Tag 5 auf der Radtour von PORTO nach LISSABON: von Sintra nach Cascais

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36 Kilometer von Sintra nach Cascais: Tourbericht zu meiner fünten Etappe der Radtour Porto-Lissabon mit Routeninfos, Fotos und meinen persönlichen Tipps. (Werbung)


Tag 5 der Radtour Porto-Lissabon

  • Dieser Radtag verläuft unüblich: Zuerst steht ein Transfer von Figueira da Foz nach Sintra an, dann wird Sintra ausgiebig erkundet. Zwar stehen heute nur wenige Kilometer auf dem Programm – aber die sind umso traumhafter.
  • Nach den kurzen, aber knackigen Steigungen in Sintra darf man die Räder laufen lassen: kilometerlang geht es hinunter bis an die Küste. Da lacht das Herz eines jeden Radlers!
  • Dann stehen unglaubliche Naturgewalten an einem Küstenabschnitt an, den auch schon James Bond toll gefunden hat. Meine absolute Lieblings-Szenerie der gesamten Radtour.
  • Die Küstenstraße bis nach Cascais hat es aber auch in sich, samt eigener Radspur und vielen weiteren schönen Ausblicken. Es geht vorbei an Leuchttürmen und faszinierenden Felsformationen.
  • Cascais ist ein Urlaubermekka par excellence, in dem es weit glamouröser zugeht als im Norden, wo die Radtour am ersten Tag ihren Anfang genommen hat. Nice!

Die Facts

Die Strecke von Sintra nach Cascais war meine fünfte Etappe auf der Radreise von Porto nach Lissabon mit Eurobike Radreisen.
Allgemeine Tipps für die Planung der Gesamttour habe ich in diesem Artikel zusammengefasst.


Streckenprofil

Streckenlänge: 36 Kilometer
Höhenprofil: 310 Höhenmeter (und 610 Höhenmeter Abfahrt!)
GPX-Datei: Download per Rechtsklick hier.
Hinweis zur Dauer: Gefahren mit dem Tourenrad, sehr viele Fotostopps am Weg eingelegt.


Karte dieser Etappe der Radtour Porto – Lissabon

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Die Radreise Porto – Lissabon im Package

Die sechstägige Route von Porto nach Lissabon (insgesamt 8 Tage inkl. An- und Abreise) kann bei Eurobike Radreisen unter diesem Link gebucht werden.
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Sintra: ein eigener Stopp für sich

Bei dieser Tour mit Eurobike Radreisen wird der Abschnitt des EuroVelo 1 zwischen Figueira da Foz und Colares praktischerweise überbrückt. Für Genussradler definitiv kein Nachteil, denn dieser Teil der Strecke gilt stellenweise als recht hügelig.

Radtransfer Eurobike Figueira da Foz - Sintra

So kommen wir in den Genuss eines Radtransfers: Gemeinsam mit unseren Rädern werden wir direkt beim Hotel abgeholt und bis nach Sintra chauffiert. Mehr Details dazu gibt es weiter unten – fest steht aber schon jetzt: Der Zwischenstopp in Sintra hält einige Überraschungen bereit. Und: Danach dürfen wir kilometerlang entspannt hinunter Richtung Küste rollen.

Doch zuerst zu Sintra. Mit seinen Sommerpalästen, herrschaftlichen Landsitzen und üppigen Gartenanlagen ist der Ort ein Ausflugsziel der Sonderklasse. Entsprechend voll ist es hier auch: Tuk-Tuks verstopfen die engen Straßen und bringen Touristen von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten – und davon gibt es in Sintra mehr als genug.

Vom Parkplatz aus, an dem unsere Räder ausgeladen werden, radeln wir zunächst hinunter in den Ort. Dort steht ein Abstecher zur Quinta da Regaleira auf dem Programm: eine Sehenswürdigkeit in Sintra, die man sich einfach nicht entgehen lassen kann.

Der ehemalige Landsitz aus dem 18. Jahrhundert wirkt wie eine eigene kleine Welt. Schon allein das Durchstreifen der weitläufigen Gartenanlagen wird zum Abenteuer. Zwischen verwunschenen Wegen, Grotten, Türmen und exotischen Pflanzen kommen Gartenfreunde hier voll auf ihre Kosten.

Das eigentliche Highlight wartet allerdings unter der Erde: der spektakuläre Initiationsbrunnen. Von oben betrachtet wirkt er wie ein tiefer Schacht, doch tatsächlich führt eine spiralförmige Treppe rund 30 Meter nach unten.

Nach dem Abstecher zur Quinta de Regaleira geht es für uns wieder zurück auf die Route. In mehreren Kehren zieht sich die Straße durch die Serra de Sintra nun steil nach oben, vorbei an prachtvollen Quintas und versteckten Landsitzen. Der Anstieg ist zwar fordernd, aber mit nur wenigen Kilometern gut machbar – zumal wir ohnehin noch einen weiteren längeren Stopp eingeplant haben.

Denn natürlich steht auch der Pena-Palast auf unserem Besichtigungsprogramm. Und der spielt in Sachen Farben, Architektur und verspielten Details wirklich alle Stückln. Wie ein Märchenschloss thront der Palácio Nacional da Pena hoch über der Stadt und zählt nicht umsonst zum UNESCO-Welterbe.

Von hier oben reicht der Blick weit über die bewaldeten Hügel bis hinunter zum Castelo dos Mouros, jener maurischen Burganlage, deren Ursprünge bis ins 8. Jahrhundert zurückreichen.

Castelo dos Mouros

Fast noch beeindruckender als der Palast selbst ist allerdings der weitläufige Park rundherum. Zwischen Teichen, Grotten, exotischen Bäumen und verwinkelten Wegen könnte man problemlos Stunden verbringen. Gerade für Gartenliebhaber ist dieser Ort viel zu reizvoll, um sich schnell wieder loszureißen.

So kommt es, dass wir erst gegen 18 Uhr vom Pena-Palast losradeln. Bei einer Gesamtdistanz von gerade einmal 36 Kilometern auf dieser Etappe ist das allerdings überhaupt kein Problem.

Von Sintra nach Cascais

Jetzt gilt es nur noch zwei, drei kurze und vergleichsweise leichte Anstiege zu bewältigen – und dann beginnt einer der schönsten Abschnitte der gesamten Tour. Von der Serra de Sintra geht es praktisch nur noch bergab in Richtung Küste. Rund 20 Kilometer lang lassen wir die Räder rollen. Radfahrtechnisch handelt es sich bei dieser Passage definitiv um eines der genussvollsten Stücke dieser Reise.

Die Straße führt in sanften Abfahrten durch das waldreiche Gebiet des Naturparks Sintra–Cascais. Immer wieder öffnen sich schöne Blicke auf die Orte entlang der Strecke, wo sich Häuser malerisch an die Hänge schmiegen. Dazwischen tauchen prachtvolle Herrenhäuser, Villen und alte Landsitze auf.

In Pé da Serra stoßen wir schließlich wieder auf die Route des EuroVelo 1. Kurz darauf könnte man bei Azoía noch einen Abstecher zum Cabo da Roca machen. Die zerklüftete Landspitze glitzert an diesem Tag nur mehr im Gegenlicht der langsam untergehenden Sonne.

Cabo de Roca Portugal

Das „Kap des Felsens“ markiert den westlichsten Punkt des europäischen Festlands, was den Farol do Cabo da Roca damit zugleich zum westlichsten Leuchtturm Europas macht.

Die Straße legt sich danach in weiten Kurven Richtung Küste, wo bereits der nächste Leuchtturm auftaucht: der Farol do Cabo Raso.

Wir passieren den kleinen Ort Malveira da Serra, ehe die Landschaft plötzlich beinahe unwirklich wirkt. Zwischen den Schirmpinien fühlt man sich fast wie in einer Savanne. Der Blick schweift über die Dünenlandschaft, Vögel zwitschern im Abendlicht und kündigen langsam den Sonnenuntergang an.

Praia do Guincho Portugal Surferstrand Atlantik

Das eigentliche Highlight – und für mich der schönste Moment der gesamten Radreise – folgt jedoch wenig später an der Praia do Guincho. Der berühmte Surferstrand diente bereits 1969 als Drehort für den James-Bond-Film „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“.

Praia do Guincho Portugal Surferstrand Atlantik

Der Blick über die Dünen und Holzstege hinaus aufs Meer ist schlicht überwältigend, ganz hinten zeichnet sich sogar noch das Cabo da Roca am Horizont ab.

Die schwer greifbare Landschaft ändert sich jeden Tag aufs Neue, denn die Wanderdüne Duna de Cresmina schafft täglich neue Sandlandschaften – und eine Nord-Süd-Bewegung von rund 10 Metern pro Jahr. Nur schwer reißen wir uns von diesem Anblick los.

Praia do Guincho Portugal Surferstrand Atlantik

Danach radeln wir mehrere Kilometer entlang der Küstenstraße weiter – erneut angenehm auf einer eigenen Radspur. Weitere Surferstrände wie die Praia da Cresmina folgen, daneben reiht sich ein Restaurant ans nächste. Immer wieder stehen Autos am Straßenrand, deren Fahrer offenbar ebenfalls auf den perfekten Sonnenuntergang warten.

  • Küstenstraße Atlanik Cascais
  • Küstenstraße Atlanik Cascais
  • Küstenstraße Atlanik Cascais

Am Cabo Raso passieren wir den markanten roten Leuchtturm sowie das Forte de São Brás de Sanxete. Gleichzeitig schweift der Blick immer wieder zurück ins Landesinnere zum Naturpark Sintra–Cascais, der im warmen Abendlicht besonders schön wirkt.

Kurz darauf erreichen wir bereits das Forte São Jorge de Oitavos – inzwischen fast schon im Mondschein. Und noch eine weitere Sehenswürdigkeit wartet kurz vor Cascais: der Farol da Guia, einer der markantesten Leuchttürme an der portugiesischen Küste.

  • Forte São Jorge de Oitavos
  • Forte São Jorge de Oitavos
  • Küstenstraße bei Cascais
  • Leuchtturm Cascais
  • Küstenstraße bei Cascais
  • Küstenstraße bei Cascais

Ein letztes Naturhighlight folgt schließlich bei der Boca do Inferno. Die vom Meer ausgewaschene Klippe mit ihrem Felsbogen und der Höhle wirkt im Abendlicht besonders dramatisch. Von hier aus bietet sich noch einmal ein schöner Blick zurück auf den Leuchtturm, den wir gerade erst passiert haben.

Immer mehr Jogger, Spaziergänger und Hundebesitzer zeigen schließlich an: Weit kann es nicht mehr bis Cascais sein. Kurz darauf rollen wir tatsächlich ins Zentrum des mondänen Küstenortes ein. Elegante Promenaden, Sommerstimmung, Strand und Meer – Cascais versprüht genau jene entspannte Atmosphäre, für die die portugiesische Riviera so geliebt wird.

Meine Tipps für diese Etappe der Radtour Porto – Lissabon

  • Der Radtransfer dauert etwa 2 Stunden, mit Einsammeln aller Radler und Kaffeepause etwa 3 Stunden. Wir sind um Mittag in Sintra angekommen. Das Abladen der Räder in Sintra ging schnell vonstatten.
  • Die Tickets für die Quinta da Regaleira* haben wir vorab online gebucht, um diese besondere Sehenswürdigkeit nicht zu verpassen. Der Zeitslot um 12.30 ist sich allerdings gerade ausgegangen. Entweder eine halbe Stunde später reservieren oder dem Fahrer des Radtransfers Bescheid geben, dass ein Ticket gebucht wurde.
  • Auch die Tickets für den Pena-Palast* haben wir vorab online gebucht. Eigentlich reicht der Besuch des Parks aus, außer, man möchte den Palast von innen sehen. Allerdings schieben sich hier lange Schlangen durch die Räume – ein Programmpunkt, den man eventuell auslassen kann.
  • Die Räder haben wir beim ersten Eingang (bei den Teichen) stehengelassen, um uns die letzten 100 Höhenmeter zum Haupteingang zu ersparen (Kostenpunkt: € 10,-).
  • Wer noch Puffer hat, am besten auch Zeit für den „James-Bond-Strand“, die Praia do Guincho, einplanen. Von diesem Anblick schwärme ich heute noch.
  • Cascais ist sowieso ein Kapitel für sich: absolutes Urlaubermekka, das dementsprechend von Touristen bevölkert ist. Kann eventuell nach so vielen Tagen an der Atlantikküste leicht überfordern 😉

Übernachtungstipp auf dieser Etappe der Route Porto – Lissabon: das Hotel Baía Cascais

Absolut top und passend zum mondänen Urlaubsort: das Hotel Baía Cascais* hat uns einfach nur verwöhnt. Die Lage ist mitten im Zentrum, de Zimmer sind großzügig und top.

  • Hotel Baía Cascais
  • Hotel Baía Cascais
  • Hotel Baía Cascais
  • Hotel Baía Cascais
  • Hotel Baía Cascais
  • Hotel Baía Cascais

Das reichhaltige Frühstück haben wir auf der Terrasse direkt neben der Strandpromenade eingenommen. Eine wunderbare Einstimmung auf die letzte Etappe!

Mehr zur Radtour Porto – Lissabon

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