BADEN bei Wien: 50 Dinge die man in der Kurstadt tun kann

50 Tipps für Sehenswürdigkeiten, Ausflüge und Spaziergänge in Baden – und: wo man entspannen und gut essen kann (plus 10 weitere Ausflugsziele rundherum).


In der Biedermeier Kurstadt Baden soll wirklich was los sein? 50 Dinge soll man hier tun können?

Ja, die kann man. Ich stamme ja eigentlich aus dem Weinviertel, aber lebe seit dem Jahr 2011 in Baden. Und bin hier rundum zufrieden.

Denn in der Stadt mit dem verstaubten Ruf kann man wahrhaft Schönes tun, und das dabei auf so vielfältige Art und Weise!

Ausgeflogen nach Baden bei Wien: 50 Freizeitideen für die Kurstadt
1. Kultur & Events: Tipps für Veranstaltungen & Feste, Museen und Theater
2. Stadtgeschichte: Sehenswürdigkeiten vom Kaiserhaus bis zum Lumpentürl
3. Natur & Bewegung: Spaziergänge vom Urtelstein bis zum Fieberkreuz
4. Relaxen & Genießen: Genussvolles von der Römertherme bis zu den Traubenkurwochen
5. die feinen Ecken: Entdeckungen von den kleinen Grätzeln bis zur Zuckerlecke
6. sowie: weitere 10 Tipps für Ausflugsziele rund um Baden

Ein schöner Tag in Baden – was tun (ein Beispiel)

  • vormittags eine Runde im Strandbad drehen
  • mittags durch die Fotoausstellung flanieren, die sich über die halbe Stadt zieht
  • nachmittags einen Sprung zum Trabrennplatz machen und ein Glaserl Wein zwitschern

So gemacht an einem Sonntag im September:


Was man sonst noch so tun kann in Baden?

Im Folgenden meine 50 Ideen für die Freizeitgestaltung in der Kurstadt. Sowie 10 weitere für Ausflugsziele & Sehenswürdigkeiten rund um Baden.

KULTUR & EVENTS: Tipps für Veranstaltungen & Feste, Museen & Theater


1. ins Theater gehen

Und zwar in ein schönes: das Badener Stadttheater wurde 1909 als „Kaiser Franz Josef Jubiläums-Stadt-Theater“ von den Ringstraßen-Architekten Fellner&Helmer errichtet.

Operettenfans erfreuen sich in der Sommerarena – ein Jugendstilgebäude, in dem sich sogar das Glasdach öffnen lässt.


2. Konzerte besuchen

Den Spuren derjenigen Komponisten, die in Baden gekurt haben, lauscht man bei den Badener Kurkonzerten.

Neben Beethoven und Mozart haben sich auch Lehár, Schubert, Strauß und Lanner in Baden aufgehalten. Heute lauscht man den jährlichen Konzerten von Rudolf Buchbinder.


3. bei den Badener Stadtfesten mit dabei sein

In Baden feiert man Schönes: Beim Rosenfest die Eröffnung der Badener Rosentage. Beim Imperialen Fest die Geschichte der Stadt während derHabsburgermonarchie.

Und ganz mondän gibt sich die Stadt gerne bei „Baden in Weiß“.


4. sich die La Gacilly Foto Ausstellung ansehen

Ein neues Highlight: die La Gacilly Foto Ausstellung, die die Stadt über den ganzen Sommer in eine einzige Freilichtausstellung verwandelt. Und zwischen den 2.000 Fotografien noch mehr wie sonst zum Spaziergehen und Lustwandeln in der schönen Kurstadt anregt.


5. dem Casino einen Besuch abstatten

Gehört auch dazu beim Baden Besuch: Millionen im Casino zu gewinnen. Oder auch nur ein paar Tausender – oder gar nichts. Es reicht, in das Flair der ehemaligen Trinkhalle bei Dinner & Wein einzutauchen.

Baden Sehenswürdigkeiten Casino

6. auf der Trabrennbahn Wetten abschließen

Mehrmals im Sommer findet es noch statt, das „Traben in Baden“. Historischer Charme der Jahrhundertwende trifft hier auf kultige Freizeitkultur. Und zwischen Kaiserloge und Rennbahn schmeckt der Spritzer immer noch am Urigsten.


7. moderne Kunst erforschen

Und dabei gleichzeitig ein altes Bad besuchen: in den Umkleideräumen des ehemaligen Frauenbads kann man seit 2009 moderne Gemälde im Arnulf Rainer Museum bewundern.


8. weitere Kunst-Häuser kennenlernen

Im Haus der Kunst – ehemalige Glücksspielhalle – finden die Kurkonzerte Badens statt. Im Künstlerhaus sorgte Lotte Tobisch bis zuletzt als Präsidentin für den Alterssitz ihrer Künstlerkollegen. Und im Theater am Steg unterstützt man beim Kaffee ein lokales Ausbildungsprojekt der Lebenshilfe.


9. kuriose Museen ansehen

Im ehemaligen Rathaus von Weikersdorf locken im Rollettmuseum die einzig echte Lebendmaske Napoleons, eine ägyptische Mumie und eine Schädelsammlung. Im Beethovenhaus, indem der große Komponist Teil der „Neunten“ komponiert hat, erfährt man mehr zu seinen ausschweifenden Spaziergängen.

Im Kurpark wartet in bester Lage das Kaiser Franz Joseph Museum auf Besucher, in der Stadt das Kaiserhaus sowie das Puppenmuseum.

Baden Sehenswürdigkeiten Beethovenhaus

10. eines der zwei (!) Programmkinos besuchen

Die Badener sind zu beneiden – gleich zwei Programmkinos erfreuen hier die Kunstsinnigen. Im Cinema Paradiso trinkt sich auch der Kaffee ganz gut (samt guter Auswahl auch internationaler Zeitungen), im Herzoghof kann man sich das kleine Kino gleich ganz mieten.

Baden Sehenswürdigkeiten Cinema Paradiso

1. Karten für Stadttheater und Sommerarena gibt’s bei der Bühne Baden.
2. Die Kurkonzerte finden im Haus der Kunst am Kaiser Franz Ring statt.
3. Die Rosentage finden im Mai/Juni, das Imperiale Fest im Juni statt. „Baden in Weiß“ zeigt sich Anfang Juli. Die genauen Termine sind im Veranstaltungskalender der Stadt Baden nachzulesen.
4. Die Foto-Freiluftausstellung La Gacilly findet von Anfang Juni bis Ende September statt.
5. Nähere Infos zum Erlebnis Casinobesuch hier.
6. Die Termine zum Traben in Baden gibt’s hier zum Nachlesen.
7. Öffnungszeiten und Infos zum Arnulf Rainer Museum hier.
8. Das Haus der Kunst befindet sich am Kaiser Franz Ring 7, das Künstlerhaus in der Weilburgstraße 13, das Theater am Steg beim Pergersteig in der Johannesgasse 14.
9. Infos zu Öffnungszeiten und Eintritt zu: Rollettmuseum, Beethovenhaus, Kaiser Franz Joseph Museum, Kaiserhaus, Puppenmuseum.
10. Das Kinoprogramm der Badener Kinos: Cinema Paradiso, Kino Baden im Herzoghof.

STADTGESCHICHTE: Sehenswürdigkeiten in Baden vom Kaiserhaus bis zum Lumpentürl


11. bei Stadtspaziergängen einiges über Baden lernen

Badens Biedermeier-Innenstadt hat viel zu bieten: bei den Badener Stadtspaziergängen kann man einiges zu Kaisern, Komponisten und Kuren erfahren. Aber auch Gruseliges und Sympathisches wie z. B. über das Lumpentürl, den verstecken Einlass mitten in der alten Stadtmauer für die zu spät gekommenen Heurigenbesucher.


12. sich auf die Spuren der Römer begeben

Dank den heißen Quellen war Baden schon zur Römerzeit als Kurort beliebt – damals noch als „Aquae“. Der römischen Ursprungsquelle kann im wahrsten Sinne des Wortes auf den Grund gegangen werden. Von unten nach oben spaziert sichs dann auf den Römerberg.

Baden Römerquelle

13. von Ruine zu Ruine spazieren

Baden hat gleich mehrere Mittelalter-Schreckensstätten zu bieten: Neben Burg Rauheneck und Rauhenstein kann man sich auch auf die Spuren der Ruine Scharfeneck und Veste Rohr machen. Von der alten Weilburg ist am Standort nur noch der alte Wappenstein übriggeblieben.


14. auf Kaisers Spuren wandeln

Und auch zu den Kaisern, die in Baden residiert haben, gibt’s genug zu finden: Ob im Stadtpalais des Kaiserhauses (Sommerresidenz Kaiser Franz II.), dem Kaiser Franz Josef Museum (das eigentlich nur den Namen von KFJ trägt), dem Karlstisch der Veste Rohr – oder auch im Gymnasium in der Frauengasse, wo im „Florastöckl“ das kaiserliche Gefolge wohnen durfte. Und bis zu dreißig Erzherzöge haben sich im Sommer ebenso in ihren Badener Palais herumgetrieben.


15. die alten Bäder in Baden aufstöbern

Man glaubt gar nicht, wie viele alte Bäder es in Baden gibt, die einem anderen Verwendungszweck zugeführt wurden. Prominentestes Beispiel ist das Frauenbad (Arnulf Rainer Museum), gefolgt von Josefsbad (Steakhouse „El Gaucho“), Leopoldsbad (Tourismusinfo) und Johannesbad (Theater am Steg). Nur im Franzensbad wird auch heute noch in alter Badarchitektur gebadet – im orientalischen Hammam.

Das heilende Schwefelwasser trinkt man heute nur noch im Eingang des Kurzentrums.


16. einen Villen-Spaziergang machen

Über 500 Villen wurden in Baden für das kaiserliche Gefolge – aber auch für den Kurtourismus – errichtet. Heute dreht man die Spazierrunde also in ziemlich feudalem Ambiente. Und zwar in der Stadt an der Ringstraße (Kaiser Franz Ring, Erzherzog Rainer Ring, Kaiser Franz Joseph Ring und Erzherzog Wilhelm Ring). Am Römerberg und am Fuße des Mitterbergs. In der Helenenstraße oder beim Strandbad bei der von Otto Wagner erbauten Villa Hahn.

Und als Draufgabe spaziert man noch an der Eugenvilla – dem alten Jagdschloss am Ausgang zum Helenental – vorbei.


17. sich die Badener Kirchen ansehen

Der heutigen Stadtpfarrkirche mit dem barocken Zwiebelturm sieht man die einstige Funktion als Wehrkirche nicht mehr an – nur die „Mordgalerie“ verrät davon. Die Frauenkirche diente bis zum Ende der Monarchie als Hofkirche. Gleich daneben war im heutigen Frauengymnasium das Augustinerkloster untergebracht, im heutigen Schulgang wandelten früher Mönche im Kreuzgang.

Ein moderner Hingucker ist das Kirchenhaus in Leesdorf.


18. auch beim Wein trinken Geschichte erfahren

Im ehemaligen Wirtschaftshof der Heiligenkreuzer Zisterzienser kann man auf historischem Grund in der Hauervinothek den „Badener Lumpentürl“ kosten. Wo heute am Grünen Markt gleich der passende Snack eingeworfen werden kann, standen in früheren Zeiten die Weingärten des Ordens.

Hauervinothek Baden

19. in die jüdische Geschichte Badens eintauchen

Baden war die drittgrößte jüdische Gemeinde Österreichs (in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts). Von den ehemals 2.000 Vorkriegs-Juden ist noch eine kleine zweistellige Zahl übriggeblieben.

Übriggeblieben sind auch die Synagoge sowie der jüdische Friedhof am Rande des Harterbergs – sowie das neue Mahnmal am Josefsplatz.


20. schauen, was sich Neues tut in Baden

Zum Beispiel bei einem der alten Grand Hotels: der Sauerhof soll in naher Zukunft in ein 5-Sterne Gesundheitshotel verwandelt werden. Die Badener Bevölkerung wartet schon seit fünf Jahren darauf, dass bald wirklich der Startschuss fällt.


11. Mehr Infos zu den verschiedenen Badener Stadtspaziergängen.
12. Die Römerquelle kann im Rahmen der Stadtführung „Stadt des Wassers & des Weines“ besichtigt werden.
13. Ruine Rauheneck und Rauhenstein befinden sich beiderseits beim Ausgang zum Helenental. Die Reste der Ruine Scharfeneck liegen unweit der Ruine Rauheneck am rechten Schwechat-Ufer. Reste der Veste Rohr befinden sich beim Spielplatz Rohrgasse. Der Wappenstein der Weilburg befindet sich in der Weilburgstraße beim Einstieg ins Helenental – ein weiterer Rest als Neptunbrunnen im Doblhoffpark.
14. Kaiserhaus und Kaiser Franz Joseph Museum siehe Punkt 9, Karlstisch siehe Veste Rohr Punkt 13. Das BRG Frauengasse befindet sich natürlich in der – Frauengasse.
15. Zum Arnulf Rainer Museum siehe Punkt 7. Das El Gaucho ist ein argentinisches Steaklokal am Josefsplatz. Die Tourismusinfo befindet sich am Brusattiplatz, Theater am Steg und das Hammam befinden sich beim Pergersteig über die Schwechat. Das Kurzentrum und ist neben der Römertherme hinter dem Brusattiplatz angesiedelt.
16. Die Villa Hahn ist in der Weilburgstraße 83 zu finden, die Eugenvilla in der Weilburgstraße 103.
17. Die Stadtpfarrkirche steht – natürlich – am Pfarrplatz. Neben dem Gymnasium Frauengasse (siehe Tipp 13) befindet sich auch die Frauenkirche. Die Kirche St. Josef befindet sich in der Leesdorfer Hauptstraße 74.
18. Die Hauervinothek ist am Grünen Markt neben der Tourismusinfo zu finden.
19. Im Obergeschoss der instandgesetzten Synagoge in der Grabengasse 14 ist das ZIB – Zentrum für interkulturelle Begegnung – untergebracht. Der jüdische Friedhof befindet sich in der Nähe des Stadtpfarrfriedhofs in der Halsriegelstraße und wird im Moment saniert.
20. Das ehemalige Grand Hotel Sauerhof ist unschwer in Stadtzentrumsnähe in der Weilburgstraße 11-13 zu finden.

NATUR & BEWEGUNG: Spaziergänge vom Urtelstein bis zum Fieberkreuz


21. in den Badener Parks chillen

Natürlich im bekanntesten, dem Doblhoffpark. Um dort im Sommer neben den Enten auch den Bildern der Fotoausstellung beim Treiben im Wasser zuzusehen.

Am Weg dorthin kommt man meist auch am kleinen, aber feinen Gutenbrunner Park vorbei. Oder vielleicht auch am Weikersdorfer Park.


22. das berühmte „Wegerl im Helenental“ gehen

Nach dem Durchbruch durch den Urtelstein unter Kaiser Franz II. wurde das Helenental als beliebtes Spazierweg-Eldorado erschlossen. Heute sind es auch die Radfahrer, die zwischen den Ruinen Rauheneck und Rauhenstein, und an der Hauswiese vorbei, ins berühmte Tal radeln.


23. vom Kurpark in den Wienerwald einsteigen

Wo früher zu den Kurkonzerten promeniert wurde, bieten sich heute herrliche Ausblicke auf die Kurstadt. Oder der Einstieg in zahlreiche Wanderwege des Wienerwalds, die hier vom Kurpark aus ihren Anfang nehmen – vorbei an Beethoventempel oder Theresienwarte.


24. am Wasserleitungsweg wein-wandern

Schöner kann man fast nicht zwischen Sooss und Gumpoldskirchen spazierengehen – zwischen den Weingärten findet sich immer wo ein kleines Platzerl für einen schnellen Pausen-Spritzer. Aber auch die Einstiegshäuser der 1. Wiener Hochquellenwasserleitung sowie den Badener Aquädukt sollte man einmal gesehen haben.


25. nochmals wein-wandern am Harterberg

Zwischen den Weinreben kann man auch am Naturschutzgebiet Harterberg herumspazieren. Und vom Jausenplatzerl beim Fieberplatz und der Weingartenhütte von der anderen Seite auf Baden hinunterschauen.


26. am Kanal entlangradeln

Entschleunigend ist auch ein Spazierradler am Thermenradweg, der sich am Wiener Neustädter Kanal an Baden vorbeizieht. Auf der Strecke von Wiener Neustadt nach Wien sind hier zwischen den zahlreichen Wehren nur Radler, Spaziergänger – und Enten unterwegs.


27. an der Schwechat picknicken

Warum nicht auch ein Picknick an der Schwechat? Gar nicht weit vom Einstieg ins Helenental am Holzrechenplatz beim Hotel Sacher kann man zu einem der vielen Platzerl an der Schwechat vorspazieren und einen schattigen Tag im Sommer genießen.


28. Booterl fahren im Doblhoffpark

Wer lieber mitten in der Stadt am Wasser relaxen möchte: im Doblhoffpark warten kleine Boote auf eine „Erkundung“ des Teichs. Oder man beobachtet die Enten und Booterlfahrer von rundherum bei Café oder Sturm.

Kurstadt Baden Doblhoffpark

29. so richtig wandern

Wer sich so richtig in Baden bewegen möchte, kann eine Wanderung aufs Eiserne Tor einlegen. Die 834 Höhenmeter erreicht man entweder gemütlich vom Römerberg übers Jägerhaus, oder steiler vom Helenental über Brennersteig und Beethovensteig.


30. so richtig sporteln

Baden hat so einige Möglichkeiten zu bieten: den Fitnessparcours im Kurpark oder die Sporthalle mit Hallen- und Freiplätzen für diverse Sportarten. Das beste in Baden ist aber immer noch Minigolfen auf einer recht „historischen“ Anlage.


25. Das Fieberkreuz steht am Harterberg in der Nähe von Weingartenhütte und Sender.
26. Einstieg in den Kanal z.B. in der Haidhofstraße.
27. Parkplatz in der Nähe vom Hotel Sacher in der Helenenstraße.
29. Routeninfo für die Wanderung aufs Eiserne Tor hier.
30. Der „Donauparcours“ befindet sich beim Rudolfshof, die Sporthalle in der Waltersdorferstraße. Die Minigolf-Anlage neben dem Haus der Kunst am Kaiser Franz Ring 7.

RELAXEN & GENIESSEN: Genussvolles von der Römertherme bis zur den Traubenkurwochen


31. im warmen Wasser der Badener Römertherme relaxen

Schon die alten Römer haben in Baden gebadet. Heute tut man ihnen am Besten in der Römertherme gleich. Oder man genießt die Behandlung im Wasser in einem alten neuen Bad – dem Hammam im ehemaligen Franzensbad.

Römertherme Baden

32. im kalten Wasser des Badener Strandbads schwimmen

Die sommerliche Variante dazu: eine sportliche Runde im Badener Strandbad. Gleich zwei 50-Meter-Becken hat das Bad im Look & Feel des alt-österreichischen Adriabads zu bieten. Relaxen kann man dann am größten künstlichen Sandstrand Österreichs – oder in den warmen, mit Thermalwasser gefüllten „Wandln“.

Kurstadt Baden Strandbad

33. das Treiben am Hauptplatz beobachten

Rund um Pestsäule und Kornhäusel Rathaus, Café Central und Café Gasser trifft sich alles, was vom Besorgungs- oder Spaziergang, von der Kaffee- und Eispause, oder vom Kurpark zurückkehrt.

Cafe Central Baden

Mit Glück finden am Hauptplatz gerade Konzerte oder die Traubenkurwochen statt (siehe Tipp 48).


34. eine Mittagspause am Grünen Markt einlegen

Wo bis Ende des 19. Jahrhunderts die Hausweingärten vom Heiligenkreuzerhof standen, genießt man heute die Mini-Ausgabe von Wiener Naschmarkt oder Münchner Viktualienmarkt.

Grüner Markt Baden

35. ins eines der Badener Kaffeehäuser gehen

Und da gibt es einige: Angefangen am Hauptplatz mit dem Alt-Wiener Café Central sowie der früheren kaiserlichen Zuckerbäckerei Gasser. Zeitung lesen geht am Besten im „Z“ (dem Central) sowie im Cinema Paradiso.

Wo man noch einen guten Kaffee bekommt:

in Hotels: wie dem Sacher im Helenental oder dem „At the Park“ im Kurpark.

in Konditoreien und Bäckereien: wie der Annamühle, dem Ullmann, oder dem Trahbüchler.


36. die Badener Restaurants ausprobieren

Für österreichische Küche geht’s ins Martinek, für italienische ins San Marco, für griechische in Zorbas Land. Die Feinschmecker speisen Steak im El Gaucho oder Fisch im Marktamt.


37. natürlich: zum Heurigen gehen!

Wer auch lukullisch in das eintauchen möchte, was direkt aus Baden kommt, muss einen der knapp 40 Badener Heurigen besuchen. Welcher von diesen „ausgsteckt“ hat, zeigen die grünen Tafeln im Stadtgebiet von Baden an. Ach ja: Baden ist Großstadtrevier, was beim Heurigen bedeutet: hier kommt auch ein gutes Wiener Schnitzel auf den Tisch!


38. die Schmankerl-Tage nicht verpassen

Apropos Wein: im September sind die Traubenkurwochen am Hauptplatz nicht zu übersehen. Neben den frischen Weintrauben und den Badener Weinen wird der neue Sturm verkostet – mit Glück spielt gleich daneben vor dem Rathaus die Blasmusikkapelle auf.

Traubenkurwochen Baden

39. der längsten Schank der Welt einen Besuch abstatten

Und auch im September laden 80 Weinbaubetriebe zwischen Bad Vöslau und Mödling auf der Genussmeile am Wasserleitungsweg auf ein gepflegtes Glaserl Wein ein. Bei so vielen Standln gerät das Wein-“wandern“ meist etwas ins Hintertreffen…


40. eine Zuckel-Tour mit der Badener Bahn unternehmen

Entschleunigung bringt dann noch die Badner Bahn, die seit 1907 zwischen Wien und der Kurstadt unterwegs ist. Speziell in den alten Garnituren kann man die Fahrt zum Radlheurigen in Pfaffstätten noch besser genießen.

Badner Bahn

31. Näheres zu Öffnungszeiten und Preisen zur Badener Römertherme hier, zum Hammam siehe Tipp 15.
32. Gleiches zum Strandbad hier.
34. Der Wochenmarkt am Grünen Markt findet jeden Freitag von 8-14 Uhr statt.
35. Wer vorab online schmökern möchte: Café Central, Herwig Gasser, Hotel Sacher, At the Park, Backhaus Annamühle. Die Konditorei Ullmann befindet sich im Schlossergässchen am Eingang zum Doblhoffpark, der Trahbüchler am Grünen Markt (die Strandkorb-Dependance im Kurpark).
36. Der Martinek ist in der Jägergasse zuhause, das San Marco hinter dem Rathaus, gleich neben dem Griechen. Zum El Gaucho siehe Tipp 15, das Marktamt ist ebenfalls am Grünen Markt zuhause.
37. Wo „Ausgsteckt is“ in Baden, erfährt man hier.
39. Die Genussmeile findet an den ersten beiden Wochenenden im September statt. Den Infofolder samt Plan und Infos zur Anreise findet man hier.
40. Der Radlheurige ist gleich neben der Haltestelle der Badner Bahn („Pfaffstätten Rennplatz“) am Radweg am Kanal zu finden.

DIE FEINEN ECKEN: Entdeckungen von den kleinen Grätzeln bis zur Zuckerlecke


41. die stillen Gasserln in Baden aufsuchen

Und derer gibt es viele: das Schlossergässchen zwischen Doblhoffpark und Gutenbrunnerpark. Das Areal rund um die Stadtgärtnerei beim Kurpark. Die Gassen rund um die Antonsgasse. Oder die Strasserngasse in Zentrumsnähe.


42. die kleinen Grätzeln kennenlernen

Die Devise hier: einfach dem Mühlbach folgen! Ob Hildegardgasse, Wörthgasse oder Mühlgasse beim Ökopark: rund um den Mühlbach zeigt die Stadt noch ihren alten Charakter. Und seitdem dieser am Josefsplatz wieder freigelegt wurde, kann man auch dort eine nette Rast einlegen.


43. die alten Dörfer erforschen

Den alten Dorfcharakter findet man auch in den ehemaligen Nachbargemeinden. 1850 wurden Leesdorf und Gutenbrunn eingemeindet, 1912 folgte Weikersdorf. Am Leesdorfer „Domplatz“ oder vor dem Weikersdorfer Rathaus kommt auch nach wie vor kein „Großstadt“-Feeling auf.


44. herrliche Aussichten genießen

Am Besten geht das natürlich vom Kurpark aus. Etwas höher als Beethoventempel und Jubiläumsaussicht blickt man von der wunderschönen Wiese vor dem Rudolfshof auf die Kurstadt hinunter. Ein Stück daneben trägt das Café die Aussicht gleich im Namen: das Café Blickweit ist die urtümlichere Variante des gepflegten Aussichtsblicks.


45. unglaubliche 900 Rosensorten bewundern

Im hinteren Teil des Doblhoffparks wurde 1969 das Badener Rosarium angelegt: 900 Rosensorten bezaubern hier auf 30.000 Rosenstöcken um die Wette. Ein perfekter Ort für Blumenliebhaber und Flaneure.

Während der Badener Rosentage ergänzen zusätzlich Yoga- und Tai-Chi-Stunden das herrliche Ambiente.


46. sich bei der Blumenuhr in den Strandkorb legen

Die nächste Blumen-Rekordzahl: die Blumenuhr im Kurpark, die jährlich von 6.000 Blumen geziert wird. Mein absoluter Lieblingsort! Wo doch nebenan im „Trahbüchler“ im Sommer die Strandkörbe á la Nordsee für ein Abtauchen aus dem Alltag locken.

Baden Kurpark Blumenuhr

47. in den kleinen Boutiquen herumstöbern

Vom Dirndl bis zur Edelboutique, von klassischem bis zu Ausgefallenem: in Badens Boutiquen rund um den Hauptplatz findet sich alles, was das Herz begehrt. Die etwas anderen Badener Sehenswürdigkeiten….


48. in den Badener Buchhandlungen schmökern

Nicht nur mit den Programmkinos – auch mit den Buchhandlungen haben die Badener Glück! Gleich 2 kleine, feine und gut sortierte Buchhandlungen finden sich mit dem Zweymüller und Bücher Schütze (und dessen Kinderbuch-Ableger) im Zentrum. Und auch das Spielzeuggeschäft vom Baader steht noch – eine kleine Institution.

Buchhandlung Zweymüller Baden

49. die kleinen, aber feinen süßen Ecken nicht vergessen!

Was wäre Baden ohne seine Kaffeehäuser? In der Café-Konditorei Ullmann werden in sechster Generation die Badener Zuckerl – die 1. original Badener Kaffeebonbons – hergestellt. Die man übrigens auch in der Zuckerlecke zu kaufen bekommt. Und wers weiter süß mag, schaut am besten bei Judith und den Torten vorbei.

Baden Zuckerlecke

50. zuallerletzt: nicht ohne den Genuss der Schwefelquellen nach Hause fahren…

14 natürliche Schwefelquellen machen Baden zu dem, was es ist: eine Kurstadt. Aber eine, die manchmal stinkt. Vor allem dann, wenn man sich in der Nähe des „Schwefelbaches“ befindet, in den die Quellen abgeleitet werden. Rund um die Schwechat stinkts also noch beim Engelsbad und beim Theater am Steg. Und das sollte jeder Baden Besucher zumindest einmal gerochen haben.


44. Das Blickweit befindet sich nicht weit vom Rudolfshof im oberen Teil des Kurparks.
48. Der Zweymüller ist am Hauptplatz zu finden. Das Hauptgeschäft von Bücher Schütze in der Pfarrgasse, die Kinderbuchhandlung in der Antonsgasse. Das Geschäft vom Baader liegt in der Breyerstraße 4.
49. Zum Ullmann siehe Punkt 35. Die Zuckerlecke verkauft am Hauptplatz noch immer Kaugummizigaretten, Judith Walli ihre Torten beim Pfarrplatz an der Ecke Grabengasse/Annagasse.
50. Das Rehab-Zentrum des Engelsbad ist am Anfang der Weilburgstraße zu finden.

Und wie siehts mit Ausflugstipps rund um Baden aus? Was hat unsere Umgebung an feinen Platzerln zu bieten?

BADEN RUNDHERUM: weitere 10 Tipps für Ausflugsziele rund um Baden

Pfaffstätten Weinbaugemeinde

1. die Vöslauer Kängurus besuchen

Bad Vöslau ist für sein Mineralwasser und Thermalbad bekannt. Beides kann besucht werden. Aber auch die Kängurus bei der Jubiläumsaussicht am Harzberg. Für eine Pause checkt man ins „Check in“ am historisch bedeutsamen Flugplatz ein – dort, wo schon Kanzler Raab nach den Staatsvertragsverhandlungen aus dem Flugzeug stieg.


2. am Soosser Weingartenweg am Lausturm vorbeikommen

Heurige in Sooss gibt’s zuhauf. Aufgereiht an der Hauptstraße, oder am Weingartenweg, wo man – optisch – nicht am Lausturm vorbeikommt, der als Folge der Reblausplage vom Winzer Schlumberger errichtet wurde.


3. beim Radlheurigen in Pfaffstätten einen Stop einlegen

Auch Pfaffstätten hat genug zu bieten: dort, wo schon seit 900 Jahren Wein angebaut wird, findet im Sommer Österreichs größtes Weinfest statt. Wer nicht im Sommer dort ist, „tankt“ zwischen Weinstöcken bei der Ausfahrt Richtung Gumpoldskirchen. Oder beim Radlheurigen.


4. im Schlosspark von Tribuswinkel die Welt rundherum vergessen

Auf dem Weg nach Traiskirchen kommt man am Schlosspark von Tribuswinkel nicht vorbei. Ein schattiger Ort, wunderbar ruhiges Ambiente. Ein wirklich herrlicher Platz.


5. in Oberwaltersdorf in den Triestingauen spazieren

Ein weiteres schattiges Plätzchen, diesmal eingerahmt von wunderschöner Industriegeschichte: am Spazierweg entlang den Triestingauen kommt man in Oberwaltersdorf sowohl an der Alten Spinnerei, als auch an der alten Bettfedernfabrik vorbei.


6. die Tattendorfer und Teesdorfer Heurigen besuchen

Auch in Tattendorf und Teesdorf geht’s an der Triesting entlang. Und auch an vielen Heurigen. Am Raiffeisen-Platzl in Tattendorf kann man sich den Wein sogar aus der 24-Stunden-Selbstbedienungsbox abholen.


7. vom Busserltunnel in Gumpoldskirchen lernen (bei einem Glas Wein?)

Heurigen gibt’s auch in Gumpoldskirchen zuhauf. Aber auch das Stiftsweingut Thallern, bei dem zum Wein auch das Schnitzel gut schmeckt. Den „Busserltunnel“, der extra auf Wunsch von Kaiser Ferdinand 1841 auf der Südbahnstrecke errichtet werden musste („A Eisenbahn ohne Tunnöh is ka richtige Eisenbahn“), gibt’s auch als Wein zu trinken.


8. der Burg Liechtenstein in Maria Enzersdorf einen Besuch abstatten

Wer eine „alte Burg ganz neu“ betrachten möchte, ist mit der Burg Liechtenstein gut bedient. Steht diese doch erst seit dem 19. Jahrhundert als Kunstruine in ihrer ganzen Pracht da.

Auch die Hinterbrühl bei Mödling ist einen Besuch wert – auch wenn die Seegrotte aktuell nicht zu besichtigen ist.


9. zum Stift Heiligenkreuz den Radweg durchs Helenental nehmen

Entlang der Schwechat radelt es sich fein bis ans „göttliche Ziel“ in Heiligenkreuz: zum Gastgarten des Klostergasthofes.


10. im Triestingtal auf die Via Sacra abzweigen

Oder gleich von Heiligenkreuz. Und dann entlang von Triesting, Gölsen und Traisen am Pilgerweg bis nach Mariazell marschieren.


1. Vöslauer Führungen werden am Betriebsgelände und im Thermalbad angeboten. Die Kängurus gibt’s beim Schutzhaus am Harzberg zu sehen. Den Kaffee trinkt man am Flugfeld von Vöslau.
2. Den Soosser Heurigenkalender findet man hier.
3. Der Pfaffstättner Großheurige findet immer im August statt. Der Skryanz befindet sich zwischen den Rebzeilen auf der Weinbergstraße, zum Radlheurigen siehe Tipp 40.
4. Der Schlosspark Tribuswinkel ist in Richtung Wienersdorf nicht zu übersehen.
5. Aus der Oberwaltersdorfer Bettfedernfabrik ist ein Veranstaltungszentrum samt Bücherflohmarkt geworden.
6. Hier die Heurigenkalender von Tattendorf und Teesdorf.
7. Im Freigut Thallern lässt sich das Achterl im Stehen zwitschern, für das Schnitzel kehrt man ins Klostergasthaus ein. Und die Heurigen von Gumpoldskirchen findet man hier.
8. Die Burg Liechtenstein gibt als Adresse „Am Hausberg“ an. Das triffts gut.
9. Neben dem Klostergasthof in Heiligenkreuz kann man sich natürlich auch das Stift ansehen.
10. Nach Mariazell pilgert man am Wiener Mariazellerweg 06.

Kurstadt Baden-Baden

Gleichzeitig mit Baden entwickelte sich übrigens das badische Baden-Baden zur Kurstadt. Ich habe mir angesehen, was Baden-Baden hat, das Baden nicht hat: ein Kurstadt-Vergleich.