HOTELBUCHUNG: 11 Tipps für gute und günstige Zimmer

Damit die Suche nach dem günstigen und guten Hotel kein Reinfall wird: Vergleichsportale richtig nutzen, Direktbuchung ja/nein, die Alternativen zu Booking.com und mehr


Wo Hotelbuchung Tipps helfen: wer kennt nicht folgende Situation: Die Flugbuchung für den Urlaub wurde Ruck-Zuck erledigt – nun fehlt nur noch das Hotel. Eine Hotelbuchungsplattform wird geöffnet, einige Hotels werden angeklickt, Bewertungen gelesen, weitere Hotelseiten geöffnet und weitere Bewertungen gelesen……und das Fiasko ist perfekt: Gefühlt hundert Hotels werben in ebenso viel geöffneten Tabs um die Gunst des Verzweifelten. Und natürlich trifft auf alle zu, dass „gerade jemand gebucht hat und nur noch ein Zimmer frei ist“….

Ahnungslosigkeit und Stress greifen um sich, bis die Hotelsuche nach einer Stunde frustriert abgebrochen wird.

Damit die Hotelbuchung nicht zum Reinfall wird, helfen meine 11 Tipps: auf was man achten sollte und welche Alternativen es zu den gängigen Hotelbuchungsplattformen gibt.

Tipp 1: Hotelbuchungsplattformen optimal nutzen

Wahrscheinlich kennt jeder, der schon einmal auf Booking.com und Konsorten nach Hotels gesucht hat, die Option „niedrigster Preis zuerst“. Allerdings gibt es noch weitere Hilfen, die die Suche nach einem passenden und günstigen Hotel erleichtern. Dazu gehören zum Beispiel die Filter für Hotelleistungen (z.B. Frühstück, Tipp 5) oder für die Hotel-Infrastruktur (z.B. Parkplätze oder Check-In, Tipp 4).

Nicht stressen lassen sollte man sich auch durch die nervigen Hinweise, dass „gerade einer gebucht“ hätte oder „nur noch 1 Zimmer frei“ wäre. Bekannterweise arbeiten Buchungsplattformen gerne mit diesen Tricks. Und sollte das angepeilte Zimmer tatsächlich nicht mehr verfügbar sein, kann ein Anruf beim Hotel weiterhelfen – siehe Tipp 6.

Wer wirklich den letzten Euro herausholen möchte, kann auch die angegebenen Preise mit anderen Hotelbuchungsplattformen vergleichen (z.B. mit Tripadvisor). Oder wie schon angesprochen mit einer Direktbuchung beim Hotel versuchen.


Mein persönlicher Tipp für die Hotelbuchung:

Bei einer Hotelbuchung für Großstädte wie Berlin oder London zahlt es sich aus, den Filter „eigenes Badezimmer“ anzuwenden. Denn vor allem günstige Hotelzimmer werden oft nur mit Gemeinschaftsbad angeboten. Wer kein Fan von Klo und Bad am Gang ist, erlebt sonst eine kleine Überraschung.

Es hilft aber auch, sich – vor allem bei der Reihung nach dem günstigsten Preis – den Filter „Hostels ausschließen“ anzeigen zu lassen, um Jugendherbergen von vorneherein auszunehmen. (Zusatztipp: Oder man lässt sich die Hostels dennoch anzeigen und sucht sich dort den Preis für ein Einzel- oder Doppelzimmer extra heraus – auch so kann man sparen).

Tipp 2: richtig mit Bewertungen umgehen bei der Hotelbuchung

Es findet sich IMMER eine Hotelbewertung, in der über die dreckige Absteige, den schlechten Service, das katastrophale Essen etc. geraunzt wird. Es dürften genug kleine „Scheichs“ unterwegs sein, denen nichts gut genug zu sein scheint und die selbst das kleine privat geführte Haus mit dem Hilton vergleichen. Ich frage mich manchmal wirklich, über was man sich so alles beschweren kann…

Daneben gibt es aber wiederum genug Reisende, die Alles über den grünen Klee loben.

Wie soll man sich so orientieren?

Am Besten nicht alle Bewertungen lesen – man verzettelt sich sonst leichter als gedacht.


Mein persönlicher Tipp für Hotelbewertungen:

Ich suche in den Bewertungen mittlerweile nur mehr gezielt nach dem Wort „Wände“: diese Info ist für mich am Wichtigsten bei der Hotelsuche – und stimmt auch immer! Wenn ich aufgrund von „dünnen Wänden“ nicht schlafen kann, hört sich der Spaß nämlich ganz schnell auf (besonders wichtig in südlichen Urlaubsländern!)

Sauberkeit ist ein weiteres Kriterium – allerdings sind hier die persönlichen Anforderungen durchaus verschieden, und noch dazu kann man meist nicht von einer Bewertung auf ALLE Zimmer an ALLEN Tagen rückschließen. (Ausnahme: wenn in den meisten Bewertungen von dreckigen Zimmern berichtet wird).

Tipp 3: auf den Reisezeitraum achten

Gilt natürlich nur dann, wenn man sich den Reisetermin aussuchen kann. Denn nicht nur in den Schulferien ist Reisen und somit die Hotelbuchung teurer. Auch zu scheinbar „harmlosen“ Reisezeiten kann es vorkommen, dass man kein günstiges Hotelzimmer auftreiben kann. Daher im Vorhinein prüfen, ob zum angepeilten Reisetermin im Urlaubsort Kongresse, Sportevents oder sonstige Veranstaltungen stattfinden. Oder man gar einen Feiertag erwischt hat (oder den eines Nachbarlandes).

Natürlich steigen die Hotelpreise auch an Wochenenden. Wer sichs leisten kann, reist erst Samstags an (die Preise sind von Freitag auf Samstag meist eine Spur höher höher).


Mein persönlicher Tipp:

Für den Wochenend-Trip bieten sich Business-Hotels an, die dann ihre Preise herunterfahren. Die oft nicht zentrumsnahe Lage hat mich noch nie gestört, sind diese Hotels durch ihre Lage in Flughafen- und Bahnhofsnähe meist gut an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden.

Außerdem erkunde ich beim City-Trip gerne das nähere Umland und suche mir daher meist gezielt Hotels in Bahnhofsnähe aus. Allerdings aufgepasst: die Bahnhofsviertel sind mancherorten nicht die allerfeinsten Ecken – ein kurzer Check schadet nie (Google Maps hilft hier gern).

Tipp 4: auf Lage und Infrastruktur des Hotels achten

Siehe oben: wer auf das Stadtzentrum verzichtet, nächtigt günstiger. Bei guten Öffianbindungen stört das außer Partygängern meist niemanden. Vor allem dann, wenn es einen dadurch zusätzlich in ruhige (Wohn-)Gegenden verschlägt.

Die Lage des Hotels ist vor allem dann wichtig, wenn man sehr früh oder sehr spät anreist. Bei abgelegenen Hotel kann der vermeintlich günstige Übernachtungspreis sehr schnell sehr viel teurer werden, wenn keine Öffis mehr unterwegs sind und Nachtzuschläge den Taxipreis explodieren lassen.

Beim Lage-Check also nicht auf die Betriebszeiten der öffentlichen Verkehrsmittel vergessen. Und darauf achten, welche Strecke das Taxi zum Flughafen zurücklegen muss. Und auch – um unliebsame Überraschungen zu vermeiden – darauf achten, ob überhaupt genügend Taxis frühmorgens unterwegs sind (und man daher mindestens 24 Stunden vorher reservieren muss – ja, auch das gibt’s!)

Ein Lagecheck empfiehlt sich auch für die Infrastruktur rund ums Hotel. Sind Restaurants in der Nähe, oder muss ich erst ins Auto steigen um ein Abendessen zu bekommen? Und wie siehts mit Parkplätzen aus?


Mein persönlicher Tipp:

Parkplatz heißt nicht gleich Parkplatz! Unbedingt checken ob sich der beim Hotel angegebene Parkplatz direkt auf dem Areal befindet. Oder: was „Parkplatz in der Nähe“ bedeutet (nämlich dass man sich in den umliegenden Straßen meist selbst mühsam eine – eventuell sogar recht teure – Parkgelegenheit suchen muss). Hier verraten meist die Bewertungen, wie es um die Parkplätze tatsächlich bestellt ist.

Tipp 5: Hotelleistungen in die Auswahl miteinbeziehen

Ich habe früher meist das „Komplettpaket“ gebucht: Hotel mit Frühstück. Was bei einem Sommer-Urlaub bereits zum Entspannungs-Programm gehört, kann beim Städtetrip ruhig hinterfragt werden. Noch dazu, wenn man gar kein richtiger „Frühstückstyp“ ist.

Weiters sollte man nicht auf die Check-In Zeiten vergessen, um nicht den Urlaubstag nach den Öffnungszeiten des Hotels ausrichten zu müssen. Auch hier bewährt es sich wieder, bei Buchungsplattformen einen Filter einzusetzen und sich z.B. bei später Anreise nur Hotels mit „24-Stunden-Rezeption“ anzeigen zu lassen.


Mein persönlicher Tipp:

Bei kürzeren Aufenthalten buche ich meist kein Frühstück mehr dazu. Sondern mische mich in meist viel netterer Atmosphäre – und meist auch viel günstiger – bei Kaffee und Croissant unter die Einheimischen. Klappt allerdings nur, wenn man kein großer Frühstückstyp ist.

Wichtig dabei ist allerdings wieder der Lage-Check: nichts ist Grauenhafter als die frühmorgendliche Jagd nach einer guten Tasse Kaffee, wenn kein Bäcker in Sicht bzw. am Sonntagvormittag noch alles geschlossen ist. Auch hier hilft wieder Google Maps.

Tipp 6: Direktbuchung ja oder nein?

Seit der Aufhebung der Bestpreisklausel dürfen Hotels ihre Zimmer auch billiger als auf Hotelvergleichsplattformen wie Booking.com anbieten. Somit zahlt es sich durchaus aus, vor der Buchung einen Direktvergleich mit der Hotelseite zu machen. Vor allem bei Hotelketten kann sich das lohnen. Zusätzlich kann eine Direktbuchung Zusatzboni wie Frühstück oder einen späten Check-Out bieten.


Mein persönlicher Tipp für die Hotelbuchung:

Gerade bei Reisen, die noch in weiter Ferne liegen und wo sich die Reiseroute noch ändern kann (weil man die Detailrecherche zum Urlaubsland erst zu einem späteren Zeitpunkt durchführen wird), zahlt sich die Buchung über Vergleichsplattformen aus. Denn hier kann im Gegenzug zu den meisten Direktbuchungen eine Storno-Option gewählt werden (die man sonst für Eigenbuchungen ja trotz Reiseversicherung nicht in Anspruch nehmen kann).

Vor allem in Österreich unterstütze ich die Hotels allerdings gerne mit einer Direktbuchung.

Tipp 7: Rabattprogramme nutzen und bei der Hotelbuchung sparen

Viele werden es kennen – das Genius-Treueprogramm von Booking.com. Nach bereits zwei Buchungen (innerhalb von zwei Jahren) vergibt das Portal einen Preisrabatt von 10% bei ausgewählten Unterkünften. Nach fünf Buchungen steigert sich der Rabatt auf bis zu 15% und die eine oder andere Annehmlichkeit wie kostenloses Frühstück oder später Check-Out runden das Paket ab.

Hotels.com wirft nach 10 Übernachtungen eine Gratis-Nacht in den Treuetopf und bietet auch immer wieder Gutscheinaktionen an. Studenten erhalten automatisch 10% Rabatt.

Nicht zu vergessen die Membership-Programme diverser Fluglinien, Hotelketten oder Mobilitätsclubs.


Mein persönlicher Tipp:

Als Wizzair-Member nutze ich den 5% Rabatt für Hotelbuchungen auf Booking.com nicht nur für Flugreisen, sondern auch wenn ich „nur“ ein Hotel buche. Wies geht? Auf Wizzair einloggen, auf den Banner zur Rabattaktion klicken und erst dann die Buchung auf Booking.com vornehmen.

Tipp 8: wo man sonst noch günstig ein Zimmer finden kann

Auf Online-Auftritten der jeweiligen Urlaubsregion sowie auf lokalen Buchungsplattformen von Tourismusverbänden etc.

Auf speziellen Plattformen für Ferienwohnungen, Privatpensionen, Campingplätzen und Bauernhöfen – es muss ja nicht immer ein Hotelzimmer sein.

Für die Mutigen und Anschlusswilligen gibt’s Couchsurfing und Haustausch. Und airbnb. Aber dazu im nächsten Punkt.


Mein persönlicher Tipp:

Gerade für Regionen wie England und Schottland hilfreich: die B&B-Suche von Booking.com.

Tipp 9: Airbnb statt Hotel: ja oder nein?

Airbnb bietet sich gerade in strukturschwachen Regionen an. Aber auch im teuren Großstadtrevier kann man hier eine günstige Alternative finden.

Ich buche gerne Hotels. Aber manchmal suche ich mir mein Plätzchen über airbnb. Und zwar dann, wenn ich mit meiner Tochter

  • wie in Berlin in feinstem Wohngebiet die familienfreundliche Seite dieser faszinierenden Großstadt kennenlernen möchte
  • wie in Schweden bei den dorthin ausgewanderten Deutschen soviel über die Schweden erfahre wie auf dem ganzen Trip nicht – und meine Tochter sich nach unseren Ausfahrten auf dem Trampolin im Garten austoben kann
  • wie in Hamburg so liebevoll von dem älteren Ehepaar umsorgt werde, dass meine Tochter noch heute von dieser Unterkunft schwärmt

Bin ich jedoch alleine, bevorzuge ich die Anonymität eines Hotels.


Mein persönlicher Tipp:

Wer Anschluss, Auslauf und Abenteuer sucht, ist bei airbnb richtig. Aufs Hausboot haben wirs noch nicht geschafft, dafür aber in die Nähe, sowie in eine schwedische Gartenhütte und in ein slowenisches Alpenhäuschen. Genau richtig also für alle, dies urig und kultig lieben.

Tipp 10: Zimmer finden in Österreich: die Alternativen

Was tun, wenn man im ländlichen Raum unterwegs ist und die Auswahl nicht groß ist? Neben lokalen Buchungsplattformen von Regionen und Tourismusverbänden gibt’s weitere Möglichkeiten.

Auf meiner Lieblingsplattform für Österreich urlauburlaub.at habe ich schon des Öfteren nette Pensionen gefunden, für die die Listung auf Booking.com & Co zu teuer ist.


Mein persönlicher Tipp:

Ansonsten funktioniert noch immer die alte Variante: zum Telefonhörer greifen und den Tourismusverband anrufen. Wenn selbst das nicht klappt: den Ortsplan auf Google Maps nach Einträgen durchsuchen und direkt bei den Vermietern anrufen.

Tipp 11: wie man beim Hotel buchen sonst noch sparen kann

Kombibuchungen vornehmen: Die gemeinsame Buchung von Hotel, Flug und Mietauto kann den Hotelpreis ordentlich senken. Hotelauswahl und Reisezeitraum sind dann allerdings meist sehr eingeschränkt.

Last Minute buchen: Wenn Zimmerkontingente aufgrund abgesagter Pauschalreisen freigegeben werden, kann sich das eine oder andere Schnäppchen ergeben. Es schadet auch nicht, einen Blick auf die Seiten von Reiseveranstaltern mit großen Kontingenten zu werfen: auch bei Hofer Reisen und Eduscho finden sich günstige Angebote!

Diverse Anbieter bieten Gutscheinaktionen bei der Buchung von Pauschalreisen an.


Mein persönlicher Tipp fürs Sparen beim Hotel buchen:

Blindbooking-Portale wie z.B. hotwire.com bieten anhand der angegebenen Kriterien eine Auswahl von Hotels an, die blind gebucht wird (im Fall von Hotwire: maximal 3 Hotels). Wer also nicht nach Hotelname, sondern Lage, Ausstattung und Preis entscheidet, kann sich hier einiges sparen. Abseits der großen Ballungsräumen kann die vorgeschlagene Hotelauswahl auch schon mal auf nur 1 Hotel begrenzt sein – mit ein bisschen Recherche weiß man dann schon vorab, wohin die Reise gehen wird.

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