RADWEGE rund um GRAZ: Tipps für Genussradtouren rund um die steirische Landeshauptstadt
Routenbeschreibungen und Highlights der schönsten Radtouren in Graz Umgebung: wo es aussichtsreich – und vor allem genussvoll – hergeht.
Wer an Radwege in Graz und um Umgebung denkt, hat meist zuerst den Murradweg im Kopf. Und das völlig zu Recht. Ich bin ihn selbst vor einigen Jahren gefahren und war begeistert. Die Strecke zählt zu den schönsten Flussradwegen Österreichs und führt natürlich auch durch Graz.
Doch die Region hat weit mehr zu bieten als den bekannten Klassiker entlang der Mur. Für jene, die einen abwechslungsreichen Tagesausflug suchen, gibt es rund um die steirische Landeshauptstadt zahlreiche attraktive Alternativen. Vom Grazer Bergland im Norden bis zum Grazer Becken im Süden warten abwechslungsreiche Landschaften, herrliche Ausblicke und viele gemütliche Einkehrmöglichkeiten.
Meine Tipps für schöne Touren im Umfeld von Graz, die gezielt für Genussradler konzipiert wurden.
2. Angenehmes Dahinrollen und ein bisserl Mur: die Fluss- und Abenteuer-Tour (732)
3. Aussichtsreich und genussvoll: die Hügelland Tour (733)
4. Wenige Höhenmeter, aber viel Genuss: die Schmankerl Tour (734)
Radwege rund um Graz: da gibt es mehr als „nur“ den Murradweg
Radfahren und Graz gehören einfach zusammen. Die steirische Landeshauptstadt gilt nicht umsonst als eine der fahrradfreundlichsten Städte Österreichs. Entsprechend beliebt sind die Radwege in Graz – vor allem an sonnigen Wochenenden kann es auf den Hauptrouten und entlang der Mur aber durchaus lebhaft werden.
Wer lieber etwas mehr Ruhe genießt und die Landschaft rund um Graz entdecken möchte, findet in der Umgebung zahlreiche attraktive Alternativen. Von den sanften Hügeln im Osten über die weitläufigen Ebenen im Süden bis hin zum Grazer Bergland und den Ausläufern des Schöckls reicht das Angebot.

Dabei ist für nahezu jeden Geschmack etwas dabei: gemütliche Genussrunden, abwechslungsreiche E-Bike-Touren oder anspruchsvollere Strecken mit einigen Höhenmetern.
Grundsätzlich gilt: Während der Süden von Graz vor allem mit eher flachen und genussvollen Strecken punktet, wird es im Osten deutlich hügeliger. Wer Richtung Grazer Bergland oder Schöckl unterwegs ist, sollte sich auf anspruchsvollere Anstiege einstellen.
Besonders praktisch sind die hier vorgestellten Genussradtouren rund um Graz. Sie orientieren sich an den bestehenden Hauptradrouten, führen aber oft auf ruhigeren Wegen durch die Landschaft und verbinden die schönsten Abschnitte der Region zu abwechslungsreichen Rundtouren. Ein weiterer Vorteil: Viele Strecken kreuzen sich oder verlaufen teilweise gemeinsam. Dadurch lassen sich die Touren flexibel an die eigenen Wünsche anpassen und unterwegs beliebig erweitern oder verkürzen.

Als Rückgrat des Grazer Radverkehrs dienen die insgesamt 13 Hauptradrouten, die als H1 bis H13 bezeichnet werden und die Stadt in alle Richtungen erschließen. Die neuen Genussradtouren nutzen immer wieder Abschnitte dieser Hauptrouten und verbinden sie mit landschaftlich besonders reizvollen Strecken außerhalb des Stadtgebiets.
Und dann wäre, wie bereits erwähnt, der R2, der Murradweg – die „Autobahn“ unter den Radwegen in Graz. Wer eine schöne Mehrtages-Radtour sucht, kann natürlich alle Etappen des Murradwegs von Muhr bis nach Bad Radkersburg radeln.
Beschilderung und Karte der Radwege Graz in Umgebung
Wichtig: Wer eine der Genussradtouren rund um Graz fahren möchte, sollte vorab wissen, dass die Routen nicht durchgehend eigenständig beschildert sind. Auf vielen Abschnitten verlaufen sie entlang der bestehenden Hauptradrouten. Dort gilt es, einfach der jeweiligen Hauptroute zu folgen, bis die Genussradtour wieder separat ausgewiesen ist.
Ein weiterer Unterschied zu den Hauptradrouten: Die Genussradtouren sind nur in der jeweils vorgesehenen Fahrtrichtung beschildert. Wer die Strecke in umgekehrter Richtung fahren möchte, wird daher deutlich weniger Wegweiser vorfinden. Die Hauptradrouten selbst sind hingegen in beide Richtungen ausgeschildert.

Mein Tipp: Die Touren am besten mittels GPX-Datei nachradeln. Bei den von mir gefahrenen Routen steht der jeweilige Track zum Download bereit. Sämtliche GPX-Daten finden sich außerdem auf der Website der Region Graz.
Dort gibt es auch eine praktische Übersichtskarte zu den Radwegen in Graz Umgebung. Besonders hilfreich fand ich die eingezeichneten Einkehrmöglichkeiten entlang der Strecken. Gerade im Hügelland kann das Gold wert sein, wenn vor der nächsten Abfahrt ins Grazer Becken noch spontan die Lust auf eine Buschenschank-Jause aufkommt.
Bislang habe ich folgende Genuss-Radtouren rund um Graz erradelt (more to come): Flair des Südens-Tour, Fluss- und Abenteuer-Tour, Hügelland Tour, Schmankerl Tour
1. Den Süden von Graz erleben: auf der „Flair des Südens“-Tour (731)
Diese Tour führt ab Premstätten durch den Süden von Graz und verbindet gemütliche Talabschnitte mit einigen Anstiegen und schönen Panoramen. Zunächst radelt man entspannt durch das Untere Kainachtal, danach führt die Strecke ins waldreiche Liebochtal und weiter auf den Florianiberg. Der kurze Anstieg ist schnell geschafft und wird mit einem herrlichen Blick über das Grazer Becken belohnt – einer jener Plätze, an denen man gerne kurz vom Rad steigt.
Anschließend geht es zurück Richtung Premstätten. Wer die Tour entspannt ausklingen lassen möchte, kann noch einen Abstecher zum Schwarzlsee oder in den Österreichischen Skulpturenpark einbauen. Beide bieten sich perfekt an, um nach den letzten Kilometern noch etwas Zeit im Grünen zu verbringen
Tipp: Die Tour lässt sich auch bequem von Graz aus über den Murradweg starten. Besonders reizvoll ist die Variante über die Auwiesen bei Feldkirchen.
Streckenlänge: 41 Kilometer
Höhenprofil: 336 Höhenmeter
Karte und Streckenbeschreibung inkl. GPX-Datei zum Download
2. Angenehmes Dahinrollen und ein bisserl Mur: die Fluss- und Abenteuer-Tour (732)
Diese Runde zählt für mich zu den gemütlichsten Touren im Grazer Umland. Zu Beginn geht es durch das Untere Kainachtal, wo man ganz entspannt dahinradelt. Danach wird die Strecke etwas abwechslungsreicher und führt durch leicht hügelige, bewaldete Abschnitte. Hier herrscht oft eine wohltuende Ruhe – ein Gebiet, in dem sich sprichwörtlich Fuchs und Hase gute Nacht sagen.
Das absolute Highlight der Tour ist für mich der Wildoner Badesee. Er eignet sich perfekt für eine längere Pause, um die Natur zu genießen oder an warmen Tagen die Füße ins Wasser zu halten, bevor es weiter Richtung Norden geht.
Anschließend führt die Route ein Stück entlang des Murradwegs zurück Richtung Graz. Am Wasser entlang zu radeln geht eigentlich immer, auch wenn es an sonnigen Wochenenden hier durchaus etwas lebhafter werden kann. Gerade dieser Abschnitt sorgt für einen entspannten Ausklang der Tour.
Auch bei dieser Runde kann man eine Abstecher zum Schwarzlsee oder in den Österreichischen Skulpturenpark einlegen, bevor es zurück zum Ausgangspunkt geht.
Streckenlänge: 51 Kilometer
Höhenprofil: 167 Höhenmeter
Karte und Streckenbeschreibung inkl. GPX-Datei zum Download
3. Aussichtsreich und genussvoll: die Hügelland Tour (733)
Die Hügelland-Tour zählt zu den schönsten Radrunden rund um Graz. Das steirische Hügelland südöstlich der Stadt begeistert mit knackigen Anstiegen, herrlichen Ausblicken und einer Landschaft, die unterwegs immer wieder ihr Gesicht verändert.
Vom Startpunkt im Südosten von Graz geht es über Raaba und Hart hinaus aus der Stadt. Nach dem ersten Anstieg am Krachelberg wird Laßnitzhöhe erreicht, bevor sich Anstiege und flotte Abfahrten abwechseln. Besonders gefallen hat mir dabei das Panorama: Der Schöckl ist fast ständig zu sehen und begleitet die Tour wie ein treuer Weggefährte am Horizont.
Entlang der Strecke sorgen Streuobstwiesen, kleine Bäche und die typisch steirische Hügellandschaft dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Ein unerwartetes Highlight war für mich Fernitz. Das liebevoll gepflegte und blumengeschmückte Ortszentrum lädt geradezu zu einer kurzen Pause ein – sei es auf ein Eis oder einfach, um den besonderen Charme des Ortes zu genießen.
Zum Abschluss führt die Route durch die Murauen zurück Richtung Graz. Nach den hügeligen Abschnitten lässt es sich hier wunderbar entspannt dahinrollen – ein gemütlicher Ausklang für eine abwechslungsreiche und landschaftlich besonders reizvolle Tour.
Streckenlänge: 47 Kilometer
Höhenprofil: 406 Höhenmeter
Karte und Streckenbeschreibung inkl. GPX-Datei zum Download
4. Wenige Höhenmeter und viel Genuss: die Schmankerl Tour (734)
Die Schmankerl-Tour hat mir besonders gut gefallen, weil sie entspanntes Radfahren mit schönen Ausblicken und kulinarischen Möglichkeiten verbindet. Obwohl die Runde durch das steirische Hügelland führt, bleiben die Höhenmeter überschaubar. Dafür wird man immer wieder mit herrlichen Panoramablicken belohnt, die dazu verleiten, kurz anzuhalten und die Landschaft zu genießen.
Von Graz geht es zunächst hinauf nach Laßnitzhöhe, bevor die Strecke ins Tomsche Tal und weiter Richtung Kainbach führt. Anschließend verläuft die Route auf der Höhenstraße durch das idyllische Ragnitztal zurück Richtung Graz.
Unterwegs laden immer wieder Buschenschanken zu einer gemütlichen Einkehr ein – ein Blick auf die Öffnungszeiten lohnt sich allerdings, damit die Einkehr auch klappt.
Ein fixer Bestandteil der Tour ist für mich der Abstecher in die Grazer Altstadt. Zum Abschluss rollt man entspannt aus der Stadt hinaus und kann die Runde am Grazer Stadtstrand oder auf den Auwiesen gemütlich ausklingen lassen.
Streckenlänge: 39 Kilometer
Höhenprofil: 338 Höhenmeter
Karte und Streckenbeschreibung inkl. GPX-Datei zum Download
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