oder den Untersee. Besonders der Abstecher auf die Insel Reichenau war ein Highlight.
Zusätzlich lässt sich die Strecke an vielen Stellen mit Fähren, Linienschiffen und der Bahn abkürzen. Dadurch eignet sich der Bodensee-Radweg sowohl für eine längere Mehrtagestour als auch für einzelne Tagesetappen.
Fazit: Der Bodensee-Radweg verbindet entspanntes Radeln mit Seeufer, Alpenblick, historischen Städten und abwechslungsreichen Landschaften – und ist damit eine besonders vielseitige Route für eine Radreise in Europa.
Der Bodensee-Radweg auf einen Blick
Region: Bodensee · Deutschland · Österreich · Schweiz
Strecke: ca. 260 km für die klassische Seeumrundung
Dauer: ca. 5–8 Tage
Schwierigkeitsgrad: leicht
Streckenprofil: überwiegend flach
Etappen: je nach Einteilung individuell planbar
Highlights: Bodensee · Alpenpanorama · Lindau · Bregenz · Rheindelta · Konstanz · Insel Reichenau · Überlingen · Meersburg
Fernradweg: Bodensee-Radweg
Wegbeschaffenheit: überwiegend gut ausgebaute Radwege und verkehrsarme Strecken
Varianten: komplette Seeumrundung · Obersee · Überlinger See · Untersee
Flexibilität: Teilstrecken mit Fähre · Schiff oder Bahn möglich
Ideal für: Genussradler · Familien · Kulturinteressierte · Naturliebhaber
Routenbeschreibung und meine persönlichen Tipps: der Bodensee-Radweg
Der FÜNF-FLÜSSE-RADWEG: Genussradeln durch das Herz Bayerns
Flüsse, Fachwerkstädte, Burgen und der Alte Ludwigskanal prägen den Fünf-Flüsse-Radweg durch die Oberpfalz und Mittelfranken. Die rund 300 Kilometer lange Rundtour verbindet Natur und Kultur auf angenehm abwechslungsreiche Weise und gehört zu den reizvollsten Radtouren durch Deutschland.

Die rund 305 Kilometer lange Rundtour führt zwischen Regensburg und Nürnberg durch das Herz Bayerns und verbindet gleich fünf Flüsse miteinander: Donau, Altmühl, Pegnitz, Vils und Naab. Dazu kommt der historische Ludwigskanal, der für besonders ruhige und idyllische Radkilometer sorgt.
Der Fünf-Flüsse-Radweg eignet sich hervorragend für Genussradler. Die Route verläuft über weite Strecken flach und ohne nennenswerte Steigungen. Nur an wenigen Stellen warten etwas längere Anstiege, etwa bei der Europäischen Wasserscheide zwischen Hersbruck und Sulzbach-Rosenberg.
Landschaftlich zeigt sich die Rundtour ausgesprochen abwechslungsreich. Entlang der Donau geht es durch breite Flussauen, während die Altmühl durch das idyllische Altmühltal führt. An Vils und Naab wird es wieder besonders naturnah, eines der Highlights ist der Abstecher zum Donaudurchbruch beim Kloster Weltenburg.

Dazwischen liegen zahlreiche sehenswerte Orte. Regensburg und Nürnberg bilden die beiden großen Städte am Weg, doch auch Kelheim, Beilngries, Neumarkt, Amberg, Kallmünz, Hersbruck und Sulzbach-Rosenberg laden zu Zwischenstopps ein. Burgen, Klöster, historische Altstädte und Sehenswürdigkeiten am Weg sorgen dafür, dass auch kulturell einiges geboten wird.
Besonders angenehm: Der Fünf-Flüsse-Radweg ist nicht nur landschaftlich, sondern auch kulinarisch eine abwechslungsreiche Tour. Zahlreiche Gasthäuser und Biergärten liegen direkt oder in unmittelbarer Nähe der Strecke. Bayerische Spezialitäten und regionale Biere machen die Pausen zu einem festen Bestandteil der Reise.



Auch die Wegqualität spricht für den Radweg. Die Route verläuft überwiegend auf gut gepflegten Radwegen, asphaltierten Wegen oder fein geschotterten Trassen.
Die Rundtour lässt sich flexibel planen. Offiziell wird der Fünf-Flüsse-Radweg in fünf Etappen eingeteilt, für eine sportlichere Variante sind auch vier Tage möglich. Wer mehr Zeit mitbringt, kann die Reise auf sechs oder sieben Tage ausdehnen und so ausreichend Zeit für Städte, Sehenswürdigkeiten und Pausen einplanen.
Fazit: Wer eine Radreise in Europa mit Flusslandschaften, historischen Städten und bayerischem Genuss verbinden möchte, findet am Fünf-Flüsse-Radweg eine abwechslungsreiche und überwiegend leichte Mehrtagestour.
Der Fünf-Flüsse-Radweg auf einen Blick
Region: Bayern · Oberpfalz · Mittelfranken · Niederbayern
Strecke: ca. 305 km als Rundtour
Dauer: 4–7 Tage
Schwierigkeitsgrad: leicht
Streckenprofil: überwiegend flach · wenige moderate Anstiege
Etappen: offiziell 5 Etappen · flexibel planbar
Flüsse: Donau · Altmühl · Pegnitz · Vils · Naab · Ludwigskanal
Highlights: Regensburg · Kelheim · Donaudurchbruch · Altmühltal · Ludwigskanal · Neumarkt · Amberg · Kallmünz · Nürnberg
Wegbeschaffenheit: überwiegend gut ausgebaute Radwege · Asphalt und feiner Schotter
Ausschilderung: durchgehend gut
Ideal für: Genussradler · Flussradwege · Familien · E-Bike-Fahrer
Beste Reisezeit: Frühjahr bis Herbst
Routenbeschreibung und meine persönlichen Tipps: der Fünf-Flüsse-Radweg
Radfahren im ALPENVORLAND: die schönsten Radtouren in Oberbayern
Zwischen Ammersee, Starnberger See, Tegernsee und Chiemsee zeigt sich Bayern von seiner entspannten Seite. Kurze Seeumrundungen, Alpenblicke und zahlreiche Möglichkeiten zur Einkehr machen die Region zu einem schönen Ausgangspunkt für Radtouren durch Deutschland. Die Region rund um München begeistert mit idyllischen Seen, charmanten Orten und zahlreichen Biergärten – perfekte Voraussetzungen für entspannte Radtouren in Oberbayern.

Besonders beliebt sind die See-Umrundungen von Chiemsee, Ammersee, Starnberger See und Tegernsee. Die meisten Touren sind leicht zu bewältigen und weisen nur wenige Höhenmeter auf. Damit eignen sie sich hervorragend für Genussradler, Familien und alle, die beim Radfahren lieber Landschaft und Sehenswürdigkeiten als sportliche Höchstleistungen genießen möchten.

Am Chiemsee wartet mit rund 59 Kilometern eine besonders abwechslungsreiche Runde. Traumhafte Blicke auf die Chiemgauer Alpen, naturbelassene Uferabschnitte, Buchten und Badeplätze machen den Chiemsee Radweg zu einem echten Klassiker. Wer möchte, kann unterwegs mit dem Schiff zur Herren- oder Fraueninsel übersetzen.

Auch der Ammersee Radweg bietet auf rund 48 Kilometern eine entspannte Mischung aus Natur und bayerischer Lebensart. Besonders die Südseite des Sees mit ihrem Vogelschutzgebiet ist reizvoll. Orte wie Herrsching, Dießen und Utting sorgen für schöne Zwischenstopps, während sich immer wieder der Blick auf das Alpenpanorama öffnet.

Etwas lebhafter geht es am Starnberger See zu. Die rund 52 Kilometer lange Seeumrundung verbindet Natur mit Kultur und Geschichte. Schloss Possenhofen, die Roseninsel und die Votivkapelle gehören zu den Highlights. Wer es kürzer mag, findet am Tegernsee eine nur rund 21 Kilometer lange Runde – ideal für einen entspannten Nachmittagsausflug mit Alpenblick, Biergarten und typisch oberbayerischem Flair.

Praktisch für die Planung: Viele der Radtouren sind mit der Bahn erreichbar, und entlang der Strecken gibt es zahlreiche Einkehrmöglichkeiten und Rastplätze.
Fazit: Das Alpenvorland ist eine hervorragende Wahl für alle, die eine Radreise in Europa etwas gemütlicher angehen möchten: Statt langer Fernradwege stehen hier kurze bis mittelschwere Tagestouren, traumhafte Seen, Alpenpanorama und bayerische Lebensfreude im Mittelpunkt.
Radtouren im oberbayerischen Alpenvorland auf einen Blick
Region: Oberbayern, zwischen Ammersee und Chiemsee
Touren: Chiemsee · Ammersee · Starnberger See · Tegernsee
Strecken: ca. 21–59 km pro Seeumrundung
Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel
Streckenprofil: überwiegend wenige Höhenmeter
Highlights: Seenlandschaften · Alpenpanorama · bayerische Dörfer · Biergärten · Schlösser und Klöster
Besonderheit: viele Touren sind gut mit der Bahn erreichbar
Ideal für: Genussradler · Familien · E-Bike-Fahrer
Beste Reisezeit: Frühjahr bis Herbst
Routenbeschreibung und meine persönlichen Tipps: schöne Radwege in Oberbayern
2. Österreich: vom „Klassiker“ zur Entdecker-Tour
Zu meinen bisher gefahrenen Radtouren in Österreich zählen der Donauradweg, der Murradweg, die Paradiesroute im Südburgenland und die Entdecker Radtour. Dazu kommen ganz viele Tagestouren.
Der DONAURADWEG von Passau nach Wien: der Klassiker für Einsteiger und Familien
Wer Radreisen in Europa für Anfänger sucht, findet am Donauradweg von Passau nach Wien eine der besten Möglichkeiten, erste Erfahrungen mit einer mehrtägigen Radtour zu sammeln. Die rund 340 Kilometer lange Strecke gehört zu den beliebten Fernradwegen Europas und verbindet Natur, Sehenswürdigkeiten und gut ausgebaute Infrastruktur mit einem ausgesprochen einfachen Streckenprofil.

Der große Vorteil: Der Donauradweg ist fast durchgehend flach. Steigungen spielen zwischen Passau und Wien kaum eine Rolle, wodurch sich die Strecke besonders gut für Genussradler, Familien und Mehrtagestouren-Einsteiger eignet.
Landschaftlich zeigt sich einer der bekanntesten Flussradwege in Europa erstaunlich abwechslungsreich. Von Passau geht es zunächst durch das enge Obere Donautal und das Naturschutzgebiet Donauleiten bis zur berühmten Schlögener Schlinge. Danach wechseln sich bewaldete Hänge, Donauauen und offene Landschaften ab. Später führt die Route durch das Machland, den Strudengau und Nibelungengau sowie durch die Wein- und Obstgärten der Wachau.

Gerade die Wachau zählt zu den landschaftlichen Höhepunkten der Strecke. Zwischen Melk und Krems radelt man durch Weinberge und historische Orte, während mit dem Stift Melk ein weiteres bekanntes Ausflugsziel direkt am Weg liegt. Richtung Wien wird die Landschaft wieder weiter und flacher, bevor die Route über die Wiener Pforte in die österreichische Hauptstadt führt.
Auch für Familien ist unterwegs einiges geboten. Radfähren, Badestellen, Campingplätze und zahlreiche Einkehrmöglichkeiten sorgen für Abwechslung und machen die langen Etappen leichter. Gleichzeitig gibt es entlang der Strecke Burgen, Schlösser, Stifte und historische Städte zu entdecken – wer mit Kindern unterwegs ist, kann den Schwerpunkt aber genauso gut auf Natur, Spielplätze und Badepausen legen.
Die Strecke verläuft überwiegend direkt an der Donau, meist auf asphaltierten Radwegen oder historischen Treppelwegen. An vielen Abschnitten kann zwischen Haupt- und Nebenroute gewählt werden.



Auch die Infrastruktur macht den Donauradweg zu einem besonders unkomplizierten Fahrradurlaub für Einsteiger. Unterkünfte, Gastronomie, Radverleihe und Werkstätten sind entlang der Route gut vertreten. Dazu kommt eine sehr gute Ausschilderung, sodass die Orientierung auch ohne ständiges Navigieren problemlos möglich ist.
Für Genussradler werden meist fünf bis sieben Tage eingeplant. Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte die Etappen an deren Kondition anpassen.
Fazit: Der Donauradweg ist besonders einsteigerfreundlich und dafür als Radreise in Europa für Anfänger ideal. Kaum Steigungen, gute Infrastruktur, abwechslungsreiche Landschaften und viele Möglichkeiten für Pausen machen den Donauradweg auch zu einem idealen Fernradweg für Familien mit Kindern.
Der Donauradweg von Passau nach Wien auf einen Blick
Region: Oberösterreich · Niederösterreich · Wien
Strecke: ca. 340 km von Passau nach Wien
Dauer: ca. 5–7 Tage
Schwierigkeitsgrad: leicht
Streckenprofil: nahezu durchgehend flach
Highlights: Passau · Schlögener Schlinge · Linz · Grein · Melk · Wachau · Krems · Wien
Landschaft: Oberes Donautal · Donauauen · Machland · Strudengau · Nibelungengau · Wachau
Wegbeschaffenheit: überwiegend asphaltierte Radwege und Treppelwege
Ausschilderung: sehr gut
Fernradweg: Donauradweg EuroVelo 6
Ideal für: Radurlaub-Anfänger · Familien · Kinder · Genussradler
Beste Reisezeit: Mai bis September
Routenbeschreibung und meine persönlichen Tipps: der Donauradweg zwischen Passau und Wien
Der MURRADWEG: einmal durch die ganze Steiermark geradelt
Vom alpinen Lungau über das obere Murtal und Graz bis in die südsteirische Weinlandschaft verändert sich die Landschaft am Murradweg fast mit jeder Etappe. Der 364 Kilometer lange Flussradweg verbindet Berge, Städte, Flussauen und Weinberge zu einer abwechslungsreichen Radreise. Auf rund 364 Kilometern folgt der Radweg der Mur vom alpinen Lungau bis ins südosteirische Bad Radkersburg.

Der besondere Reiz dieses Flussradwegs liegt dabei im ständigen Landschaftswechsel. Zu Beginn bestimmen die Berge und Heuwiesen des Salzburger Lungaus das Bild. Weiter flussabwärts wird das Murtal zunehmend weiter und grüner, bevor rund um Graz die Berglandschaft langsam in die sanften Hügel und Weinberge der Südsteiermark übergeht.
Auch beim Streckenprofil zeigt sich der Murradweg abwechslungsreich. Grundsätzlich führt die Tour vom Lungau Richtung Süden bergab, trotzdem sind vor allem bis Graz immer wieder Anstiege zu bewältigen. Mit rund 1.600 Höhenmetern auf der gesamten Strecke ist der Murradweg daher bis Graz eher als mittelschwere Radtour einzustufen, während der südsteirische Abschnitt deutlich leichter ausfällt.

Besonders schön sind die naturnahen Abschnitte entlang der Mur. Im Lungau begleitet der Fluss den Radweg durch eine alpine Landschaft, später geht es durch das obere Murtal und bewaldete Talabschnitte. Rund um Graz und weiter Richtung Leibnitz verändert sich die Umgebung erneut: Felder, Murauen und schließlich die südsteirischen Weinberge prägen das Landschaftsbild.
Dazwischen liegen zahlreiche Städte und kleinere Orte, die sich gut für Pausen eignen. Tamsweg, Murau, Judenburg, Leoben, Bruck an der Mur, Frohnleiten und Graz sorgen für kulturelle Abwechslung, während Leibnitz und Bad Radkersburg den südlichen Teil der Tour prägen.
Auch kulinarisch hat der Murradweg einiges zu bieten. Während im Norden noch die steirischen und Salzburger Biertraditionen dominieren, wird die Landschaft südlich von Graz zunehmend vom Weinbau und den Buschenschänken geprägt. Gerade diese Verbindung aus Fluss, Landschaft und regionalem Genuss macht die Tour zu einer abwechslungsreichen Radtour in Österreich.
Praktisch ist auch die gute Ausschilderung. Der Murradweg ist über weite Strecken hervorragend markiert und führt meist über asphaltierte Radwege, Güterwege, Radstreifen und verkehrsarme Straßen. Dadurch eignet sich die Route gut für mehrtägige Radreisen, wobei die Etappen je nach Kondition und gewünschtem Tempo individuell eingeteilt werden können.

Für die gesamte Strecke sollte man ungefähr vier bis sieben Tage einplanen. Wer besonders den alpinen Beginn oder die zahlreichen Städte und Sehenswürdigkeiten genießen möchte, kann sich entsprechend mehr Zeit nehmen. Der südliche Abschnitt eignet sich dagegen auch für gemütlichere Etappen.
Fazit: Wer eine Radreise in Europa mit abwechslungsreichen Landschaften, Flussradwegen und regionalem Genuss verbinden möchte, findet am Murradweg eine besonders vielseitige Tour – vom alpinen Lungau über Graz bis in die Weinlandschaft der Südsteiermark.
Der Murradweg auf einen Blick
Region: Salzburger Lungau · Steiermark · Südsteiermark
Strecke: ca. 364 km vom Murursprung bis Bad Radkersburg
Dauer: ca. 4–7 Tage
Schwierigkeitsgrad: mittel bis Graz · danach leicht
Streckenprofil: überwiegend bergab, dennoch einige Anstiege
Höhenmeter: ca. 1.600 hm auf der gesamten Strecke
Highlights: Mur · Lungau · Murau · Leoben · Graz · Leibnitz · Murauen · Bad Radkersburg
Wegbeschaffenheit: überwiegend asphaltierte Radwege, Güterwege, Radstreifen und verkehrsarme Straßen
Ausschilderung: sehr gut
Fernradweg: Murradweg R2
Ideal für: Genussradler · Flussradweg-Fans · Kultur- und Weinliebhaber
Beste Reisezeit: Frühjahr bis Herbst
Routenbeschreibung und meine persönlichen Tipps: der Murradweg
Radfahren im SÜDBURGENLAND: die Paradiesroute als abwechslungsreiche Mehrtagestour
Im Südburgenland geht es deutlich ruhiger zu als auf vielen bekannten Fernradwegen. Die Paradiesroute Südburgenland führt auf rund 260 Kilometern durch eine ruhige, wenig verbaute Landschaft nahe der Grenzen zu Ungarn, Slowenien und der Steiermark. Statt großer Flüsse und bekannter Radwegklassiker stehen hier Natur, kleine Dörfer, Weinberge und regionale Genusskultur im Mittelpunkt.

Die Paradiesroute ist dabei keineswegs nur eine gemütliche Flachetappe. Zwar handelt es sich grundsätzlich um eine Genussradtour, doch einige steile Anstiege machen die Strecke durchaus anspruchsvoll. Auf rund 260 Kilometern kommen etwa 2.260 Höhenmeter zusammen. Besonders rund um den Eisenberg sowie zwischen Heiligenbrunn und Güssing geht es immer wieder kräftig bergauf.
Gerade diese Mischung macht den Reiz der Tour aus. Nach den Anstiegen warten ruhige Landschaften, weite Wiesen und Wälder sowie die naturnahen Abschnitte entlang von Raab und Lafnitz. Die Route führt außerdem durch drei Naturparks: den Naturpark Geschriebenstein, die Weinidylle und den Naturpark Raab. Wer beim Radfahren Ruhe sucht, findet hier entsprechend viel davon.




Auch kulturell hat das Südburgenland einiges zu bieten. Stadtschlaining und Güssing warten mit Burgen auf, während historische Angerdörfer, alte Kellerstöckl und Freilichtmuseen einen Eindruck vom traditionellen Südburgenland vermitteln. Besonders charakteristisch sind die Kellerviertel von Heiligenbrunn und Moschendorf sowie die Weinlandschaft rund um den Eisenberg.
Dazu kommt die kulinarische Seite der Region. In den Buschenschanken lässt sich die Radtour wunderbar mit regionalen Spezialitäten und einem Glas Uhudler verbinden. Gerade die Kombination aus Weinlandschaft, Kellerstöckln und ruhigen Nebenstraßen macht die Paradiesroute zu einer Tour, die sich deutlich von klassischen Flussradwegen in Europa unterscheidet.

Die Wegführung verläuft überwiegend auf Nebenstraßen, Landstraßen und Güterwegen. Eigene Radwege gibt es vergleichsweise selten, dafür ist das Verkehrsaufkommen meist gering. Die Route ist sehr gut ausgeschildert und lässt sich dank des dichten südburgenländischen Radwegenetzes flexibel planen. Abkürzungen und alternative Strecken sind dadurch problemlos möglich.

Offiziell wird die Paradiesroute in sechs Tagesetappen eingeteilt. Wer sportlicher unterwegs ist, kann die rund 260 Kilometer auch auf vier oder fünf Tage verteilen. Aufgrund der teilweise steilen Anstiege empfiehlt es sich allerdings, die Etappen nicht nur nach Kilometern, sondern vor allem nach dem Höhenprofil zu planen. Ein E-Bike kann auf dieser Tour durchaus sinnvoll sein.
Fazit: Die Paradiesroute Südburgenland ist eine interessante Wahl für alle, die Radreisen in Europa abseits großer Radwegklassiker sucht. Wer bereit ist, den einen oder anderen Anstieg zu bewältigen, wird dafür mit einer besonders ruhigen und authentischen Landschaft belohnt.
Die Paradiesroute Südburgenland auf einen Blick
Region: Südburgenland · Grenzraum zu Ungarn, Slowenien und der Steiermark
Strecke: ca. 260 km als Rundroute
Dauer: 4–6 Tage
Schwierigkeitsgrad: mittel · einige steile Anstiege
Streckenprofil: abwechslungsreich · rund 2.260 hm
Etappen: offiziell 6 Etappen · flexibel planbar
Highlights: Naturpark Raab · Lafnitz · Eisenberg · Güssing · Stadtschlaining · Kellerviertel Heiligenbrunn
Wegbeschaffenheit: überwiegend Nebenstraßen, Landstraßen und Güterwege · wenig Verkehr
Ausschilderung: sehr gut
Besonderheit: dichtes Radwegenetz mit zahlreichen Möglichkeiten zum Abkürzen
Ideal für: Genussradler · Naturliebhaber · Weinliebhaber · sportliche Radler
E-Bike: empfehlenswert bei den steileren Anstiegen
Beste Reisezeit: Frühjahr bis Herbst
Routenbeschreibung und meine persönlichen Tipps: die Paradiesroute Südburgenland
Die ENTDECKER RADTOUR: im „Hintaus“ zwischen Innviertel und Oberbayern
Grenzüberschreitendes Radeln, kleine Orte, Flusslandschaften und regionale Spezialitäten stehen bei der Entdecker Radtour im Mittelpunkt. Die Route zwischen Oberösterreich und Bayern verbindet dabei verschiedene Landschaften und Sehenswürdigkeiten zu einer abwechslungsreichen Mehrtagestour.

Die drei- bis viertägige Mehrtagestour für Genussradler führt durch das sogenannte Entdeckerviertel zwischen Inn, Salzach und Mattig – und macht ihrem Namen alle Ehre.
Auf einer Strecke von rund 150 bis 190 Kilometern gibt es jede Menge zu entdecken: naturbelassene Flusslandschaften, kleine Seen, Moorgebiete, hübsche Orte und eindrucksvolle Burgen. Besonders reizvoll sind die Abschnitte entlang von Mattig, Salzach und Inn. Ein landschaftliches Highlight ist das weitläufige Ibmer Moor, während die Moorseen Ibmersee, Holzöstersee und Höllerersee zu Badepausen einladen.




Auch kulturell hat die Tour einiges zu bieten. Die Städte Braunau, Mattighofen, Tittmoning, Simbach und Burghausen beeindrucken mit ihrer charakteristischen Inn-Salzach-Architektur. In Burghausen wartet außerdem eine der imposantesten Burgen der Region, während Tittmoning ebenfalls mit einer sehenswerten Burganlage punktet. Klöster, Kirchen, kleine Museen und versteckte Sehenswürdigkeiten sorgen unterwegs für zusätzliche Abwechslung.
Ein weiterer Pluspunkt sind die zahlreichen Möglichkeiten für Pausen: Biergärten, Hofläden, Cafés, Badeseen und regionale Einkehrmöglichkeiten machen die Entdecker Radtour zu einer Tour, bei der Genuss eindeutig dazugehört.
Die Route kann in vier Varianten gefahren werden. In Perwang teilt sie sich in eine Seen- und eine Panoramavariante, bei Tittmoning kann anschließend zwischen der österreichischen und der deutschen Seite gewählt werden. Dadurch lässt sich die Tour individuell an die eigenen Interessen und die gewünschte Streckenlänge anpassen.

Vom Streckenprofil her ist die Entdecker Radtour überwiegend leicht bis moderat. Meist geht es flach oder sanft hügelig dahin, einzelne kurze Anstiege sorgen für Abwechslung. Je nach Variante sind etwa 1.100 Höhenmeter zu bewältigen.
Fazit: Die Entdecker Radtour ist ein echter Geheimtipp für Radreisen in Europa: abwechslungsreich, naturnah und weniger bekannt als viele große Klassiker. Wer ein langes Wochenende auf dem Rad verbringen und dabei Flüsse, Moore, Seen, Burgen und bayerisch-österreichische Gemütlichkeit erleben möchte, findet zwischen Österreich und Bayern eine besonders schöne Kombination.
Die Entdecker Radtour auf einen Blick
Region: Innviertel · Salzburger Alpenvorland · Oberbayern · Niederbayern
Dauer: 3–4 Tage
Strecke: ca. 150–190 km
Höhenmeter: ca. 1.100 hm, je nach Variante
Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel
Varianten: Seen oder Panorama · Österreich oder Deutschland
Flüsse: Mattig · Salzach · Inn
Highlights: Ibmer Moor · Moorseen · Burghausen · Tittmoning · Inn-Salzach-Orte · Flussauen
Unterwegs: Biergärten · Hofläden · Cafés · Badestellen · kulturelle Sehenswürdigkeiten
Ideal für: Genussradler · lange Wochenenden · E-Bike-Fahrer
Routenbeschreibung und meine persönlichen Tipps: die Entdecker Radtour
3. Frankreich: auf dem LOIRE RADWEG bis zur Atlantikküste
Der Loire Radweg eignet sich besonders für eine genussvolle Reise durch Frankreich – vom Landesinneren bis zum Atlantik. Von Tours geht es rund 330 Kilometer bis an die Atlantikküste – vorbei an historischen Städten, kleinen Dörfern, prächtigen Schlössern und der naturbelassenen Loire.

Die Loire ist mit rund 1.012 Kilometern der längste Fluss Frankreichs. Im Loiretal führt die Route durch eine als UNESCO-Welterbe ausgezeichnete Landschaft, die auch als „Tal der Könige“ bekannt ist. Die zahlreichen Schlösser entlang des Flusses machen die Tour zu einem besonderen Erlebnis für Kulturinteressierte.

Gleichzeitig ist der Loire-Radweg ein wunderbarer Flussradweg in Europa für Genussradler. Die Strecke verläuft überwiegend flach und führt naturnah entlang des Flusses, durch Auwälder und Wiesen sowie vorbei an kleinen Ortschaften. Immer wieder öffnen sich schöne Blicke auf die Loire mit ihren Sandbänken und Inseln.






Auch unterwegs gibt es viel zu entdecken: Tours, Chinon, Saumur, Angers und Nantes sorgen für abwechslungsreiche Stadtbesichtigungen. Dazwischen liegen kleine französische Dörfer, Weinorte und charmante historische Orte, die der Radtour ihren typisch französischen Charakter verleihen.
Besonders komfortabel lässt sich die Strecke als Radreise mit Gepäcktransport erleben. Bei einer organisierten Tour sind die Etappen geplant, die Hotels gebucht und das Gepäck wird von Unterkunft zu Unterkunft transportiert. So bleibt unterwegs mehr Zeit für die Landschaft, Sehenswürdigkeiten und gemütliche Pausen.

Auch die Wegführung macht die Tour unkompliziert. Als La Loire à Vélo ist der Radweg sehr gut ausgeschildert und verläuft größtenteils auf eigenen Radwegen oder verkehrsarmen Straßen. Mit Etappen von etwa 38 bis 70 Kilometern eignet sich die Strecke ideal für entspannte Radtouren in Frankreich.
Das große Finale wartet schließlich am Atlantik: Bei Nantes erreicht die Loire das Meer. Wer noch einen Tag anhängt, kann die Salzgärten von Guérande besuchen oder bei einem Küstenspaziergang die wilde bretonische Atlantikküste erleben.

Damit gehört der Loire-Radweg zu den beliebten Fernradwegen in Europa und ist eine hervorragende Wahl für alle, die eine abwechslungsreiche Mischung aus Natur, Kultur und Genuss suchen.
Fazit: Wer Radtouren in Frankreich mit viel Natur und Kultur verbinden möchte, findet mit dem Loire Radweg eine besonders entspannte Route.
Der Loire-Radweg von Tours zum Atlantik auf einen Blick
Region: Loiretal · Atlantikküste
Strecke: ca. 330 km ab Tours
Dauer: 6 Tage
Schwierigkeitsgrad: leicht
Streckenprofil: überwiegend flach
Etappen: ca. 38–70 km
Highlights: Loire · Loire-Schlösser · Tours · Chinon · Saumur · Angers · Nantes · Atlantikküste
Fernradweg: La Loire à Vélo EuroVelo 6
Wegbeschaffenheit: überwiegend eigene Radwege und verkehrsarme Straßen
Komfort: als Radreise mit Gepäcktransport besonders entspannt
Ideal für: Genussradler · Kulturinteressierte · Frankreich-Liebhaber
Routenbeschreibung und meine persönlichen Tipps: der Loire Radweg
4. Portugal: von PORTO NACH LISSABON auf dem EuroVelo1
Atlantikküste, Strände, Dünenlandschaften und historische Küstenorte geben dieser Radreise ihren eigenen Charakter. Zwischen Porto und Lissabon wechseln sich ruhige Küstenabschnitte mit lebhaften Städten und kulturellen Höhepunkten ab – eine reizvolle Variante für Radreisen in Europa.

Auf rund 260 Kilometern geht es in sechs entspannten Radetappen entlang der portugiesischen Atlantikküste – vorbei an langen Sandstränden, Dünen, Lagunen, Küstenwäldern und charmanten Küstenorten.

Die Reise folgt größtenteils dem EuroVelo1, einem der bekanntesten Fernradwege in Europa. Damit gehört die Strecke zu den schönsten Küstenradwegen Europas und bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Natur, Meer, Kultur und portugiesischem Lebensgefühl.
Zu den Höhepunkten zählen Aveiro, das mit seinen Kanälen und bunten Booten als „Venedig Portugals“ bekannt ist, die spektakuläre Atlantikküste sowie das elegante Küstenstädtchen Cascais. Mit Porto und Lissabon warten zudem gleich zwei faszinierende Metropolen am Anfang und Ende der Radreise.
Auch sportlich ist die Tour auf entspanntes Radeln ausgelegt. Die Tagesetappen sind mit maximal rund 50 Kilometern bewusst kurz gehalten und verlaufen überwiegend flach.
Besonders angenehm ist die Reise als Radreise mit Gepäcktransport: Das Gepäck wird von Unterkunft zu Unterkunft transportiert, während man selbst nur mit dem Tagesgepäck unterwegs ist. Ein Radtransfer überbrückt dabei den den hügeligeren Abschnitt im Landesinneren. Dadurch eignet sich die Tour auch für Genussradler und weniger trainierte Radfahrer.

Die Wegbeschaffenheit ist unkompliziert: Meist geht es über gut ausgebaute Radwege und ruhige Nebenstraßen. Unterwegs wechseln sich wilde, windgeprägte Küstenabschnitte im Norden mit sonnigen Stränden und mediterranem Urlaubsgefühl rund um Cascais und Lissabon ab.
Fazit: Als toller Küstenradweg in Europa bietet der portugiesische Abschnitt des EuroVelo1 spektakuläre Landschaften, abwechslungsreiche Etappen und mit Gepäcktransport besonders komfortables Reisen.
Der EuroVelo1 Porto – Lissabon auf einen Blick
Region: Portugal, Atlantikküste
Strecke: ca. 260 km
Etappen: 6 entspannte Radetappen
Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel
Streckenprofil: überwiegend flach, einzelne kurze Anstiege
Besonderheit: hügeliger Abschnitt wird per Radtransfer überbrückt
Route: größtenteils entlang des EuroVelo1
Untergrund: überwiegend Radwege und ruhige Nebenstraßen
Highlights: Porto · Aveiro · Sintra · Cascais · Lissabon
Landschaft: Atlantikküste · Sandstrände · Dünen · Lagunen · Küstenwälder
Komfort: Radreisen mit Gepäcktransport
Ideal für: Genussradler, E-Bike-Fahrer und alle, die Küstenradwege in Europa entdecken möchten
Routenbeschreibung und meine persönlichen Tipps: der EuroVelo1 zwischen Porto und Lissabon
5. FLANDERN: Radeln zwischen Backstein und ganz viel Wasser
Radreisen in Europa müssen nicht immer eine lange Mehrtagestour sein. Flandern in Belgien zeigt, wie wunderbar sich ein Städtetrip mit entspanntem Radfahren verbinden lässt.
Rund um die historischen Städte Leuven und Mechelen wartet eine flache, wasserreiche Landschaft mit Kanälen, Flüssen, Feldern, Naturschutzgebieten und kleinen Dörfern. Dazu kommen Backsteinhäuser, gemütliche Cafés und regionale Brauereien – eine perfekte Mischung aus Stadt, Natur und Genuss.

Mit seinem dichten Netz aus bestens ausgeschilderten Radrouten ist Flandern besonders für Genussradler attraktiv. Die Landschaft ist nahezu durchgehend flach, lange Anstiege sind selten. Viele Strecken verlaufen zudem autofrei oder auf ruhigen Wegen, sodass man entspannt unterwegs ist.

Besonders praktisch ist das Knotenpunktsystem. Statt einer festen Route folgt man einfach nummerierten, grün-weißen Wegweisern und verbindet die gewünschten Knotenpunkte miteinander. So lassen sich individuelle Radtouren ganz unkompliziert zusammenstellen – perfekt für alle, die spontan entscheiden möchten, wie weit sie radeln.
Wer lieber einer fertigen Route folgt, kann auf die Flanders Finest Cycling Routes zurückgreifen. Für einen Kurzurlaub bieten sich zum Beispiel Tagestouren ab Leuven oder Mechelen an: So bleibt genügend Zeit, nach der Radtour noch durch die historischen Altstädte zu schlendern.





Rund um Leuven führt beispielsweise die 42 Kilometer lange Dieric-Bouts-Route durch Felder, Heide, kleine Flüsse und entlang des Leuven-Dijle-Kanals. Schloss Arenberg und die Parkabtei sorgen für kulturelle Höhepunkte. Rund um Mechelen wartet eine rund 70 Kilometer lange Naturtour entlang der Flüsse Dijle, Zenne und Rupel. Naturschutzgebiete wie Blaasveldbroek und der Vrijbroekpark machen diese Strecke zu einem besonderen Erlebnis für Naturliebhaber.
Damit ist Flandern ein wunderbares Ziel für Radreisen in Europa, wenn Stadtbesichtigungen und Naturerlebnis miteinander verbunden werden sollen. Die flache Landschaft, das unkomplizierte Knotenpunktsystem und die vielen autofreien Wege machen die Region ideal für entspannte Radtage – ganz ohne sportlichen Ehrgeiz.
Fazit: Flandern eignet sich besonders für alle, die ihre Radreise in Europa mit Kultur, Natur und Genuss verbinden möchten, ohne sich mit langen Anstiegen abmühen zu müssen.
Radfahren in Flandern auf einen Blick
Region: Flandern, Belgien
Ideal für: Genussradler · Städtereisen mit dem Fahrrad
Streckenprofil: nahezu durchgehend flach
Besonderheit: grün-weißes Knotenpunktsystem zur individuellen Routenplanung
Routen: Flanders Finest Cycling Routes
Highlights: Leuven · Mechelen · Kanäle · Flusslandschaften · Naturschutzgebiete · Backsteindörfer
Unterwegs: Cafés · kleine Brauereien · Naturschutzgebiete · historische Altstädte
Wegbeschaffenheit: überwiegend gut ausgebaute, asphaltierte und autofreie Wege
Routenbeschreibung und meine persönlichen Tipps: Radwege in Flandern
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