Die FLUSS- UND ABENTEUER-TOUR: gemütlich durch das Grazer Becken geradelt
51 Kilometer angenehmes Dahinrollen mit nur einer kurzen Anstrengung: „Fluss und Abenteuer“ ist eine schöne Tagestour im Süden von Graz. (Werbung)
Woher der Name „Fluss und Abenteuer“ kommt? Weil man bei dieser Radtour an Trampolin-, Kart- und Adrenalinpark am Rand von Graz vorbeifährt. Gesucht haben wir allerdings nicht das Adrenalin, sondern die Gemütlichkeit – und dafür ist diese Route ideal.
Bis auf eine knackige Steigung gleitet man flach dahin, und das auf rund 50 Kilometern. Die Tour ist landschaftlich abwechslungsreich und führt vorbei an Feldern, Wäldern und entlang der Murauen. Dazu wird die Strecke von gleich zwei Badeseen eingerahmt.
Perfekt also für alle Genussradler, die entspanntes Dahinrollen in der Natur lieben.
2. Streckenbeschreibung
3. Tipps zur Fluss- und Abenteuer-Tour: Anreise & Parken, Abkürzen, Einkehren & Übernachten
Die Fluss- und Abenteuer-Tour bei Graz: Route & Facts
Die Route der „Fluss- und Abenteuer-Tour (732)
Ausgangspunkt der Tour ist Kalsdorf, wir sind die Runde allerdings von Premstätten aus gefahren. Zunächst geht es gemütlich durchs Untere Kainachtal – ein breites Tal mit viel freier Landschaft und entspanntem Dahinradeln.
Danach wird die Strecke leicht hügelig und führt durch waldreiche Abschnitte, immer wieder mit schönen Blicken hinunter in die Ebene. Beim Wildoner Badesee ist schließlich der südlichste Punkt der Tour erreicht.

Anschließend geht es am Rand der Murauen wieder gemütlich Richtung Graz zurück. Auf Höhe des Flughafens führt die Strecke retour nach Premstätten.
Bei dieser Tour haben wir auch einen Abstecher zum Schwarzlsee eingebaut – perfekt, um die Tour entspannt ausklingen zu lassen.
Streckenprofil
Streckenlänge: 51 Kilometer
Höhenprofil: 167 Höhenmeter
GPX-Datei: Download per Rechtsklick hier.
Hinweis zur Dauer: Gefahren mit dem Tourenrad, sehr viele Fotostopps am Weg eingelegt.
Karte der Fluss- und Abenteuer-Tour
–> durch Klick aktivieren (die Höhenmeter-Kurve lässt sich extra einblenden)
Ausschilderung & Streckenbeschaffenheit
Die Strecke verläuft großteils auf Asphalt, über wenig befahrene Landstraßen, teils am Radstreifen daneben. Nur in den Murauen gibt es vereinzelte geschotterte Stellen.
Beim Start in Premstätten folgt man zuerst der Route des Erzherzog-Johann-Radweg (R9) bis Muttendorf und biegt dann dort auf den Kainachtalradweg (R14) in Richtung Süden ab. Erst ab dort ist die Route zusätzlich als Fluss- und Abenteuer-Tour (732) ausgezeichnet.


Bis zur Einmündung beim Wildoner Badesee folgt man dieser Route, danach geht es über den Murradweg (R2) und den Erzherzog-Johann-Radweg (R9) zurück zum Ausgangspunkt Premstätten.
1. Die Highlights der Fluss- und Abenteuer-Tour
- Gemütlich radelt man durchs Untere Kainachtal mit schönen Ausblicken bis hin zur Koralpe.
- Danach geht es durch leicht hügelige und bewaldete Abschnitte, wo sich sprichwörtlich Fuchs und Hase gute Nacht sagen.
- Der Wildoner Badesee ist das absolute Highlight und die perfekte Stelle für eine längere Pause mitten in der Tour.
- Ein Stück am Murradweg entlang zu fahren, geht eigentlich immer – auch wenn es dort an sonnigen Wochenenden durchaus belebt sein kann.
- Kultig: der Österreichische Skulpturenpark mit Kunstwerken von Erwin Wurm bis Yoko Ono.
2. Streckenbeschreibung
Von Premstätten bis zum Wildoner Badesee
Der Einstieg in die Tour erfolgt in Premstätten beim Gemeindeamt. Von dort folgt man zunächst dem Erzherzog-Johann-Radweg R9 Richtung Dobl. Nach einem kurzen Anstieg bei der Pfarrkirche ist der Ortskern schnell hinter sich gelassen und die Strecke führt hinaus über die alte Werkssiedlung.




Angenehm entspannt geht es auf einer eigenen Radspur entlang der Straße weiter. Einer der ersten markanten Punkte ist dabei der Museumssender Dobl. Hier begann einst die Geschichte der Antenne Steiermark als erstem Privatradio Österreichs, heute erinnert ein Museum daran.

Rund um Dobl zeigt sich die Tour von ihrer gemütlichen Seite, hier tauchen entlang der Strecke schon die ersten Schilder für Kernöl-Verkauf auf – ganz typisch Steiermark eben.



Zwischen Dobl und Weinzettl öffnet sich die Landschaft besonders eindrucksvoll. Der Blick reicht bis zur Koralpe, davor stehen ein kleines Marterl und eine Rastbank beinahe wie absichtlich mitten ins Panorama gesetzt.

In Muttendorf verlässt die Route schließlich den R9 und wechselt auf den Kainachtalradweg R14. Ab hier führt die „Fluss und Abenteuer“-Tour weiter Richtung Süden. Wer stattdessen nach Norden fährt, könnte auf der Runde „Flair des Südens“ weiterradeln.

Weit und offen präsentiert sich nun das Untere Kainachtal. Links und rechts liegen Wiesen und kleine Dörfer mit Bauernhöfen – manche liebevoll restauriert, andere mit viel altem Charme. Sogar ein Storchenhorst taucht entlang der Strecke auf.




Am Waldrand vorbei führt die Tour weiter in Richtung Garnisonsübungsplatz Mühlried. Der Name klingt idyllischer, als man es bei einem Übungsplatz erwarten würde – auch das „Café Pipsi“ sorgt für einen erheiternden Moment.



Für eine kurze Erfrischung an heißen Tagen bietet sich gleich danach der „Kloane Bauernlodn“ beim Gasthof Pracher an.


Das macht durchaus Sinn, denn schon kurz darauf wartet der Anstieg nach Pöls an der Wieserbahn. Oben angekommen öffnet sich ein schöner Blick zurück ins breite Tal. Auch Pöls selbst wirkt mit seinen Höfen ruhig und gemütlich.





Danach geht es weiter leicht bergauf durch Waldstücke und kleine Weiler. Die Gegend wirkt hier richtig idyllisch und abgeschieden. Orte mit klingenden Namen wie Kühberg liegen am Weg, dazu immer wieder schöne Ausblicke Richtung Grazer Becken.





Mitten im Wald oberhalb des Steinbruchs von Weitendorf befindet sich ein Hügelgräberfeld aus der Römerzeit – die Grabhügel sind sogar teilweise noch erkennbar.
Anschließend rollt man wieder hinunter in die Weite des Unteren Kainachtals, kurz bevor sich die Kainach mit der Mur vereint. Passend dazu trägt auch der Ort den Namen Weitendorf.






Vorbei an einem Fischteich geht es weiter durch den Ort selbst mit seiner netten Pfarrkirche. Danach folgt nur noch ein kurzes Stück entlang eines Radstreifens neben der Bundesstraße, ehe Wildon erreicht wird – und damit ein Stopp, den man sich wirklich nicht entgehen lassen sollte.
Denn hier wartet der Wildoner Badesee auf erholungshungrie Radler. Gerade an warmen Tagen ist hier einiges los – kein Wunder bei diesem schönen Platz. Umso besser, dass der Radweg direkt daran vorbeiführt. Und selbst wenn nicht: Einen kleinen Umweg hätten wir dafür sicher gemacht.
Vom Wildoner Badesee zurück nach Premstätten
Vom Wildoner Badesee geht es nun entlang der Mur zurück Richtung Graz – wobei das nicht ganz stimmt. Nur ein erstes Stück radelt man tatsächlich direkt am Fluss durch die Murauen. Beim Kraftwerk Mellach macht die Route einen kleinen Schlenker, taucht danach noch einmal kurz in die Aulandschaft ein, verläuft ab Werndorf aber großteils nur mehr am Rand der Murauen.





Beim Max Radlerwirt stehen zahlreiche Fahrräder vor der Hoftür. Wir entscheiden uns diesmal gegen einen Stopp in Werndorf – obwohl der Ort durchaus seinen Reiz hat – und fahren weiter bis zum Buschenschank Zach in Großsulz. Davor geht es durch ein Stück Wohnsiedlungen, danach wieder vorbei an weiten Feldern.








Bei Großsulz könnte man alternativ auch auf die andere Seite der Mur wechseln und dort der deutlich schattigeren Variante des Murradwegs folgen, die direkt durch die Auen führt (siehe dazu den entsprechenden Abschnitt auf der Hügelland Tour).
Die Route selbst bleibt jedoch auf der westlichen Seite der Mur und führt weiter durch Kalsdorf. Vorbei an der Haindl Mühle radelt man durch weite Getreidefelder. Daneben verraten Gemüsefelder und Glashäuser, dass hier generell intensiv Landwirtschaft betrieben wird.
Kurz taucht die Strecke nochmals in die Murauen ein, ehe sich die Landschaft wieder öffnet. Weite Felder und der Blick Richtung Schöckl machen schnell klar: Graz ist nicht mehr weit. Für die „Fluss und Abenteuer“-Tour ist jetzt außerdem der Zeitpunkt gekommen, wieder Richtung Westen abzubiegen.



Bei Abtissendorf trifft man erneut auf den Erzherzog-Johann-Radweg R9. Wenig später wird der Flughafen Graz in Feldkirchen umrundet. Aktuell gibt es davor zwar eine kurze Umleitung direkt entlang der Bundesstraße, bis auf eine Ampellänge verläuft diese aber auf einem eigenen Radstreifen.
Direkt neben dem Flughafen befindet sich ein kleines Luftfahrtmuseum mit historischen Flugzeugen. Noch interessanter ist aber oft das Geschehen auf der Start- und Landebahn selbst: Mit etwas Glück hebt gerade ein Flugzeug ab, während man den Flughafen umrundet.




Wer noch etwas Zeit und Energie übrig hat, kann nach der Flughafen-Schleife zusätzlich einen Abstecher zum Schwarzlsee und in den Österreichischen Skulpturenpark einbauen. Die Zusatzrunde verlängert die Tour nur um wenige Kilometer und eignet sich perfekt für einen gemütlichen Ausklang.



Danach bleibt eigentlich nur noch das entspannte Einrollen zurück nach Premstätten. Über die Autobahnbrücke geht es Richtung Bierbaum und schließlich zurück ins Ortszentrum.





Ein besonders netter Platz zum Abschluss ist der grüne Rathauspark – und ideal für eine letzte Pause oder eine kühle Erfrischung beim Wirt daneben.
3. Meine Tipps für die Fluss- und Abenteuer-Tour
Anreise und Parken
Die Fluss- und Abenteuer-Tour ist mit dem Zug nach Premstätten oder Kalsdorf gut erreichbar. Einsteigen kann man auch von Graz aus über den Murradweg.
Parken kann man direkt beim Gemeindeamt in Premstätten oder dem St. Anna Park im Zentrum von Kalsdorf.
Abkürzen und verlängern
Die nördliche Schleife kann man weglassen und direkt von Kalsdorf nach Premstätten radeln – man erspart sich damit die Umrundung des Grazer Flughafens.
Wer die Tour verlängern möchte, kann sie mit der „Flair des Südens“-Tour verbinden, die nördlich von Premstätten durch das Kainbachtal und auf den Florianiberg am Rand von Graz führt.
Einkehren auf der Fluss- und Abenteuer-Tour
- Direkt am Ausgangspunkt liegt am Rande des Rathausparks von Premstätten das „Piazza Uno“: mehrere abgestellte Räder vor dem Lokal sprechen schon vor dem Tourstart für sich, und eine kühlende Erfrischung nach der Tour ist hier fast aufgelegt.
- In Dobl radelt man an zwei Einkehrmöglichkeiten vorbei, dem Gasthof zum Stiegenwirt und dem Bachwirt – ebenfalls ein Radlertreff.
- In Wildon kommt man nicht umhin, eine Rast beim dortigen Badesee einzulegen. Wir haben es einfach nur genossen.
- Am Murradweg radelt man direkt am Radlerwirt in Werndorf und am Buschenschank Zach vorbei.
- Wer die Rastpause mit einem Badestopp kombinieren möchte: am Straßganger Bad radelt man direkt vorbei; für den Schwarzlsee muss man einen kleinen Umweg von 2 Kilometern in Kauf nehmen (Achtung: der Eintritt von € 8,90 zahlt sich nur für einen längeren Stopp aus).


Unterkunfts-Tipp für die Fluss- und Abenteuer-Tour
Wir haben diese Tour mit einer weiteren Radtour im Süden von Graz kombiniert und uns dafür im Hotel Schachenwald* in Premstätten (Ortsteil Bierbaum, etwa 1 Kilometer vom Tourstart) einquartiert.
*Affiliate Link. Für eine Buchung über diesen Link (die Kosten bleiben natürlich gleich!) erhalte ich eine kleine Provision, die 1:1 in die Betreuung meines Blogs fließt. Danke für deine Unterstützung!
Herzlichen Dank an die Region Graz für die Einladung zu dieser schönen Radtour! (Werbung)
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