Tag 1 auf der Radtour von PORTO nach LISSABON: von Porto nach Furadouro
48 Kilometer von Porto nach Furadouro: Tourbericht zu meiner ersten Etappe der Radtour Porto-Lissabon mit Routeninfos, Fotos und meinen persönlichen Tipps. (Werbung)
Tag 1 der Radtour Porto-Lissabon
- Start der Tour ist in Porto. Zuerst muss die Brücke über den Douro überquert werden.
- Nur wenige Kilometer darauf schlägt man bereits am Atlantik auf, dem man auf dieser Radtour bis nach Lissabon folgen wird.
- Zahllose Strände reihen sich an der Küste auf, bis man die Lagune der Barrinha de Esmoriz erreicht. Dort radelt man einige Zeit direkt in den Dünen auf Holzstegen.
- Durch den Dünenwald und mit Blick auf schöne Sandstrände erreicht man schließlich das Etappenziel in Furadouro.
Die Facts
Die Strecke von Porto nach Furadouro war meine erste Etappe auf der Radreise von Porto nach Lissabon mit Eurobike Radreisen.
Allgemeine Tipps für die Planung der Gesamttour habe ich in diesem Artikel zusammengefasst.
Streckenprofil
Streckenlänge: 48 Kilometer
Höhenprofil: 110 Höhenmeter
GPX-Datei: Download per Rechtsklick hier.
Hinweis zur Dauer: Gefahren mit dem Tourenrad, sehr viele Fotostopps am Weg eingelegt.
Karte dieser Etappe der Radtour Porto – Lissabon
–> durch Klick aktivieren (die Höhenmeter-Kurve lässt sich extra einblenden)
Die Radreise Porto – Lissabon im Package
Die sechstägige Route von Porto nach Lissabon (insgesamt 8 Tage inkl. An- und Abreise) kann bei Eurobike Radreisen unter diesem Link gebucht werden.
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Den Code „ausgeflogen2026“ bei Online-Buchung unter „sonstige Wünsche“ eintragen (wird nach der Buchung individuell bestätigt). Gültig bis Ende 2026.
Von Porto an die Atlantikküste
Unsere Tour startet im Stadtteil Boavista, etwas abseits der historischen Altstadt von Porto, die wir bereits am Vortag erkundet haben. Die Räder übernehmen wir direkt in unserem Hotel – mehr zum organisatorischen Teil der Tour mit Eurobike Radreisen gibt es hier zum Nachlesen.



Praktisch: Der Palácio de Cristal liegt ohnehin auf unserer Route, denn offiziell beginnt die erste Etappe dieser Radreise an der Dom-Luís-I.-Brücke – jener ikonischen Stahlbrücke, die man unweigerlich mit Porto verbindet. Vom Palácio de Cristal blicken wir hinunter auf den Douro, dem wir von nun an bis zu seiner Mündung in den Atlantik folgen werden.
Kurz darauf rollen wir bereits hinunter ans Douro-Ufer und fahren entlang der Promenade bis zur Brücke. Auf den letzten Metern wird es etwas zäh, zu viele Touristinnen und Touristen versperren den Weg.

Aber kein Wunder: Jeder möchte das Wahrzeichen Portos einmal aus nächster Nähe erleben – oder zumindest darüber spazieren. Das geht übrigens auf zwei Ebenen.


Am gegenüberliegenden Ufer wartet Vila Nova de Gaia, die Schwesternstadt Portos, auf uns. Zwischen Douro und den berühmten Portweinkellern verlassen wir langsam die Stadt und bewegen uns Richtung Mündungsgebiet des Flusses. Eine perfekte Gelegenheit, die Räder kurz abzustellen und den Holzstegen im Reserva Natural Local do Estuário do Douro zu folgen, die hinaus ins Delta führen.



In diesem geschützten Gebiet rasten zahlreiche Zugvögel. Mit etwas Glück lassen sich nicht nur Reiher beobachten, sondern auch Kormorane oder sogar Eisvögel inmitten der Salzwiesen und Feuchtgebiete entdecken.
Und dann folgt auch schon der erste wirklich bewegende Moment dieser Radreise: Wir erreichen den Atlantik. An der Praia de Lavadores müssen wir einfach kurz innehalten.

Auch wenn uns in den kommenden Tagen noch viele Strände begleiten werden: dieser erste Blick aufs Meer bleibt etwas Besonderes.


Schön auch die leuchtend gelbe Mittagsblume, die hier zwischen den Felsen und am Strand wächst – und uns auf der weiteren Strecke noch öfter begegnen wird.
Am Atlantik entlang bis nach Esmoriz
Nun geht es endgültig Richtung Süden – auf breiten Radwegen mit eigenen Spuren, stets entlang der Atlantikküste und vorbei an unzähligen Sandstränden. Dort, wo kein direkter Zugang zu den Buchten möglich ist, führen hölzerne Stege durch die geschützten Dünen hinaus ans Meer. Immer wieder lohnt es sich, kurz stehen zu bleiben und einfach nur auf die Wellen hinauszublicken.





Einen ersten kurzen Stopp legen wir bei der Capela do Senhor da Pedra ein. Zwar liegt die kleine Kapelle etwas im Dunst, doch gerade das verleiht ihr eine besondere Stimmung. Die Kapelle aus dem 18. Jahrhundert steht direkt auf den Felsen am Meer und ist bis heute ein bedeutendes Wallfahrtsziel für die Menschen aus dem nahen Vila Nova de Gaia – und natürlich auch ein beliebtes Fotomotiv.
Wir radeln weiter, obwohl es entlang der Strecke unzählige Gelegenheiten für eine gemütliche Kaffeepause gäbe. Unser nächster Halt ist Aguda. Es geht vorbei an der Igreja Paroquial, ehe sich wenig später erneut einer dieser wunderbaren Blicke auf den Atlantik eröffnet, wo sich im Hintergrund der Bucht ein Leuchtturm zwischen den Felsen versteckt.
Danach folgen längere Abschnitte entlang der Strandpromenade, bevor wir die Capela de São Pedro von Espinho passieren. Der Ferienort Espinho gilt als einer der bekanntesten Badeorte der Region und beherbergt zugleich das größte Casino Portugals.

Besonders schön wird es wenig später: Der Radweg führt nun auf Holzstegen direkt über die Dünen entlang eines weitläufigen Sandstrandes. Spätestens hier ist der perfekte Moment gekommen, um eine kleine Pause einzulegen und durch den Sand zu spazieren. Auch die Räder scheinen sich in dieser malerischen Umgebung wohlzufühlen.





Weitere Strände folgen – darunter die Praia de Paramos und die Praia de Silvalde, die deutlich ruhiger wirken als der lebhafte Hotspot Espinho. Und schon erreichen wir den nächsten Naturschauplatz dieser Etappe: die Barrinha de Esmoriz.
Von Esmoriz bis nach Furadouro
Wieder heißt es: Räder abstellen und hinaus auf die Holzplanken, denn die nächste Sehenswürdigkeit wartet bereits. Bei der Barrinha de Esmoriz handelt es sich um eine Lagune, die über einen schmalen Kanal mit dem Meer verbunden ist. Auch hier fühlen sich zahlreiche Zugvögel wohl, gleichzeitig dient das Natura-2000-Gebiet vielen Arten als Brutplatz. Insgesamt wurden in diesem einzigartigen Lebensraum bereits rund 170 Vogelarten gesichtet.
Ein Rundweg führt durch diese faszinierende Landschaft zwischen Land und Wasser. Wir spazieren bis zu einer kleinen Brücke vor, die über eine Lagoa, einen stillen Teich innerhalb der Lagunenlandschaft, führt. Das Schilf, das ruhige Wasser und dahinter die weißen Dünen schaffen hier eine ganz besondere Atmosphäre.





Nach dem Rundgang geht es auch mit den Rädern weiter über Holzstege – mitten durch die Ausläufer der Lagune. Für Gartenfreunde ein kleines Highlight: Zwischen dem Buschwerk wachsen wilde Callas, die der Landschaft zusätzliche Farbtupfer verleihen.
Auf den letzten Kilometern nach Furadouro verändert sich die Umgebung plötzlich deutlich. Der Radweg führt nun hinter den Dünen durch einen Kiefernwald. Entlang der Straße radeln wir auf einem eigenen Radstreifen durch den angenehm schattigen Waldabschnitt.


Wer hier noch genügend Zeit hat, sollte unbedingt einen kurzen Abstecher zu einem der Strände hinter den Dünen machen. Natürlich lassen auch wir uns den Blick auf die langgezogene Traumbucht nicht entgehen. Wie oft haben wir an diesem Tag bereits über die raue Schönheit der Atlantikküste gestaunt? Und doch wirkt jeder neue Strand wieder ein wenig anders.
Ein letztes Stück führt noch einmal durch den Dünenwald, bevor wir schließlich in Furadouro einradeln. Auch hier wartet ein schöner Strand – und am Abend ein Stelldichein in einer der Beachbars.





Zum ersten Mal probieren wir die für Porto so berühmte Francesinha. Üppig, deftig und genau das Richtige nach einem langen Tag im Sattel.




Alles in allem ist es ein wunderschöner erster Tag unserer Radtour von Porto nach Lissabon, der von einem traumhaften Sonnenuntergang über dem Atlantik gekrönt wird.
Meine Tipps für diese Etappe der Radtour Porto – Lissabon
- Grundsätzlich sind die Radwege auf dieser Etappe top, oft mit Radstreifen und eigener Spur.
- Nur durch Porto muss man sich zuerst einmal durchhanteln: rund um die Brücke über den Douro ist aufgrund des Gedränges sowieso Schieben angesagt.
- Die Lagune von Esmoriz befährt man auf Holzstegen, die bei Regen rutschig sein können. Achtung: Auf dem kurzen Weg zur Lagunenbrücke sind einzelne Holzplanken lose, daher beim Gehen gut aufpassen! Der kurze Abstecher in die Lagune zahlt sich aber definitiv aus!
- Bei uns hat das Wetter noch nicht ganz mitgespielt, aber bei schönerem Wetter kann man an einem der vielen Sandstrände die Badesachen auspacken. Entweder sucht man sich gleich einen der Strände nach Porto aus, oder biegt im Küstenwald vor Furadouro zu einer der langgezogenen Traumbuchten ab.
Übernachtungstipp auf dieser Etappe der Route Porto – Lissabon: das Furadouro Boutique Hotel Beach & SPA
Wir wurden von Eurobike Radreisen im Furadouro Boutique Hotel Beach & SPA* einquartiert. Ein gemütliches Spa-Hotel, das uns gleich bei der Ankunft mit frischgepressten Säften und Erfrischungstüchern begrüßte.


Gemütlich und direkt an der Strandpromenade gelegen. Wer Lust hat, kann das Wellness-Angebot des Hauses in Anspruch nehmen.
Mehr zur Radtour Porto – Lissabon
- Gleich weiterradeln: hier geht’s zu Etappe 2
- Tipps für die Planung: meine Erfahrungen auf der Radreise Porto – Lissabon
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