TOSKANA mit KINDERN: 7 Tipps für eine (kleine) Rundreise

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Von um den Hals gehängten Spaghetti, einer erradelten Stadtmauer und natürlich dem schiefen Turm von Pisa: wie man die Toskana mit Kindern unsicher machen kann. Meine Erfahrungen für den Urlaub mit Kindern.


In der Toskana muss man gewesen sein – aber wie ist das mit Kindern? Sind die klassischen Reiseziele für einen Urlaub mit Kindern geeignet? Was könnte die Alternative sein abseits von Freizeit- und Aquaparks? Ich habe mich in der Karwoche mit meiner Tochter auf unserer Rundreise zwischen Florenz und Pisa umgesehen.

Eine Erfahrung gleich vorweg: Für den Besuch von Florenz hätte auch weniger Zeit gereicht. Natürlich ist das Zentrum der Toskana ein Muss. Allerdings: Für ein Kind ist die hoffnungslos von Touristen überlaufene Stadt etwas stressig und macht nicht allzu viel Spaß. Bei meiner Tochter ist Folgendes viel besser angekommen:

Ausgeflogen in die Toskana: was auf unserer Toskana Rundreise die Highlights für Kind (UND Mutter) waren

Unsere Route für 1 Woche Toskana mit Kindern

Für unseren Toskana-Urlaub hatten wir eine knappe Woche Zeit. Ich habe mich daher auf die nördliche und nordwestliche Toskana konzentriert. Den Süden mussten wir auslassen. Hier die Karte zur Route unseres Toskana Urlaubs:

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Wir waren zu Ostern unterwegs, was von den Temperaturen sehr angenehm war. Einziges Manko: Baden war noch nicht drin – und die Touristenmassen in Florenz waren schon etwas nervig.


Warum wir in die Toskana gefahren sind?

Weils hier doch so schön ist….

Die fünftgrößte Region Italiens bezaubert bekannterweise mit ihrer einzigartigen Landschaft. Und das hat auch meiner Tochter gefallen. Auch wenn wir „nur“ im Norden der Toskana unterwegs waren, haben wir Toskana-Feeling pur erleben dürfen:

  • die sanft gewellten Hügel, auf denen die Zypressen wie Soldaten in einer Reihe stehen
  • die Oliven- und Weinhänge, die Chianti und Öl wachsen lassen
  • die Steinbauten in der Landschaft
  • die mittelalterlichen Dörfer
  • und die Fiats und Cinquecentos, die sich wie im Film durch die hügelige Gegend schlängeln

Drei Städte haben die Geschichte der Toskana geprägt: Florenz, Pisa und Lucca.

An den Kunst- und Kulturschätzen der konkurrierenden Stadtstaaten dürfen wir uns heute noch erfreuen. Und ein bisschen etwas können auch Kinder mit Michelangelo und da Vinci anfangen. Deswegen haben wir uns dort umgesehen.


Wohin in der Toskana mit Kindern?

Nach dem ersten Stopp in Florenz waren wir in der Nähe von Pisa am Tyrrhenischen Meer einquartiert und haben von dort unsere Tagesausflüge unternommen.

Wo möglich, haben wir die Autobahnen zwischen Florenz und Pisa gemieden. Einerseits um die saftige Maut zu vermeiden, andererseits um gerade die für die Toskana typischen kleinen Orte genießen zu können. Dort, wo die älteren Herrschaften mit ihrem Hunden vor den Cafés und Bars sitzen, und wo auch die Bedientankstellen noch über Mittag zu haben.

Vor allem Vinci und Lari haben uns in dieser Hinsicht verzaubert, hier scheint die Zeit wirklich noch stehengeblieben zu sein.


Was kann man also in der Toskana mit Kindern tun? Mein persönlicher Erfahrungsbericht.

1. die Spaghettifabrik Martelli in Lari besuchen

Die Provinzstadt Lari liegt etwas südöstlich von Pisa. Zu sehen gibt’s ein Castello aus dem 12. Jahrhundert, das einen guten Blick auf die Ebene rundherum, sowie die Apuanischen Alpen im Norden bietet. Sogar der schiefe Turm soll bei gutem Wetter sichtbar sein.

Was für uns aber nicht der Grund unseres Besuches war. Wir hatten es auf die Spaghettifabrik der Martellis abgesehen.

Toskana mit Kindern

Seit 1926 gibt’s die kleinste Nudelfabrik Italiens. Ein echter Familienbetrieb, der Chef ist seit über 50 Jahren mit dabei, die Nudelmaschine bereits seit über 60 Jahren. Bei den Martellis werden die Nudeln (aus Hartweizen, versteht sich) noch in bewusster Langsamkeit produziert: Trocknungszeit 50 Stunden (statt einer halben bei der industriellen Konkurrenz), 1.000 bis 1.200 Kilo pro Tag (was pro Jahr die Menge ergibt, die von der Großmarke in fünf Stunden produziert wird). Dafür haften die Martelli-Nudeln besser an der Pasta.

Und: Die Martelli-Nudeln sind lang, sehr lang nämlich! 1,20 Meter! Das reicht, um sie den Kindern um den Hals zu hängen.

Warum wir das wissen? Wir durften hinter die Kulissen blicken! Und dass das hier noch so unkompliziert möglich ist, ist eine weitere liebevolle Eigenart der Toskana. Tritt man in die gute Stube ein, riechts nach Mehl, der Dampf beschlägt Brillen und Kameralinsen. Aber hat sich der Blick dann an die Nebellandschaft gewöhnt, stehen die Kinder fasziniert vor der Spaghetti-Maschine. Und nicht nur die Kinder….

  • Toskana mit Kindern
  • Toskana Spaghettifabrik
  • Toskana Spaghettifabrik
  • Toskana Spaghettifabrik

Definitiv unser Tipp Numero Uno für eine Toskana-Reise mit Kindern!!!


Aber nicht nur die Spaghetti haben uns in Lari begeistert. Vor allem für die in die Toskana mit Kindern „mitgereisten“ Eltern gibt’s noch was Feines zu entdecken, und zwar den Keller der angeblich sechstbesten Fleischerei der Toskana.

Auch hier dürfen wir wieder einfach so rein…..Und stehen auf einmal mitten zwischen Schinken und Würsten, die zum Trocknen aufgehängt sind. Der Schimmel der Fenchelsalami ist zum Greifen nah, der Lardo di Colonnata-Speck zergeht auf unserer Zunge.

Gegenüber der Fleischerei scheint der Dorftreffpunkt zu sein, vor der Bar wird schnell mal beim neuesten Dorftratsch der Caffé eingenommen.

Unbedingt vorher bei Kristina von Toskanaferien anmelden (die auch Unterkünfte rund um Lari vermietet). Die beste Pasta gibt’s bei Familie Martelli, die beste Salami in der Macelleria Ceccotti.

2. in Pisa mehr als nur den schiefen Turm sehen

Unser Tipp numero due für die Toskana mit Kindern. Natürlich wegen dem Turm, aber nicht nur.

Denn der Spaziergang durch die Altstadt ist nicht nur eine gute Gelegenheit, den Massen beim Turm zu entfliehen. Sondern offenbart Pisa auch als echten Geheimtipp.

Pisas Reichtum war als eine der vier italienischen Seerepubliken vorprogrammiert. Der direkte Meerzugang ist mittlerweile weg, dafür ist der Reichtum heutzutage eher von der intellektuellen Sorte. Pisa ist Universitätsstadt, und irgendwie bemerkt man das Studentenflair auch beim Durchflanieren durch die engen Gassen und Plätze der Altstadt.

Aber zum Durchflanieren sind wir erst mal nicht gekommen. Touristenziel Nummer eins in Pisa: der schiefe Turm.

schiefer Turm von Pisa

Schon mehr als 900 Jahre steht der Torre pedente schief da.

Der Turm ist Teil eines größeren Ensembles auf der Piazza di Miracoli, zu dem auch der Dom, das Baptisterium (Taufkirche) und der Camposanto Friedhof gehört. Alles wurde hier sprichwörtlich auf die grüne Wiese gestellt, der weiße Pisaner Marmor steht in ungewöhnlich scharfem Kontrast dazu. Allerdings: ganz reinweiß sind die Gebäude nicht, die Pisaner Romanik steht für zweifarbige Fassaden mit vielfarbigen Marmorintarsien.

  • schiefer Turm von Pisa
  • schiefer Turm von Pisa

Erst seit 2001 ist er wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Seine schon etwas zu schiefe Lage, sowie der Einsturz des Torre Civica in Pavia taten ihr Übriges und der Turm von Pisa wurde in den 90ern gesperrt und saniert.

Heute ist der Turm wieder sicher begehbar. Die Neigung wurde auf vier Grad korrigiert, der Unterschied der Seitenlängen beträgt jetzt nur mehr einen Meter. Warum er übrigens schief ist? Das Schwemmland des Arno ist schuld.

294 Stufen gibt’s zu erklimmen. Zuerst wundern wir uns: Kinder bis acht dürfen gar nicht rein, Kinder bis 12 nur an der Hand der Eltern. Aber dann ist uns klar warum: So einfach ist die Besteigung nicht! Wir lachen, weil es bei uns umgekehrt sein wird – ich an der Hand meiner Tochter.

Das Rauf- und Runtergehen ist ein Erlebnis für sich. Die Stufen sind schief, wir werden nach links oder rechts gezogen – je nachdem ob wir der Neigung entgegengehen oder nicht. Die Schwerkraft ruft! Und das Ganze passiert dann auch noch auf abgeschliffenen Marmorstiegen, die mir nicht gerade das große Sicherheitsgefühl vermitteln.

schiefer Turm von Pisa

Die Aussicht oben hat was für sich.

Einerseits wären da die Pisaner Berge rundherum. Im Norden die Ausläufer der Apuanischen Alpen, dort wo auch der Marmor für all die Bauwerke und die Skulpturen der Renaissance-Bildhauer herkommt.

Und unten spazieren die Ameisen-Menschen zwischen grüner Wiese und weißen Marmorbauten herum.

Schwindelfrei sollte man auf jeden Fall sein: Die Plattform ist nur von einem Gitter umgeben, der Boden ist komplett schief – ich bin wirklich froh, als wir wieder unten sind! Nach so viel Schieflage sind wir froh, den Platz verlassen zu dürfen. Busseweise werden hier nämlich die Pauschalreise-Touristen aus aller Herren Länder angekarrt.

  • schiefer Turm von Pisa
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  • schiefer Turm von Pisa
  • Toskana mit Kindern

Das Ticket am Besten vorab online kaufen! Meine Tipps für den Ticketkauf habe ich hier zusammengefasst.
Wo parken in Pisa: z.B. gleich in der Nähe, nordwestlich der Piazza di Miracoli, am parcheggio stazione San Rossore (kostenlos).
Wer noch einen zweiten schiefen Turm sehen möchte: zwar etwas außerhalb, aber noch in Pisa, liegt die Kirche San Michele degli Scalzi.


Wir flanieren ins Zentrum hinein – und siehe da, die Bustouristen verschwinden gänzlich. Über den Borgo Stretto und weiter über den Arno schlendern wir auf dem Corso Italia weiter. In dieser Fußgängerzone findet auch das Kind was Interessantes.

  • Pisa
  • Pisa
  • Pisa
  • Pisa

Bis hinunter bis zur Piazza Vittorio Emanuele (samt Standbild des Königs) laufen wir und begeben uns dann auf die Suche nach dem größten Wandbild Europas. Nein, keine übliche Street Art diverser Graffiti-Künstler: Keith Haring himself hat sich hier bei seinem Werk „Tuttomondo“ ausgetobt. Und das auf der Rückseite einer Kirche!

  • Pisa
  • Pisa

Beim Hinausfahren sehen wir nochmal Pisa in seiner ganzen Pracht.

Toskana Pisa

3. viele viele Vespas im Piaggio-Museum in Pontedera bestaunen

Wer in der Toskana mit Kindern Vespas sehen möchte ist bei der Firma Piaggio in Pontedera gut aufgehoben. Kein richtiges Museum erwartet den Vespa-Fan, sondern eine Werkshalle, die für einen wahren Auflauf an Vespas freigemacht wurde. Und in die man einfach so reinspazieren darf, um sich die Vespas der letzten Jahrzehnte anzusehen.

Uns wird hier klar, dass Piaggio mehr heißt als nur Vespa.

  • Piaggo Museum
  • Piaggo Museum
  • Piaggo Museum
  • Piaggo Museum

Museo Piaggio, Viale Rinaldo Piaggio 7, Pontedera; gratis Eintritt

4. in Lucca auf einer Stadtmauer radeln

Lucca hat eine glanzvolle Geschichte hinter sich. Vom 6. bis ins 12. Jahrhundert war es Zentrum der Toskana. Eine reiche Hauptstadt, die auch später noch von Florenz unabhängig war. Um die Unabhängigkeit zu gewährleisten, wurde eine dicke Mauer um die Stadt errichtet.

Innerhalb der Mauer leben heutzutage rund 8.000 Einwohner – umgeben von 100 Kirchen. Allerdings gerne, denn sie leben im angeblich beliebtesten Stadtwohnzentrum Italiens.

Und dieses Zentrum haben wir unsicher gemacht. Allerdings nicht zu Fuß, sondern – wie cool – auf einem Rad-Ungetüm! Und zwar nicht nur die Stadt, sondern vor allem auch die Stadt-Mauer, denn dafür ist Lucca berühmt. Es handelt sich hier nämlich um die größte und längste vollständig erhaltene Stadtmauer Europas. Und ganz schön breit ist sie auch, nämlich 12 Meter. Breit genug, um auf ihr zu radeln.

Nicht nur das Fahren AUF der Mauer, sondern das Durchgehen DURCH die Mauer ist ein Erlebnis für Kinder. Den Eingang bzw. eine der Bastionen mussten wir mal finden, und erst dann bekamen wir eine Idee von der tatsächlichen Breite der Mauer. Gerade für meine Tochter war die Durchquerung der feuchten Unterwelt ein spooky Unterfangen. Noch dazu wenn man weiß, dass in der Mauer Geheimgänge und Waffenschächte eingelassen sind.

Oben angelangt, konnten wir den wunderbaren Rundblick genießen. Lucca ist eingebettet in die Monti Pisani, und sogar bis zum Apennin reicht der Blick. Wendet man den Blick in Richtung Stadtkern, winken rote Ziegeldächer und Dachterrassen, und natürlich jede Menge Gärtchen und Parks.

Wir haben uns gleich beim Baluardo San Paolino ein 4-rädriges Gefährt geschnappt. Das Rauffahren auf die Stadtmauer war mit dem Ungetüm etwas beschwerlich. Aber auch das Runterfahren war nicht ohne! Bei der Porta Santa Maria bogen wir in die Stadt ein.

Unterschätzen darf man die Fahrt auf der Stadtmauer nicht! Die ganze Runde dauert 4,5 Kilometer, die sich mit einem Touristen-Vierradler ganz schön ziehen können. Wir haben am Schluss ziemlich Blut geschwitzt, um unser Ungetüm wieder rechtzeitig zum Standplatz zurückzuschaffen.

Die spätmittelalterliche Altstadt ist relativ autofrei, und so konnten auch wir uns mit unserem Ungetüm gut darin bewegen (wenn wir uns in den engen Gasserln zwischen den Touristen auch manchmal richtig durchschlingeln mussten).

  • Lucca
  • Lucca

Und wo haben wir uns in der Stadt hinbewegt?

  • an die Piazza Anfiteatro: ein sehr schöner ovaler Platz auf den Ruinen des antiken Amphitheaters, im 19. Jahrhundert wurden die Gebäude für den Platz abgerissen
  • an den Torre Guinigi vorbei (am Turm oben wachsen seit dem 15. Jahrhundert Steineichen, man kann einen Blick auf Lucca von der Aussichtsterrasse werfen)
  • San Michele in Foro: die Kirche steht auf dem Areal des ehemaligen römischen Forums; ein Klassiker der Pisaner Romanik – die Säulenfarben sind individuell in buntem Marmor gehalten
Lucca

wo parken in Lucca: es gibt Parkplätze gleich außerhalb der Stadtmauer, z.B. der parcheggio Carducci am Baluardo San Paolino

5. am Meer abends die Ausflüge ausklingen lassen

Auf unserer Toskana-Reise waren wir viel am Arno unterwegs. Er hat uns von Florenz bis nach Pisa verfolgt. Oder wir ihn, und zwar bis zu seinem Ende, bis nach Marina die Pisa, wo er ins tyrrhenische Meer mündet.

Und so schön wars hier! Am Fluss entlang gings an romantischen Fischerhüttchen vorbei, die ihre riesigen Netze im Arno postiert hatten..

  • Toskana mit Kindern
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Und dann, das Meer: Wir haben wunderschöne Sonnenuntergänge erlebt und wollten das Schauspiel gar nicht mehr verlassen. Ein Schauspiel wars tatsächlich: die weißen Kiesbuchten kontrastieren perfekt zum blau-grünlichen Meer, dahinter die weißen Jugendstilvillen von Marina di Pisa aufgereiht. Kitschiger geht’s gar nicht. Eines der Highlights einer Toskana Reise mit Kindern.

Marina di Pisa

Und dann der „Sound“: Jedes Mal wenn sich das Meer zurückzog, ordneten sich Millionen von weißen Kiessteinen neu, auf dass sie eine halbe Minute später wieder einen neuen Platz suchen mussten. Hundert Millionen Rolling Stones…

  • Toskana mit Kindern
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6. perfektes Toscana-Feeling in Vinci erleben (plus Leonardo-Museum)

Nur 40 Kilometer westlich von Florenz liegt schön malerisch die Heimat des Universalgenies Leonardo da Vinci, die bei unserer Rundreise unerwarteterweise für richtig echte schöne Toskana-Stimmung gesorgt hat. Bei der Anfahrt in den kleinen Ort Vinci erleben wir die Toskana genauso, wie man sie sich vorstellt. Und bei der Fahrt in sein Geburtshaus in den Hügeln oberhalb von Vinci sogar noch mehr.

Grund unseres Besuchs ist das Museo Leonardiano, das den Erfindungen des Renaissance-Multitalents gewidmet ist. Der Ort selbst bietet einen kleinen – nicht überlaufenen – Ortskern, den man vor oder nach Besuch des Museum gemütlich erschlendern kann.

Im Museum warten über 60 Modelle seiner von ihm entworfenen Maschinen. Ob Flugobjekte, Mechanisches wie Uhren oder Textilmaschinen, Brücken, Kriegsgerät und Waffen wie Panzerwägen und Geschütze für mehrere Kugeln: Michelangelo hat sich auch vielen Gebieten Gedanken zur Optimierung gemacht. Auch für seine Körperstudien ist er ja bekannt.

  • Toskana mit Kindern
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Unbedingt ins Geburtshaus hochfahren sollte man, vor allem wie gesagt aufgrund des richtigen Toskana-Feelings, das einen hier inmitten von Oliven-Hainen auf den gewundenem Straßerl erwartet. Oben angekommen, warten herrliche Ausblicke auf die Berge ringsum, auch der Monsummano-Hügel ist zu erkennen, den da Vinci in einem seiner berühmten Bilder verewigt hat („Landschaft mit Fluss“).

  • Toskana mit Kindern
  • Vinci

Im Haus selbst ist zwar nicht viel zu sehen, allerdings gibt’s etwas Cooles für Kinder: Eine digitale Reproduktion von da Vincis „Das letzte Abendmahl“ in Übergröße, die über eine interaktive Installation „dirigiert“ werden kann (dh. die Bildausschnitte per Armwinken angesteuert werden können). Meiner Tochter hats Spass gemacht.

Museo Leonardiano sowie Geburtshaus

7. Florenz – wie man die wichtigste Stadt der Toskana mit Kindern entdecken kann

Für den Besuch von Florenz hätte auch weniger Zeit gereicht als die zwei Tage, die ich dafür eingeplant hatte. Denn natürlich war Florenz restlos überlaufen und daher nicht optimal kindgerecht. Auch eine Erfahrung, die man (leider) machen muss…

Toskana mit Kindern

mehr zu Florenz

Piazzale Michelangelo

Hier meine Tipps, wie man Florenz mit Kindern angehen kann.

was man noch in der nordwestlichen Toskana mit Kindern tun kann

  • nach Montecatini Alto fahren: ein netter Festungsort oberhalb des Kurorts Montecatini; man kann auch mit der Standseilbahn durch Oliven- und Weinhänge hochfahren; das Zentrum ist autofrei und sehr sehr nett, aber im Sommer wahrscheinlich auch heillos überlaufen; noch dazu mussten wir uns durch den Unterort etwas durchstauen
  • die Grotta del Vento in Vergemoli bei Lucca besuchen: bekannt für den Wind am Höhleneingang, natürlich inklusive Stalagmiten und – titen, auch die waldreiche Gegend in der Garfagnana soll sehr schön sein
  • die Steinbrüche in Carrara mit dem Jeep erkunden
  • den größten Freizeitpark der Toskana (nahe Livorno) besuchen
  • für die ganz Kleinen: der Pinocchio-Park in Collodi
  • einen Spaziergang in Villareggio vmachen, das für seine Mole bekannt ist (500 Meter weit ragt diese ins Meer hinein)
  • das „kleine Venedig“ Livorno im Süden, besuchen: entweder um eine Bootstour zu unternehmen oder gleich nach Elba, Sardinen oder Korsika (oder sogar nach Barcelona, Tunis oder Palermo) übersetzen

gut zu wissen: meine Tipps für einen Urlaub in die Toskana mit Kindern

  • wir haben zwei Nächte in Florenz verbracht (die ich auf 1 Nacht reduzieren würde) – die weiteren Ausflüge haben wir jeweils von unserer Unterkunft am Meer aus als Tagesausflüge unternommen
  • die Toskana lässt sich gut abseits der Autobahnen erkunden; vor allem kann man sich dadurch auch die saftige Maut sparen
  • das Ticket für den schiefen Turm von Pisa sollte man unbedingt schon im Vorhinein online kaufen, andernfalls drohen gehörige Wartezeiten; unbedingt hier buchen, auf anderen Seiten habe ich „Touristenzuschläge“ entdeckt (Ticketpreis € 12,-); sollte etwas dazwischenkommen können die Tickets wieder bis zu 1 Tag davor storniert werden)
  • zu jeder Viertelstunde gibt’s einen Slot für die Besteigung; unbedingt mindestens eine Viertelstunde davor an der Gepäckstation einfinden, bei der die Taschen abgegeben werden müssen (bei großem Andrang kann das schon etwas dauern); Kinder bis 8 Jahre dürfen nicht auf den Turm hinauf; Kinder bis 12 Jahren nur an der Hand der Eltern

mehr zum Reisen mit Kindern

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