Sehenswürdigkeiten-Tipps für ISTRIEN: wo sich die Halbinsel am schönsten zeigt
Schöne Strände, bezaubernde Städte, das grüne Hinterland: Istrien ist ein Tipp für alle, die beim Badeurlaub auch noch gerne etwas Kultur unterbringen.
Ein kleiner Roadtrip über die Halbinsel – und das Fazit fällt eindeutig aus: So viele schöne Sehenswürdigkeiten in Istrien gibt es zu entdecken. Hätte man das vorher erwartet? Wahrscheinlich schon, zumindest was die bekannten Klassiker an der Küste betrifft – Städte wie Rovinj, Pula oder Poreč sind längst keine Überraschung mehr.
Dass sich auch im Hinterland so viele charmante, fast versteckte Orte befinden und dass ganz im Süden eine Landschaft aus traumhaften, versteckten Buchten und einer rauen, beeindruckenden Küstenlinie wartet – nein, in dem Ausmaß war mir das vor meiner Istrien Rundreise nicht klar.
Welche schönen Sehenswürdigkeiten gibt es nun in Istrien zu entdecken? Das gibt es hier nachzulesen.
2. Schöne Strände in Istrien: vom beliebten Stadtstrand bis zur versteckten Bucht
3. Kulturelle Sehenswürdigkeiten in Istrien: ein reiches Erbe verschiedener Kulturen
4. Das grüne Istrien: malerische Bergdörfer im Hinterland der „istrischen Toskana“
5. Schöne Ausblicke: das Meer aus unterschiedlichen Perspektiven
6. Weitere schöne Orte in Istrien: Geheimtipps und ein paar kleine, feine Perlen
7. Ausflugsziele an der Kvarner Bucht: Opatija und Rijeka
8. Das slowenische Istrien: venezianische Architektur mit ganz viel Atmosphäre
Meine Tipps für den Istrien-Urlaub: günstig übernachten, Tipps fürs Parken
Istrien: Badeurlaub und Kultur in perfekter Kombination
Istrien ist die größte kroatische Halbinsel, die im Norden sogar ein kleines Stück bis nach Slowenien reicht. Über Jahrhunderte hinweg haben viele Kulturen auf der Halbinsel ein reiches Erbe hinterlassen, allen voran Sehenswürdigkeiten, die wir römischen und venezianischen Einflüssen zu verdanken haben. Aber auch die Habsburger haben Istrien ihren Stempel aufgedrückt. Ein Unikum, das sich in Istrien bis heute gehalten hat, ist die glagolitische Schrift – eines der ältesten slawischen Alphabete.






Heute ist die Halbinsel vor allem für ihre Badeorte an der rund 242 Kilometer langen Küste bekannt. Doch Istrien besteht nicht nur aus Meer und Stränden – im Landesinneren zeigt sich das „grüne Istrien“ mit sanften Hügeln, kleinen Bergdörfern, Olivenhainen und Weinbergen, die die Landschaft prägen.
Auch kulinarisch zeigt sich Istrien vielfältig: Entlang der Küste speist man fangfrischen Fisch und feine Meeresfrüchte. Im Landesinneren wird es dann erdig und aromatisch, hier prägen Trüffel und Kastanien die Küche. Die Nähe zu Italien ist dabei stets spürbar.









Was hat Istrien also alles zu bieten? Welche Sehenswürdigkeiten zählen zu den Top 10 in Istrien – und wo verstecken sich noch echte Geheimtipps? Im Folgenden eine Auswahl schöner Orte, die ich auf meiner Rundreise durch Istrien entdeckt habe.
1. Bezaubernde Städte mit viel Kultur: Rovinj, Pula, Poreč – aber auch Hum
Klar: Wer an Istrien denkt, hat meist sofort den ikonischen Glockenturm von Rovinj vor Augen – wohl eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Istriens. Doch die Region hat weit mehr zu bieten als dieses Postkartenmotiv. Vor allem die charmanten Küstenstädte ziehen mit ihren verwinkelten Altstädten in den Bann. Bei meinem Roadtrip durch Istrien habe ich noch Station in Pula und Poreč gemacht – aber auch in der kleinsten Stadt der Welt.
Rovinj: Altstadt-Bummel der besonderen Art
Die wohl schönste Stadt Istriens: enge, verwinkelte Gassen, pastellfarbene Häuser und eine fast schon italienische Atmosphäre machen Rovinj zu einem echten Highlight, aber nicht unbedingt zu einem „Geheimtipp“ in Istrien.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählt die hervorragend erhaltene Altstadt mit dem Balbi-Bogen samt Markuslöwen, der an die venezianische Vergangenheit erinnert. Hoch über allem thront die Euphemia-Kirche, die nicht nur architektonisch beeindruckt, sondern auch einen wunderbaren Ausblick bietet. Tipp: Rovinj eignet sich ideal als Ausgangspunkt, um Istrien zu erkunden. Meinen Übernachtungstipp gibt es ganz am Ende des Artikels.
Zu Recht einer der schönsten Orte Istriens: Rovinj
Pula: ganz schön viel Geschichte auf einem Fleck
Sie ist eindeutig die bekannteste Sehenswürdigkeit Istriens: die Arena von Pula (siehe Tipp Nr. 3). Doch nicht nur ihretwegen sollte man nach Pula, der größten Stadt im Süden der Halbinsel kommen. Hier steckt Geschichte an jeder Ecke.







Schon die Römer haben deutliche Spuren in Pula hinterlassen: Über das gesamte Stadtgebiet verteilt finden sich Ausgrabungen, antike Stadttore und sogar ein altes römisches Theater. Besonders eindrucksvoll ist der Augustustempel am zentralen Platz, dem einstigen römischen Forum. Hoch über der Stadt erhebt sich zudem das Kastell, das unter anderem von den Habsburgern zur Verteidigungsanlage ausgebaut wurde.
Mehr als „nur“ das bekannte Amphitheater: Sehenswürdigkeiten in Pula
Poreč: auch ein schöner Ort in Istrien
Ein Fixpunkt an der Westküste ist Poreč, und das nicht nur wegen der berühmten Euphrasius-Basilika (siehe Punkt 3). Auch ein Bummel durch die Altstadt zahlt sich aus. Und wie so oft in Istrien trifft man auch in Poreč auf die Spuren der Römer.
Besonders schön ist es, einfach die Seele baumeln zu lassen und von der kleinen Halbinsel hinaus aufs Meer zu blicken – ein wenig erinnert das Flair an Rovinj. Zurück führt ein liebevoll angelegter Lungomare, perfekt für einen entspannten Spaziergang. Nichts Weltbewegendes vielleicht – aber genau das macht den Charme aus.
Die Euphrasius-Basilika und mehr: Sehenswürdigkeiten in Poreč
Aber auch: Hum, die kleinste Stadt der Welt
Nicht ganz so zentral gelegen wie die Hotspots an der Westküste ist Hum. Doch wer neugierig ist, was sich hinter dem Etikett der „kleinsten Stadt der Welt“ verbirgt, sollte den Abstecher ins Landesinnere unbedingt einplanen: Hum.







Viel im klassischen Sinne gibt es hier nicht zu sehen, aber gerade das macht den Reiz aus. Ein kleines, mittelalterliches Fleckchen mit liebevoll geschmückten alten Steinhäusern, das eingebettet in die grüne Hügellandschaft Istriens liegt. Mit der glagolitischen Schrift hat es auch noch mit einer kulturellen Besonderheit aufzuwarten. Auch Hum ist längst kein Geheimtipp mehr – und das völlig zu Recht.
Ein Abstecher, der sich auszahlt: Hum
2. Schöne Strände in Istrien: vom beliebten Stadtstrand bis zur versteckten Bucht
Zugegeben: Die schönsten Strände Istriens kann ich nicht aufzählen – meine Reise fand in der Nachsaison im Oktober statt, da standen eher Kultur und Genuss im Vordergrund. Und trotzdem: Auch im Oktober bin ich immer wieder an traumhaften Buchten und Küstenabschnitten vorbeigekommen, die sogar noch von ein paar Sonnenanbetern genutzt werden. Ein Tipp: Recht unberührt geht es an der Südspitze Istriens zu.
Schöne Strände an der Westküste Istriens: Rovinj
Der Porton Biondi Beach ist ein kleiner, feiner Strandabschnitt im Norden von Rovinj – inklusive Beachbar und damit perfekt für einen entspannten Sundowner. Die Altstadt ist bequem zu Fuß erreichbar. Und wer bleiben möchte: In den nahegelegenen Mobile Homes lässt es sich auch als Nicht-Camper wunderbar übernachten (siehe Übernachtungs-Tipp für Istrien ganz unten). Ein Ort, zu dem man definitiv wieder zurückkehren möchte.
Auch die Buchten südlich der Stadt, rund um das Goldene Kap, sind traumhaft. Hier warten einige der schönsten Strände Istriens: türkisblaues Wasser, schattenspendende Pinien und viele ruhige Plätze zum Baden und Entspannen.
Vom Norden bis in den Süden der Stadt: schöne Strände rund um Rovinj
Schöne Strände im Süden Istriens: Kap Kamenjak
Wenn es an die Südspitze Istriens nach Pula geht, sollte ein Abstecher zum Kap Kamenjak unbedingt eingeplant werden. Die wilde Küstenlandschaft mit türkisblauem Wasser, versteckten Buchten und spektakulären Klippen gehört zu den beeindruckendsten Naturkulissen der Region.






Und natürlich wird man auch in der legendären Safari Bar aufschlagen, nicht nur, um sich dort die Klippenspringer anzusehen. Wer Zeit hat, sollte am besten einen ganzen Tag hier verbringen.
Istriens südlichste Spitze entdecken: das Kap Kamenjak
3. Kulturelle Sehenswürdigkeiten in Istrien: ein reiches Erbe verschiedener Kulturen
Die Römer waren da – natürlich. Danach prägte Byzantinisches Reich die Region, ehe Republik Venedig über Jahrhunderte um die Vorherrschaft kämpfte. Später hinterließen auch die Habsburger ihre Spuren in Istrien. Nicht zu sprechen von den Wirrungen des 20. Jahrhunderts, in denen viele Orte gleich mehrfach ihre nationale Zugehörigkeit wechselten. Was von all diesen Einflüssen geblieben ist? Eine beeindruckende Vielfalt an Sehenswürdigkeiten, die bis heute von dieser bewegten Geschichte erzählen.
Die Arena von Pula: noch heute ein echter Hingucker
Eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Istriens – und einer der am besten erhaltenen römischen Bauwerke überhaupt – ist die Arena von Pula. Im 1. Jahrhundert erbaut, beeindruckt sie bis heute mit ihrem nahezu vollständig erhaltenen äußeren Arkadenring. Einst fanden hier rund 23.000 Zuschauer Platz, heute sind es etwa 5.000. Denn: Die Arena von Pula wird noch heute für Konzerte genutzt.
Tipp: Am besten früh am Morgen kommen, als eine der Top Sehenswürdigkeiten Istriens ist sie gut besucht. Direkt nachdem die Tore aufgegangen sind, nimmt man auf den Zuschauerrängen aber fast noch alleine Platz.
Eindeutig die Sehenswürdigkeit Nr. 1 in Istrien: die Arena von Pula
Die Euphrasius-Basilika in Poreč: Einflüsse frühbyzantinischer Kunst in Istrien
Eine weitere der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Istriens ist die Euphrasius-Basilika in Poreč – eine der am besten erhaltenen frühchristlichen Kathedralkomplexe weltweit. Zum Ensemble gehört nicht nur die eigentliche Basilika, sondern auch der Bischofspalast und der beeindruckende Glockenturm, von dem sich ein weiter Blick über die Altstadt und das Meer eröffnet.





Das eigentliche Highlight ist jedoch die Basilika selbst: Im 6. Jahrhundert errichtet, beeindruckt vor allem die Apsis mit einem der schönsten Mosaike des gesamten Mittelmeerraums.
Ein Sehenswürdigkeiten-Highlight der besonderen Art: die Euphrasius-Basilika
4. Das grüne Istrien: malerische Bergdörfer im Hinterland der „istrischen Toskana“
Die Bergdörfer Istriens gehören unbedingt zu einer Rundreise über die Halbinsel. Im istrischen Hinterland gelegen, wo Weinberge und Olivenhaine die Landschaft prägen, zeigt sich eine ganz andere Seite der Region. Besonders sehenswert sind die Hügelstädte Motovun und Grožnjan, die hoch über dem Tal thronen und schon von Weitem sichtbar sind. Unten zieht sich das Mirna-Tal entlang – der längste Fluss Istriens, umgeben von dichten Wäldern, in denen auch Trüffel zu Hause sind. Landschaftlich erinnert das ein bisschen an die Toskana. Kann es sein, dass gerade das Hinterland jener Platz ist, wo Istrien am schönsten ist?
Motovun: ein Rundgang durch die Trüffelstadt
Hoch oben über dem Mirnatal im Herzen Istriens thront Motovun. Die Stadt gilt als echtes Trüffelparadies. In den umliegenden Wäldern wird bis heute nach den kostbaren Knollen gesucht, die die istrische Küche prägen.
Olivenhaine und Weinberge prägen das Bild, während die kleine Bergstadt selbst mit ihren Gassen, Shops und Bars dazu einlädt, die Spezialitäten der Region zu verkosten. Besonders schön ist der Blick von oben bei einem Spaziergang entlang der alten Stadtmauer, von der sich das gesamte Mirna-Tal überblicken lässt.
Zauberhafte Bergstadt im grünen Herzen Istriens: Motovun
Grožnjan: die kleine, feine Ausgabe
Grožnjan bietet ein ganz ähnliches Panorama wie Motovun – nur wirkt es oben noch einen Tick kleiner und verspielter. Beim Durchstreifen der engen Altstadtgassen zeigt sich schnell, warum der Ort als kleines Mekka für Kunst- und Kulturliebhaber gilt. Überall finden sich Galerien, kleine Ateliers und zwischendurch Freiluftstände. Im Sommer verwandelt sich Grožnjan zusätzlich in eine Jazzbühne unter freiem Himmel.






Selbst ein späterer Besuch – wenn die Läden schon hochgeklappt sind und die Händler ihre Tische zusammenräumen – hat seinen Reiz. Dann wird es ruhig in den mittelalterlichen Gassen. Ein kleines Highlight: hinüber nach Motovun von Hügelstadt zu Hügelstadt blicken.
5. Schöne Ausblicke: das Meer aus unterschiedlichen Perspektiven
Schon die Anfahrt über das Učka-Gebirge von Osten her macht deutlich, was einen auf der Halbinsel erwartet. Von oben eröffnet sich ein weiter Blick über die Kvarner Bucht. Auch von der Südspitze Istriens lassen sich eindrucksvolle Ausblicke einfangen, etwa rund um Kap Kamenjak. Und letztlich gilt ohnehin: Am schönsten wirkt das Meer dann, wenn man selbst darauf unterwegs ist. Am besten dann, wenn gerade die Sonne untergeht.
Der Naturpark Učka: traumhaftes Panorama über die Kvarner Bucht
Der Naturpark Učka umfasst rund 160 km² und liegt zwischen der Kvarner Bucht und Istrien. Besonders eindrucksvoll ist die Fahrt über den Poklon-Pass, der als Übergang von Küste zu Bergwelt dient und bereits erste großartige Ausblicke eröffnet.
Von hier oben reicht der Blick weit hinunter auf die liburnische Riviera und hinaus über die Kvarner Bucht bis nach Rijeka. In der Ferne zeichnen sich die Alpen ab, während die Inseln der Nordadria wie mythische Meereskreaturen aus dem Wasser ragen. Eine wunderbare Einstimmung auf all die schönen Orte in Istrien, die noch folgen werden!
Bootstour aufs Meer hinaus: abschalten und genießen
Die Zeit, während die Sonne langsam im Meer versinkt, schafft entlang der gesamten Westküste Istriens eine fast schon magische Atmosphäre. Das ist auch die Zeit, wenn sich kleine Gruppen von Delfinen an der Küste zeigen.






Bei meinem Besuch zeigte sich dieses Naturschauspiel rund um Rovinj, wo die anmutigen Tiere spielerisch durchs Wasser glitten. Wenn dann in der Altstadt nach und nach die Lichter zu leuchten beginnen und auch die Fischerboote in den Hafen zurückkehren, dann entsteht ein Moment, den man lange nicht mehr vergisst.
Sonnenuntergangsfahrt am Meer: eine Delfin-Tour in Rovinj
Blick auf Cres und Lošinj: an der Südspitze Istriens
Tipp: Ganz bis an die Südspitze hinunterfahren (siehe Punkt 2) – und auf Kap Kamenjak unbedingt den Aussichtspunkt mitnehmen. Denn genau hier eröffnet sich einer der eindrucksvollsten Blicke der gesamten Istrien-Tour.
Vom südlichsten Punkt Istriens reicht der Blick weit über das Meer und die vorgelagerten Inseln. Besonders markant liegen Cres – die längste der 1.243 kroatischen Inseln – und Lošinj im Wasser verteilt,. Bei klarer Sicht zeichnen sich sogar die Bergketten des Velebit am Horizont ab.
An der Südspitze Istriens: der Aussichtspunkt am Kap Kamenjak
6. Weitere schöne Orte in Istrien: Geheimtipps und ein paar kleine, feine Perlen
Istrien ist voll von netten Plätzen. Bei meiner Rundreise blieb etwas Zeit, die Altstädte von Umag und Bale zu erkunden. Jedes für sich ein kleiner Geheimtipp in Istrien, den man aufsuchen kann, wenn man des Touristen-Overkills müde geworden ist.
Umag: charmantes Juwel im Norden Istriens
Umag wird oft als „Tor zu Kroatien“ bezeichnet – ein passender Einstiegspunkt für eine Reise entlang der istrischen Küste, besonders wenn es von Slowenien Richtung Süden geht. Klein, fein und angenehm unaufgeregt zeigt sich der Ort als eher ruhiger Auftakt in den Istrien-Urlaub.
Statt großer Sehenswürdigkeiten steht hier das entspannte Durchbummeln im Vordergrund: ein Spaziergang entlang der Promenade, ein kurzer Abstecher in die Altstadt oder einfach ein Moment am Wasser.
Ein unspektakulärer Einstieg in den Istrien-Urlaub: Umag
Bale: beschauliches Plätzchen für alle, die es ruhig lieben
Ein echter Geheimtipp ist Bale – ein Ort, den schon Giovanni Giacomo Casanova zwischen 1743 und 1747 mehrfach besucht haben soll. Bei einem heutigen Besuch wirkt hier oft alles erstaunlich ruhig, was das Flanieren durch den Ort umso angenehmer macht.








Die Altstadt ist kreisförmig angelegt. Der Rundgang beginnt idealerweise beim Stadtpalast und dem Kastell Soardo-Bembo Palast, einem eindrucksvollen Renaissancebau. Von dort führt der Weg weiter zur Pfarrkirche Kirche Mariä Heimsuchung Bale mit ihrer hellen Steinfassade. Tipp: einen Blick in die Kirche Sveti Duh werfen – es gibt eindrucksvolle Fresken aus dem 15. Jahrhundert zu sehen.
7. Ausflugsziele an der Kvarner Bucht: Opatija und Rijeka
Die Frage, ob Opatija wirklich zu Istrien gehört, wird tatsächlich oft gestellt – und streng geografisch lässt sie sich nicht ganz eindeutig beantworten. Am Ende spielt das aber kaum eine Rolle, denn im Rahmen eines Istrien-Urlaubs nimmt man Opatija meist ganz selbstverständlich mit. Und wer einmal in der Kvarner Bucht unterwegs ist, wird auch einen Abstecher nach Rijeka einlegen. Beides hat seinen Reiz.
Opatija: der Abstecher in die Vergangenheit gehört einfach dazu beim Istrien-Urlaub
Einst Sommerfrische der Reichen und Schönen in der K.-u.-K.-Zeit, heute ein Ort, den viele gern in ihren Reiseplan aufnehmen: Opatija, oder „Abbazia“, wie es manchmal immer noch gerne genannt wird, gilt noch immer als klassischer Stopp – wenn auch nur, um am Ufer entlangzuspazieren, einen Cappuccino zu trinken und sich ein wenig in die elegante Vergangenheit zurückversetzen zu lassen, als die Kvarner Bucht noch als mondäner Rückzugsort der alt-österreichischen Sommerfrische galt.

Das Herzstück ist der berühmte Lungomare, der sich elegant entlang der Küste zieht und bis heute dieses nostalgische Seebad-Flair bewahrt. Viele der Sehenswürdigkeiten liegen direkt hier am Wasser – darunter auch die wohl bekannteste Figur der Stadt, das „Mädchen mit der Möwe“, das längst zu einem Symbol des Ortes geworden ist.
Rijeka: spannender als ursprünglich gedacht
Tipp: Einst eher als Hafen- und Industriestadt bekannt, hat sich Rijeka spätestens seit der Auszeichnung als Europäische Kulturhauptstadt 2000 zu einem interessanten Reiseziel mit überraschend vielen Sehenswürdigkeiten entwickelt – auch wenn es geografisch genaugenommen nicht mehr zu Istrien zählt. Aber wenn man schon einmal da ist…

Der besondere Reiz liegt hier im Kontrast: rauer Industriecharme trifft auf lebendige Stadtkultur. Ein Spaziergang führt durch die Hafenanlagen und weiter in die Altstadt entlang des Korzo, wo sich das urbane Leben der Stadt konzentriert. Hoch über allem thront die Burg, von wo sich ein weiter Ausblick über die Kvarner Bucht bietet.
8. Das slowenische Istrien: venezianische Architektur mit ganz viel Atmosphäre
Und da wären noch ein paar feine Platzerl in Istrien, zwar schon in Slowenien gelegen, genauer in der Region Primorska, aber nur einen Katzensprung von der kroatischen Grenze entfernt. Warum also nicht kurz über die Grenze schauen und entdecken, was es mit den kleinen Küstenperlen Piran und Izola im slowenischen Küstenland auf sich hat?
Piran: ein Muss beim Istrien Urlaub – aber für viele noch ein Geheimtipp
Ein echtes kleines Sehenswürdigkeiten-Juwel an der Küste ist Piran – ein Ort, der auf engstem Raum erstaunlich viel Atmosphäre vereint. Enge, verwinkelte Gassen, dicht an dicht stehende Häuser und überall Spuren der venezianischen Vergangenheit prägen das Bild, besonders rund um den berühmten Tartini-Platz.

Am schönsten ist es jedoch, einfach durch die Altstadtgassen Richtung Landspitze zu schlendern. Mit einem Aperol in der Hand lässt sich genau hier das Flair am besten aufsaugen.
Izola: sollte man trotz Triest und Piran nicht vergessen
Die etwas ruhigere kleine Schwester ist Izola – oft noch ein kleiner Geheimtipp, wenn es nicht ganz so belebt sein soll. Auch hier prägen enge Altstadtgassen und ein charmanter kleiner Hauptplatz das Bild. Am Ende der Landspitze wartet sogar ein kleiner, feiner Strand.





Tipp: Die Aussicht vom Belvedere-Resort oberhalb der Stadt über den Golf von Triest ist einfach traumhaft.
Der wahre Geheimtipp im slowenischen Küstenland: Izola
Gut zu wissen: meine Tipps für den Istrien-Urlaub
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Parken in Istrien
Tipps zum Parken in den beliebten Touristenorten sind in den jeweiligen Artikeln vermerkt. Generell gilt jedoch: Parkzeiten sollten unbedingt genau eingehalten werden – sonst ist ein Strafzettel praktisch vorprogrammiert. Wichtig ist außerdem, Parkbelege mindestens fünf Jahre lang aufzubewahren, weil Forderungsschreiben gerne erst lange Zeit nach dem Istrien-Urlaub zu Hause eintreffen. -
Übernachten in Istrien: mein Unterkunfts-Tipp
Als Ausgangspunkt für einen Istrien-Urlaub kann ich ein Mobile Home auf dem Porton Biondi Campinplatz in Rovinj* nur sehr empfehlen. Ich selbst bin kein Camper, habe mich in der sauberen und gepflegten Anlage aber mehr als wohl gefühlt. Die Altstadt ist zu Fuß erreichbar, der Strand lag praktisch direkt vor der Tür in Form des oben erwähnten Porton Biondi Beach. Zwei Schlafzimmer, zwei Badezimmer, ein großzügiger Wohn- und Essbereich sowie eine gut ausgestattete Küche haben den Aufenthalt sehr angenehm gemacht. Hier die aktuellen Preise checken*
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Weitere schöne Orte am Mittelmeer
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Einmal muss man dort gewesen sein. Und ich war dort, zwar nur für ein langes Wochenende, aber dennoch lange genug, um Nizza, Cannes und Monaco kennenzulernen. - COSTA BLANCA Roadtrip: Küstenstraße, Orangenhaine & Bergdörfer
Bei meiner Städtereise nach Valencia hatte ich mir einen Mietwagen dazugebucht. Wenn ich schon an der Mittelmeerküste unterwegs war, konnte ich auch gleich Sonne und Meer genießen.



































































