Das „FLAIR DES SÜDENS“ erleben: bei einer Radtour im Süden von Graz
41 Kilometer, fast durchgehend flach mit nur zwei kurzen Steigungen: das „Flair des Südens“ ist eine tolle Tour für Genussradler. (Werbung)
Wie der Name „Flair des Südens“ schon verrät, führt diese abwechslungsreiche Radrunde in den Süden von Graz und zeigt dabei die schönsten Seiten des Grazer Beckens. Die Strecke verläuft großteils angenehm flach und eignet sich ideal für eine entspannte Ausfahrt mit viel Natur und weitem Blick über die Landschaft.
In der Mitte der Tour warten zwei kurze, aber durchaus knackige Anstiege. Die Mühe lohnt sich jedoch: Oben angekommen eröffnet sich eine wunderschöne Aussicht über Graz und die umliegende Region.
Wer die Tour gemütlich ausklingen lassen möchte, kann anschließend noch einen Abstecher zum Schwarzlsee machen.
2. Streckenbeschreibung
3. Tipps zur „Flair des Südens“-Tour: Anreise & Parken, Abkürzen, Einkehren & Übernachten
Die „Flair des Südens“-Tour bei Graz: Route & Facts
Die Route der „Flair des Südens“-Tour (731)
Diese abwechslungsreiche Rundtour führt durch den Süden der steirischen Landeshauptstadt und verbindet gemütliche Talabschnitte mit leicht hügeligen Passagen und schönen Ausblicken über Graz.
Zu Beginn radelt man entspannt durch das breite Tal der Kainach, ehe die Strecke ins waldreiche und leicht hügelige Liebochtal führt. Von dort geht es hinauf auf den Florianiberg – die kurzen Anstiege werden mit herrlichen Panoramablicken über Graz und die umliegende Landschaft belohnt.

Anschließend rollt man wieder gemütlich bergab, fährt durch Graz-Puntigam und vorbei am Flughafen zurück Richtung Ausgangspunkt in Premstätten.
Tipp: Wer die Tour in Graz starten möchte, kann bequem über den Murradweg einsteigen. Außerdem lässt sich die Strecke bei Feldkirchen statt entlang der Bahn auch über den Murradweg fahren – ein schöner Abstecher, da man dabei an den idyllischen Auwiesen vorbeikommt.
Streckenprofil
Streckenlänge: 41 Kilometer
Höhenprofil: 336 Höhenmeter
GPX-Datei: Download per Rechtsklick hier.
Hinweis zur Dauer: Gefahren mit dem Tourenrad, sehr viele Fotostopps am Weg eingelegt.
Karte der „Flair des Südens“-Tour
–> durch Klick aktivieren (die Höhenmeter-Kurve lässt sich extra einblenden)
Ausschilderung & Streckenbeschaffenheit
Die Strecke verläuft großteils auf Asphalt, über wenig befahrene Landstraßen, teils am Radstreifen daneben.
Beim Start in Premstätten folgt man zuerst der Route des Erzherzog-Johann-Radweg (R9) bis Muttendorf und biegt dann dort auf den Kainachtalradweg (R14) ab. Erst ab dort ist die Route zusätzlich als „Flair des Südens“-Tour (731) ausgezeichnet.


Weiter geht es über den Liebochtalradweg (R56), bis der Anstieg in Richtung Florianiberg erfolgt. Über die Grazer Hauptradrouten, den Murradweg (R2) und Erzherzog-Johann-Radweg (R9) zurück zum Ausgangspunkt Premstätten.
1. Die Highlights der „Flair des Südens“-Tour
- Die Tour führt gemütlich durch das Untere Kainachtal und bietet schöne Ausblicke bis zur Koralpe.
- Am Florianiberg wird man nach einem kurzen Anstieg mit einem herrlichen Blick über das Grazer Becken belohnt.
- Kultig: der Abschnitt rund um den Grazer Flughafen, wo man mit etwas Glück eine abhebende Maschine erwischt.
- Zum entspannten Ausklang lassen sich der Schwarzlsee oder der Österreichische Skulpturenpark einbauen.
2. Streckenbeschreibung
Von Premstätten bis nach Straßgang
Los geht’s in Premstätten direkt beim Gemeindeamt, wo man in den Erzherzog-Johann-Radweg R9 Richtung Dobl einsteigt. Zunächst sind ein paar Meter hinauf Richtung Pfarrkirche zu absolvieren, kurz darauf verlässt man den Ort bereits wieder über die alte Werkssiedlung im Süden der Gemeinde.




Nun radelt man ein Stück entlang der Radstraße auf einer eigenen Radspur, vorbei am markanten Museumssender Dobl. Einst nahm hier mit Antenne Steiermark das erste Privatradio Österreichs seinen Betrieb auf, heute befindet sich dort ein Museum.

In Dobl warten entlang der Strecke gleich zwei Gasthäuser auf durstige Radfahrer. Die Route führt vorbei an Bauernhöfen und weiten Feldern, immer wieder auch auf eigenen Radstreifen. Und wie es sich für eine Tour in der Steiermark gehört, taucht natürlich bald auch schon der erste Kernöl-Verkauf am Straßenrand auf.



Zwischen Dobl und Weinzettl öffnet sich plötzlich eine wunderschöne Aussicht mit Blick bis zur Koralpe. Fast wie inszeniert stehen hier ein kleines Marterl und eine Rastbank mitten im Panorama.

In Muttendorf wechselt die Route vom R9 auf den R14, den Kainachtalradweg. Bei der „Flair des Südens“-Tour geht es nun weiter Richtung Norden. Würde man hier nach Süden abbiegen, könnte man die Fluss- und Abenteuer-Tour, eine weitere schöne Genussradel-Tour in der Region Graz, in Angriff nehmen.


Auch in Weinzettl lockt wieder ein Hofladen mit Kernöl, Schnäpsen und Geselchtem. Weiter geht es am Radstreifen entlang, ehe man übergangslos in Lannach landet.
Der folgende Abschnitt ist stärker von Gewerbe geprägt – unter anderem passiert man das Magna-Werk. Besonders malerisch ist dieser Teil zwar nicht, dafür hat man zumindest am Wochenende auf der breiten Straße freie Fahrt.

Wir verlassen nun die Kainach und folgen, nachdem wir durch Lieboch durchgeradelt sind, dem namensgleichen Fluss, der nun ein Stück lang die Route vorgeben wird. Und damit auch den Wegweisern des R56, des Liebochtalradwegs.


Die Strecke schlängelt sich nun durch blühende Wiesen und weite Getreidefelder. Die Landschaft vermittelt ein Gefühl von Offenheit und Ruhe, während am Horizont die Berge auftauchen. Immer wieder führt die Route am Waldrand entlang, ehe es langsam hügeliger und deutlich waldreicher wird.






Bei Attendorf wartet schließlich der erste Anstieg. Rund 100 Höhenmeter gilt es hinaufzukurbeln – kurz durchaus fordernd, dafür wird man oben mit wunderschönen Ausblicken auf die sanften Hügel des Grazer Umlands belohnt.
Danach folgt ein leicht gewellter Abschnitt rund um Attendorfberg, vorbei an Wiesen, kleinen Waldstücken und einzelnen Höfen.






Nach einer kurzen Abfahrt steht schließlich noch ein zweiter, etwas längerer Anstieg nach dem Ort Riederhof an. Mit dabei ist auch eine kurze Schotterpassage durch den Wald.





Auf dem Florianiberg angekommen wartet die verdiente Belohnung: schöne Villen entlang des Wolfgangwegs in Seiersberg, herrliche Ausblicke über das Grazer Becken – und eine Einkehrmöglichkeit, für die wir gerne ein paar Meter den Weg verlassen. Im Gasthof Luderbauer schmecken Apfelstrudel und Kaffee nach den Anstiegen gleich doppelt so gut, besonders im gemütlichen Gastgarten.
Von Straßgang zurück nach Premstätten
Kurz bleibt die Route noch oben am Berg, ehe die lange Abfahrt Richtung Straßgang beginnt. Kurz bevor man den Ort erreicht, zahlt es sich aus, eine kleine Lücke am Straßenrand zu nutzen und kurz stehenzubleiben: Von hier eröffnet sich ein besonders schöner Blick hinunter auf Graz aus südwestlicher Perspektive.


Auch der Turm der Wallfahrtskirche Straßgang ist von oben bereits gut zu sehen – wenig später fährt man direkt an ihr vorbei.

Durch Straßgang geht es weiter vorbei am beliebten Naturbad, während im Hintergrund Schloss St. Martin das Panorama prägt.

Danach folgt allerdings der am wenigsten idyllische Abschnitt der gesamten Tour: Puntigam. Hier reiht sich ein Gewerbebetrieb an den nächsten, dazwischen aber auch zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten und Supermärkte – ideal, um Getränke oder Proviant nachzufüllen. Ab hier ist man außerdem auf den Grazer Hauptradrouten unterwegs.
Etwas Aufmerksamkeit ist hier gefragt: Eine Bundesstraße muss auf zwei größeren Kreuzungen überquert werden. Der Verkehr ist hier deutlich dichter, teilweise fehlt auch eine eigene Radspur. Dieser Abschnitt ist stellenweise auch nicht optimal ausgeschildert. Dafür wartet gleich danach wieder ein etwas skuriller Moment der Tour, denn die Strecke führt direkt am Grazer IKEA vorbei. Wie kultig!

Kurz darauf erreicht man den Bahnhof Puntigam, wo man der Grazer Hauptradroute 9 folgt. Die Nähe zur Stadt merkt man hier sofort, denn plötzlich sind deutlich mehr Radfahrer unterwegs als auf den vielen Kilometern zuvor.



Fast vier Kilometer geht es nun nahezu durchgehend geradeaus, etwa die Hälfte davon auf einem angenehm breiten Radweg, auf dem man die Räder schön laufen lassen kann. Schließlich taucht bereits der Tower des Grazer Flughafens am Horizont auf.
Tipp: Wer möchte, kann hier eine schöne Alternative ab dem Bahnhof Puntigam wähle: Statt direkt weiterzufahren, kann man ein Stück Richtung Mur auf den Murradweg wechseln. Die Strecke führt an den Auwiesen vorbei, ehe man bei Feldkirchen wieder in die Route einsteigt – ein besonders netter Platz für eine Rastpause, den ich von der Hügelland Tour kannte.

In Feldkirchen umrundet man schließlich den Flughafen Graz und befindet sich wieder auf dem Erzherzog-Johann-Radweg R9. Aktuell gibt es hier zwar eine kurze Umleitung direkt entlang der Bundesstraße, bis auf eine Ampellänge verläuft diese aber auf einem eigenen Radstreifen neben der Straße.
Neben dem Flughafen ein kleines Luftfahrtmuseum mit historischen Flugzeugen direkt an der Strecke. Noch spannender ist allerdings der Blick auf die Start- und Landebahn: Mit etwas Glück erlebt man bei der Umrundung des Flughafens sogar ein startendes Flugzeug aus nächster Nähe.




Nach der Abzweigung beim Flughafen könnte man noch einen zusätzlichen Abstecher zum Schwarzlsee und in den Österreichischen Skulpturenpark einbauen. Diese Variante wurde bereits bei der Fluss- und Abenteuer-Tour beschrieben und würde rund vier zusätzliche Kilometer bedeuten.



Ansonsten wartet nur mehr der gemütliche Endspurt zurück nach Premstätten. Über eine Brücke geht es über die Autobahn, anschließend rollt man entspannt über Bierbaum zurück zum Ausgangspunkt.






Besonders nett zum Ausklang der Tour ist der Rathauspark – eine kleine grüne Ruheoase mitten im Ort. Am besten natürlich mit einer kühlen Erfrischung beim Wirt direkt daneben.
3. Meine Tipps für die „Flair des Südens“-Tour
Anreise und Parken
Die „Flair des Südens“-Tour ist mit dem Zug sowohl nach Graz (S-Bahn Puntigam) als auch nach Premstätten gut erreichbar. Einsteigen kann man auch von Graz aus über den Murradweg.
Parken kann man direkt beim Ausgangspunkt der Tour, dem Gemeindeamt in Premstätten.
Abkürzen und verlängern
Mit nur 41 Kilometern zahlt sich ein Abstecher bei dieser Tour nicht wirklich aus. Vielmehr macht es Sinn, bei Feldkirchen nicht die Route entlang der Bahn, sondern über den Murradweg zu nehmen – dann kommt man auch an den Auwiesen vorbei.
Wer die Tour verlängern möchte, kann sie mit der Fluss- und Abenteuer-Tour verbinden, die ebenfalls durch Premstätten und weiter bis nach Wildon führt.
Einkehren auf der „Flair des Südens“-Tour
- Direkt am Ausgangspunkt liegt am Rande des Rathausparks von Premstätten das „Piazza Uno“: mehrere abgestellte Räder vor dem Lokal sprechen schon vor dem Tourstart für sich, und eine kühlende Erfrischung nach der Tour ist hier fast aufgelegt.
- In Dobl radelt man an zwei Einkehrmöglichkeiten vorbei, dem Gasthof zum Stiegenwirt und dem Bachwirt – ebenfalls ein Radlertreff.
- Am Florianiberg liegt das Gasthaus Luderbauer fast direkt am Weg – schöne Aussicht und guter Kaffee!
- Wer die Rastpause mit einem Badestopp kombinieren möchte: am Straßganger Bad radelt man direkt vorbei; für den Schwarzlsee muss man einen kleinen Umweg von 2 Kilometern in Kauf nehmen (Achtung: der Eintritt von € 8,90 zahlt sich nur für einen längeren Stopp aus).


Unterkunfts-Tipp für die „Flair des Südens“-Tour
Wir haben diese Tour mit einer weiteren Radtour im Süden von Graz kombiniert und uns dafür im Hotel Schachenwald* in Premstätten (Ortsteil Bierbaum, etwa 1 Kilometer vom Tourstart) einquartiert.
*Affiliate Link. Für eine Buchung über diesen Link (die Kosten bleiben natürlich gleich!) erhalte ich eine kleine Provision, die 1:1 in die Betreuung meines Blogs fließt. Danke für deine Unterstützung!
Herzlichen Dank an die Region Graz für die Einladung zu dieser schönen Radtour! (Werbung)
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