Altstadt-Rundgang in LUZERN: Sehenswürdigkeiten, wohin das Auge blickt
Welche Sehenswürdigkeiten in Luzern bei einem Stadtrundgang auf der Route liegen: ein schöner Tagesausflug im Herzen der Schweiz.
Ein Ausflug nach Luzern steht an? Wie schön. Denn eines muss man der Stadt in der Zentralschweiz lassen: an Sehenswürdigkeiten mangelt es Luzern ganz bestimmt nicht. Zur berühmten Kapellbrücke gesellen sich neben den vielen schönen Plätzen in der Altstadt nämlich beides: Berge und See.
Unten kreischen die Möwen und machen unmissverständlich die Weite des Vierwaldstättersees klar. Oben wartet ein Meer aus angezuckerten Gipfeln, zwischen denen die Steinadler kreisen.
Und das sind nur zwei der Gründe, warum man der Stadt einen Besuch abstatten sollte.
2. Ein Barockjuwel vom Feinsten: die Jesuitenkirche in Luzern
3. Rund um das Rathaus: Markttreiben und viele schöne Plätze in der Altstadt Luzerns
4. An der Spreuerbrücke: ein Abstecher in die Luzerner Kleinstadt
5. Ausblick auf die Stadt (Teil 1): Spaziergang an der Museggmauer
6. Rund um den Schwanenplatz: Luzern spielt alle Stückln
7. Wo der Löwe weint: außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten in Luzern
8. Das Verkehrshaus der Schweiz: und weitere Museen in Luzern
9. Ein ganz besonderer Ort: die Sammlung Rosengart
10. Ausblick auf die Stadt (Teil 2): die American Bar am Gütsch
11. Einkehren in Luzern: Tipps für Cafés und Restaurants
12. Bruder Fritschi und die Guggenmusiken: die Rüüdigi Fasnacht in Luzern
12. Wenn die Stadt erstrahlt: vom LILU und weiteren Veranstaltungen in Luzern
12. Hoch hinaus auch rundherum: Ausflüge in die Luzerner Bergwelt
Meine Tipps für Luzern: Anreise, Öffis, übernachten in Luzern
Ein Citytrip nach Luzern: Stadt, See und Berge in perfekter Harmonie
Der Hauptort des Kantons Luzern, die siebtgrößte Stadt der Schweiz, hat es zwar nicht zur Hauptstadt des Landes gebracht. Doch manchmal könnte man fast meinen, sie sei es.

Mitten im Herzen der Schweiz gelegen, direkt am wohl schönsten See der Schweiz und umgeben von einem beeindruckenden Bergpanorama, trägt Luzern gleich mehrere Superlative mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit.
Die schönste Altstadt der Schweiz soll hier zu finden sein. Und wer einmal auf der Kapellbrücke steht, den Blick über das Wasser schweifen lässt und dahinter die Berge sieht, versteht sofort, warum. Eigentlich müsste man keine weiteren Sehenswürdigkeiten aufzählen. Gründe, nach Luzern zu fahren, gibt es mehr als genug.
Und das wissen die Luzerner auch, sie sind sich der Bedeutung ihrer Stadt durchaus bewusst. Die hohe Lebensqualität ist hier kein leeres Schlagwort, sondern bei einem Citytrip nach Luzern sofort spürbar.


Zahlreiche charmante Lokale überziehen die Stadt, traditionelle Schweizer Architektur prägt das Bild – und gleichzeitig zieht sich viel moderner Stil durch die Stadt: klare Linien, gedeckte Farben, eine angenehme Zurückhaltung im Design.
Dass mit der Luzerner Fasnacht auch noch eine Tradition beheimatet ist, die in der ganzen Schweiz bekannt ist, trägt zusätzlich zum starken Selbstverständnis der Stadt bei.
Dazu kommt: Die Altstadt ist autofrei – und ein Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten durch Luzern fühlt sich angenehm gemütlich an. Nicht nur, wenn der Weg am „Inseli“ oder am „Vögeligärtli“ vorbeiführt.

Doch was lässt sich konkret in der berühmten Stadt am Vierwaldstättersee unternehmen? Nun, eine ganze Menge. Die Sehenswürdigkeiten-Liste in Luzern ist lang. Hier folgen meine Tipps für einen Altstadt-Rundgang, die zeigen: Diese Stadt hat es wirklich in sich.
Der Altstadt-Rundgang in Luzern ist überschaubar
Das ist echt toll an Luzern: Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten lassen sich ganz entspannt in einer einzigen Spaziergangrunde entdecken. Alles ist überschaubar, die Wege sind kurz – und doch reiht sich ein Highlight ans nächste.

Dabei wechselt man immer wieder die Seite der Reuss (der Abfluss des Vierwaldstättersees), spaziert über Brücken und Stege hin und her und erlebt die Stadt aus unterschiedlichen Perspektiven. Auf der einen Seite warten charmante Plätze der Altstadt, auf der anderen die barocke Jesuitenkirche und weitere Sehenswürdigkeiten in der Kleinstadt. Auch das markante KKL beim Bahnhof setzt einen Akzent. Und über allem thront die Museggmauer, die das Stadtbild eindrucksvoll einrahmt.
Im Folgenden sind Luzerns Sehenswürdigkeiten daher nicht nach Kategorien geordnet, sondern so angelegt, wie sie sich bei einem Rundgang durch die Stadt ganz unkompliziert abspazieren lassen.
Sehenswürdigkeiten in Luzern auf der Karte
- Wir starten den Altstadtrundgang an der Kapellbrücke, der bekanntesten Sehenswürdigkeit Luzerns. An deren Ende folgt mit der Jesuitenkirche gleich der nächste Stopp. Eventuell besucht man auch die Sammlung Rosengart ums Eck (Punkt 9).
- Danach überquert man über den Rathaussteg die Reuss für einen Rundgang durch die Altstadt, besichtigt Rathaus und Kornmarkt, geht weiter zum Kapellplatz, von dort zurück zum Weinmarkt und wechselt bei der Reussbrücke erneut die Seite.
- In der Kleinstadt erkundet man weitere Sehenswürdigkeiten und kehrt dann über die Spreuerbrücke zum Mühlenplatz zurück.
- Von dort steigt man zur Museggmauer hinauf, spaziert ein Stück entlang der historischen Mauer und läuft wieder in die Altstadt hinunter.
- Danach bewegt man sich zum Schwanenplatz, folgt dem Schweizerhofquai zum Löwendenkmal und zur Hofkirche und spaziert eventuell noch weiter bis zum Verkehrshaus.
- Zum Abschluss bummelt man rund um den Bahnhof, bestaunt das KKL und lässt den Rundgang in einem Café ausklingen.
- Wer noch höher hinaus will, macht einen Abstecher auf den Gütsch (Punkt 10) und genießt den Blick über Stadt und See.
1. DIE Sehenswürdigkeit Nr. 1 in Luzern: die berühmte Kapellbrücke mit Wasserturm
Man kennt sie und hat sie schon oft gesehen – die Kapellbrücke, Luzerns berühmteste Sehenswürdigkeit. Doch erst vor Ort merkt man, warum sie so besonders ist. Der Perspektivwechsel macht es aus, denn es ist immer wieder ein schöner Anblick, egal, von welcher Seite man die Brücke mit dem Wasserturm betrachtet.

Das Motiv spricht für sich: eine gedeckte Holzbrücke aus dem Mittelalter, dahinter der achteckige Wasserturm, das Wahrzeichen der Stadt und eines der meistfotografierten Denkmäler der Schweiz. Zentral gelegen trennt die Brücke die Altstadt von der Neustadt, und zum Drüberstreuen zeigt sich im Hintergrund ein beeindruckendes Bergpanorama.
Der Wasserturm entstand um 1300 und ergänzte die Stadtbefestigung der Museggmauer. Er diente vor allem der Verteidigung in Richtung See. Etwa ein Jahrhundert später wurde die Kapellbrücke gebaut. Um 1400 verfügte Luzern schon über vier Brücken, was für diese Zeit ziemlich ungewöhnlich war.
Der 34 Meter hoheTurm hatte im Mittelalter viele Funktionen: zunächst diente er (noch ohne Dach) als Aussichtspunkt für Soldaten, später als Verlies. Im Untergeschoss stand das Wasser, aus den Fenster im Dachgeschoss drangen die Schreie aus der Folterkammer.

Kurios, wenn heute Licht aus den schmalen Schlitzen blitzt – während dem LILU Lichtfestival (siehe Punkt 13) allerdings nichts Ungewöhnliches.
Im 17. Jahrhundert hängte man im Dachstuhl die berühmten Bildtafeln auf – Szenen aus der Stadt- und Landesgeschichte, die heute selbst zu den Sehenswürdigkeiten Luzerns gehören.


1992 brannte die Brücke beinahe vollständig ab. Von den einst 111 Bildtafeln haben nur 30 überlebt, die heute am Ende der Brücke zu sehen sind – zusammen mit den Namen der Spender und ihren Wappen. Ursprünglich dienten die Tafeln als katholisches „Bilderbuch“ zur religiösen Erziehung. Luzern ist eine katholische, nicht protestantische Stadt – und nur einen Schritt weiter erinnert die Jesuitenkirche eindrucksvoll daran.
2. Ein Barockjuwel vom Feinsten: die Jesuitenkirche in Luzern
Es geht nun auf die Südseite der Kapellbrücke – und schon sind wir bei Luzerns zweiter Top-Sehenswürdigkeit angelangt. Und diese ist ein echter Hingucker.

Die Jesuitenkirche, erbaut zwischen 1666 und 1677, gilt als erste große und reine Barockkirche der Schweiz. Sie orientiert sich an der Mutterkirche des Jesuitenordens in Rom, Il Gesù.


Im Inneren empfängt die Besucher ein heller, lichtdurchfluteter Raum – ein echtes Barockjuwel. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das Gewölbe neugestaltet. Das prachtvolle Deckengemälde ist dem Missionar Franz Xaver gewidmet und zeigt interessante Szenen aus seiner Tätigkeit in Afrika: Elefanten, Kamele und Tiger ziehen seine Kutsche.



Die Türme blieben aus Kostengründen zunächst unvollendet. Erst Ende des 19. Jahrhunderts brachte eine Tombola genug Geld für einen Turm. Interessant ist auch, dass das Gotteshaus nicht im Besitz der Kirche, sondern des Kantons ist. „Eine Kerze gehört mir“, scherzt die Stadtführerin Bea – und zeigt noch eine witzige Besonderheit: die Statue des Heiligen Antonius. Wer etwas verloren hat, kann ihm spenden, inzwischen sogar per QR-Code. Ziemlich modern, dieser Barocktempel!
Auch akustisch hat die Jesuitenkirche einiges zu bieten, sie dient als Austragungsort für Orchestermessen und Konzerte, aber auch für eine der Installationen beim bereits erwähnten Lichtfestival. Direkt daneben wohnten einst die Jesuiten, heute dient der Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert als Sitz der Kantonsregierung. Auf der anderen Seite der Jesuitenkirche findet man das Luzerner Theater.

Ein paar Schritte weiter, und schon hat man die Sammlung Rosengart erreicht. Ein heißer Tipp, den man nach einem Stadtrundgang einplanen kann. Man sollte die Sammlung von Picasso und Klee sowie berühmter Impressionisten wie Monet, Cézanne, Marisee, Miró, Chagall unbedingt gesehen haben. Mehr dazu unter Tipp Nr. 9.
3. Rund um das Rathaus: Markttreiben und viele schöne Plätze in der Altstadt Luzerns
Über den Rathaussteg geht es nun wieder zurück auf die andere Seite der Reuss. Links und rechts der Brücke stehen zwei echte Hingucker: das Rathaus und das Pfisterhaus.
Noch heute findet an der Reuss regelmäßig ein Markt statt, sogar zweimal pro Woche. Auf beiden Seiten des Flusses bieten Stände und Hofläden Erzeugnisse aus der Region an: Gemüse, Fleisch und natürlich Schweizer Käse. Und auch frischen Fisch.



Letzterer soll der Stadt auch ihren Namen gegeben haben, so erzählt man in Luzern – einst Luciaria, zusammengesetzt aus „lucius“ (der Fisch) und „aria“ (der Platz). Erst die Benediktiner veränderten im Jahr 740 das Gesicht des Fischerdorfs am Vierwaldstättersee.
Wir betreten nun aber den Kornmarkt. Oben angekommen, ist die Aussicht nicht weniger schön, noch dazu hat man hier die Fresken des Pfisterhauses genau im Blickfeld.



Der eigentliche Hingucker am Kornmarkt ist aber das Rathaus. Es wurde Anfang des 17. Jahrhunderts im Stil der italienischen Renaissance erbaut, zeigt aber ein etwas untypisches Gesicht. Mag es im unteren Teil wie ein südländischer Palazzo wirken, wird man beim Dach unweigerlich an ein traditionelles Schweizer Bauernhaus erinnert.
Die Luzerner kommen freitags gern zum Kornmarkt auf „Brautschau‘“ (im Standesamt schließen Paare aus aller Welt den Bund fürs Leben). Markttage sind dienstags und samstags am Vormittag. Den Fischmarkt findet man auf dieser Seite der Reuss, „Unter der Egg“, jeweils dienstags, freitags und samstags vormittags.
Vom Kornmarkt zum Weinmarkt – und ein paar schöne Orte mehr
Eine weitere Sehenswürdigkeit in der Luzerner Altstadt ist die Peterskapelle, die älteste Kirche der Stadt. Besonders ungewöhnlich ist ihre Funktion als Luzerner „Kunstkirche“: Zusätzlich zu den üblichen Messen kann man hier täglich mittags für zehn Minuten aus dem Alltag abtauchen und den Studenten der Luzerner Hochschule beim Üben an der Orgel lauschen.

Am Kapellplatz steht auch der Fritschibrunnen, einer von über 140 öffentlichen Brunnen in Luzern. Dieser hier ist reich an Figurenschmuck – und zudem besonders wichtig für Luzern. Worum es sich bei diesem „Fritschi“ handelt? Ein Blick auf die Fassade des „Restaurant Fritschi“ am Sternenplatz genügt. Wer mehr wissen möchte: siehe Punkt 12.


Nun geht es wieder zurück, entweder zum Auslagenbummel in der Fuzo der Weggisgasse. Oder wieder über den Kornmarkt zum nächsten Markt in Luzern – vom Weinmarkt ist die Rede.
Bereits im Mittelalter wurden auf dem Weinmarkt Getreide, Salz, Seide, Gewürze – und natürlich Wein – gehandelt. Zu Spitzenzeiten sollen rund 160 Weinfässer auf dem Platz gestanden haben. Die edleren Tropfen wurden oben aufgestellt, angeblich aus Italien, während die Fässer unten eher aus dem Elsass gestammt haben sollen.




Am Weinmarkt befindet sich außerdem der Vorgänger des heutigen Rathauses mit interessanter Fassadenmalerei. Noch heute erkennt man an der Figur der Justitia und einigen Zunftzeichen seine frühere Funktion als Rathaus und Gerichtsgebäude. Ein besonderes Detail: Der Künstler Seraphin Weingartner hat sich selbst auf der Fassade verewigt. Und auch eine Frau mit Affe ist zu sehen – im Mittelalter ein Symbol für Wohlstand.


Heute beherbergt das Gebäude ein Hotel, das den Namen des alten Wirtshauses „Zur Waage“ in eine elegante Form überführt hat: das Hotel des Balances.
Wir setzten unseren Sehenswürdigkeiten-Rundgang nun nicht zum nächsten schönen Platz in der Luzerner Altstadt fort, sondern legen erst noch einen kleinen Abstecher auf die andere Fluss-Seite ein: dieses Mal geht es über die Reussbrücke in die sogenannte Luzerner Kleinstadt.
Ein kleiner Geheimtipp: Auf der Empore der Peterskapelle kann man „Spiritual Co-Working-Spaces“ mieten. Die Kirche als Büro – definitiv kultig!
4. An der Spreuerbrücke: ein Abstecher in die Luzerner Kleinstadt
Der erste Blick sollte auf der Brücke aber noch zurück auf das „Zöpfli“ fallen – der Anblick ist einfach zu schön, um sich nicht umzudrehen. Danach wartet aber bereits die nächste besondere Sehenswürdigkeit in Luzern.

Am Nadelwehr wird der Wasserstand des Vierwaldstättersees geregelt – und zwar genau mit den namensgebenden Nadeln. Bis heute funktioniert das noch händisch wie Mitte des 19. Jahrhunderts: Holznadeln werden herausgenommen oder eingesetzt.

Hier angekommen lohnt sich ein kleiner Abstecher in das Eck zwischen der Reuss und dem Hirschengraben – die sogenannte Kleinstadt. Dazu gehört der Franziskanerplatz mit dem Krienbrüggli und der Franziskanerkirche – ein gotisches Juwel, dessen Kanzel in der Schweiz besonders wegen ihrer Verzierungen bekannt ist.



Tipp: Wer noch etwas Zeit mitbringt, sollte das Bruchquartier erkunden – ein kreatives Szeneviertel mit kleinen Bars und guten Restaurants. Auch die Neustadt ist nur wenige Schritte entfernt: ein lebendiges Viertel mit Boutiquen und Clubs. Ich selbst war dort während des LILU-Lichtfestivals unterwegs.

Natürlich kann man von hier aus auch den Weg zum Gütsch einschlagen, dem besten Aussichtspunkt über Luzern (siehe Punkt 10).
Zurück ins Zentrum geht es nun aber über die Pfistergasse, einen historischen Handelsweg, der auch heute noch belebt ist. Vorbei am Museum Luzern wird die Reuss erneut überquert – diesmal über die zweite gedeckte Holzbrücke der Stadt, die Spreuerbrücke.


Auch hier befinden sich im Dachstuhl Tafeln aus dem 17. Jahrhundert, die an dieser Brücke einen Totenzyklus zeigen.


Die Spreuerbrücke wurde im Jahr 1408 unterhalb der Stadtmühlen errichtet. Auch heute befindet sich am Mühlenplatz ein Wasserkraftwerk. Am größten historischen Platz der Stadt setzen wir hier unseren Sehenswürdigkeiten-Rundgang durch Luzern weiter fort.
Tipp: Im Restaurant Mill’Feuille einen Platz im Wintergarten mit Blick auf die Reuss sichern. Sowohl tagsüber als auch abends bietet sich hier ein wunderschöner Anblick. Weitere Empfehlungen zum Einkehren in Luzern unter Punkt 11.
5. Ausblick auf die Stadt (Teil 1): Spaziergang an der Museggmauer
Nicht nur der Wasserturm prägt das Stadtbild von Luzern – auch die zahlreichen Türme der Museggmauer fallen sofort ins Auge.

Nach dem Sieg der Eidgenossen in der Schlacht bei Sempach 1386 gegen die Habsburger (Luzern war seit 1291 Teil des Habsburgerreichs) wuchs das Selbstbewusstsein der Stadt – als Folge entstand die neue Stadtbefestigung. 1408 war die Mauer mit ihren Türmen und Wehranlagen fertiggestellt. Insgesamt sicherten rund 30 Türme und vier Brücken die Stadt gegen mögliche Feinde ab.

Heute ist die Mauer im Norden der Altstadt noch erhalten. Neun Türme stehen weiterhin, einige dienen Zünften als Versammlungsorte. Vom Schirmerturm, Zytturm und Männliturm kann man auf die Stadt hinunterschauen – allerdings nicht im Winter, dann bleiben sie geschlossen. (Wer dennoch eine Aussicht genießen möchte, dem empfiehlt sich der Blick vom Gütsch – siehe Punkt 10.)



Bei meinem Besuch ging es beim Nölliturm hinter die Stadtmauer, wo ich am Männliturm und Lueginslandturm in Richtung Zytturm spazierte. Unterwegs kommt man sogar an einem Hofladen und der Hofbeiz „Hinter Musegg“ vorbei – samt Bauernhof mit Alpakas und schottischen Hochlandrindern.


Am Zytturm führt der Weg wieder hinunter in die Altstadt. Dort befindet sich eine Uhr aus dem Jahr 1535, die täglich vom Stadtuhrmacher aufgezogen wird. Das Besondere: Sie darf die Stunde eine Minute früher schlagen als alle anderen Uhren der Stadt.
Die Wehrmauer und drei Türme der Museggmauer sind zwischen April und November begehbar.
6. Rund um den Schwanenplatz: Luzern spielt alle Stückln
Von der Museggmauer herunterspaziert, gelangt man über die Weggisgasse wieder zu den schönen Plätzen der Altstadt. Alternativ bewegt man sich in Richtung Osten und flaniert zum Schwanenplatz bzw. in Richtung Vierwaldstättersee vor.


Der Hauch von Luxus beginnt bereits in der Grendelstraße, wo sich exklusive Boutiquen und Uhrengeschäfte aneinanderreihen. Man spaziert zum traditionsreichen Luzerner Uhrenhändler Bucherer vor, bei dem schon viele eine Schweizer Uhr gekauft haben. Heute befindet sich das einstige Familienunternehmen in der Hand von Rolex.
Am Schwanenplatz wartet gleich der nächste Hingucker in Form der Confiserie Bachmann. Die feinen Pralinés werden im traditionsreichen Luzerner Familienbetrieb mit über 125 Jahren Geschichte hergestellt.


Entlang der Schweizerhofquai-Promenade kann man den Linien- und Ausflugsschiffen am Vierwaldstättersee zusehen. Auch architektonisch zeigt sich hier der Luxus: das Grand Casino Luzern und die Fassaden der traditionsreichen Grandhotels wirken besonders von der gegenüberliegenden Seeseite – vor allem nachts – eindrucksvoll.
Ruhiger wird es, wenn man entlang der Seepromenade weiter Richtung Verkehrshaus der Schweiz spaziert. Kleine Buchten öffnen sich, in denen Wasservögel auf Treibholz ruhen.



Und immer wieder fällt der Blick auf die Hofkirche: Mit ihren zwei Turmspitzen prägt sie das Stadtbild schon die ganze Zeit – oft als markanter Fluchtpunkt hinter der Kapellbrücke.
Die Hofkirche St. Leodegar
Von weitem hat man sie immer im Blick – und wenn man schließlich direkt davorsteht, wirkt sie noch beeindruckender: die Hofkirche St. Leodegar. Über eine Treppe gelangt man hinauf zum Portal der Westfassade, das von zwei Türmen flankiert wird.



Die Hofkirche bildet das Zentrum des Chorherrenstifts St. Leodegar im Hof. Sie wurde ab 1633 im Stil der Spätrenaissance auf den Resten einer romanischen Basilika des einstigen Benediktinerklosters errichtet. Im Inneren sind vor allem der Hochaltar aus schwarzem Marmor sowie der linke Seitenaltar, der sogenannte Mariä-End-Altar, sehenswert.


Berühmt ist auch die große Hoforgel. Schön anzusehen ist auch der ehemalige Friedhof mit seinen Arkaden.
7. Wo der Löwe weint: außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten in Luzern
Die eine ist ein absolutes Must-see und nicht nur in Luzern berühmt. Die andere begegnet einem so kaum ein zweites Mal. Beide gehören deshalb zu einem Sehenswürdigkeiten-Rundgang durch Luzern dazu – auch wenn man dafür einen kleinen Abstecher einlegen muss.
Mit ersterem ist das Löwendenkmal gemeint, auch bekannt als „Der sterbende Löwe von Luzern“. Vom dänischen Bildhauer Bertel Thorvaldsen in den Fels gehauen, erinnert der Löwe an die 1792 während der Französischen Revolution gefallenen Gardisten der Schweizergarde, die bei der Verteidigung des französischen Königs ihr Leben verloren.

Der Schriftsteller Mark Twain bezeichnete das Denkmal einst als „das traurigste und bewegendste Stück Stein der Welt“. Wer davorsteht, versteht, warum.
Die zweite Sehenswürdigkeit begegnet einem heute nur noch selten – im 19. Jahrhundert allerdings waren solche Rundbilder regelrechte Publikumsmagnete, gewissermaßen das Kino ihrer Zeit. Bis dahin kannte ich nur das Racławice-Panorama im polnischen Breslau.

In Luzern ist es das Bourbaki-Panorama, benannt nach dem französischen General Charles Denis Bourbaki. Es zeigt eine bewegende Szene aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71: Eingekesselt und erschöpft überschritten im Winter 1871 innerhalb von drei Tagen rund 87.000 Soldaten die Schweizer Grenze. Die Schweiz nahm sie auf – es war der erste große humanitäre Einsatz des Schweizerischen Roten Kreuzes.


Gemalt wurde das monumentale Werk, das wie ein Wimmelbild wirkt, von Édouard Castres, der selbst als Augenzeuge dabei war. Das 112 Meter lange und 10 Meter hohe Panorama gilt als eine Art Vorläufer moderner Virtual-Reality-Erlebnisse: Öl auf Leinwand, ergänzt durch plastische Figuren im Vordergrund. Untergebracht ist es in einer eigens errichteten Rotunde aus dem Jahr 1889.
Mehr Infos zu Öffnungszeiten und Tickets hier.
8. Das Verkehrshaus der Schweiz: und weitere Museen in Luzern
Beim Verkehrshaus der Schweiz, einem nicht nur bei Regentagen in Luzern beliebten Sehenswürdigkeiten-Klassiker, handelt es sich um das meistbesuchte Museum des Landes. Bei meinem Besuch tummelten sich vor allem Familien mit Kindern in den Ausstellungshallen. Kein Wunder: Es gibt viele interaktive Stationen, bei denen man selbst ausprobieren und entdecken kann.

Thematisch dreht sich – wie der Name schon sagt – alles um Verkehr und Mobilität in der Schweiz, aber auch um Energie und Technik. Wer sich für die Eisenbahn begeistert, reist hier auf Schienen durch die Schweiz – inklusive eines beeindruckenden Gotthardbahn-Modells, das die berühmte Alpenquerung nachbildet. Im Bereich Straßenverkehr spannt sich der Bogen von historischen Fahrzeugen bis hin zu schnittigen Rennautos, die Motorsportgeschichte greifbar machen.
Auch die Schifffahrt und die Welt der Seilbahnen kommen nicht zu kurz: Originale Dampfschiffe und technische Einblicke zeigen, wie wichtig diese Verkehrsmittel für das Alpenland sind.
Und schließlich hebt man im Bereich Luft- und Raumfahrt gedanklich ab – mit Helikoptern, Flugzeugen und sogar Raketen, die die Entwicklung vom ersten Flug bis ins All nachvollziehbar machen.


Dazu kommt die Media World mit VR-Erlebnissen, Filmtheater und Planetarium. Im Außengelände fällt die große Verkehrsschilder-Wand ins Auge. Und ganz schweizerisch darf auch das Swiss Chocolate Adventure nicht fehlen – ein süßer Bonus, aber kein Muss.
Vor einem Besuch unbedingt vorab auf der Website des Verkehrshauses zum Angebot schlau machen – das Areal ist so groß, dass man den Besuch gut planen muss.
Weitere Museen in Luzern
Das Kunstmuseum Luzern widmet sich der Gegenwartskunst und ist im markanten KKL Luzern am Europaplatz untergebracht. Wer mit dem Zug anreist, steht praktisch direkt davor – und damit gleich vor der ersten Sehenswürdigkeit Luzerns.


Das Gebäude selbst ist eine Attraktion. Die Architektur stammt von Jean Nouvel, und besonders der Konzertsaal gilt akustisch als herausragend. Öffentliche Führungen bieten Einblicke hinter die Kulissen, etwa in die Echokammern und andere technische Raffinessen des Hauses.

Das Richard-Wagner-Museum war bei meinem Besuch leider winterbedingt geschlossen – sonst hätte ich es mir gerne angesehen. Immerhin lebte Richard Wagner sechs Jahre in Luzern.
Und dann gibt es noch eine besondere Sammlung, die die Stadt einer außergewöhnlichen Dame zu verdanken hat – kein klassisches Museum, sondern eine ganz eigene Welt. Mehr dazu im nächsten Punkt.
Besichtigungen des KKL Luzern werden hier angeboten. Mit dem Luzerner Museums-Pass können zehn Museum besucht werden, u.a. das Kunstmuseum, das Bourbaki-Panorama und das Richard-Wagner-Museum.
9. Ein ganz besonderer Ort: die Sammlung Rosengart
Schon von außen fällt der Schriftzug auf der weißen, neoklassizistischen Fassade einer ehemaligen Filiale der Schweizer Nationalbank ins Auge: Picasso, Cézanne, Matisse. Innen drinnen? Die Sammlung Rosengart.

Tatsächlich ist es kein klassisches Museum, sondern eine private Sammlung, die seit 1992 der Öffentlichkeit zugänglich ist und seit 2002 in diesem Haus gezeigt wird. Rund 200 Werke der Klassischen Moderne sind hier versammelt – zusammengetragen von der Kunsthändlerin Angela Rosengart und ihrem Vater Siegfried Rosengart.


Angela Rosengart, heute über 90 Jahre alt, soll die Sammlung noch immer regelmäßig besuchen. Mit einem Augenzwinkern sagt sie, sie habe sich „in die Ewigkeit hineingeschwindelt“ – schließlich wurde sie gleich fünfmal von Pablo Picasso porträtiert. Zwischen der Familie Rosengart und Picasso bestand eine lange, persönliche Freundschaft. Entsprechend stark ist er in der Sammlung vertreten: 32 Gemälde kann man in der Sammlung Rosengart sehen, die vor allem aus seinem Spätwerk stammen.



Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf Paul Klee mit rund 125 Aquarellen und Gemälden. Dazu kommen Werke weiterer Künstler der Klassischen Moderne vom späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, darunter Impressionisten wie Claude Monet, Paul Cézanne, Henri Matisse, Joan Miró und Marc Chagall.
Die Sammlung Rosengart ist täglich geöffnet und sollte auf einer Sehenswürdigkeiten-Tour durch Luzern unbedingt auf dem Programm stehen. Weitere Infos zum Besuch gibt es hier.
10. Ausblick auf die Stadt (Teil 2): die American Bar am Gütsch
Immer wieder taucht es im Blickfeld auf – besonders von den Reussbrücken aus der Luzerner Altstadt: Was ist das hoch oben über der Stadt, das wie ein kleines Neuschwanstein wirkt?


Tatsächlich ist das Château Gütsch nicht weit entfernt von dieser Assoziation. Im Jahr 1888 wurde es als Hotel erbaut und nach einem Brand im Jahr 1901 im Stil der Belle Époque wieder aufgebaut, tatsächlich inspiriert vom berühmten bayerischen Märchenschloss Neuschwanstein.

Man muss nicht im Gütsch übernachten, um in den Genuss des Ambientes zu kommen. Ein Kaffee in der American Bar genügt – und schon fühlt man sich wie auf einem Logenplatz über Luzern. Rund 90 Meter über der Stadt thront das Hotel, doch der Weg nach oben ist unkompliziert: Mit der Gütschbahn, einem kleinen Schräglift mit zwei Kabinen, geht es schnell hinauf (zu Fuß wäre es ebenfalls möglich). Mit der Gästekarte Luzern ist die Fahrt übrigens inkludiert.

Geschichte umweht den Gütsch-Hügel sowieso: Schon Queen Victoria soll hier oben gewesen sein, später logierten Persönlichkeiten wie Henry Kissinger oder Herbert von Karajan im Hotel. Bei der Renovierung blieb viel vom historischen Charme erhalten – Deckenstuck, Holzschnitzereien, Parkettböden und handbemalte Holztäfer erzählen von vergangenen Zeiten.

Am schönsten aber ist die Aussicht von der American Bar aus. Ein Platz am Fenster oder auf der Terrasse – und Luzern liegt einem zu Füßen. Das Interieur der Bar ist für sich genommen schon ein Traum. Wenn da nicht noch der Blick über Stadt, See und Berge wäre, der selbst bei nicht ganz perfektem Wetter berauschend wirkt.
Und wer Gefallen daran findet, Kaffee mit Aussicht zu genießen: Luzern hat noch einige weitere schöne Orte dafür.
Die Standseilbahn zum Gütsch befindet sich bei der Bahnstation Luzern Gütsch.
11. Einkehren in Luzern: Tipps für Cafés und Restaurants
Wohl das schönste Kaffeehaus der Stadt – wenn auch eine Bar – ist die American Bar auf dem Gütsch (siehe voriger Punkt). Wer lieber in der Altstadt bleiben möchte, wird ebenfalls fündig. Ich kann folgende Cafés und Restaurants in Luzern besonders empfehlen:
Café im Kunstmuseum
Gemütlich und im modernen Design – und mit dem besten Blick von oben auf den Vierwaldstättersee. Das Café liegt quasi darüber, nämlich im oberen Stockwerk des KKL. Für einen kleinen Happen zwischendurch bietet sich auch das Restaurant Le Piaf – Deli Cafébar Luzern im Erdgeschoß des KKL an.




Mill’Feuille
Ein besonderer Tipp am Mühlenplatz am Ende der Spreuerbrücke. Sowohl tagsüber als auch abends ein wunderbarer Ort, um mit Blick auf die Reuss den Tag zu genießen. Wer kann, erhascht einen Platz auf der Terrasse oder im Wintergarten.


Baciò della Mamma
Zentral in Bahnhofsnähe, modern und gemütlich – übrigens auch für einen Kaffee zwischendurch. Tipp: Hier bekommt man glutenfreie Pinsa.



Burgerstube Wilden Mann
Hier geht es urtümlich zu: Die Gaststube des Hotel Wilden Mann serviert kein amerikanisches Fast Food, sondern bodenständiges Schweizer Essen.


Etwas Besonderes gesucht? Dann im Winter eines der Fonduehüttli am Vierwaldstättersee in Horw buchen. Ein einzigartiges Erlebnis, über das ich hier berichte.
Die besondere Spezialität in Luzern, Kaffee Lutz, konnte ich bei meinem Besuch leider nicht probieren. Hier wird Instantkaffee mit Schnaps gemischt. Die Zubereitung ist fast schon eine kleine Zeremonie: Zuerst wird so viel Kaffee ins Glas gefüllt, dass der Löffel nicht mehr zu sehen ist. Anschließend wird Schnaps hinzugegeben, bis eine hinter dem Glas platzierte Zeitung gelesen werden kann. So zumindest die Luzerner Legende.
12. Bruder Fritschi und die Guggenmusiken: die Rüüdigi Fasnacht in Luzern
Die Frage stellt sich ja oft: Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Städtetrip? Nun, in Luzern ist es eindeutig der Februar, wenn die Narren durch die Straßen ziehen.
Ich selbst war zwar im Januar in der Stadt (siehe nächster Punkt), konnte aber schon einen kleinen Vorgeschmack auf diese besondere Jahreszeit – die „fünfte Jahreszeit“, wie der Fasching ja gern genannt wird – erhaschen.


Die „Rüüdige Fasnacht“, in etwa mit „extrem gut“ zu übersetzen, beginnt am letzten Donnerstag vor dem Aschermittwoch, dem „Schmutzigen Donnerstag“ mit dem sogenannten Urknall. Bereits um 5 Uhr früh fliegt das erste Konfetti beim Fritschibrunnen. Das bunte Treiben dauert bis zum Abend des Faschingsdienstags an.
Schon im Januar gibt es einen kleinen Vorgeschmack in Form der „Bahnhofsguggete“ auf dem Europaplatz. Auch in der Stadt zeigen sich die Narren in ihren bunten Kostümen. Besonders kultig fand ich die „Rüüdig-Zunft Lozärn“, ein von der Confiserie Bachmann gesponserter Traum in Pink. Auch in Kriens bei Luzern waren die Narren unterwegs.

Um nun das Rätsel um Bruder Fritschi, den wir schon unter Punkt 3 auf der Fassade des namensgleichen Restaurants bewundert haben, zu lösen: Dabei handelt es sich um das imaginäre Oberhaupt der ältesten und größten Zunft Luzerns – und jene Figur, die mit dem Urknall die Luzerner Fasnacht einleitet.
Die Luzerner Bahnhofsguggete findet am letzten Samstag im Januar statt.
13. Wenn die Stadt erstrahlt: vom LILU und weiteren Veranstaltungen in Luzern
Ein guter Zeitpunkt für einen Besuch in Luzern ist auch der Januar, etwa während des LILU Lichtfestivals, das auch ich bei meinem Aufenthalt erlebt habe.

Dann sind kaum Touristenmassen in der Stadt, und die einzigartige Atmosphäre der Stadt lässt sich in aller Ruhe erleben. Der Altstadtrundgang ist genauso reizvoll wie sonst, und natürlich kann man auch einen Ausflug in die Berge unternehmen (siehe nächster Punkt).


Nur dass man dann einige Extra-Runden beim Bummel durch Luzern einlegt – und zwar in der Nacht. Wenn es draußen dunkel wird, beginnt Luzern während des LILU Lichtfestivals umso mehr zu strahlen. Der Wasserturm der Kapellbrücke ist stimmungsvoll beleuchtet, Figuren tanzen auf Kirchen, und die Jesuitenkirche bietet eine beeindruckende Lichtshow. Mehr Fotos gibt es in meinem Artikel zum Winter am Vierwaldstättersee.
Wer klassische Musik liebt, sollte zusätzlich das Lucerne Festival im August/September nicht verpassen: ein weltbekanntes Festival für klassische Musik im KKL Luzern.
Mehr Infos samt Übersicht der nächsten Termine gibt es im Veranstaltungskalender der Stadt Luzern.
14. Hoch hinaus auch rundherum: Ausflüge in die Luzerner Bergwelt
Natürlich gilt: Luzern ist mehr als nur eine Stadt. Wer hierherkommt, fährt ohne Rahmenprogramm kaum zufrieden wieder nach Hause. Und das heißt: Berge vorne und hinten, dazwischen viel Wasser – und das funktioniert sogar im Winter!
Ich selbst bin mit der Bahn ins Winter-Wonderland der Rigi hinaufgefahren, ebenso auf den Hausberg Pilatus. Beide Berge zählen zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Region.

Wer noch weiterreisen möchte, kann sich auch den Gotthard Panorama Express gönnen: Mit dem Schiff geht es von Luzern nach Flüelen, dann über den Gotthard ins Tessin nach Lugano.
Von Lugano kann man wiederum mit dem Bernina Express zurück Richtung Norden nach Chur fahren – eine Reise, die ich in meinem Erfahrungsbericht zum Bernina Express ausführlich beschrieben habe.
Gut zu wissen: meine Tipps für Luzern
Anreise und öffentliche Verkehrsmittel in Luzern
Tipp: Am besten nutzt man für den Citytrip nach Luzern den Swiss Travel Pass. Für ein paar Tage kann man damit bequem Zug, Bus, öffentliche Verkehrsmittel, Bergbahnen und sogar Schiffe nutzen. Alles funktioniert pünktlich und unkompliziert. Die SBB-Webseite zeigt die Verbindungen zuverlässig an.
Auch praktisch: Mit der Gästekarte Luzern, die man bei einer Hotelübernachtung erhält, kann man Bus und Bahn innerhalb der Stadt kostenlos nutzen. Dazu gibt es in der Stadt freies WLAN – ideal, um in der Schweiz nicht in die Roamingfalle zu tappen.
Wo übernachten in Luzern: mein Hoteltipp
Es gibt gleich mehrere Gründe, im Ameron Hotel Flora* in Luzern abzusteigen: das Hotel liegt in Bahnhofsnähe, Kapellbrücke und Jesuitenkirche sind praktisch direkt daneben. Quasi mitten im Geschehen, bleibt der Aufenthalt doch angenehm ruhig.

Mein Zimmer war funktionell und gemütlich, das Frühstück perfekt – und wer möchte, kann auch untertags im hauseigenen Restaurant „Baciò della Mamma“ einkehren (siehe oben).
Getoppt wird das Erlebnis aber beim Betreten der Hotel-Lobby: der Wow-Effekt stellt sich nicht nur beim ersten Mal ein. So gut abgestimmt sieht man das Spiel aus Formen und Farben nur selten.



Alles in allem eine klare Empfehlung!
Vielen herzlichen Dank für die Einladung zu dieser Reise an Schweiz Tourismus und Luzern Tourismus. Meine Eindrücke bleiben davon jedoch unberührt. (Pressereise/Werbung)
Weitere Reiseziele in der Schweiz
- Altstadt-Rundgang in LUZERN: Sehenswürdigkeiten, wohin das Auge blickt
Welche Sehenswürdigkeiten in Luzern bei einem Stadtrundgang auf der Route liegen: ein schöner Tagesausflug im Herzen der Schweiz. - Altstadtflair, Alpenblick und Augenblicke voller Charme: ein Tag in CHUR
Was man in Chur tun kann und welche Sehenswürdigkeiten beim Altstadt-Rundgang durch die älteste Stadt der Schweiz darauf warten, entdeckt zu werden. - LUGANO: Italianitá am Zuckerhut – und das in der Schweiz!
Was man in der Altstadt Luganos zu sehen bekommt – und was man sonst im Hauptort des Tessins tun kann: Tipps für die Sehenswürdigkeiten Luganos. - Im BERNINA EXPRESS von Chur nach Tirano: Alpenüberquerung auf die etwas andere Art
Vom Winter in den Frühling oder von den Gletschern zu den Palmen: der Bernina Express gehört zweifelsfrei zu den schönsten Bahnstrecken der Welt! - Urlaub am BODENSEE: viele schöne Sehenswürdigkeiten-Tipps zum Genießen
Die schönsten Orte am Bodensee und ein paar Geheimtipps: Wie man am meisten aus dem Urlaub am „Schwäbischen Meer“ herausholt. - DREI-SEEN-LAND: Tipps für schöne Orte im Schweizer Urlaubsparadies
Was man beim Radeln durch das Schweizer Drei-Seen-Land zu sehen bekommt: schöne Plätze und feine Städte entlang der Mittelland-Route. - MURTEN: Tagesausflug in eine der schönsten Kleinstädte der Schweiz
Kurz einmal ins Mittelalter abtauchen: Im Schweizer Städtchen Murten geht es wirklich äußerst pittoresk zu. Prädikat sehenswert! - Ausflug nach SOLOTHURN: 11 Sehenswürdigkeiten in der Stadt der ELF
Was es mit der „11“ in Solothurn auf sich hat: ein Sehenswürdigkeiten-Rundgang durch die schönste Barockstadt der Schweiz.


















