Ausflugstour im MONTAFON: von der Silvretta bis nach Bludenz

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Von der Silvretta-Hochalpenstraße bis zum höchsten Bergdorf des Montafon, von der Alpenstadt Bludenz in den Walgau zwischen Bings und Bangs: 6 Ausflugsziele im Montafon.


Wer Bergstraßen liebt, ist bei dieser Tour definitiv richtig – ist man denn bei den Ausflugszielen des Montafon ausschließlich zwischen den Gebirgsgruppen von Verwall, Silvretta und Rätikon unterwegs.

Den Beginn meiner Reise macht die Silvretta-Hochalpenstraße, die nur im Sommer einen Übergang zwischen Tirol und Vorarlberg erlaubt. Von der abgeschiedenen Bergwelt rund um wunderschöne Bergdörfer geht es dabei hinunter ins internationale Dreiländereck zwischen Bings und Bangs.

Ein Trip zwischen traditionellen Walserhäusern am Berg – und einer modernen Handelsstadt vor den Toren des umtriebigen Rheintals.

Ausgeflogen ins Montafon: 6 Stationen zwischen Silvretta und Bodensee
1. Silvretta-Hochalpenstraße: 34 Kehren zwischen Tirol und Vorarlberg
2. Gaschurn-Partenen: Europas ehemals höchste Treppe
3. Gargellen: das höchste Bergdorf im Montafon
4. Schruns-Tschagguns: im Zentrum des Montafon
5. Bludenz: Alpenstadt als Tor zum schönsten Platz Österreichs
6. im Walgau: Übergang zwischen Bings und Bangs

Hochgebirgsfeeling im Montafon inmitten von alten Walserhäusern

Denkt man an Vorarlberg, denkt man an den Rhein. Für die Energiegewinnung ist die Ill allerdings für unser westlichstes Bundesland wesentlich bedeutender – sie ist auch um gut 40 Kilometer länger als der Alpenrhein, wie der Rhein im Ländle genannt wird.

Dort, wo die Ill entspringt, beginnt auch das Montafon. Das knapp 40 Kilometer lange Tal zieht sich von der Tiroler Grenze in der Silvretta bis hinunter nach Bludenz. Und wie auch das ganze Bundesland Vorarlberg selbst ist auch das Montafon von Bergen umgeben – einzig die Tiefebene des Rheintals bildet auf 5% der Landesfläche eine Ausnahme.

Montafon Ausflugsziele Walserhäuser

Im Norden die Verwallgruppe, im Süden die Silvretta und danach das Rätikon: das Montafon ist von Gebirgsgruppen eingefasst. Zauberhaftes Alpenpanorama findet sich dabei u.a. im Brandnertal oder Gargellental – aber auch ein Stück weiter im Gamperdonatal.

Was man heute im Montafon findet? Viele wunderschöne Ausflugsziele zwischen Berg und Tal. Die traditionellen Walserhäuser aus Stein und dunklem Holz erinnern dabei an die einstigen Siedler. Die vormals arme Region, die wie im Paznauntal den Begriff der „Schwabenkinder“ geprägt hat, darf heute vom Tourismus leben. Zentrum der Region ist Schruns-Tschagguns, das schon Ernest Hemingway mit seinen Skiern unsicher machte.


die Karte meiner Ausflugstour im Montafon

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1. Silvretta-Hochalpenstraße: 34 Kehren zwischen Tirol und Vorarlberg

Meine Ausflugstour durch das Montafon starte ich noch in Tirol, wo ich kurz zuvor im Oberinntal von Pass zu Pass rund ums Dreiländereck Österreich-Italien-Schweiz unterwegs war.

Die Silvretta-Hochalpenstraße stellt die Verbindung zwischen dem Tiroler Paznauntal und dem Vorarlberger Montafon: ein alter Säumerweg, der als Durchzugsstraße im Sommer gut befahren, dafür aber im Winter gesperrt ist.

Silvretta Hochalpenstraße Montafon Ausflugsziel

Die Traumstraße ins Montafon verdanken wir den Vorarlberger Illwerken: die Silvretta-Hochalpenstraße wurde in den 1950er Jahren als Werkstraße für den Kraftwerksbau rund um den Silvretta-Stausee errichtet.

Heute dürfen sich Urlauber auf den 22 Kilometern und 34 Kehren zwischen Galtür und Partenen hin- und herschlängeln. 1.000 Höhenmeter überwindet man dabei zwischen der Bielerhöhe und Partenen, der ersten Anlaufstelle im Montafon – auf teils bis zu 12% starken Steigungsstücken.

Kurz unter dem Pass auf der Bielerhöhe passiere ich die Bundesländer-Grenze. Bereits die Anfahrt durchs Tiroler Kleinvermunt ist beeindruckend. Mit der Vorarlberger Seite, die durchs sogenannte Schweizer Vermunt führt, wird nun die längere und noch etwas atemberaubendere Fahrt auf den noch etwas beeindruckenderen Kehren auf der Silvretta-Hochalpenstraße folgen.


Blick zum höchsten Berg Vorarlbergs

Zuerst erreiche ich den Passübergang auf der Bielerhöhe. Auf 2.032 Metern erhebt sich das Silvretta-Massiv hinter dem aufgestauten Silvrettasee. Dort, wo sich hier der Piz Buin hinter dem Silvretta-Horn in den Hintergrund schiebt, verläuft am Grat die Grenze zwischen Österreich und der Schweiz.

Silvretta Hochalpenstraße Montafon Ausflugsziel

Piz Buin – wie bitte? Der rätoromanische Name des höchsten Bergs Vorarlbergs lässt die Nähe zu unserem Engadiner Nachbarn erkennen. „Ochsenspitze“ oder „Ochsenkopf“ heißt der Gipfel auf deutsch übersetzt – logisch, ist er doch beim Ochsental hinter dem Silvrettastausee zu finden.

Apropos Ochse und Stausee: Am ehemaligen Ochsenboden wurde in den 1940er Jahren der Silvrettasee durch die Ill aufgestaut. Ein perfekter Stop, um vom Bielerdamm ausgehend eine Runde um den See zu drehen. Oder auch um im Silvretta-Haus einzukehren.

Der nächste Stop wartet bereits nicht weit davon entfernt: der vordere Teil des Sees muss inspiziert werden – wenn auch nur aus der Entfernung und nicht wie von einigen Wagemutigen am Klettersteig der Staumauer. Der Piz Buin im Hintergrund ist bei meinem Besuch leider in einem Wolkenmeer verschwunden.

Ein paar Windungen weiter wartet mit dem Vermuntsee der nächste Stausee – und dann geht es für die nächsten 14 Kilometer einfach nur mehr bergab.

  • Silvretta Hochalpenstraße Montafon Ausflugsziel
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Auf 25 Kehren wird sich die Straße nun bis Partenen hinunterwinden, und zwar dieses mal auf recht engen und steilen Kehren.

Unten angelangt kann ich den schönen Fotospot auf der Silvretta-Hochalpenstraße (zwischen Kehren 22 und 23) gar nicht mehr entdecken, von dem ich eben noch hinunterfotografiert habe. Außerdem kann ich mir gar nicht vorstellen, dass ich soeben am Hang dieses „Felsens“ hinuntergefahren sein soll….

Die Silvretta-Hochalpenstraße ist je nach Schneelage von Juni bis Oktober/November geöffnet. Für die Benutzung ist Maut zu entrichten (pro PKW € 16,50, Preis lt. Sommer 2021, weitere Tarife hier).
Für die Umrundung des Silvretta Stausees etwa zwei Stunden Gehzeit einplanen. Weitere Wandermöglichkeiten in der Silvretta hier.


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Silvretta Hochalpenstraße Montafon Ausflugsziel

Die Silvretta-Hochalpenstraße gehört für mich eindeutig zu den schönsten Alpenstraßen Österreichs

2. Gaschurn-Partenen: Europas ehemals höchste Treppe

Ganz eng geht es noch zu in Partenen. Am besten ist das an den beiden Bahnen zu erkennen, die nach Norden und Süden – direkt an die Montafoner Straße anschließend – aus dem Ort ins Verwall- oder Silvrettagebirge hinaufführen. Allerdings nicht ausschließlich als touristische, sondern vor allem auch als Zubringer- und Materialseilbahnen.

Partenen Montafon Ausflugsziel

Grund meines Besuches ist denn hier auch nicht die Erzwingung des Bergs, sondern die Erzwingung der längsten Treppe Europas. Leider hat der Zahn der Zeit bei den 4.000 Stufen der Europatreppe von Partenen schon etwas zugeschlagen – die Wartungstreppe der Vermuntbahn ist bei meinem Besuch gesperrt. Aber interessant ist die Geschichte der Europatreppe allemal.

Wie bereits bei der Silvretta-Hochalpenstraße wurde auch dieses Ausflugsziel im Montafon ursprünglich aus rein betrieblichen Gründen errichtet. Für die Kontrolle der Drucklohrleitungen der Stauseen wurde die Treppe neben der Trasse der Vermuntbahn angelegt (die heutige Pendelbahn führte früher als Schrägaufzug nach oben).

700 Höhenmeter auf 1,5 Kilometern waren bis zur Bergstation der Vermuntbahn auf der für lange Zeit längsten Treppe Europas zu überwinden. Steigungen bis zu 86% und noch dazu ungleich hohe Stufen machten die laut Markierung 3.609 Stufen zu einer echten sportlichen Herausforderung. Ski- und Fußballteams nutzten die Partener Europatreppe als Training, und beim „Montafoner Treppencup“ wurde um die Wette gelaufen. 20 Minuten und 28 Sekunden war übrigens die Bestzeit bis ganz oben…

Die Partener Europatreppe ist bis auf weiteres leider gesperrt. Gerne hätte ich ein paar Stufen bestiegen – aber sicherlich nicht alle 4.000. Wobei der Vermunt-Stollen, der oben als Wanderweg zu Vermunt- und Silvrettasee führt, Lust aufs Entdecken machen würde.


Und Partenen selbst?

Bezaubert mit kleinem Ortskern und schönen Walserhäusern. Auch der Blick auf Gaschurn lädt zum Verweilen im Montafon ein – hier regiert noch der sanfte Tourismus.

Gortipohl ist schon St. Gallenkirch zugehörig – und hier lege ich einen Abstecher ins Gargellental, eines der Seitentäler des Montafon, ein.

Gortipohl Gargellental

Für welche Montafoner Bergbahn man sich in Partenen entscheidet, hängt von der Jahreszeit ab. Im Sommer führt die Tafamuntbahn ins Verwallgebirge, im Winter die Vermuntbahn ins Silvrettagebirge. Ab der Bergstation geht es dabei mit dem Tunnelbus auf die Silvretta-Bielerhöhe. Mehr Infos zu beiden Bahnen hier.
Wandern im Montafon rund um Gaschurn-Partenen hat wieder mit den Illwerken zu tun: von Partenen führen mehrere „Energiewege“ zu den Kraftwerken und Stauseen (einen Wanderfolder dazu gibt’s hier).

3. Gargellen: das höchste Bergdorf im Montafon

Vorbei an alten Walserhäusern geht’s jetzt hoch hinauf ins höchste Bergdorf des Montafon. Im Hintergrund des Gargellentals macht sich bereits die Madrisa breit – und diese liegt bereits im Rätikon.

Auch Gargellen, ein hochalpines Bergdorf auf 1.423 Metern Höhe, vermarktet heute seine einstige wirtschaftliche Notlage. Auf alten Säumerwegen wandert man am „Schmugglerpfad“ rund um die Madrisa ins Nachbarland. Der Gebirgspass am Schlappiner Joch markiert dabei die Grenze zwischen den Gebirgsgruppen von Rätikon und Silvretta.

Beim Rückweg aus dem Gargellental legt sich das Montafon breit zu meinen Füßen und erlaubt schöne Ausblicke auf St. Gallenkirch. Bevor es weiter in Richtung Schruns-Tschagguns geht, darf ich auch hier schöne Walserhäuser im Ortsteil Galgenul bewundern.

  • Gargellen Montafon
  • Gargellen Montafon
  • Gargellen Montafon
  • Montafon Ausflugsziele Walserhäuser

Ich bin nun bereits in der Mitte des Montafon angelangt – und die Anzeichen des nahenden Dreiländerecks im Rheintal machen sich bemerkbar: der erste Liechtensteiner kommt mir bei der Ausfahrt aus St. Gallenkirch entgegen.

Auf der Schmugglertour wandert man zwei Tage lang an der Grenze zur Schweiz um die Madrisa herum, mehr Infos hier.

4. Schruns-Tschagguns: im Zentrum des Montafon

Und nun fahre ich auf eine Bergwand zu, die tatsächlich eine Wende markiert. In Schruns befinde ich mich jetzt im „modernen Ländle“.

Schruns Tschagguns Montafon Ausflugsziel

Auch wenn die Ortsnamen auf die rätoromanische Herkunft verweisen: hier ist alles ein bisschen größer, garniert mit ein bisschen Industrie und viel moderner Architektur – aus Holz, versteht sich. Das Käsehaus in Schruns beweist das am besten.

Käsehaus Schruns

Im Hauptort des Montafon ist außerdem schon Ernest Hemingway Ski gefahren. Wer möchte, vertschüsst sich hier in die Bergwelt bei Tschagguns, das Silbertal ist Eingangstor für das Natura-2000-Gebiet des Verwall, des größten Schutzgebiets Vorarlbergs.

  • Schruns Tschagguns Montafon Ausflugsziel
  • Schruns Tschagguns Montafon Ausflugsziel
  • Schruns Tschagguns Montafon Ausflugsziel

Wer wie ich weiterfährt, wird nun auch an der Landschaft bemerken, dass es mit der abgeschiedenen Gebirgswelt des Montafon bald ein Ende hat. Die Berge ziehen sich zurück, das Tal wird breiter, die Luft wird wärmer – und der Verkehr wird mehr. Ich stecke fest im Verkehr in Richtung Bludenz. Kein Vergleich zur Silvretta-Hochalpenstraße, auf der ich trotz hohen Touristenaufkommens dennoch relativ alleine unterwegs war.

Aber auch kein Wunder: die Autobahnanschlussstelle in Richtung Arlberg und Innsbruck bzw. Bregenz drängt sich hier fast schon auf. Und damit befinde ich mich dann auch bereits im Übergang zum Walgau, der mich aus dem Montafon bis ins Dreiländereck am Rhein führen wird.

5. Bludenz: Alpenstadt als Tor zum schönsten Platz Österreichs

Eigentlich wird Bludenz ja gerne als „Tor zum Montafon“ bezeichnet. Nachdem der Lünersee im Brandnertal 2019 zum „schönsten Platz Österreichs“ gewählt wurde, darf sich die Alpenstadt durchaus auch als Tor zum schönsten Platz Vorarlbergs rühmen!

Welchen Ballungsraum Bludenz im Gegensatz zu den kleinen Gemeinden des Montafon darstellt, bemerkt man am besten, wenn in Richtung Brandnertal hochfährt und von oben einen Blick auf die Stadt wirft. Nach der spärlichen Besiedelung des Montafon muss man sich an eine solche Metropole erst einmal gewöhnen – und es wird im Rheintal nicht weniger werden.

Blick auf Bludenz

Warum sich gerade hier so viele Menschen angesiedelt haben – das flache Rheintal ist ja nicht weit – erklärt sich durch die Lage von Bludenz am Schnittpunkt von fünf Tälern: Aus östlicher Richtung strömen Klostertal und Großes Walsertal ein, aus leicht südlicher Richtung Montafon und Brandnertal – und in Richtung Feldkirch geht es durch den Walgau.

Ein wichtiger Kreuzungspunkt, der seine Bedeutung heute als Wirtschafts- und Handelszentrum erfährt. Und das hat in Bludenz auch viel mit Genuss zu tun: Bierfreunde kommen bei Fohrenburger, Naschkatzen bei Milka auf ihre Rechnung.


wunderschöne Walserhäuser im Brandnertal

Beim Anblick von oben kann man den Bludenzer Hausberg im Hintergrund nicht übersehen. Wunderschön – aber ich statte dem Muttersberg keinen Besuch ab, sondern begebe mich in die andere Richtung.

Brandnertal Vorarlberg

Bei der Fahrt ins Brandnertal darf ich die wunderschönen Walserhäuser bewundern, auch die Brander Pfarrkirche fügt sich harmonisch ins Bild ein.

  • Brandnertal Vorarlberg
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Bis zur Talstation der Palüdbahn bin ich unterwegs – immer mit Blick auf das Massiv der Schesaplana, das das Talende an der Schweizer Grenze im Rätikon markiert.

Brandnertal Schesaplana

Hinter dem höchsten Berg des Rätikon versteckt sich nun der vielgerühmte schönste Platz Österreichs aus 2019. Leider muss der Lünersee auf meinen nächsten Besuch warten. Gerne hätte ich den einst größten natürlichen See der Ostalen gesehen, der auf ähnlicher Höhe wie der Silvrettasee als Stausee und Ausgangspunkt für Wanderungen dienen darf.

Wer das Bludenzer Schokoladenfest im Juli verpasst, kann das Milka Lädele besuchen. Der Muttersberg ist ein beliebtes Vorarlberger Ausflugsziel und auch per Panoramaseilbahn zu erreichen.
Eine schöne Familienwanderung im Brandnertal führt auf sieben Kilometern Rundweg um den Lünersee. Wer zum Schesaplanagipfel auf 2.966m wandern möchte, ist von der Bergstation der Lünerseebahn rund 5 Stunden unterwegs. Mehr Infos zu den Wandermöglichkeiten am Lünersee hier.

6. im Walgau: Übergang zwischen Bings und Bangs

Der Übergang zwischen Bings und Bangs? Was eigentlich ganz witzig klingt und gut in meine Ortstafel-Serie passt, beschreibt die Reise aus dem Montafon hinein in das Rheintal ganz gut. Der Walgau begleitet dabei die Ill auf ihren letzten 20 Kilometern von Bludenz bis nach Feldkirch – der Name des Tals geht übrigens auf den rätoromanischen („welschen“) Ursprung zurück.

Bings als Ortsteil von Bludenz ist eigentlich gar nicht mehr Teil des Walgaus, da es bereits am Eingang ins Klostertal liegt – direkt an der Grenze zum Montafon. Und Bangs? Ist als westlichste Gemeinde – und somit westlichster Punkt Österreichs – Teil von Feldkirch.

Auf dem alten Verkehrsweg in Richtung Feldkirch – heute als Rheintalautobahn bekannt – ist bereits die Grenze sowohl nach Liechtenstein, als auch in die Schweiz angeschrieben. Bevor es allerdings wirklich ins Dreiländereck im flachen Rheintal geht, lassen die Berge des Rätikon noch einmal grüßen. Hier im Walgau gibt es noch Möglichkeiten für eine schöne Wanderung.

Walgau Vorarlberg

Reizend wäre zum Beispiel der Abstecher zum Nenzinger Himmel und der Alpe Gamp am Ende des Gamperdonatals – vor allem da dieses Naturjuwel mitten in den Bergen an der Grenze zu zu Liechtenstein und der Schweiz nicht mit dem Auto aus erreichbar ist.

Einen schönen Vierländer-Rundumblick über Österreich, Liechtenstein und die Schweiz und sogar bis nach Deutschland hat man vom Gipfel der Drei Schwestern aus. Und damit ist man auch schon fast am Dreiländereck am Rhein angelangt, das ich mir bei meiner nächsten Grenztour im Rheintal ansehen werde.

Der Nenzinger Himmel ist nur zu Fuß oder mit Kleinbus-Unternehmen zu erreichen (4-5 Stunden Wanderung über den Gamperdonaweg), Infos und Transfers siehe hier.
Der Aufstieg zu den Drei Schwestern erfolgt südlich von Feldkirch bei Frastanz-Amerlügen (7h Wanderung, Details siehe hier).

mehr zu meinem Grenz-Roadtrip

Österreich von Ost nach West und wieder retour: an den Grenzen Österreichs

mehr Ausflugs-Tipps

wo ich aktuell unterwegs bin: Ausgeflogen auf Facebook


https://www.ausgeflogen.at/

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