Tag 4 auf der Radtour von PORTO nach LISSABON: von Praia de Mira nach Figueira da Foz

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50 Kilometer von Praia de Mira nach Figueira da Foz: Tourbericht zu meiner vierten Etappe der Radtour Porto-Lissabon mit Routeninfos, Fotos und meinen persönlichen Tipps. (Werbung)


Tag 4 der Radtour Porto-Lissabon

  • Die erste Hälfte der Etappe führt auf einer Nebenstraße mit Radspur kilometerlang durch die Dünen – eine einzigartige Szenerie.
  • Danach sind zwei kurze, aber knackige Anstiege zu bewältigen: rund um das Cabo Mondego auf einer gewundenen Küstenstraße mit traumhaften Aussichten über die Steilküste und den Atlantik.
  • Etappenziel ist Figueira da Foz: ein Hafenstädtchen, in dem der Sundowner zwischen Leuchtturm und Fort eingenommen wird. Malerisch!

Die Facts

Die Strecke von Praia de Mira nach Figueira da Foz war meine vierte Etappe auf der Radreise von Porto nach Lissabon mit Eurobike Radreisen.
Allgemeine Tipps für die Planung der Gesamttour habe ich in diesem Artikel zusammengefasst.


Streckenprofil

Streckenlänge: 50 Kilometer
Höhenprofil: 200 Höhenmeter
GPX-Datei: Download per Rechtsklick hier.
Hinweis zur Dauer: Gefahren mit dem Tourenrad, sehr viele Fotostopps am Weg eingelegt.


Karte dieser Etappe der Radtour Porto – Lissabon

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Die Radreise Porto – Lissabon im Package

Die sechstägige Route von Porto nach Lissabon (insgesamt 8 Tage inkl. An- und Abreise) kann bei Eurobike Radreisen unter diesem Link gebucht werden.
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Von Praia de Mira bis Murtinheira

Heute steht ein scheinbar endloses Stück durch die Dünenlandschaft auf dem Programm – rund 14 Kilometer lang. Die Straße zieht sich schnurgerade, aber teils hügelig, dahin. Linkerhand begleitet uns der Dünenwald, rechts irgendwo hinter den Sandhügeln der Atlantik. Bei Schönwetter dürfte hier deutlich mehr los sein, schließlich liegen hinter den Dünen einige der schönsten Strände der Region. Doch an diesem Tag zeigt sich die Küste von ihrer raueren Seite.

Stundenlang begleitet uns Regen. Mal stärker, mal nur feiner Niesel, aber konstant genug, um alles in eine melancholische Stimmung zu tauchen. Zum Glück ist die Strecke trotzdem angenehm zu fahren: Der Belag ist gut, dazu gibt es eine eigene Radspur, und Verkehr begegnet uns auf dieser Straße kaum.

Nach der langen geraden Passage biegen wir schließlich ab und kommen an der Lagoa da Vela vorbei – einem weiteren Natura-2000-Gebiet auf dieser Radreise von Porto nach Lissabon. Der kleine Teich wirkt ruhig und ursprünglich, mit Bänken am Ufer, die bei Sonnenschein sicher zu einer längeren Pause einladen würden. Heute allerdings treibt uns der Regen eher weiter.

Eine willkommene Unterbrechung bietet Quiaios. Im Café Regional, einer einfachen örtlichen Bar, gönnen wir uns erst einmal einen heißen Kaffee und trocknen zumindest ein wenig auf. Danach geht es durch den kleinen Ort weiter Richtung Küste.

Und plötzlich liegt er wieder vor uns: der Atlantik. An der Praia de Quiaios öffnet sich der Blick auf einen breiten, fast menschenleeren Sandstrand. Nach dem langen Regen wirkt die Stimmung hier mit den dunklen Wolken über de Meer und der leichten Brise besonders intensiv.

Wir halten kurz inne, um diesen Moment einzufangen. Dann heißt es wieder, aufs Rad zu steigen, denn nun warten die ersten richtigen Steigungen dieser Tour auf uns.

Von Murtinheira bis nach Figueira da Foz

Noch einmal schweift der Blick zurück auf den endlosen Strand von Quiaios, bevor die Aufmerksamkeit ganz der Straße vor uns gehört. Spektakulär windet sich die neue Küstenstraße entlang der Felsen, stellenweise ganz nah am Abgrund – und dennoch fährt es sich überraschend entspannt.

Eine eigene Radspur sorgt für Sicherheit, zudem gilt hier Tempo 30. An diesem regnerischen Tag begegnen uns ohnehin kaum Autos, sodass wir die dramatische Küstenlandschaft fast ungestört genießen können.

  • Küstenstraße Cabo Mondego Portugal
  • Küstenstraße Cabo Mondego Portugal
  • Küstenstraße Cabo Mondego Portugal

Immer wieder fällt die Straße steil ab, unten donnern die Wellen gegen die Felsen, während die Brandung weit hinaus aufs Meer schäumt. Schließlich erreichen wir das Cabo Mondego – jenes Kap, an dem sich die einzige echte Steilküste der portugiesischen Atlantikküste befindet.

Leuchtturm Cabo Mondego Portugal

Besonders ins Auge fällt der Leuchtturm von Cabo Mondego. Fast romantisch thront er oben auf den Klippen, während unten die Überreste alter Industrieanlagen an eine ganz andere Vergangenheit erinnern: Hier wurde einst Kohle abgebaut.

Nicht mehr allzu lange dauert es, bis sich plötzlich am Miradouro do Cabo Mondego der Blick auf unser Etappenziel öffnet: Figueira da Foz liegt vor uns. Davor zieht sich mit der Praia da Claridade ein scheinbar endloser Sandstrand entlang, an dem wir noch ein gutes Stück entlangradeln.

Auch hier tauchen wieder die typischen Palheiro-Häuschen am Strand auf. Gleichzeitig herrscht in Figueira da Foz maritime Hafenromantik: Ständig laufen Schiffe über die Mole in den Rio Mondego ein und aus, kleine Frachter ebenso wie später am Abend die Fischerboote.

Figueira da Foz selbst wirkt angenehm lebendig und lädt zum Herumschlendern ein. Wie schon in Aveiro entdecken wir auch hier schöne Jugendstilhäuser mit Azulejo-Fassaden. Besonders auffällig ist das alte Casino aus dem Jahr 1884 – das älteste noch betriebene Casino der Iberischen Halbinsel.

Auch der Torre do Relógio gehört zu den markanten Wahrzeichen der Stadt. Dazu kommen die typischen gemusterten Mosaikböden auf den Gehwegen, die man in Portugal einfach immer wieder gerne anschaut.

Den Abend lassen wir beim Forte de Santa Catarina mit einem Sundowner ausklingen und genießen den Blick auf den Farolim de Santa Catarina und die Fischerboote, die trotz starkem Wellengang hinaus aufs Meer fahren.

Meine Tipps für diese Etappe der Radtour Porto – Lissabon

  • Die erste Hälfte dieser Tour führt auf einer ewig langen Geraden mitten durch die Dünen, es ist keine Infrastruktur vorhanden – daher Wasser und gegebenfalls Proviant mitnehmen.
  • Ein letzter kurzer Stopp ist die Praia de Quiaios vor den zwei kurzen, aber steilen Anstiegen am Cabo Mondega.
  • Die Straße an der Steillküste des Kap ist zwar schmal, aber dennoch gut zu befahren, da ein Limit von 30 km/h gilt. Für mich eines der Highlights der gesamten Tour.
  • Figueira da Foz ist schnell abspaziert, aber an der Bar des Forts kann man den Tag schön bei einem Sundowner ausklingen lassen. Romantisch!

Übernachtungstipp auf dieser Etappe der Route Porto – Lissabon: das Costa de Prata Hotel

Wir waren im Costa de Prata Hotel*, einem Beachhotel in Höhe des Forts, untergebracht.

Besonders nett: Das Frühstück nimmt man hier in der obersten Etage mit Blick auf Strand und Meer ein.

Mehr zur Radtour Porto – Lissabon

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