Tag 2 auf der Radtour von PORTO nach LISSABON: von Furadouro nach Aveiro
40 Kilometer von Furadouro nach Aveiro: Tourbericht zu meiner zweiten Etappe der Radtour Porto-Lissabon mit Routeninfos, Fotos und meinen persönlichen Tipps. (Werbung)
Tag 2 der Radtour Porto-Lissabon
- Der zweite Tag führt zuerst kilometerlang auf einer schmalen Landzunge an der Riva de Aveiro, der Lagune von Aveiro entlang.
- Danach fährt man in das hübsche Lagunenstädtchen Aveiro ein, das auch gerne als „Venedig Portugals“ bezeichnet wird. Wir waren vor allem von den vielen Jugendstilvillen in Aveiro begeistert.
Die Facts
Die Strecke von Furadouro nach Aveiro war meine zweite Etappe auf der Radreise von Porto nach Lissabon mit Eurobike Radreisen.
Allgemeine Tipps für die Planung der Gesamttour habe ich in diesem Artikel zusammengefasst.
Streckenprofil
Streckenlänge: 40 Kilometer
Höhenprofil: 20 Höhenmeter
GPX-Datei: Download per Rechtsklick hier.
Hinweis zur Dauer: Gefahren mit dem Tourenrad, sehr viele Fotostopps am Weg eingelegt.
Karte dieser Etappe der Radtour Porto – Lissabon
–> durch Klick aktivieren (die Höhenmeter-Kurve lässt sich extra einblenden)
Die Radreise Porto – Lissabon im Package
Die sechstägige Route von Porto nach Lissabon (insgesamt 8 Tage inkl. An- und Abreise) kann bei Eurobike Radreisen unter diesem Link gebucht werden.
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Von Furadouro an der Ria entlang
Ein kurzes Stück noch aus der Stadt hinausgeradelt – und schon beginnt sie: die Ria de Aveiro, jene weitläufige Lagunenlandschaft, die sich ab Furadouro rund 45 Kilometer Richtung Süden zieht. Am zweiten Tag unserer Radreise von Porto nach Lissabon folgen wir ihr auf einer schmalen Landzunge, die die Ria vom Atlantik trennt – ganze 25 Kilometer lang.




Die Strecke verläuft entlang einer Landstraße, meist angenehm auf einem Radstreifen oder dem asphaltierten Bankett daneben. Immer wieder kommen uns Rennradfahrer entgegen, die hier offenbar ihre morgendlichen Trainingsrunden drehen.

Unterwegs passieren wir kleine Orte mit hübschen Villen und gepflegten Vorgärten. Papageienpflanzen und Orangenbäume sorgen für mediterranes Flair, dazwischen tauchen immer wieder alte, teils verfallene Häuser auf. Besonders schön sind die typischen Azulejo-Fassaden – jene blau-weißen Kacheln, für die Portugal so berühmt ist. Es ist ein netter Einblick in Wohngegenden abseits der klassischen Strandorte und Ferienhäuser.


Hinter den Häusern erstreckt sich der Atlantikstrand von Torreira – ein scheinbar endloser Sandstreifen, der sich über mehr als 20 Kilometer zieht. Auf der anderen Seite begleitet uns der Blick auf die teils trocken gefallene Lagune. Salzlacken linkerhand verraten bereits, wohin wir unterwegs sind: nach Aveiro, dem „Venedig Portugals“, wo in den Salzgärten bis heute das berühmte weiße Gold gewonnen wird.






Zur Feuchtlandschaft passen auch die vielen Störche, die wir unterwegs entdecken. Immer wieder thronen ihre Nester auf Hausdächern oder Masten. Der Radweg führt direkt am Rand der Lagune entlang, durch ein einzigartiges Ökosystem aus Dünenlandschaften, Wasserarmen, Schilfgürteln und Auwäldern. Auch hier kommen Ornithologen auf ihre Kosten, denn zahlreiche Zugvögel machen in der Ria Rast.



Zeit, das Leben am Wasser zu beobachten, gibt es auf dieser Etappe genug. Kilometerlang passiert auf der ruhigen Nebenstraße kaum etwas – abgesehen von der kurzen Unterbrechung in Torreira. Wir radeln an der örtlichen Kirche vorbei und weiter zum kleinen Hafen mit seinen hübschen Strandhäuschen.



Nach dem Ort wird es noch ruhiger. Die Straße verläuft weiter entlang der Lagune, Fischerboote schaukeln auf dem Wasser, links glitzert die breite Wasserfläche in der Sonne. Zwischendurch schweift der Blick aber auch immer wieder hinüber zu den Gemüsefeldern der Bauern auf der anderen Straßenseite.


Auf den letzten Kilometern tauchen schließlich die ersten Fischerhütten auf Stelzen in der Lagune auf. Auch die dem Meer zugewandte Seite wird nun besonders reizvoll: Das Reserva Natural das Dunas de São Jacinto bildet eine faszinierende Übergangszone zwischen Land und Meer. Hier fühlen sich sogar rosa Flamingos wohl. Vögel zwitschern, es riecht nach Eukalyptus, die Sonne brennt vom Himmel – und obwohl wir direkt neben der Straße radeln, ist fast niemand unterwegs. Eine wunderbar ruhige Stimmung, bevor es später im quirligen Aveiro deutlich lebhafter werden wird.



Und dann erreichen wir São Jacinto, ein nettes kleines Küstenörtchen. Hier endet der Weg vorerst, denn wer weiter Richtung Aveiro möchte, muss zuerst einmal übers Wasser. Dafür nehmen wir die Fähre nach Gafanha da Nazaré (Tipps dazu siehe unten).
Die Einfahrt nach Aveiro
Wer glaubt, nach der Fährfahrt sofort in Aveiro anzukommen, irrt: Bis ins Zentrum sind noch gut zehn Kilometer zurückzulegen, bis zu unserem Hotel – das etwas außerhalb der Altstadt liegt – sogar noch einmal einige mehr.




Zunächst führt die Route durch das weitläufige Hafengebiet. Bei den vielen Kanälen überrascht es nicht, dass sich hier über Jahrhunderte ein bedeutender Hafen entwickelt hat. Aveiro war einst ein Zentrum der Kabeljaufischerei und der portugiesischen Fernfischerei. Von hier aus fuhren die Schiffe bis hinaus in den Nordatlantik und nach Neufundland. Und auch heute prägen Fischtrawler und Werften noch das Bild des Hafens.
Direkt nach dem Fähranleger liegt bereits das Museumsschiff Santo André, ein ehemaliges Kabeljauschiff, das an diese Zeit erinnert. Entlang der Strecke passieren wir Frachter, Kräne, Werften und Fischfabriken. Dazwischen versuchen Angler neben ausrangierten Fischkuttern ihr Glück. Besonders auffällig: alte Boote wie die São Rafael, die noch immer vom einstigen Reichtum der Kabeljaufischerei erzählen.



Die Radroute wurde angenehm so angelegt, dass man den großen Verkehrsachsen meist ausweicht. Im Hafengebiet bleibt Verkehr zwar nicht ganz aus, und kurz streifen wir auch die Auffahrt zur Autobahn, doch schon wenig später wird es wieder deutlich ruhiger.
Neben der Fischerei war und ist vor allem das Salz ein bedeutender Wirtschaftsfaktor der Region. Es diente einst zur Konservierung des berühmten Bacalhau, des gesalzenen Stockfischs, der bis heute als portugiesisches Nationalgericht gilt. Schon bald kommen wir an den ersten Salzgärten vorbei. In den flachen Becken wird das Lagunenwasser so lange zurückgehalten, bis das Salz kristallisiert.



Genau hier muss ich plötzlich an die Radreise denken, die ich im Vorjahr mit Eurobike Radreisen in Frankreich entlang der Loire bis an den Atlantik unternommen habe. Damals habe ich in den Salzgärten von Guérande viel Wissenswertes über die traditionelle Salzgewinnung gelernt.
Kaum erreichen wir die Altstadt Aveiros mit ihren Kanälen, fallen sofort die ersten Moliceiros-Boote auf. Die bunt bemalten Gondeln schippern heute vor allem Touristen durch die Wasserstraßen – und haben Aveiro den Beinamen „Venedig Portugals“ eingebracht. Früher wurde mit diesen speziellen Booten allerdings Seegras geerntet, das anschließend als Dünger verwendet wurde.



Wir radeln entlang einer der Kanäle quer durch die Stadt bis ans Ende, wo unser Hotel auf uns wartet. Schon jetzt fällt auf, wie viele wunderschöne Jugendstilhäuser hier entlang des Wassers aufgereiht sind.



Aveiro wirkt auf Anhieb charmant – ein hübsches Lagunenstädtchen, das wir nach der Radtour bei einem Spaziergang noch genauer erkunden werden.
Meine Tipps für diese Etappe der Radtour Porto – Lissabon
- Mit rund 25 Kilometern radelt man ziemlich lange an der Ria, der Lagune von Aveiro, entlang. Am besten hebt man sich die Zeit für das hübsche Städtchen Aveiro auf (außer man hat einen Durchstich zum Praia das Dunas de São Jacinto eingeplant – denn diesen hat man für sich).
- Die Fährüberfahrt ist bei der Radtour Porto-Lissabon mit Eurobike Radreisen im Package inkludiert. Die Fährzeiten kann man hier abrufen.
- Kurz bevor man nach den Salzfeldern die Brücke über den Canal das Pirâmides überquert, gibt es ein kleines Salzmuseum, das die traditionelle Salzgewinnung in den Salzfeldern erklärt.
- Ansonsten, wie bereits oben erwähnt: Zeit einplanen für Aveiro. Das Städtchen ist klein, aber sehr hübsch, und wer für alte Jugendstilhäuser einiges übrig hat, wird hier definitiv fündig. Tipp: das Jugendstilmuseum unweit der Touristeninformation.
Übernachtungstipp auf dieser Etappe der Route Porto – Lissabon: das Hotel Melia Ria Aveiro
Zwar nicht mitten in der Altstadt, aber durch die Lage am Ende des Kanals am Cais da Fonte Nova gelegen, genießt man die Ruhe abseits des Trubels im Hotel Melia Ria Aveiro*, das mit allen Annehmlichkeiten einer Kette aufwartet.


In nur wenigen Minuten spaziert man zu Fuß am Kanal entlang ins Zentrum. Perfekt, um sich nach einem Radtag gut zu erholen.
Mehr zur Radtour Porto – Lissabon
- Gleich weiterradeln: hier geht’s zu Etappe 3
- Tipps für die Planung: meine Erfahrungen auf der Radreise Porto – Lissabon
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