Tag 6 auf der Radtour von PORTO nach LISSABON: von Cascais nach Lissabon
43 Kilometer von Cascais nach Lissabon: Tourbericht zu meiner sechsten Etappe der Radtour Porto-Lissabon mit Routeninfos, Fotos und meinen persönlichen Tipps. (Werbung)
Tag 6 der Radtour Porto-Lissabon
- Der letzte Tag der sechstägigen Radtour von Porto nach Lissabon könnte schöner nicht sein: an der Portugiesischen Riviera reiht sich zwischen Cascais und Lissabon ein Traumstrand an den nächsten.
- Den Anfang macht die durchgehende Strandpromenade zwischen Cascais und Estoril, an der man zwar nicht gut zum Radeln kommt, aber sowieso jeden Moment stehenbleibt, um wieder einen Ausblick zu genießen.
- Nach einer kurzen Abzweigung von der Küste folgen weitere Strände, bis man die Tejo-Mündung in den Atlantik erreicht. Die ikonische Hängebrücke, die sich von Lissabon über 3 Kilometern über den Tejo spannt, ist ab nun kilometerlang zu sehen.
- Vorbei am Torre de Belém und dem Entdeckerdenkmal erreicht man schließlich an der Praça do Comércio den Eingang in die Altstadt. Bis zum Hotel im Stadtteil Oriente sind noch einige Kilometer entlang des revitalisierten Hafengeländes zu radeln. Nicht jeder Tourist darf Lissabon auf diese Weise entdecken!
Die Facts
Die Strecke von Cascais nach Lissabon war meine sechste Etappe auf der Radreise von Porto nach Lissabon mit Eurobike Radreisen.
Allgemeine Tipps für die Planung der Gesamttour habe ich in diesem Artikel zusammengefasst.
Streckenprofil
Streckenlänge: 43 Kilometer
Höhenprofil: 210 Höhenmeter
GPX-Datei: Download per Rechtsklick hier.
Hinweis zur Dauer: Gefahren mit dem Tourenrad, sehr viele Fotostopps am Weg eingelegt.
Karte dieser Etappe der Radtour Porto – Lissabon
–> durch Klick aktivieren (die Höhenmeter-Kurve lässt sich extra einblenden)
Die Radreise Porto – Lissabon im Package
Die sechstägige Route von Porto nach Lissabon (insgesamt 8 Tage inkl. An- und Abreise) kann bei Eurobike Radreisen unter diesem Link gebucht werden.
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Von Cascais nach Oeiras
Ausgehend vom Stadtstrand Praia da Conceição starten wir in den Tag in Cascais – und sofort begleitet uns wieder dieses typische portugiesische Küstengefühl. Entlang der berühmten Paredão-Promenade von Cascais nach Estoril reihen sich auf rund drei Kilometern Cafés, Restaurants und Strände aneinander.
Die breite Promenade besitzt zwar eine eigene Radspur, doch an diesem Feiertag heißt es eher schlängeln als wirklich radeln. Zu viele Menschen genießen das traumhafte Wetter und die entspannte Atmosphäre am Meer.

Das stört allerdings kaum, denn der Blick schweift ohnehin ständig hinaus auf die Strände. Schon Anfang Mai herrscht hier pures Urlaubsfeeling: Menschen in Badelatschen, Sonnenhungrige auf den Promenaden, Surfer mit Brettern unter dem Arm – und auffallend viele britische Urlauber.



Vorbei geht es an der Praia das Moitas und weiter zur Praia do Tamariz in Estoril, wo gerade wieder ein Surfer Richtung Wasser läuft. Direkt daneben fällt das eindrucksvolle Forte da Cruz ins Auge. Die Festung aus dem 17. Jahrhundert wurde später zu einem schlossartigen Bau im toskanischen Stil umgestaltet und wirkt heute fast märchenhaft direkt am Strand.


Überhaupt steckt dieser Küstenabschnitt voller Geschichte. Estoril galt während des Zweiten Weltkriegs als regelrechte Hochburg der Spionage. Auch Ian Fleming, der spätere Autor der James-Bond-Romane, hielt sich hier als britischer Geheimdienstmitarbeiter auf. Die berühmte Casino-Szene aus „Casino Royale“, dem ersten Bond-Roman, wurde von den Ereignissen in Estoril inspiriert. Und sogar der Strand, an dem wir am Tag zuvor vorbeigekommen sind, diente einst als Kulisse für einen James-Bond-Film.
Nach der Praia da Poça geht es weiter Richtung São João do Estoril und São Pedro do Estoril. Unterwegs fallen immer wieder schöne Jugendstil- und Azulejo-Häuser direkt and der Straße auf. Die Route führt zickzackartig durch Wohngebiete und kleinere Orte, vorbei an Kreisverkehren und Seitenstraßen.



Wenig später erreichen wir wieder die Küste. Dort thront bereits die nächste Festung über dem Wasser: das Forte de São Julião da Barra in Cruz Quebrada, eine mächtige Anlage aus dem 16. Jahrhundert, die heute vom portugiesischen Verteidigungsministerium genutzt wird.



Direkt daneben breitet sich die Praia da Torre aus – wieder einer jener Momente, in denen man automatisch stehen bleibt. Zusätzlich taucht hier erstmals die berühmte Hängebrücke von Lissabon am Horizont auf. Die Tejo-Mündung ist erreicht.
Besonders schön wirkt das kleine vorgelagerte Inselchen mit dem Forte de São Lourenço da Cabeça Seca. Die kreisrunde Festung aus dem 17. Jahrhundert trägt den Farol do Bugio, jenen markanten Leuchtturm, der einlaufenden Schiffen seit Jahrhunderten den Weg weist. Immer wieder taucht er nun in unserem Blickfeld auf, sobald wir aufs offene Wasser hinausschauen.

Die nächsten Kilometer führen weiter von Strand zu Strand und von Festung zu Festung. Das Forte de São João das Maias fällt sofort durch seine kräftig dottergelbe Färbung auf. Danach folgt bereits die Praia de Paço de Arcos.




Dort entdecken wir auch den Geiser Marítimo de Paço de Arcos – ein faszinierendes Naturphänomen. Wenn Meerwasser unter Druck in Felsspalten gepresst wird, schießt plötzlich eine hohe Wasserfontäne empor. Spektakulär, gerade weil hier nichts künstlich geschaffen wurde. Angler versuchen auf dem Steg daneben ihr Glück, während im Hintergrund wieder die Brücke von Lissabon zu sehen ist.
In Caxias führt die Route ein kurzes Stück direkt an der Straße entlang, vorbei an der Praia de Caxias und dem Forte de São Bruno. Danach radeln wir entlang des Passeio Marítimo weiter Richtung Hauptstadt. Auch der Farol da Gibalta begleitet noch einmal den Weg. Und plötzlich wird einem bewusst: Bis ins Zentrum von Lissabon sind es nur noch rund zehn Kilometer.
An der Küste Lissabons entlang
In Lissabon radeln wir zunächst entlang der Bahngleise stadteinwärts. Der erste Hingucker lässt dabei nicht lange auf sich warten: der markante VTS-Tower, ein geneigter Kontrollturm am Ende einer kleinen Halbinsel. Mit seiner verglasten Spitze wirkt das architektonische Highlight aus dem Jahr 2001 fast wie ein futuristischer Leuchtturm.

Kurz darauf folgt bereits eines der großen Wahrzeichen Lissabons: der Torre de Belém. Auf seiner kleinen Insel im Tejo gelegen, erzählt das UNESCO-Weltkulturerbe von Portugals großer Zeit als Seefahrernation. Der Turm stammt bereits aus dem 16. Jahrhundert und wirkt auch heute noch beeindruckend.

Rundherum lädt eine großzügige Parkanlage zu einer kurzen Pause ein. Ein perfekter Ort für eine kleine Jause, bevor wir uns endgültig ins Getümmel von Lissabon stürzen.

Zu Belém gehört natürlich auch das Padrão dos Descobrimentos, das monumentale Entdeckerdenkmal aus dem Jahr 1940. Es erinnert an die portugiesischen Entdeckungsfahrten des 15. und 16. Jahrhunderts. Figuren wie Vasco da Gama blicken hier symbolisch hinaus auf den Tejo. Gleich daneben steht der kleine Leuchtturm von Belém.



Wenig später radeln wir bereits am Mosteiro dos Jerónimos vorbei, dem berühmten Hieronymuskloster. Auch dieses spätgotische Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe und gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten Portugals.

In Lissabon folgt tatsächlich ein Highlight auf das nächste. Schon seit vielen Kilometern hing sie wie eine Karotte vor unserer Nase – nun stehen wir endlich direkt unter der berühmten Hängebrücke, die den Tejo überspannt. Auf der gegenüberliegenden Seite erhebt sich die Cristo-Rei-Statue, die nicht zufällig an die Cristo-Redentor-Statue in Rio de Janeiro erinnert.


Die Ponte 25 de Abril wirkt aus der Nähe noch imposanter als aus der Ferne. Insgesamt ist sie rund 3,3 Kilometer lang, davon entfallen etwa 2,3 Kilometer auf die eigentliche Hängebrücke. Das rote Stahlgerüst erinnert sofort an die Golden Gate Bridge in San Francisco. Besonders eindrucksvoll: Steht man direkt darunter, sieht man durch den offenen Belag sogar die Autos über sich hinwegfahren.

Danach beginnt das revitalisierte Hafengebiet Lissabons, das uns noch viele Kilometer begleiten wird. Ein erstes Beispiel dafür ist die LX Factory – einst eine Druckerei, heute ein kreatives Viertel mit Restaurants, Bars und kleinen Geschäften.
Weiter geht es vorbei am Fährterminal Cais do Sodré. Und kurz darauf erreichen wir beinahe schon das Ziel dieser Radreise: die Praça do Comércio. Mit diesem ikonischen Platz haben wir endgültig die Altstadt von Lissabon erreicht.


Für uns heißt es allerdings noch einmal weiterradeln – etwa zehn Kilometer bis zu unserem Hotel im Stadtteil Oriente. Die Strecke führt weiterhin entlang des riesigen Hafenareals, vorbei an Lagerhallen, modernen Neubauten und umgestalteten Industrieflächen.





In Oriente gehen die alten Hafen- und Expo-Gelände schließlich in großzügige Parkanlagen über, in denen Kinder spielen und Menschen den Nachmittag genießen. Ein interessanter letzter Abschnitt dieser sechstägigen Tour, die uns von der faszinierenden Hafenstadt Porto bis in die nächste große Hafenmetropole Portugals geführt hat.
Meine Tipps für diese Etappe der Radtour Porto – Lissabon
- Im Süden ist das Klima bereits deutlich freundlicher als zu Beginn der sechstägigen Radtour. Nicht umsonst zieht sich eine 3 Kilometer lange Strandpromenade von Cascais nach Estoril. Wer möchte, findet hier sicher ein nettes Plätzchen.
- Der Torre de Belém liegt direkt auf der Strecke, das Hieronymuskloster ebenso – man radelt quasi an den Sehenswürdigkeiten Lissabons vorbei.
- Tipp: In Belém sind es nur wenige Meter abseits des Radwegs bis zur Konditorei „Pastéis de Belém“. Dort, wo die in ganz Portugal beliebte Pastéis de Nata ihren Ursprung haben, sollen sie angeblich am besten schmecken. Hier heißen die mittlerweile in der ganzen Welt bekannten, mit Pudding gefüllten, Blätterteigtörtchen allerdings „Pastéis de Belém“.
- Wer möchte, kann mit den Rädern an der Praça do Comércio abbiegen, um das Zentrum Lissabons zu erkunden. Die Altstadt ist allerdings rappelvoll – besser ins Hotel fahren und erstmal die Räder abgeben.
- Der beste Tipp ist sowieso, noch 1-2 Tage in der Stadt anzuhängen und Lissabon zu Fuß zu erkunden. Definitiv zu empfehlen!
Übernachtungstipp auf dieser Etappe der Route Porto – Lissabon: das Olissippo Oriente
Auch in diesem Hotel wird nicht gekleckert – das Olissippo Oriente* liegt zwar außerhalb im gleichnamigen Stadtviertel, aber so erhält man die Gelegenheit, neben der Altstadt auch einmal ein spannendes Stadtviertel Lissabons zu erkunden.




Gleich in der Nähe: der Parque das Nações am EXPO-Gelände aus 1998 mit Aquarium und der Lissaboner Hafen-Seilbahn.
Mehr zur Radtour Porto – Lissabon
- Tipps für die Planung: meine Erfahrungen auf der Radreise Porto – Lissabon
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