Die GESTÜTSTOUR in der Lipizzanerheimat: „Pferderl schauen“ mit dem Rad
22 kurze Kilometer, die es allerdings in sich haben: eine schöne Tour, die zu den edlen Pferden in der Lipizzanerheimat führt. (Werbung)
Kurz, knackig – und ganz nah an den Lipizzanern: Die Gestütstour in der Lipizzanerheimat bei Graz überrascht mit einem besonderen Erlebnis. Statt die berühmten Pferde bei einer Führung im Gestüt Piber zu sehen, führt die Runde direkt zu den Außenhöfen des Gestüts. Mit Glück kann man dort die jungen Lipizzaner ganz ausgelassen beim Herumtollen beobachten.
Das ist zwar nur von September bis Juni möglich, wenn die edlen Pferde nicht gerade ihren Sommer auf der Gleinalm oder Stubalm verbringen. Was die Gestütstour daher zu einem perfekten Tipp für einen kurzen Frühjahrs- oder Herbstradler macht.
2. Streckenbeschreibung
3. Die Tipps zur Gestütstour: Anreise & Parken, Verlängern, Einkehren & Übernachten
Die Gestütstour in der Lipizzanerheimat: Route & Facts
Die Route der Gestütstour (744)
Die Gestütstour startet direkt beim Gestüt Piber und führt schon kurz nach dem Start am ersten Außenhof vor Köflach vorbei. Weiter geht es zu einem weiteren Außengehöft, bevor die Strecke hinauf auf den Knobelberg führt, wo der dritte Außenhof des Lipizzanergestüts von Piber wartet.

Danach geht es wieder bergab, bevor noch einmal ein Anstieg zu bewältigen ist. Über Afling führt die Runde schließlich zurück Richtung Bärnbach und wieder nach Piber.
Unterwegs wartet eine wunderbar hügelige Landschaft mit Streuobstwiesen und Wald. Zwei knackige Anstiege sind dabei zu bewältigen – die Mühe lohnt sich aber auf jeden Fall: An den Außenhöfen lassen sich mit etwas Glück die jungen Lipizzaner in ihrem charakteristischen grauschwarzen Fell beobachten.

Tipp: Als Ausgangspunkt für ein Wochenende in der Lipizzanerheimat können wir die Therme NOVA in Köflach empfehlen. Dort können auch E-Bikes ausgeliehen werden. Wir haben neben der Gestütstour auch die große Lipizzaner Tour rund um Piber in Angriff genommen und an einem weiteren Wochenende die Hügeltour der Lipizzanerheimat sowie die Drei-Märkte-Tour absolviert. Übrigens: Die Gestütstour ist nur eine von vielen Genuss-Radtouren rund um Graz.
Streckenprofil
Streckenlänge: 22 Kilometer
Höhenprofil: 634 Höhenmeter
GPX-Datei: Download per Rechtsklick hier.
Hinweis zur Dauer: Gefahren mit dem E-Bike, sehr viele Fotostopps am Weg eingelegt.
Karte der Gestütstour
–> durch Klick aktivieren (die Höhenmeter-Kurve lässt sich extra einblenden)
Ausschilderung & Streckenbeschaffenheit
Die Route ist in der angegebenen Richtung im Uhrzeigersinn gut beschildert und führt ab Köflach überwiegend über Nebenstraßen und Güterwege mit wenig bis gar keinem Verkehr. Nur vor dem Reinthalerhof wartet beim steileren Anstieg ein kurzes, grob geschottertes Stück.


Dank ihrer Lage lässt sich die Gestütstour außerdem gut mit anderen Radrouten kombinieren. Mehr dazu gibt es in den Tipps zum Verlängern weiter unten.
1. Die Highlights der Gestütstour
- Die Lipizzaner stehen bei dieser Runde natürlich im Mittelpunkt – ob direkt am Gestüt Piber oder an den Außenhöfen, es berührt das Herz, die edlen Pferde beim Grasen und die jungen Tiere beim Herumtollen zu beobachten.
- Die schöne Hügellandschaft mit Streuobstwiesen, Wäldern und Anstiegen macht die kurze Runde zu einer besonders abwechslungsreichen Tour.
- Wer die Gegend intensiver erkunden möchte, kann die Gestütstour wunderbar mit weiteren Radrouten der Lipizzanerheimat verbinden und etwa in der Therme NOVA in Köflach übernachten.
- Für einen zusätzlichen Abstecher bieten sich Bärnbach mit seiner berühmten Hundertwasserkirche oder Maria Lankowitz mit der Wallfahrtskirche an.
2. Streckenbeschreibung
Der offizielle Start der Gestütstour liegt direkt beim Lipizzanergestüt in Piber. Wir haben uns das Gestüt allerdings für den Schluss aufgehoben und sind direkt von unserer Unterkunft in der Therme NOVA in Köflach losgeradelt.


Zunächst geht es durch den Dechantswald. Kaum haben wir das kurze Waldstück hinter uns, wartet auch schon die erste Begegnung mit den Lipizzanern: der Außenhof Wilhelm.

Nachdem die Pferde ihr erstes Lebensjahr am Kamplhof, der bei unserer Runde nun ganz am Schluss der Route liegt, verbracht haben, werden sie ab der Geschlechtstreife voneinander getrennt. Die jungen Hengste leben nun drei Jahre am Außenhof Wilhelm – allerdings nur von September bis Juni. Ihren Sommer verbringen sie auf der Stubalm.


Für uns ist es die erste Begegnung mit den Lipizzanern auf dieser Runde – und gleich ein besonders schöner Moment. Wir bleiben stehen und beobachten die jungen Hengste beim Grasen und spielerischen Rangeln. Ihr Fell schimmert in vielen Grautönen, die Schweife wechseln von Dunkelgrau zu fast Weiß. Diese jugendliche Leichtigkeit steckt einfach an – da fährt man nicht so schnell weiter.



Doch es geht weiter, und nach einem kurzen Stück jetzt auch ordentlich hinauf. Knapp 300 Höhenmeter auf weniger als vier Kilometern sind zu bewältigen.
In einigen Kehren geht es an Wiesen vorbei und durch den Wald hinauf auf den Knobelberg. Oben angekommen, ist die Mühe schnell vergessen, denn die schönen Ausblicke über die hügelige Landschaft sind Belohnung genug.






Eine Weile radelt man gemütlich vor sich hin, bis die Höhenmeter, die man gerade eben hinter sich gebracht hat, bei einer Abfahrt zunichte gemacht werden. Es geht nach Hemmerberg, wo bereits der zweite Anstieg wartet. Das letzte Stück vor dem Außenhof Reinthaler ist dabei noch einmal besonders knackig, denn man radelt recht steil auf grobem Schotter hinauf.




Der Reinthalerhof in Kainach ist das Zuhause der Stuten, die hier von September bis Juni ihre Zeit verbringen, bevor es im Sommer auf die Brentlalm geht. Bei unserer Radtour sind die Pferde gerade auf einer Koppel, die sich unserem Blick entzieht. Schade – aber auch ohne Lipizzaner ist der Platz mit seinem schönen Ausblick einen kurzen Stopp wert.

Danach geht es wieder in sanften Kehren bergab, vorbei an einem Alpakahof – immerhin diese hübschen Tiere bekommen wir hier zu Gesicht.



In Afling treffen wir auf die Route der Lipizzaner Tour, die wir am Vortag absolviert haben. Diesmal haben wir es deutlich gemütlicher und nutzen die Gelegenheit für eine Einkehr beim Dorfwirt Müller. Die zwei großen Anstiege der Gestütstour liegen nun hinter uns – ab jetzt wird die Tour deutlich entspannter.


Über Piberegg und dann direkt an der Kainach entlang geht es nun zurück in Richtung Bärnbach, vorbei an Schloss Alt-Kainach und weiter nach Piber. Schon von weitem ergeben sich wunderschöne Blicke auf Schloss, Kirche und Gestüt. Und natürlich stehen auch hier wieder Lipizzaner auf den Weiden.





Im Gestüt selbst wartet dann ein besonders entzückender Anblick: Auf der Weide grasen die gerade einmal sieben Monate alten Fohlen gemeinsam mit ihren Müttern. Da fällt es schwer, einfach weiterzufahren.
Wir nutzen die Gelegenheit für eine Pause im Café-Restaurant. Eine Führung durch das Gestüt haben wir bereits bei einem früheren Aufenthalt gemacht – und können sie wärmstens empfehlen.



Eigentlich geht es nun nur noch wenige Minuten zurück nach Köflach. Einen letzten Stopp haben wir aber noch auf unserer Runde: den Außenhof Kampl. Hier verbringen die jungen Pferde ihre ersten Lebensmonate, bevor sie mit etwa einem Jahr von den Stuten getrennt werden. Für ein Foto sind wir diesmal leider zu spät – aber auf einer der etwas abseits gelegenen Weiden entdecken wir noch viele kleine weiße Punkte, die kurz darauf hinter einer Kuppe verschwinden.

Was für ein schöner Abschluss dieser Runde: Die ganze Tour lang haben uns die Lipizzaner immer wieder begleitet. Und genau das macht die Gestütstour aus: Sie ist eine schöne Radrunde durch die weststeirische Hügellandschaft und gleichzeitig eine kleine Reise in die Welt der Lipizzaner. Nicht nur für Pferdefreunde ein Erlebnis.
3. Meine Tipps für die Gestütstour
Anreise und Parken
Wer nachhaltig anreisen möchte, kann von Graz aus mit der S7 direkt nach Köflach fahren. Weitere Informationen zur Anreise mit der Bahn gibt es hier.
Wer mit dem Auto kommt, kann direkt beim Lipizzanergestüt Piber parken. Wer die Tour mit einem Wochenende in der Therme NOVA verbindet, kann das Auto auch dort am Parkplatz abstellen – Radunterstellmöglichkeiten sind vorhanden. Fahrräder können außerdem direkt in der Therme ausgeliehen werden. Mehr Infos dazu gibt es hier.
Verlängern
Alternativen zur Gestütsroute von Piber bzw. Köflach aus gibt es einige, angefangen mit der großen Lipizzaner Tour 747 (86 Kilometer) über kürzere Tagestouren wie die Hügeltour Lipizzanerheimat 745 (33 Kilometer) oder die Drei-Märkte-Tour (746) ab Krottendorf/Ligist (42 Kilometer)
Einkehren auf der Gestütstour
- Unsere Tour startet bei der Therme NOVA in Köflach. Das einladende Thermencafé ist nicht nur Hotel- und Thermengästen vorbehalten, sondern steht allen Besuchern offen – perfekt für einen Kaffee vor dem Start oder eine Stärkung nach der Tour.
- Auch direkt beim Lipizzanergestüt Piber lädt das Café-Restaurant zu einer Pause ein. Wer das Gestüt besucht, kann hier gleich einen Kaffee einplanen.
- In Afling bietet sich der Dorfwirt Müller für eine kleine Erfrischung an.
- Zurück in Köflach gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Tour entspannt ausklingen zu lassen. Wir haben unseren Kaffee in Charly’s Cafe & Bar genossen.
Unterkunfts-Tipp für die Gestütstour
Das Hotel der Therme NOVA Köflach war für unser Wochenende in der Lipizzanerheimat der ideale Ausgangspunkt. Die großzügigen, modernen Zimmer, die direkt angeschlossene Therme und die herzliche Atmosphäre haben unseren Aufenthalt besonders angenehm gemacht.





Nach den Ausflügen kann man wunderbar im Thermalwasser oder in der Sauna entspannen. Trotz des regen Betriebs herrschte im ganzen Haus eine persönliche, steirisch-herzliche Gastfreundschaft, durch die wir uns vom ersten Moment an willkommen gefühlt haben.
Herzlichen Dank an die Region Graz für die Einladung zu dieser schönen Radtour! (Werbung)
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