MARIENBAD: ein Sehenswürdigkeiten-Rundgang durch die grüne Kurstadt

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Was man in Marienbad (Mariánské Lázně) sehen kann: ein Spaziergang zu Kolonnaden, Quellen und Orten der Ruhe. (Werbung)


Was für ein Juwel, dieses Marienbad in Tschechien! Wer die charakteristische Architektur im böhmischen Bäderdreieck erleben möchte und dabei lieber in ruhigerem Tempo unterwegs sein möchte, ist in Marienbad genau richtig.

Auf drei Seiten von Wäldern umgeben, ist Marienbad ein wunderbarer Ort zum Durchatmen. Hier wird das Lustwandeln fast zum Luftwandeln: Zwischen eleganten Kolonnaden, grünen Alleen und zahlreichen Heilquellen lässt sich herrlich entschleunigen.

Und dafür muss man kein Kurgast sein – auch wer einfach die historische Architektur genießt und die Natur erkundet, reist mit schönen Eindrücken und einer kleinen Portion Erholung wieder nach Hause.

Ausgeflogen nach Marienbad: Sehenswürdigkeiten eine schöner als die andere
1. Der Pavillon der Kreuzquelle: wo man den ersten Schluck Heilwasser bekommt
2. Die Hauptkolonnade: der Hingucker und DIE Sehenswürdigkeit Marienbads
3. Die Singende Fontäne: Musikerlebnis zwischen Karel Gott und Metallica
4. Der Goetheplatz: „Lost“ Place rund um das alte Hotel Weimar
5. Die Kleine Kolonnade: ein hübsches Dach für die Marienbader Quellen
6. Rund um das Kurhaus: wo die Erde atmet und Majestäten badeten
7. Der Skalník-Park: Spaziergang durch das grüne Herz Marienbads
8. Die Kolonnade der Ferdinandquelle: ein Ort der Ruhe in Marienbad
9. Die Waldquelle: und ein Blick vom Aussichtspunkt Karola
10. Einkehren in Marienbad: feine böhmische Küche und Bier aus der Region
11. Ausflugsziele rund um Marienbad: sehenswerte Orte in der Umgebung
12. Weitere schöne Orte im Bäderdreieck: Karlsbad, Franzensbad & Co

Marienbad: Kurstadt zwischen Quellen und Wäldern

Marienbad ist Tschechiens zweitgrößter Kurort und wirkt dennoch angenehm beschaulich. Zwischen grünen Parkanlagen und eleganten Fassaden geht es ruhiger zu als in Karlsbad. Und überall begegnet man dem größten Schatz der Stadt: ihren Quellen und den dazugehörigen Kolonnaden. Manche liegen dicht beieinander und schmecken doch ganz unterschiedlich.

Marienbad Sehenswürdigkeiten

Anfang des 19. Jahrhunderts entstand in der sumpfigen Gegend das erste Badehäuschen. 1812 wurde Marienbad auf Betreiben von Abt Reitenberger vom Kloster Tepl zur eigenständigen Gemeinde. Aus dem feuchten Tal entwickelte sich in den folgenden Jahren ein schmuckes Kurstädtchen mit Parks, klassizistischen Häusern, Pavillons und Kolonnaden. 1818 erhielt Marienbad offiziell den Status eines Kurorts.

Seine große Blütezeit erlebte die Stadt von den 1870er-Jahren bis zum Ersten Weltkrieg. Mit der Eisenbahnverbindung von 1872 wurde Marienbad leichter erreichbar.

Hotels, Kurhäuser und Villen entstanden, und Gäste aus ganz Europa reisten zur Kur an. Unter ihnen waren Goethe, Chopin, Nietzsche, Kafka und Freud ebenso wie der englische König Edward VII.

Was Marienbad zu einem so begehrten Kurort machte, war und ist jedoch sein natürlicher Reichtum: die Mineralquellen. Rund 40 davon gibt es im Stadtgebiet, mehr als 100 weitere in der Umgebung. Viele sind kalte Säuerlinge. Ihr Wasser tritt mit etwa 7 bis 10 Grad zutage und schmeckt von Quelle zu Quelle anders. Eine Trinkkur führt durch die Parkanlagen, vorbei an Pavillons und Kolonnaden. Bekannt ist Marienbad außerdem für seine trockenen Kohlensäurebäder.

Auch die Lage trägt zum Reiz der Stadt bei. Von drei Seiten ist Marienbad von Wäldern umgeben. Bei einem Rundgang zu den Sehenswürdigkeiten fallen neben den weitläufigen Grünanlagen vor allem die vielfältigen Fassaden ins Auge: Klassizistische Bauten und Empirearchitektur aus der Gründungszeit stehen neben Neorenaissance, Neobarock und Jugendstil.

Auch Kunst und Kultur haben in Marienbad Tradition. Ein Theater gab es hier bereits 1868, noch bevor in Prag der Grundstein für das Nationaltheater gelegt wurde. Das Westböhmische Symphonieorchester geht auf das Jahr 1821 zurück und tritt bis heute auf. Mit dem Chopin-Festival führt die Stadt ihre Musiktradition jeden Sommer fort.

Seit 2021 gehört Marienbad gemeinsam mit Karlsbad und Franzensbad zum UNESCO-Welterbe „Great Spa Towns of Europe“.


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Wie man den Sehenswürdigkeiten-Rundgang durch Marienbad anlegt

Bei meinem Rundgang durch Marienbad führte der Weg von der Kreuzquelle und der Hauptkolonnade über den Goetheplatz und die Kleine Kolonnade bis zur abgelegenen Ferdinandquelle. Auf der anderen Seite des Kurzentrums gelangt man bei der Waldquelle hinauf zum Aussichtspunkt Karola.

1. Der Pavillon der Kreuzquelle: wo man den ersten Schluck Heilwasser bekommt

Wer Marienbad von Norden betritt, entdeckt an der Hauptkolonnade gleich einen ersten Hingucker: den Pavillon der Kreuzquelle. Mit seiner eleganten Kuppel und der luftigen Säulenhalle versprüht er einen ganz besonderen Charme. Die Halle entstand ab 1818 und wird von 72 Säulen getragen.

Pavillon der Kreuzquelle Marienbad

Im Pavillon wartet die Kreuzquelle darauf, probiert zu werden. Sie zählt zu den bekanntesten Heilquellen Marienbads – und ihr stark mineralisiertes Wasser schmeckt überraschend salzig.

  • Pavillon der Kreuzquelle Marienbad
  • Pavillon der Kreuzquelle Marienbad
  • Pavillon der Kreuzquelle Marienbad
  • Pavillon der Kreuzquelle Marienbad
  • Pavillon der Kreuzquelle Marienbad

Auch drei weitere Quellen lassen sich hier kosten. Ein leichter Schwefelgeruch liegt in der Luft und stimmt schon auf den ersten Schluck ein. Mit einem traditionellen Kurbecher in der Hand wird das Probieren selbst zum kleinen Ritual: Schluck für Schluck spaziert man durch die Kolonnaden und taucht ganz nebenbei in die traditionsreiche Kurkultur Marienbads ein.

Die verschiedenen Sauerbrunnen können zwischen 6 und 18 Uhr selbst gezapft werden.

2. Die Hauptkolonnade: der Hingucker und DIE Sehenswürdigkeit Marienbads

Die Hauptkolonnade ist die bekannteste Sehenswürdigkeit Marienbads und mit rund 119 Metern auch die längste Kolonnade Tschechiens. Offiziell heißt sie Maxim-Gorki-Kolonnade. Der neobarocke Bau entstand 1888 und 1889 nach Plänen der Wiener Architekten Miksch und Niedzielski im Auftrag des Abts des Klosters Tepl.

Sehenswürdigkeiten Marienbad Hauptkolonnade

Besonders faszinierend sind die vielen Details: die kunstvollen Deckenfresken „Der Mensch und das Universum“ von Josef Vyleťal, die filigranen Verzierungen der gusseisernen Konstruktion und die Bronzereliefs von Antonín Kuchař. Der Blick wandert nach oben und dann durch die lange Halle, deren sanfter Bogen die elegante Architektur besonders schön zur Geltung bringt.

  • Sehenswürdigkeiten Marienbad Hauptkolonnade
  • Sehenswürdigkeiten Marienbad Hauptkolonnade
  • Sehenswürdigkeiten Marienbad Hauptkolonnade
  • Sehenswürdigkeiten Marienbad Hauptkolonnade
  • Sehenswürdigkeiten Marienbad Hauptkolonnade
  • Sehenswürdigkeiten Marienbad Hauptkolonnade

Dass die Kolonnade bis heute erhalten ist, ist ein Glück. In den 1970er-Jahren wurde sie umfassend restauriert und für kommende Generationen bewahrt. Heute ist sie nicht nur das Wahrzeichen Marienbads, sondern auch ein Ort, an dem man gerne einen Moment innehält und die besondere Atmosphäre auf sich wirken lässt.

3. Die Singende Fontäne: Musikerlebnis zwischen Karel Gott und Metallica

Vor meinem Besuch in Marienbad hatte ich schon oft von der Singenden Fontäne gehört. Aber was genau singt hier eigentlich? Es handelt sich um ein rundes Becken vor der Hauptkolonnade, aus dessen Düsen das Wasser bis zu sechs Meter hoch in die Luft steigt. Die Fontäne stammt aus dem Jahr 1986 und ist längst zu einem der Wahrzeichen Marienbads geworden. Ein Geysir wie im benachbarten Karlsbad ist sie allerdings nicht – hier wird das Wasser ganz gezielt in Szene gesetzt.

Marienbad Singende Fontäne

Besonders kurios: Zu jeder ungeraden Stunde erklingt Musik, am Abend wird das Wasserspiel zusätzlich farbig beleuchtet. Das Repertoire reicht von Karel Gott und Andrea Bocelli bis zu „Nothing Else Matters“ von Metallica. Von romantisch bis rockig ist also alles dabei. Ein bisschen überraschend für einen Kurort, in dem sonst eher Ruhe und Entschleunigung angesagt sind. Aber genau das macht die Singende Fontäne so unverwechselbar!

4. Der Goetheplatz: „Lost“ Place rund um das alte Hotel Weimar

Von der Singenden Fontäne an der Hauptkolonnade geht es nach oben zum Goetheplatz. Dort fallen gleich zwei stattliche Häuser ins Auge: das lachsfarbene Hotel Hvězda, einst das Hotel Stern, und das ehemalige Hotel Weimar, heute als Kavkaz bekannt.

  • Goetheplatz Marienbad
  • Hotel Weimar
  • Goetheplatz

Das Hotel Weimar entstand 1821 zunächst im klassizistischen Stil. Anfang des 20. Jahrhunderts ließ es der Wiener Architekt Arnold Heymann in ein prachtvolles Jugendstilhotel verwandeln – mit elektrischer Beleuchtung, Liften, Tennisplätzen und eleganten Salons. Auch König Edward VII. wohnte bei seinen wiederholten Kuraufenthalten in Marienbad hier.

 Hotel Weimar Marienbad

Später wurde das Haus in Kavkaz umbenannt, 1994 jedoch geschlossen. Seitdem verfällt der einstige Hotelpalast. Heute lässt sich seine prachtvolle Architektur nur noch von außen bewundern.

Gleich gegenüber erzählt das Stadtmuseum von einem anderen berühmten Besucher Marienbads: Goethe wohnte 1823, bei seinem dritten Aufenthalt in der Stadt, im damaligen Haus „Zur Goldenen Traube“. Seine unerwiderte Liebe zur damals 19-jährigen Ulrike von Levetzow verarbeitete der Dichter in der berühmten „Marienbader Elegie“.

Am Goetheplatz setzt die Kirche Mariä Himmelfahrt mit ihrer neobyzantinischen Form einen markanten Akzent zwischen den klassizistischen Fassaden der frühen Kurstadt. Entworfen von Johann Gottfried Gutensohn, wurde sie Mitte des 19. Jahrhunderts errichtet.

Wegen Einsturzgefahr ist das ehemalige Hotel Weimar für Besucher gesperrt. Auch das Stadtmuseum ist aufgrund von Renovierungsarbeiten geschlossen. Vor dem Museum erinnert ein Hörrohr an Goethe. Daraus erklingen seine Gedichte, darunter auch die „Marienbader Elegie“.

5. Die Kleine Kolonnade: ein hübsches Dach für die Marienbader Quellen

Vom Goetheplatz führt der Weg hinunter zur Kurpromenade, die zwischen Kreuz- und Karolinenquelle verläuft. An ihrem Ende wartet mit der Kleinen Kolonnade der nächste Hingucker: Ihre beeindruckende weiße Kuppel setzt einen eleganten Akzent und ist schon von Weitem ein Blickfang.

Ihr Pavillon beherbergt die Karolinen- und die Rudolfquelle. Ihre Wässer unterscheiden sich in ihrer mineralischen Zusammensetzung und haben jeweils ihren eigenen Charakter.

6. Rund um das Kurhaus: wo die Erde atmet und Majestäten badeten

Hinter der Kleinen Kolonnade wird Marienbads Heiltradition besonders anschaulich. Denn direkt neben dem Kurhaus tritt die Marienquelle zutage – eine der kohlensäurereichsten Quellen der Gegend. Ihr Wasser wird abgefüllt; die Kohlensäure selbst kommt bei trockenen Gasbädern und Injektionen zum Einsatz.

Marienquelle

Das Centrální Lázně gilt als ältestes Kurhaus der Stadt. Es steht an dem Ort, an dem 1812 das erste Badehaus errichtet wurde, und wird bis heute für Kuranwendungen genutzt.

Kurhaus

Ein Blick in die direkt angrenzenden historischen Baderäume des Neubads führt weiter zurück in die große Zeit Marienbads: In der dortigen Königskabine ließ sich auch Edward VII. wegen seines Übergewichts behandeln.

Gleich nebenan liegt das Stadtkasino, entworfen von Josef Schaffer und direkt mit dem Kurhaus verbunden. Hinter seiner repräsentativen Fassade verbergen sich prachtvolle Säle: der Marmorsaal, der Rosensaal, der Rote Saal und der Spiegelsaal. Sie erinnern daran, wie glanzvoll Marienbad einst seine Kurgäste empfing.

7. Der Skalník-Park: Spaziergang durch das grüne Herz Marienbads

Südlich der Hauptkolonnade und der Karolinenquelle zieht sich der Skalník-Park durch das Kurviertel, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts vom gleichnamigen tschechischen Gartenarchitekten rund um die Kolonnaden und Kurhäuser gestaltet wurde. Rund um den Auschowitzer Bach wachsen heute mehr als 150 Baumarten.

Sehenswert ist hier das Chopin-Denkmal, das zur Erinnerung an seinen Aufenthalt in Marienbad im Jahr 1836 errichtet wurde.

Chopin-Denkmal

Nur ein paar Schritte weiter wirkt der Arnikaplatz mit seiner großen Betonfläche zunächst überraschend nüchtern. Vor der politischen Wende war hier ein Kongresshotel im brutalistischen Stil geplant, das jedoch nie gebaut wurde. Historische Bilder zeigen, wie das Vorhaben hätte aussehen können.

Arnikaplatz

Für unseren Sehenswürdigkeiten-Rundgang geht es beim Marienbader Casino nun über die Reitenberger-Straße hinunter in Richtung Ferdinandquelle, zuerst einmal an der Hauptstraße, der Hlavní třída, entlang, die das historische Kurviertel mit dem südlicheren Teil der Stadt verbindet.

Danach folgt man dieser in Richtung Süden, vorbei an der Villa Luginsland (heute LIL), in der einst Kaiser Franz Joseph übernachtete, aber auch an der russisch-orthodoxe Kirche St. Vladimir. Und dann, nach weiteren schönen Hinguckern wie dem Pavillon der Alexandraquelle, erscheint sie auch schon zwischen den Bäumen: die Kolonnade der Ferdinandquelle – eine weitere beeindruckende Sehenswürdigkeit in Marienbad.

8. Die Kolonnade der Ferdinandquelle: ein Ort der Ruhe in Marienbad

Die Ferdinandquelle zählt zu den ältesten Mineralquellen Marienbads und wurde bereits 1528 untersucht. Statt gewöhnlichem Speisesalz enthält ihr Wasser Glaubersalz, das bis heute für Kuranwendungen genutzt wird.

Marienbad Sehenswürdigkeiten Kolonnade Ferdinandquelle

Unter einer Glasabdeckung eingefasst, lässt sich die Quelle aus nächster Nähe betrachten – besonders schön ist es, dem sprudelnden Wasser zuzusehen, während kleine CO₂-Bläschen an die Oberfläche steigen.

Noch beeindruckender ist allerdings die Ferdinandkolonnade. Der klassizistische Bau aus dem Jahr 1827 wirkt mit seinen klaren Linien und seiner erhabenen Architektur beinahe majestätisch. Inmitten des parkähnlichen Gartens bildet sie einen ruhigen, harmonischen Mittelpunkt.

Kolonnade der Ferdinandquelle Marienbad

Überhaupt ist dies ein besonders stiller und schöner Ort in Marienbad, noch dazu etwas abseits vom Schuss. Bei meinem Besuch kurz vor Sonnenuntergang herrschte eine angenehm entspannte Atmosphäre. Ein kleiner, feiner Tipp für alle, die Marienbad von seiner ruhigen Seite kennenlernen möchten.

Rudolfpavillon

Und noch ein kleiner Hinweis am Rande: Ganz in der Nähe der Ferdinandsquelle liegt die Rudolfquelle. Auch der Rudolfpavillon ist ein schöner Ort, der sich wunderbar mit einem Spaziergang durch diese Ecke Marienbads verbinden lässt.

9. Die Waldquelle: und ein Blick vom Aussichtspunkt Karola

Ein weiterer schöner Ort in Marienbad liegt ebenso etwas abseits des Kurzentrums, allerdings am anderen Ende der Stadt: die Waldquelle. Der Weg dorthin führt durch den Park und zeigt eine ganz andere, beschauliche Seite Marienbads.

Die Waldquelle gehört zu den eisenhaltigen Säuerlingen, wie sie für Marienbad typisch sind. Ihr mineralreiches Wasser nimmt unterirdisch Eisen und Kohlensäure auf. Sobald es an die Oberfläche tritt und mit Sauerstoff in Kontakt kommt, oxidiert das Eisen und hinterlässt im benachbarten Bach rotbraune Ablagerungen – fast so, als hätte die Natur ihre eigenen Rostspuren hinterlassen.

Hier wird auch deutlich, wie eng die Stadt mit der Natur verbunden ist. Marienbad ist auf drei Seiten von Wäldern umgeben – besonders schön lässt sich das vom nahe gelegenen Aussichtspunkt Karola erleben. Ich bin auf meiner Radtour von Eger (Cheb) nach Marienbad hier vorbeigekommen und schon vor meiner Ankunft in der Stadt mit einem sagenhaften Ausblick belohnt worden.

Ein wunderbarer erster Eindruck von Marienbad, noch bevor ich überhaupt das Zentrum erreicht hatte. Der Pavillon blickt auf eine Geschichte zurück, die bis ins Jahr 1875 reicht. Er liegt zwischen der Waldquelle und dem Stadtfriedhof und verschwand in den 1950er-Jahren zunächst aus dem Stadtbild. Erst seit 2005 ist er wieder zu bewundern.

Wer anschließend noch weiter ins Grüne möchte, findet hier einen schönen Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren durch den Kaiserwald.

So führt zum Beispiel die Allee der Freiheit aus der Stadt hinaus in Richtung Schloss Königswart. Auf den rund 3,3 Kilometern säumen knapp alte 400 Bäume den Weg. Eine herrliche Strecke, um die Natur rund um Marienbad ganz in Ruhe zu entdecken.

Und ganz nebenbei eröffnen sich von hier aus weitere schöne Ausflugsziele in der Umgebung von Marienbad – ideal für alle, die die Stadt nicht nur als Kurbad, sondern auch als Ausgangspunkt für kleine Entdeckungen im Grünen erleben möchten.

Auch der Aussichtsturm Hamelika auf der anderen Seite der Stadt ist ein schönes Ausflugsziel rund um Marienbad.

10. Einkehren in Marienbad: feine böhmische Küche und Bier aus der Region

Für eine gemütliche Einkehr kann ich das Restaurant U Opata empfehlen. Übersetzt bedeutet der Name „Zum Abt“ und erinnert an die enge Verbindung Marienbads zum Prämonstratenserkloster Tepl. Auf der Speisekarte steht moderne tschechische Küche, die nicht nur stilvoll angerichtet ist, sondern auch geschmacklich überzeugt.

Besonders schön: Das Restaurant liegt etwas hinter der Kreuzquelle und damit angenehm abseits des touristischen Trubels. Ein guter Tipp für alle, die in entspannter Atmosphäre essen und Marienbad auch kulinarisch entdecken möchten.

Wer anschließend noch ein regionales Bier probieren will, sollte bei der kleinen Brauerei Kronl vorbeischauen. Hier gibt es unter anderem unfiltriertes, unpasteurisiertes Lagerbier und Roggenbier. Drinnen erwartet einen eine gemütliche Stube, draußen lässt es sich ebenfalls wunderbar genießen.

Auch das Kronl liegt abseits des historischen Kurviertels. Hier trifft man nicht nur auf Besucher, sondern auch auf Einheimische, die gerne auf ein Bier vorbeischauen. Ein schöner Ort, um den Tag ganz entspannt ausklingen zu lassen und eine etwas andere Seite Marienbads kennenzulernen.

Mehr zum U Opata hier, zum Pivovar Kronl hier.

11. Ausflugsziele rund um Marienbad: sehenswerte Orte in der Umgebung

Auch jenseits der beschaulichen Kurstadt gibt es viele schöne Orte zu entdecken – Marienbad ist ein schöner Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung.


Das Prämonstratenserkloster Tepl

Marienbad und das Prämonstratenserkloster Tepl sind nicht nur geografisch eng miteinander verbunden – auch ihre Geschichte ist untrennbar miteinander verwoben. Das Kloster wurde bereits 1193 gegründet und spielte später eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des Kurortes. Besonders Abt Karel Reitenberger setzte sich für den Ausbau Marienbads ein und prägte dessen Aufstieg maßgeblich.

(c) DMO Karlsbader Region

Seine heutige Gestalt erhielt das Kloster vor allem durch den spätbarocken Umbau um 1700, an dem auch der bedeutende Baumeister Christoph Dientzenhofer beteiligt war. Ein besonderes Schmuckstück ist die Klosterbibliothek, die mit ihrer historischen Atmosphäre zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Anlage zählt.


Schloss Königswart

Auch Schloss Königswart liegt eingebettet in eine reizvolle Landschaft und ist ein schönes Ausflugsziel in der Umgebung Marienbads. Das klassizistische Schloss erhielt seine heutige Gestalt im frühen 19. Jahrhundert, als Fürst Klemens von Metternich das Anwesen zu einer repräsentativen Sommerresidenz umbauen ließ.

Ich bin auf meiner Radtour hier vorbeigekommen und war nicht nur vom Schloss selbst, sondern auch vom englischen Landschaftspark, in den es eingebettet liegt, angetan.


Historisches Egerland

Rund um Marienbad zeigt sich eine ganz andere Seite der Region. Im Egerland prägen traditionelle Fachwerkhäuser, kleine Dörfer und eine sanft hügelige Landschaft das Bild. Gerade vom Fahrrad aus lässt sich das Egerland wunderbar erleben.

  • Egerländer Fachwerkhäuser Unterlosau
  • Egerländer Fachwerkhäuser Taubrath
  • Egerländer Fachwerkhäuser Taubrath
  • Egerländer Fachwerkhäuser Taubrath
  • Maria Loreto Altkinsberg Egerland Bäderdreieck

Ein besonders schönes Ausflugsziel auf der Route ist die Wallfahrtskirche Maria Loreto bei Altkinsberg. Die barocke Wallfahrtsanlage blickt auf eine lange religiöse Tradition zurück und ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Geschichte dieser Grenzregion.


Mehr zum Radfahren rund um Marienbad

Radweg Cheb Marienbad

55 Kilometer durch ein verträumtes Stückchen Land: meine Radtour von Eger nach Marienbad

12. Weitere schöne Orte im Bäderdreieck: Karlsbad, Franzensbad & Co

Marienbad ist nicht allein Teil des UNESCO-Welterbes: Auch Karlsbad und Franzensbad gehören dazu. Bei meinem Besuch habe ich die beiden Kurorte ebenfalls erkundet – und außerdem Eger, das viele gar nicht auf dem Schirm haben.

Ein besonders schöner Abstecher führt zur Burg Elbogen (Loket): Sie thront hoch über einer Schleife der Eger und ist ein reizvolles Ausflugsziel zwischen Eger und Karlsbad.


Mehr zu den Ausflugszielen rund um Marienbad

Die Region so richtig kennenlernen: Sehenswürdigkeiten im böhmischen Bäderdreieck

Herzlichen Dank an die Region Karlsbad für die Einladung zu diesem schönen Aufenthalt im tschechischen Bäderdreieck! (Werbung)

Weitere schöne Orte in Tschechien


https://www.ausgeflogen.at/

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